Karla – Ein ♥ kommt in Pflege

Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt – so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind natürlich immer möglich.


Was ist mir passiert?

Karla hat viele Jahre mit ihren Menschen auf Sardinien in einem Haus gelebt. Leider hat sich die Familie getrennt und hat das Haus verloren, sodass Karla die letzten Wochen und Monate nur noch im Garten gehalten wurde. Diese Zeit ist nicht spurlos an ihr vorbeigegangen. Momentan ist sie in keinem guten Pflegezustand. Sie ist dünn und ungepflegt. Ihr Fell ist struppig.

Wo bin ich?

Karla sitzt nun in unserem Partnertierheim, die L.I.D.A., auf Sardinien. Da das Tierheim voll ist, lebt sie aktuell in einem kleinen Zwinger ohne Auslauf, denn in dem dazugehörigen kleinen Freilauf sind andere Hunde untergebracht. Aus dem Zwinger kommt sie im Augenblick nicht heraus, da momentan jeder Platz besetzt ist.

Wie bin ich?

Karla hat viele Jahre in einer Familie gelebt und leidet jetzt sehr im Tierheim. Sie vermisst das Zusammenleben mit dem Menschen und dass sich jemand um sie kümmert. Im Tierheim ist sie nur eine von vielen. Hinzu kommt die Enge, der Stress, die Langeweile und der Bewegungsmangel, der ihr zu schaffen macht.

Karla ist eine ruhige Schäferhündin. Sie läuft gut an der Leine und bellt nicht. Sie ist lieb mit Menschen, Kindern und Hunden. Katzen im Tierheim ignoriert sie. Karla ist schon eine ältere Schäferhündin. Sie ist eine lebenserfahrene Hündin, die mit den richtigen Menschen sicherlich souverän durchs Leben geht. Ihre stürmischen Jahre sind vorbei und es darf bei ihr mit Sicherheit nun etwas ruhiger und entspannter zugehen, was nicht heißt, dass sie nicht noch altersentsprechend gefordert und gefördert werden möchte. Aber alles eine Nummer entspannter als früher.

Beim Anschauen der Videos ist uns aufgefallen, dass Karlas Rute die meiste Zeit schlaff herunterhängt. Dies kann verschiedene Ursachen haben. Die Tierärztin in unserem Partnertierheim wird sie nächste Woche untersuchen. Es kann sein, dass Karla unter dem Cauda-Equina-Kompressionssyndrom leidet, welches häufig bei älteren Schäferhunden und anderen großen Rassen vorkommt. Hierbei handelt es sich um eine degenerative Veränderung im Bereich der Wirbelsäule, die zu einer Kompression der Nerven führt. Ihr unkoordinierter Gang könnte ebenfalls ein Indiz dafür sein.

Was suche ich?

Wir wünschen uns für die menschenbezogene und gutmütige Schäferhündin eine neue Familie, wo sie ankommen und ihren Lebensabend verbringen darf. Ihr neues Zuhause sollte ebenerdig sein und einen eingezäunten Garten haben. Gerne dürfen es Schäferhund-Liebhaber sein oder die, die es werden wollen. Menschen, die einer alten Schäferhündin noch einmal die Chance auf schöne Jahre in einer eigenen Familie geben wollen. Vermutlich ist Karla recht anspruchslos, allerdings sollte man bedenken, dass Karla in Zukunft medizinisch und therapeutisch betreut werden müsste. Näheres erfahren wir, wenn sie von der Tierärztin vor Ort untersucht wurde.

Karla ist aktuell unser Notfellchen. Ist bei dir ein Plätzchen frei für sie?

Update:
Karla befindet sich seit dem 03.03.2024 auf einer Pflegestelle in Deutschland. Sobald sie sich eingelebt hat, werden wir mehr berichten.
Wir vermitteln bundesweit, wenn du bereit bist, Karla auf ihrer Pflegestelle kennenzulernen und abzuholen.

Geboren

ca. 31.07.2014

Alterskategorie

Senioren

Rasse

Schäferhund Mischling

Schulterhöhe

ca. 59cm

Gewicht

Liegt nicht vor

Geschlecht

Weiblich

Kastriert

Ja

Geimpft

Ja

Gechippt

Ja

Mittelmeerkrankheiten

Test folgt nach Einreise

Krankheiten

Keine bekannt

Handicap

Nein

Aufenthaltsort

31141 Hildesheim

Bundesland

Niedersachsen

Gesucht wird

Zuhause

Hundeverträglichkeit

Ja

Katzenverträglichkeit

Bedingt

Kinderlieb

Ja

Jagdtrieb

Unbekannt

Garten

Ja

Zweithund

Gerne, kein Muss

Hundeschule

Ja

Ansprechpartner

Johanna Kirschner


Vermittlung Hunde

Telefon: (0173) 42 25 59 9
E-Mail: johanna.kirschner@streunerherzen.com

Video

Rassebeschreibung

Wir stellen vor: Schäferhund – Intelligenter Begleiter mit Ansprüchen

Schäferhund Mischlinge

Geschichte bzw. Herkunft

Die Vorfahren des Deutschen Schäferhundes gehen auf kurz- und stockhaarige Schläge von Hütehunden aus Deutschland zurück, wie sie Ende des 19. Jahrhunderts auch in vielen Gegenden Europas vorkamen und sich auch dort zu eigenen Rassen entwickelt haben. Sie alle waren keine reinen Hütehunde, hatten zwar die Aufgabe, die Herden zu treiben, sollten aber auch das Hab und Gut der Hirten bewachen und beschützen. Der Deutsche Schäferhund geht vor allem auf die süddeutschen Schläge aus Thüringen und Württemberg zurück.

Als Begründer dieser Rasse gilt Max von Stephanitz, der von diesem Hundetyp schlichtweg begeistert war. So kaufte er am 15. Januar 1898 von einem Züchter aus Frankfurt den dreijährigen “Hektor von Linksrhein”, den er in “Horand von Grafrath” umbenannte, der erste im Zuchtbuch des Vereins für deutsche Schäferhunde (SV) eingetragene Deutsche Schäferhund. Dieser und sein Bruder “Luchs von Sparwasser” sind die Stammväter der Rasse, von denen die meisten Deutschen Schäferhunde abstammen. Als Stammmutter gilt die Hündin “Mari von Grafrath”.

Ein erster Hunderassestandard entstand 1891, in dem Max von Stephanitz die Hunderasse in drei Klassen dividierte: lang-, rau- und glatthaarige Schäferhunde.

Rassebeschreibung
  • FCI Standard: Nr. 201
  • Gruppe: 1. Hütehunde und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde)
  • Sektion: 1. Schäferhunde
  • Farbe: Schwarz, schwarz mit braun, grau (weiß ist vom SV nicht anerkannt)
  • Fell: Stockhaar oder Langstockhaar
  • Widerristhöhe: Rüden: 60 – 65 cm, Hündin: 55 – 60cm
Körperform

Der Deutsche Schäferhund ist mittelgroß, kräftig und stark bemuskelt, sollte jedoch niemals schwerfällig dabei wirken. Er ist eher länger als hoch, wobei der Widerrist den höchsten Punkt des Rückens bildet.

Der Körperbau sollte trocken sein, ohne Fett oder loses Bindegewebe, mit sich klar abzeichnenden Muskeln. Der Brustkorb ist tief und gut gewölbt. Die Winkelung der Gliedmaßen bietet den größtmöglichen Schritt. Die Hinterhand greift dabei bis über die Körpermitte vor und gibt so größtmöglichen Schub von hinten. Der Deutsche Schäferhund ist ein ausdauernder Traber.

Die Kopfform ist keilförmig, die Kopfgröße steht in gutem Verhältnis zum restlichen Körper. Die Stirn ist nur wenig gewölbt, der Nasenrücken gerade. Zugelassen ist ausschließlich eine schwarze Nase. Die Lippen sind straff, trocken, dunkel gefärbt und schließen gut.

Der Deutsche Schäferhund hat Stehohren, deren Größe im guten Verhältnis zum Kopf stehen sollte. Sie werden aufrecht und nach vorne gerichtet getragen. Die Augen sind in jedem Falle dunkel und etwas schrägliegend. Es sollte stets der Eindruck von Aufmerksamkeit erweckt werden.

Die Rute wird sichelförmig und herabhängend getragen. Die Pfoten sind rundlich und kurz, auch die Krallen sind kurz und kräftig. Sowohl Krallen als auch Ballen sind von dunkler Farbe.

Arbeitseinsatz

Der Schäferhund ist aufgrund seiner Intelligenz und seines ruhigen, aber sehr aufmerksamen Wesens ein absoluter Allrounder im Alltag und im Dienst. Er eignet sich bei entsprechender Auslastung hervorragend als Sport- und Familienhund, er ist aber auch ein beliebter Dienst- und Schutzhund, Rettungs- und Therapiehund, Blindenführhund, Hütehund.

Fitness-Ansprüche

Der Schäferhund ist ein Ausdauerkünstler und bedarf ausreichender Bewegung. Zudem muss seine Intelligenz gefordert und gefördert werden durch Hundesport und kopfmäßige Auslastung. Hier stehen ihm alle Sparten des Sports offen.

Rassespezifische Charakterzüge

Der Schäferhund ist bei entsprechender Sozialisierung ein absolut sozialer Hund, der sich mit anderen Tieren sehr gut versteht.

Er verfügt über ein festes Wesen, Angst sollte er nicht zeigen. Vielmehr sollte er aufmerksam und neugierig an neue Sachen herangehen.

Der Schäferhund neigt aufgrund seiner Hütehund- und Beschützervergangenheit zu Kontrollverhalten. Er möchte gerne alles überblicken und zu allem sein Einverständnis geben. Dies muss durch konsequente, aber keinesfalls grobe Hand im Rahmen gehalten werden. Die Rasse ist im Gegenteil sehr leichtführig und mit leisen Worten zu erziehen, wenn man Zugang zu ihr gefunden hat. Denn Schäferhunde verfügen über einen unglaublichen will to please, also dem Willen, seinem Menschen zu gefallen.

Haltungsempfehlung

Der Schäferhund sollte im Haus mit Garten gehalten werden und ist auch gut für Familien geeignet. Leider sieht man nach wie vor häufig Zwingerhaltung, die jedoch abzulehnen ist. Wie jeder andere Hund möchte der Schäferhund bei seiner Familie sein.

Insgesamt ist er eher für erfahrene Hundehalter empfehlenswert, da er über einen starken Charakter verfügt und teilweise zu Kontrollverhalten neigt. Bei richtiger Haltung und Erziehung ist er jedoch ein sehr sozialer und leichtführiger Begleiter.


Reinrassige Schäferhunde