11.01.2014 – Chicca

Chicca fand ihr Zuhause am 11.01.2014   (Happyend-Story)

Kleine Chicca, das Rifugio war nun glücklicherweise nur für einige Wochen Deine Zwischenstation auf dem Weg vom Aschenputtel zur Prinzessin auf der Erbse:-)

Wie verloddert, zerzaust und niedergeschlagen haben Dich die italienischen Kollegen am Einkaufszentrum Auchan abgeholt, nachdem sie einen Anruf erhielten, dass dort ein kleiner Hund angebunden und verlassen sei. Für Dich muss eine Welt zusammen gebrochen sein, wie konnte man Dich kleines, altes Mädchen nur einfach abschieben?!

Aber vielleicht hat das Schicksal es ja auch nur gut gemeint mit Dir und es sollte so kommen, wie es gekommen ist. Vielleicht war Deine Welt vorher auch keine gute und Dein Leben leidvoll.

Wir werden es nie erfahren, aber wir wissen, dass es nun bergauf geht, kleine Chicca!

Es war der Sohn von Frauchen, der Dich entdeckte, der seiner Mutter sagte, dass so eine kleine Puppe wie Du dort nicht im Rifugio versauern darf.

Frauchen musste zustimmen und so fiel die Entscheidung auf Dich!

Dein Frauchen hat ein Herz für die alten Tierschutzhunde und ihr war es wichtig, dass nun eine arme Seele zu ihr kommt, die aufgrund ihres Alters enorme Schwierigkeiten im Tierheimalltag hat. Sie hat ihren Wohnsitz aufs Land verlegt, um ihren Traum leben zu können: Ein Leben mit Hunden. So wirst Du die vierte im Bunde der Vierbeiner sein, eine Fellnase davon ebenfalls schon von Sardinien.

Da bist Du also! Willkommen im Glück, Zuckermaus! Sei lieb und geniesse jeden Tag! Du wirst nun gepäppelt und sicher fühlst Du Dich schnell wohl!

Wir hoffen, dass Dir noch viele, schöne Jahre bevorstehen, die Du gesund und munter in Liebe erleben darfst!

Chicca konnte am 11.1. ihr Körbchen in Lostau beziehen


Ein kleiner Bericht von Chiccas Frauchen über Chicca, die nun Trudelchen heißt, nachdem sie fast 4 Wochen im neuen Zuhause ist:

Trudelchen frisst noch immer wie eine neunköpfige Raupe, aber es kommt schon vor, dass sie bei dem einen oder anderen Happen mäkelt. Sie haben Trudel so lieb als Prinzessin beschrieben, aber das trifft nicht ihre Persönlichkeit:

Die kleine Maus ist eher ein Kobold und in den ersten 3 Tagen war sie ein Gremlin, der jede Hand tackern wollte – und zwar beim Bürsten, Schnäuzchen putzen, Anleinen und Anziehen. Den Tierarzt hätte sie am liebsten ganz gefressen. Aber von Begin an tappelte sie wie ein Entenküken hinter mir her und wollte in den Arm genommen werden. Sie ist der bezauberndste Kobold der ganzen Welt und ich habe mich total in sie verliebt. Frau Bormann-Rolfs, Sie wissen ja, dass das Trudelchen nicht meine erste Wahl war, aber besser hätte es nicht kommen können.

Wer uns besucht, kommt nicht auf die Idee, das Trudel ein Neuzugang ist. Die Truppe ist harmonisch und wirkt wie ein lange eingespieltes Team. Wenn es irgendwie eine kleine Chance auf Leckerchen gibt, dann sitzen Fenja und Trudel zusammen und warten und warten: Irgendwann könnte doch ein Häppchen abfallen?! Tut es ja auch meistens. Spazieren geht Trudel mit Wastel, Ida und mir – aber 10 Minuten möchte sie noch nicht wirklich überschreiten. Und auf dem Rückweg tippelt sie an der Spitze strammen Schrittes auf ihr Haus zu (dass DAS IHR HAUS ist, wusste sie bereits am zweiten Tag). Morgens gehe ich oft mit ihr eine Extra-Runde ohne Leine. Ich muss dann allerdings sehr achtsam sein, denn Trudel ist kein Yorki sondern ein fürchterlicher Katzenwolf. Wir Menschen haben es zwar nicht erkannt, wohl aber die Lostauer Katzen, die nehmen nämlich alle reissaus. Und wenn ein mehr oder auch minder abenteuerlicher Tag zu Ende geht, dann will Trudel mit mir und den beiden anderen Kleinen auf das Sofa. Zum Schnarchen. Unbedingt.

Trudel nimmt stetig zu, aber gemessen an der Menge, die sie frisst, viel zu wenig. Ich hoffe dennoch, dass die Erkrankung, die sie auf Grund ihres Allgemeinzustandes und der Blutwerte haben muss, heilbar ist. Sie ist so fröhlich und mittlerweile auch freundlich. Ich darf nun putzen, bürsten etc., ohne das geknurrt oder gebissen wird und kann mir schon jetzt nicht mehr vorstellen, wie das Leben ohne Trudel war.