Tommy – Verlorene Seele sucht sein Glück

Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt – so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich.


Was ist mir passiert?

Tommy wurde von der örtlichen Polizei ins Canile Comunale in Tortoli gebracht. Tommy ist ein 13-jähriger Setter-Mix Rüde, der eine lange und traurige Geschichte erzählen kann.

Sein erster Besitzer, ein Jäger aus Cagliari, hat ihn in jungen Jahren einem befreundeten Jäger geschenkt. Doch auch dieser wollte Tommy nach einer gewissen Zeit nicht mehr haben und so wurde der Hund in all den Jahren durch die Hände verschiedener Besitzer gereicht, bis er letztendlich von der örtlichen Polizei ins Canile Comunale in Tortoli gebracht wurde. Verlassen, am Ende seiner Kräfte, völlig abgemagert und im hinteren Bereich gelähmt – so wurde er aufgefunden. Allein und nicht mehr in der Lage, sich fortzubewegen.

Ein alter, verbrauchter und dann auch noch behinderter Hund passt oft nicht in das Leben der Menschen oder es fehlen ihnen die finanziellen Mittel, dem Hund zu helfen. Wir können uns deshalb gut vorstellen, dass das der Grund war, warum er letzten Endes einfach ausgesetzt und sich selbst überlassen wurde; dabei hat Tommy in seinem Leben sicherlich schon so viel für seine Menschen geben müssen.

Die Tierärzte vor Ort haben empfohlen, dringend eine Röntgenaufnahme und ggf. ein MRT seines Rückgrats zu machen, um die genaue Ursache seiner massiven Einschränkung und Lähmung seines hinteren Bewegungsapparates festzustellen. Bei den Untersuchungen wurde eine Läsion auf Höhe des Brustwirbels festgestellt. Eine tiefe Schmerzempfindlichkeit ist hier noch vorhanden. Angesichts seines Alters wird deshalb erst einmal Ruhe und zur Stabilisierung eine Kortisontherapie empfohlen. Seine Blutwerte ergaben Diabetes und er wurde zudem Filarien positiv getestet. Sofort wurde mit einer Therapie der Filarien und einer spezifischen Diät mit Spezialfutter begonnen. Tommy hat sich dank der Therapie inzwischen gut erholt. Von Tag zu Tag geht es ihm besser und es ist ihm immer öfter möglich, wieder auf allen vier Pfoten zu stehen. Urin und Kot kann er selbständig absetzen. Wir sind deshalb sehr zuversichtlich, dass sein Zustand unter der Therapie auch weiterhin stabil bleibt.

Wo bin ich?

Nun sitzt Tommy also in unserem Kooperationstierheim, dem Canile Tortoli und hofft, dass er vielleicht bei dir nochmal ein schönes Plätzchen findet.

Wie bin ich?

Da Tommy in seinem bisherigen Leben nur Misshandlungen und Leid erfahren hat, ist er anfangs etwas ängstlich. Er versteht sich gut mit anderen Hunden, nur mit Katzen sind wir nicht sicher, ob sie sich vertragen. Trotz seiner Ängste ist Tommy eher zutraulich und zeigt keine Aggressionen gegenüber Menschen oder anderen Hunden.

Was suche ich?

Tommy sucht eine neue Familie mit Garten, ihr solltet hundeerfahren sein, was ältere Hunde betrifft und sich dessen bewusst sein, dass er vermutlich öfter zum Tierarzt muss, als ein junger Hund und er benötigt seine Medikamente. Leider können wir nicht vorhersagen, wieviel Zeit dem lieben Opi noch bleiben wird, deshalb wünschen wir uns, dass er ganz schnell ein passendes Plätzchen findet.

Möchtest du Tommy noch ganz viele glückliche Momente schenken, sodass er die vergangenen Jahre vergessen und sich zu gegebener Zeit mit vielen positiven Erinnerungen verabschieden kann, dann freue ich mich sehr auf deine Kontaktaufnahme.

Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Tommy kann nach Deutschland ausreisen.

Geboren

ca. 25.11.2010

Alterskategorie

Gnadenbrothunde

Rasse

Setter Mischling

Schulterhöhe

ca. 50cm

Gewicht

Liegt nicht vor

Geschlecht

Männlich

Kastriert

Nein

Geimpft

Ja

Gechippt

Ja

Mittelmeerkrankheiten

Filarien positiv, Rest folgt nach Einreise

Krankheiten

Diabetes

Aufenthaltsort

Canile Comunale Tortoli, Sardinien

Gesucht wird

Zuhause

Hundeverträglichkeit

Ja

Katzenverträglichkeit

Unbekannt

Kinderlieb

Unbekannt

Jagdtrieb

Unbekannt

Garten

Ja

Zweithund

Gerne, kein Muss

Hundeschule

Nein

Ansprechpartner

Gerold Major


Vermittlung Hunde

Telefon: (0152) 04 33 29 68
E-Mail: gerold.major@streunerherzen.com

Rassebeschreibung

Wir stellen vor: Englischer Setter

Setter Mischlinge


Geschichte bzw. Herkunft

Was die Herkunft des Setters angeht, gibt es keine eindeutigen Dokumente. Auf vielen alten Gemälden ist ein mittelgroßer, langhaariger, meist weiß-bunter Jagdhund dargestellt, die damals “Vogelhunde” genannt wurden und wohl als die Vorfahren all unser langhaarigen Jagdhunde wie Spaniel, Große und Kleine Münsterländer, Deutsche Wachtel und anderer angesehen werden können. Es besteht die Vermutung, dass der Setter aus einer Kreuzung großer Spaniels mit dem Pointer hervorging. Bezeugt ist, dass 1555 der Earl of Northumberland Spaniels zum Vorstehen und Vorliegen abrichtete und die Hunde dieser speziellen Jagdweise als “Sitting Spaniels”, später auch als “Sitting Dogs” oder abgekürzt “Sitter” bezeichnet wurden Daraus soll sich der Name “Setter” abgeleitet haben.

In alten englischen Berichten wurde noch keine Trennung zwischen Spaniel und Setter gemacht, es ist unklar, wann die Trennung der beiden Rassen erfolgte, Anfang des 19. Jahrhunderts ist dann aber in der zeitgenössischen Literatur von “Setter” die Rede.

Ebenso besteht Unklarheit darüber, wann die Trennung der Setterrassen nach Haarfarben in Englisch Setter, Irisch Setter und Gordon Setter stattfand, sie kann lediglich auf den Zeitraum zwischen 1865 und 1875 eingegrenzt werden.

Auch das erste Vorkommen von Settern in Deutschland kann nicht klar belegt werden, am hannoverschen Königshof tauchen die ersten Exemplare Mitte des 19.Jahrhunderts auf.

Zu Beginn der systematischen Setterzucht wurde der Farbe noch keine große Bedeutung beigemessen, es gab sogar reinschwarze Exemplare. Ordnung in diesen Mischmasch brachte zunächst Edvard Laverack, der 1825 mit der systematischen Zucht des Englischen Setters begann. Dabei legte er anfangs noch großen Wert auf die jagdlichen Eigenschaften, bald jedoch wurde seine Zucht zu einer reinen Schönheitszucht, die durch exzessive Inzucht einen völlig homogenen Typ, der von manchen nur noch als” Laverack-Setter ” bezeichnet wurde, hervorbrachte. Er bevorzugte die belton-farbigen Hunde, also solche, die farbige Punkte oder Sprenkel auf weißem Untergrund aufwiesen.

Laveracks Nachfolger wurde R.L. Purcell Llewellin, der zunächst schottische (Gordon) Setter, dann irische und mit zwei Rüden aus der Laverack Zucht schließlich auch Englische Setter züchtete. Er legte zunächst zwar wieder Wert auf die jagdlichen Eigenschaften, exportierte dann aber im großen Stil in die USA und Kanada, so dass auch seine Zucht zu einer Massenproduktion wurde , bei der natürlich die Qualität auf der Strecke blieb.

Nach seinem Tod wurde der Englische Setter in England mehr und mehr zu einem reinen Ausstellungshund, während auf dem Kontinent mehr Gewicht auf die seine jagdlichen Leistungen gelegt wurden. Besonders in Italien werden Englische Setter in Field Trials leistungsgeprüft.

Rassebeschreibung
  • Gruppe: 7. Vorstehhunde
  • Sektion: 2.1 Britische und irische Vorstehhunde
  • Größe: Rüden 65 – 68cm, Hündinnen 61 – 65cm
Erscheinungsbild
  • Körper: Von mittlerer Größe, elegant in Erscheinung und Bewegung
  • Ohren: Von mittlerer Länge, tief angesetzt, in einer Falte flach anliegend, der obere Teil ist mit feinem, seidigen Haar bedeckt, die Spitzen sind samtig
  • Augen: Lebhaft, sanft und ausdrucksvoll, von haselnussbraun bis dunkelbraun, je dunkler, umso besser, nur bei Hunden mit der Farbe liver-belton ist ein helleres Auge zulässig, Augenform oval
  • Nasenschwamm: Schwarz oder leberbraun, passend zur Farbe des Haarkleids, weit geöffnete Nasenlöcher
  • Fang: Mäßig tief und viereckig mit nicht zu hängenden Lefzen
  • Kiefer/Zähne: Kräftige Kiefer mit komplettem Scherengebiss
  • Rute: In Linie des Rückens angesetzt, mittellang, in einer leichten Kurve getragen, jedoch ohne Aufwärtstendenz, lange Befederung, die knapp unterhalb des Rutenansatzes beginnt, sich zur Mitte hin verlängert, dann zum Rutenende hin wieder kürzer wird, das Haar ist lang, glänzend, weich, seidig und gewellt, aber keinesfalls gelockt, in der Bewegung schlägt die Rute lebhaft von einer Seite zur anderen
  • Haare: Vom Hinterkopf in Höhe des Behangs beginnend über den Körper verteilt leicht gewellt und seidig, aber nicht gelockt, die Oberschenkel der Hinterläufe und die Vorderläufe bis fast an die Pfoten sollen schön befedert sein
  • Farben: Schwarz und weiß (blue belton), orange und weiß (orange belton), zitronenfarben und weiß (lemon belton), leberbraun und weiß (liver belton), auch tricolor ist gestattet, dieses besteht aus blue belton oder liver belton und tan, bei allen Farben werden Hunde mit überall vorhandener Tüpfelung (= belton) solchen mit großen Farbplatten vorgezogen
  • Gangwerk: Freie, anmutige Bewegungen, die den Eindruck von Schnelligkeit und Ausdauer vermitteln, freie Bewegung aus den Sprunggelenken mit kraftvollem Schub
Rassespezifische Charakterzüge

Der Setter ist ein hochpassionierter Jagdhund, dessen typische Arbeit die Suche nach Federwild ist. Er sucht dabei mit hoher Geschwindigkeit ein ihm zugewiesenes Gelände auf Wild ab. Nimmt er Witterung auf, verharrt er regungslos (=Vorstehen) und zeigt seinem Hundeführer so den Sucherfolg an. Den Setter zeichnet besonders seine hohe Bereitschaft, mit seinem Hundeführer zusammenzuarbeiten aus.

Seine Jagdpassion ist zwar tief verwurzelt, dank seines ausgeglichenen und freundlichen Wesens ist er jedoch unter bestimmten Voraussetzungen auch als Familienhund geeignet.

Er ist, wie eigentlich alle Jagdhunde, zuhause ein ruhiger Hausgenosse und sein natürlicher, einfach unwiderstehlicher Charme begeistert seine Liebhaber immer wieder aufs Neue.

Haltungsempfehlung

Wie jeder andere Hund auch, sollte der Setter mit Geduld und Konsequenz erzogen werden, er eignet sich jedoch eher für erfahrene Hundehalter, die mit seinem Jagdtrieb umgehen können .Er muss ausreichend bewegt und auch geistig ausgelastet werden und braucht natürlich Familienanschluss.

Wer sich für einen Setter entscheidet, muss sich darüber im Klaren sein, dass er einen hochpassionierten, sehr aktiven Arbeitshund zu sich nimmt, dem er die Möglichkeit geben muss, seine Neigungen auszuleben.

Idealerweise sollte ihm dazu eine Alternativbeschäftigung angeboten werden, bei der er seiner Passion nachgehen und seine exzellente Nase einsetzen kann, dazu eignet sich jede Art von Nasenarbeit (Mantrailing, Rettungshundeausbildung, Fährtenarbeit, …).


Reinrassige Setter