Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt – so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich.
Was ist mir passiert?
Layla ist etwa 1 Jahr und 3 Monate jung – eigentlich selbst fast noch ein Welpe. Und doch hat sie bereits Dinge erlebt, die kein so junger Hund erleben sollte. Als man sie fand, war sie nicht allein. An ihrer Seite waren ihre beiden Welpen Cicco und Ciccio Piccolo. Layla war schon Mama.
Gemeinsam wurden sie ins Canile Comunale Tortolì auf Sardinien gebracht. Über ihre Vergangenheit wissen wir nicht viel. Doch dass sie in so jungem Alter ihre Welpen allein durchbringen musste, lässt erahnen, wie schwer ihr Start ins Leben war.
Am selben Tag wurde auch Hündin Lola mit ihren Welpen gefunden. Ein Schicksal, das viele Hunde auf Sardinien teilen: ausgesetzt, zurückgelassen, vergessen.
Wo bin ich?
Heute lebt Layla im Canile Comunale Tortolì. Betonboden, Gitterstäbe, kaum Ansprache – ihr Alltag ist trist und eintönig. Nur wenige Minuten am Tag darf sie den Zwinger verlassen. Für eine so junge Hündin ist das besonders schwer, denn sie sollte die Welt entdecken und nicht darauf warten, dass jemand sie sieht.
Wie bin ich?
Layla ist eine sanfte, sensible und sehr freundliche Hündin. Sie begegnet der Welt vorsichtig und beobachtend, doch in ihr steckt ein großes Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit. Wenn sie Vertrauen fasst, bindet sie sich eng an ihre Menschen.
Sie teilt sich ihren Zwinger mit Lola. Die beiden geben sich Halt und kümmern sich gemeinsam um ihre Welpen, so gut es in dieser Umgebung eben möglich ist.
In Layla steckt vermutlich ein Anteil Pointer und damit viel Intelligenz, eine feine Nase und Freude an Bewegung. Mit der richtigen Unterstützung wird sie all das eines Tages zeigen können.
Als wir, das Team Streunerherzen, Anfang April 2026 vor Ort waren, wurde deutlich, wie sehr Layla und ihre Zwingerpartnerin Lola aufeinander angewiesen sind. In einer Welt aus Beton und Gittern sind sie füreinander Halt, Trost und ein kleines Stück Sicherheit.
Für Lola hat sich inzwischen eine Pflegestelle gefunden – sie darf gehen, darf das Canile hinter sich lassen und in ein neues Leben starten.
Und Layla?
Sie bleibt zurück. Zurück in der Stille ihres Zwingers. Zurück im Warten. Tag für Tag.
Wir wünschen uns von ganzem Herzen, dass auch sie gesehen wird. Denn Layla ist eine ganz besondere, bezaubernde junge Hündin, die es so sehr verdient hat, endlich anzukommen und ihr Leben zu genießen.
Was suche ich?
Layla sucht ein ruhiges, liebevolles Zuhause bei Menschen mit Geduld und Einfühlungsvermögen. Sie soll ankommen dürfen – in ihrem Tempo, ohne Druck.
Sie soll endlich einfach Hund sein dürfen: spielen, lernen, vertrauen und all das nachholen, was sie bisher nie kennenlernen durfte.
Wer Layla diese Chance schenkt, bekommt so viel zurück: eine treue Seele und das leise, wunderschöne Wunder, wenn ein Hund beginnt aufzublühen.
Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Layla kann nach Deutschland ausreisen.
Rassebeschreibung
Wir stellen vor: Englischer Pointer
Reinrassige Pointer

Geschichte bzw. Herkunft
Wie bei manch anderer Rasse, gibt es auch über die Herkunft des Pointers mehrere Theorien. Manche behaupten, die Rasse sei von den Westgoten begründet worden, die diese während der Völkerwanderung auf die Iberische Halbinsel brachten und die weißbunten Hunde außerordentlich hoch einschätzten. In Gesetzesüberlieferungen aus dieser Zeit finden sich Hinweise, dass das Töten eines solchen Hundes mit drastischen Strafen geahndet wurde.
Andere sind der Ansicht, dass die Franzosen ihre eigenen Pointer züchteten schon bevor spanische Pointer zu Beginn des 18. Jahrhunderts nach Britannien kamen und dass somit Hunde sowohl aus Spanien als auch aus Frankreich auf die britischen Inseln importiert wurden. Die meisten Autoren vertreten die Ansicht, der Pointer sei nach dem Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1704 ) von britischen Offizieren, die aus Spanien heimkehrten, auf die britischen Inseln gebracht worden. Die Spanier nannten ihre Vorstehhunde „perro da punta“, das sich von „puntear“, auf etwas hinweisen, zeigen, ableitet. Der Pointer ist also ein Hund, der auf etwas (Wild) hinweist (engl. to point). Die auf die Insel gebrachten Vorstehhunde waren den Briten zu langsam und zu schwerfällig, so dass sie englische Foxhounds und auch Greyhounds einkreuzten. Auf dem Festland entstanden die ersten Pointerzuchten in Belgien, als Pionier der Pointerzucht in Deutschland gilt Prinz Albrecht zu Solms-Braunfels, Hunde aus seinem Zwinger gingen in alle Welt.
Den Ersten Weltkrieg überstand der Pointer von allen britischen Vorstehhunderassen am besten, so dass nach Kriegsende noch einige gute Zuchttiere vorhanden waren, doch der Zweite Weltkrieg setzte der Rasse stark zu. Zum Kriegsende gab es nur wenige gute Zuchttiere, viele Züchter hatten aufgegeben oder waren verstorben. Nach dem Krieg wurden neue Zwinger gegründet, von denen der bedeutendste der Zwinger „v. Niedersachsenhof“ in München war. Es wurden Hunde aus Skandinavien und Irland zugekauft, um wieder eine gute Zuchtgrundlage zu schaffen.
Wie auch bei anderen derart attraktiven Rassen, begannen einige Züchter, den Pointer für Ausstellungen noch eleganter zu züchten, es entwickelte sich neben dem Arbeitstyp ein Showtyp. Dessen Züchter legen keinen Wert auf jagdliche Leistung, sie züchten nur auf Schönheit.
Rassebeschreibung
- Gruppe: 7. Vorstehhunde
- Sektion: 2.1 Britische und irische Vorstehhunde
- Größe: Rüden 63 – 69cm, Hündinnen 61 – 66cm
Erscheinungsbild
- Körper: Harmonischer Körperbau, kräftige, geschmeidige Erscheinung, sehr elegant
- Ohren: Hoch angesetzt, dicht am Kopf anliegend, dünnes Ohrleder, von mittlerer Länge, am unteren Ende leicht spitz
- Augen: Leuchtend, mit freundlichem Ausdruck, nicht stechend und nicht nach unten auf die Nase blickend, die Farbe ist entsprechend dem Haarkleid haselnussbraun oder braun, dunkle Lidränder, bei zitronenfarbenen und weißen Hunden auch heller
- Nasenschwamm: Weich und feucht, Nasenlöcher gut geöffnet, dunkel, bei zitronenfarbenen und weißen Hunden auch etwas heller gestattet
- Fang: Leicht konkav, das Fangende befindet sich in einer Höhe mit den Nasenlöchern (dish-face), leichte Vertiefung unter den Augen
- Kiefer/Zähne: Kräftige Kiefer mit komplettem Scherengebiss
- Rute: Von mittlerer Länge, an der Wurzel dick, sich zur Spitze hin allmählich verjüngend, mit dem Rücken in einer Linie getragen, soll in der Bewegung von einer Seite zur anderen schlagen, soll sich nicht nach oben krümmen
- Haare: Fein, kurz, fest, vollkommen glatt und anliegend mit ausgeprägtem Glanz
- Farben: Die üblichen Farben sind weiß mit zitronenfarbenen, orangen, leberbraunen oder schwarzen Platten , auch einfarbig und tricolor sind gestattet
- Gangwerk: Fließend und raumgreifend mit viel Schub aus der Hinterhand, dabei die Ellbogen weder ein- noch ausdrehend, das Hochheben der Vorderläufe ist nicht erwünsch
Rassespezifische Charakterzüge
Der Pointer ist ein Vollblutjagdhund, der wegen seiner rasanten Feldsuche gerne als der „Ferrari“ unter den Vorstehhunden bezeichnet wird. Seine Aufgabe bei der Jagd ist das Aufsuchen von Federwild im offenem Gelände, er sucht dabei weiträumig im raschen Galopp und steht vor, sobald er Witterung eines Wildes aufgenommen hat. In dieser Stellung soll er unbeweglich verharren bis der Jäger nahe genug für den Schuss herangekommen ist.
Seine Jagdpassion ist zwar tief verwurzelt, dank seines ausgeglichenen und freundlichen Wesens ist er jedoch unter bestimmten Voraussetzungen auch als Familienhund geeignet.
Er ist zuhause ein ruhiger Hausgenosse, der wenig bellt und sehr verträglich mit Artgenossen ist.
Haltungsempfehlung
Wie jeder andere Hund auch, sollte der Pointer mit Geduld und Konsequenz erzogen werden, er eignet sich jedoch eher für erfahrene Hundehalter, die mit seinem Jagdtrieb umgehen können .Er muss ausreichend bewegt und auch geistig ausgelastet werden.
Wer einen Pointer im Freilauf erleben möchte, muss damit umgehen können, dass diese Hunde einen extrem weiten Aktionsradius haben.
Idealerweise sollte ihm eine Alternativbeschäftigung angeboten werden, bei der er seiner Passion nachgehen und seine exzellente Nase einsetzen kann, dazu eignet sich jede Art von Nasenarbeit. Auch für die Ausbildung zum Rettungshund ist der Pointer dank seiner exzellenten Nase und seines Finderwillens prädestiniert.
Pointer Mischlinge
