Vito – Wenn das Schicksal erneut zuschlägt

Alle Angaben entsprechen den Angaben der Pflegestelle. Alle Hunde wurden einmalig einem Tierarzt vorgestellt zur Blutprobenabnahme für den Mittelmeercheck. Hier erhält der Hund einen Erstcheck (Ohren, Augen, Zähne, etc.). Alter und Größen- sowie Gewichtsangabe können abweichen. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich. Sie adoptieren Second-Hand-Hunde, die vorher kein Familienleben kannten und auf den Straßen ums Überleben gekämpft haben, dies hinterlässt oft psychische Spuren und körperliche Defizite.


Was ist mir passiert?

Vito und seine Geschwister stammten von einer Familie im Hinterland von Olbia. Die junge Chow Chow-Hündin Mia, Mutter von Vito, hat sich unbemerkt gepaart, einmal mit dem Chow Chow-Rüden der Familie und einmal mit dem Labrador des Nachbarn. Die Trächtigkeit hat man erst bemerkt, als der erste Welpe auf der Terrasse lag. Die Mutterhündin Mia hatte Vito zur Familie gebracht damit er von dieser gerettet werden konnte, denn er hatte die Nabelschnur um den Hals gewickelt. Dann erst brachte sie die restlichen Welpen zur Welt. Da die Familie bereits vier Hunde im Haus hielt, bat man uns damals direkt um Hilfe. Wir nahmen Vito und seine Geschwister auf.

Vito lebte seit August 2023, bis zu seiner Ausreise nach Deutschland, auf einer privaten Pflegestelle auf Sardinien.

Wo bin ich?

Im März 2024 ist für Vito ein Traum in Erfüllung gegangen und er fand sein neues Zuhause in 48291 Telgte bei einer liebevollen Familie, die bereits einen weiteren Hund hatte.

Doch das Schicksal hat andere Pläne. Nun ändern sich die Umstände für die Familie drastisch. Familiäre Schwierigkeiten führen die Familie dazu, eine herzzerreißende Entscheidung zu treffen und Vito wieder abzugeben.

In dieser Zeit bleibt uns die Hoffnung, dass wir für Vito erneut das Glück finden werden. Vielleicht wartet irgendwo da draußen eine weitere liebevolle Familie auf ihn, bereit, ihn in ihre Arme zu schließen und ihm das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zurückzugeben.

Wie bin ich?

In Vito steckt ein typischer Chow Chow und er zeigt sich mit einer sanften, aber auch sturen Persönlichkeit.  Zu Beginn ist Vito oft reserviert gegenüber neuen Menschen – Vito sucht sich sorgfältig aus, wo er hingeht und mit wem er seine Zeit verbringt. Es braucht Geduld um sein Herz zu gewinnen, doch, wenn er seinem Menschen einmal vertraut, dann öffnet er sich voll und ganz.

Sein Wesen ist geprägt von einer ruhigen Gelassenheit. Die Routine gibt ihm Sicherheit – gleichmäßige Abläufe bieten ihm das Gefühl von Stabilität. Man muss geduldig mit ihm sein; diese Geduld wird belohnt, denn Vito folgt dann auf Schritt und Tritt und möchte bei seinen Menschen sein. Wenn er draußen im Garten ist, erwacht seine Lebensfreude. Er genießt die frische Luft, die Sonne auf seinem Fell, und weiß genau, wie er seinen Platz im Herzen des Menschen festigen kann. Vito lehrt, dass wahre Verbundenheit Zeit braucht, aber wenn sie einmal gewachsen ist, ist sie unzertrennlich.

Andere Hundebegegnungen sind völlig entspannt. Die Mitnahme ins Büro sowie das Autofahren und Tierarztbesuche meistert er ohne Probleme. Vito hat jedoch einen Jagdtrieb und reagiert auf viele Geräusche. Um Vito anzuleiten, muss er lernen, dass nicht jeder Reiz eine sofortige Reaktion erfordert.

Vito zeigt einige Probleme nach langem Liegen beim Aufstehen. Dies wurde jedoch tierärztliche durch ein Röntgen abgeklärt. Aktuell ist keine medikamentöse Behandlung erforderlich. Es muss jedoch darauf geachtet werden, dass entsprechende Bewegungen erfolgen, um den Muskelaufbau zu stärken.

Was suche ich?

Bei Vito´s neuen Menschen ist es entscheidend, dass sie Hundeerfahrung mitbringen und wissen, dass eine klare Kommunikation der Schlüssel zu einer tiefen Bindung ist – denn Vertrauen wird nur gewonnen, wenn man es selbst gibt. Außerdem erfordert der Vertrauensaufbau Geduld und Liebe und das entsprechende Tempo. Tägliche Spaziergänge in der Natur sind ein ebenso unverzichtbarer Teil des Tagesablaufs wie das liebevolle Zusammensein zu Hause. Vito soll ein Familienhund sein, der nicht nur auf dem Grundstück bleibt, sondern vielmehr ein gleichwertiger Teil der Familie ist, der mit seinem Menschen die kleinen und großen Abenteuer des Lebens teilt. Voraussetzung ist ein Haus mit eingezäuntem Garten und in ländlicher Lage.

Möchtest du Vito kennenlernen, dann melde dich gerne bei uns.

Geboren

ca. 18.05.2023

Alterskategorie

Erwachsene

Rasse

Chow Chow-Mischling

Schulterhöhe

ca. 55 cm

Gewicht

ca. 23 kg

Geschlecht

Männlich

Kastriert

Ja

Geimpft

Ja

Gechippt

Ja

Mittelmeerkrankheiten

Komplett negativ

Krankheiten

Keine bekannt

Handicap

Nein

Aufenthaltsort

48291 Telgte

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Gesucht wird

Zuhause

Hundeverträglichkeit

Ja

Katzenverträglichkeit

Nein

Kinderlieb

Ja, ab ca. 12 Jahren

Jagdtrieb

Ja

Garten

Ja

Zweithund

Ja, souveräner Ersthund

Hundeschule

Bedingt

Ansprechpartner

Ines Paschmanns


Vermittlung Herdenschutzhunde

Telefon: (0152) 34 22 19 40
E-Mail: ines.paschmanns@streunerherzen.com

Video

Rassebeschreibung

Wir stellen vor: Chow Chow

Reinrassige Chow Chow


Geschichte bzw. Herkunft

Ursprünglich in Asien beheimatet, gehört der Chow-Chow einer sehr alten Hunderasse an. Vor ca. 100 Jahren kam er über Kanton nach England und später auf den Kontinent. Seit den 20er Jahren ist er in Deutschland beheimatet.

Rassebeschreibung
  • Gruppe: 5 Spitze und Hunde vom Urtyp
  • Sektion: 5 Asiatische Spitze und verwandte Rassen
  • Größe: Zwischen 46cm und 56cm
Erscheingungsbild
  • Fellfarben: Einfarbig schwarz, rot, blau, rehfarben (zimt), creme oder weiß, häufig schattiert, jedoch nicht gefleckt oder gescheckt. Unterseite der Rute und Behosung der Schenkel häufig von hellerer Farbe.
  • Wichtige Proportionen: Der Abstand vom Widerrist bis zum Ellenbogen ist gleich wie der Abstand vom Ellenbogen bis zum Boden.
  • Kopf: Oberkopf: Schädel flach und breit, Stop nicht ausgeprägt.
  • Nasenschwamm: Immer groß und breit, schwarz (ausgenommen sind cremefarbene und fast weiße Chows, bei denen die Nase heller gefärbt sein kann, aber in allen Farben ist schwarz bevorzugt).
  • Fang: Mäßig lang, von den Augen bis zum Ende des Fanges breit (nicht zulaufend, wie bei einem Fuchs). Unter den Augen gut ausgefüllt.
  • Lefzen: Eine ununterbrochene schwarze Schnauze inkl. der Gaumen und Lefzen mit einer bläulich schwarzen Zunge ist ideal. Bei den blauen und bei den rehfarbenen Chows kann eine mehr abgeschwächte Farbe vorkommen und die Abschwächung kann noch deutlicher bei den cremefarbenen und den weißen Chows sein.
  • Augen: Dunkel, von ovaler Form, mittelgroß und rein. Bei blauen und rehfarbenen Chows sind passend gefärbte Augen zulässig. Ein ebenmäßiges Entropium freies Auge darf nie nur aufgrund seiner Größe geringer bewertet werden.
  • Ohren: Klein, dick, an den Spitzen leicht gerundet, steif aufrecht getragen, weit auseinander stehend, jedoch leicht zueinander geneigt, gut vorwärts über die Augen gerichtet, ergibt den für die Rasse so charakteristischen, mürrischen Ausdruck (Scowl). Dieser Ausdruck darf niemals durch lose, Falten bildende Kopfhaut erzielt werden.
  • Rücken: Kurz, gerade, kräftig.
  • Brust: Breit und tief, Rippen gut gewölbt, jedoch nicht tonnenförmig.
  • Rute: Hoch angesetzt, gut über dem Rücken getragen.
  • Haarkleid: Langhaar: Üppig, dicht, gerade und abstehend, aber nicht übermäßig lang. Das Deckhaar ist eher von grober Textur mit weicher, dichter Unterwolle. Besonders dicht um den Hals bildet es eine Mähne oder einen Kragen. Gut ausgeprägte Behosung an den Rückseiten der Schenkel.
    Kurzhaar: Kurz, üppig, dicht, gerade, abstehend und nicht flach anliegend, plüschartige Textur.
Rassespezifische Charakterzüge

Der Chow Chow ist wachsam, ohne ein Kläffer zu sein und ist sehr reinlich. Er verfügt über ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein, ist eigenwillig und freiheitsliebend, Dritten gegenüber reserviert bis ablehnend. Seinem Menschen ist er zugetan ohne sklavische Ergebenheit. Der, der das „Sagen“ im Familienverband hat, wird auch sein „Leithund“ sein.

Der Chow braucht eine liebevolle, aber konsequente Erziehung. Abrichten im landläufigen Sinne lässt er sich nicht und für Zwingerhaltung ist er völlig ungeeignet. Er würde verkümmern, da er die Nähe seiner Menschen braucht. Aus dem verspielten Welpen wird sehr schnell ein ernsthafter Hund, der Späßen abhold ist und für Neckereien kein Verständnis hat. Aus diesem Grund ist der Chow als „Kinderhund“ nur bedingt geeignet. Er wird die Kinder als Welpen seines Rudels lieben und beschützen, sich aber kaum von ihnen tyrannisieren lassen. Das Umplatzieren eines Chows ist äußerst schwierig, darum sollte man sich vorher überlegen, ob die Liebe und die Voraussetzungen für die Haltung eines Chows ein Hundeleben lang anhalten.

Der Chow ist mit seinem üppigen Fell kein pflegeleichter Hund. Er muss mindestens einmal wöchentlich (während des Fellwechsels öfter) gründlich gekämmt werden, dann reicht tägliches Bürsten aus, um sein Fell gesund und attraktiv zu halten. Baden ist nur angesagt, wenn es unbedingt notwendig ist.

Der Chow ist kein Hund für jedermann. Für ungeduldige, hektische, inkonsequente oder despotische Menschen ist er nicht die richtige Wahl. Wenn du aber ein Mensch bist, der Freude hat an einem ruhigen, selbstbewussten, intelligenten vierbeinigen Familienmitglied, dem du Rechte und Pflichten zugestehst, wird der Chow dich nicht enttäuschen. Er ist halt ein bisschen anders als andere, gerade das macht ihn aber so attraktiv.

Haltungsempfehlung

Der Chow Chow ist nicht als Anfängerhund geeignet, da er einiges an Hundeverstand voraussetzt. Verbunden mit einer konsequenten und liebevollen Erziehung, die nicht auf Dominanz oder Unterwürfigkeit setzt, machst du aus deinem Chow Chow Welpen einen gut sozialisierten Hund. Die Sozialisierung ist bei dieser Rasse besonders wichtig, denn durch seinen hohen Wach- und Schutzinstinkt solltest du ein Augenmerk darauf legen, dass er möglichst gelassen auf Umwelteinflüsse und Situationen reagiert.

Hundesport und klassisches Training auf dem Hundeplatz liegen dem Chow Chow nicht so sehr. Dafür braucht er viel Auslauf und mag ausgedehnte Spaziergänge oder lange Wanderungen. Aufgrund seines ausgeprägten Jagdtriebs ist das jedoch nur mit viel Übung im Freilauf möglich.

Am wohlsten fühlt er sich, wenn du ihm eine klare Aufgabe überträgst, z.B. das Bewachen deines Grundstücks. Apportieren oder andere Spiele sind dem ernsten „Einmannhund“ suspekt und werden einfach ignoriert. Hundetricks und Trainingseinheiten, wie sie in der Hundeschule geübt werden, beeindrucken den Chow Chow nur wenig. Wenn du sein Herz erobern willst, gehst du einfach nur mit ihm spazieren und respektierst sein Wesen. Eine enge, vertrauensvolle Bindung zu seinem Halter macht ihn glücklich.


Chow Chow Mischlinge