Der Sommer, hier und vorallem auch auf Sardinien, bringt viele Sonnenstunden mit sich – für uns Menschen mit Sonnencremeduft ein Grund zur Freude, doch für manche Tiere ohne Sonnenschutz ein echtes Gesundheitsrisiko. Besonders weiße oder sehr hell pigmentierte Katzen und Hunde sind anfällig für die Folgen intensiver Sonneneinstrahlung.
Denn es fehlt an bestimmten Körperstellen häufig der natürliche Schutz durch Melanin. Besonders gefährdet sind die Ohrränder, die Nase, die Augenlider und andere wenig behaarte Hautbereiche. Bereits nach kurzer Zeit in der prallen Sonne können dort schmerzhafte Sonnenbrände entstehen. Erste Anzeichen sind gerötete Haut, Krustenbildung oder kleine Wunden.
Was viele Tierhalter nicht wissen: Wiederholte Sonnenschäden können langfristig das Risiko für Hautkrebs auch bei den Vierbeinern erhöhen. Insbesondere bei weißen Katzen tritt häufig das sogenannte Plattenepithelkarzinom auf – eine bösartige Tumorart, die oft an Nase oder Ohren entsteht. Gerade in sonnenreichen Regionen wie Sardinien ist dieses Problem leider keine Seltenheit.
Zum Schutz gefährdeter Tiere empfiehlt es sich, Aufenthalte in der direkten Mittagssonne möglichst zu vermeiden. Schattige Rückzugsorte, ausreichend Wasser und gegebenenfalls spezielle, für Tiere geeignete Sonnencremes können helfen, Hautschäden vorzubeugen. Besonders Freigängerkatzen und Hunde mit heller Haut sollten in den heißesten Stunden des Tages geschützt werden.
Wer bei seinem Tier Veränderungen wie Rötungen, Krusten oder schlecht heilende Wunden an Nase oder Ohren bemerkt, sollte diese tierärztlich abklären lassen. Früh erkannt können viele Hautveränderungen erfolgreich behandelt werden.
Unsere Streuner auf Sardinien sind der intensiven Sonne oft schutzlos ausgesetzt. Deshalb möchten wir gerade in den Sommermonaten auf dieses wichtige Thema aufmerksam machen und dazu beitragen, dass gefährdete Tiere rechtzeitig geschützt werden, durch eure Hilfe können wir den Streunern helfen und den Sommer genießen!

