Prävention – Teil 2: Überpopulation und Krankheit

Kastration verhindert Überpopulation und Krankheit!

Auf den Straßen Sardiniens leben zahllose Katzen, die entweder ausgesetzt wurden oder Nachkommen ausgesetzter Katzen sind. Katzen sind äußerst fruchtbar und können schon im Alter von 6 – 10 Monaten geschlechtsreif sein. Eine unkastrierte Katze kann im Normalfall zweimal im Jahr vier bis sechs Katzenwelpen bekommen. So wird aus zwei, drei unkastrierten Tieren schon wenige Monate später eine ganze Kolonie.

Die Tatsache, dass ein einziges Katzenpaar innerhalb von 10 Jahren den Nachwuchs von etwa 80 Millionen Kitten hervorbringt, überzeugt von der Dringlichkeit unserer Präventionsarbeit.

Geschlechtsreife Kater durchkämmen oftmals tagelang ihr Revier und scheuen sich nicht, große Entfernungen zurückzulegen, um paarungswillige Katzen zu finden. Die Kater sind vielen Gefahren ausgesetzt, geraten in Revierkämpfe, verletzten sich dabei, infizieren sich mit lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten und geben diese Krankheiten an ihre Paarungspartner und damit auch an ihre Kitten weiter.

Durch Kastration verringert sich das Bedürfnis ihr Territorium zu verlassen. Konflikte mit anderen Streunern treten wesentlich seltener auf. Somit verringert sich auch das Verletzungsrisiko der Katzen.

Wie sieht es bei den Hunden aus?

Auch wenn es per Gesetz eigentlich keine Streuner auf Sardinien geben sollte, sind zu viele Hunde sich selbst überlassen. Herdenschutzhunde leben frei bei ihren Herden, Jagdhunde in der Meute in ihren Zwingern, aber auch die normalen Haushunde, die im weiteren Sinn ein Zuhause haben, laufen frei auf der Straße herum.

Die wenigsten dieser Hunde sind kastriert. So kommt es zwangsläufig zur ungewollten Trächtigkeit und die Population der streunenden Hunde nimmt immer weiter zu. Das Elend nimmt seinen Lauf.

Warum wird auf Sardinien so wenig kastriert?

Dies liegt zum einen an der mangelnden Aufklärung zum Thema, zum anderen kann sich kaum ein Sarde die Kastration seines Tieres bei einem niedergelassenen Tierarzt leisten. Seitens des Staates gibt es leider immer noch viel zu wenige kostenlose Kastrationskampagnen.

Hier setzen wir an. Wir klären auf, sensibilisieren, hören zu, übernehmen ungewollte Welpen und kastrieren die Hündinnen. Wir betreuen mehrere Katzenkolonien und kastrieren dort regelmäßig. Nur so können die Kolonien stabil bleiben und wachsen nicht weiter an.

Durch unsere Präventionsarbeit konnten wir inzwischen knapp 3.000 Hunde und Katzen auf Sardinien kastrieren und so der Überpopulation entgegenwirken. Nur wenn wir weiter am Ball bleiben, wird es uns gelingen das Tierelend nachhaltig zu minimieren und eine grundlegende Veränderung auf Sardinien zu erreichen.

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