Manchmal bekommen die stärksten Seelen die schwersten Wege zugeteilt.
Lieber Zampy,
du kamst als winziges Kitten ins Tierheim, mit einem verkrüppelten Vorderpfötchen, aber schon damals mit einem unbeugsamen Willen. Dein Ticket ins Glück schien schon gebucht, doch dann schlug das Schicksal grausam zu: eine schwere Virusinfektion. Monatelang musstest du isoliert im Käfig ausharren, kämpfen und warten. Doch du hast nicht aufgegeben. Du hast gesiegt und durftest endlich nach Deutschland reisen.
Ankommen war gar nicht so leicht für dich. Du warst ein geborener Einzelprinz. Die Nachwirkungen deiner Krankheit verhinderten eine frühe Kastration, und so fingst du an zu markieren. Doch deine Pflegefamilie hat nicht aufgegeben. Sie hat durchgehalten, an dich geglaubt und schließlich haben wir genau das Zuhause für dich gefunden, das du so sehr verdient hattest.
Dort durftest du endlich ankommen. Nach deiner Kastration wurdest du zum liebsten, saubersten Wegbegleiter, den man sich nur wünschen konnte. Du warst so sehr geliebt, dass deine Herzensmenschen dich sogar mit auf Reisen nahmen. Du hattest dein Prinzenreich gefunden.
Doch das Schicksal schlug noch einmal zu. Mit gerade einmal zwei Jahren traf dich die nächste harte Diagnose: Knochenkrebs in der Nase.
Deine Familie hat alles für dich getan. Sie haben gekämpft, gepflegt, geliebt und dir noch ein ganzes, wunderschönes Jahr voller Geborgenheit, Leckerlis und Schmuseeinheiten geschenkt.
Jetzt bist du gegangen – viel zu früh, mit nur drei Jahren.
Du hast in deinem kurzen Leben mehr gekämpft als viele andere, aber du hast auch mehr Liebe erfahren, als manche in einem langen Leben finden.
Kleiner Kämpfer, hüpfe nun ohne Schmerzen und mit vier kerngesunden Pfötchen über die Regenbogenbrücke. Danke an die wundervollen Menschen, die niemals den einfachen Weg gewählt haben, sondern deinen Weg mit dir gegangen sind.
Hier der Abschied seiner Herzensmenschen:
Zampino war etwas ganz Besonderes – mit seiner kleinen, missgebildeten Pfote, die ihn nie aufgehalten hat (und mit der er einem gerne mal eine getafelt hat, um an einen Snack zu kommen), und seinem weichen Kaninchenfell.
Er war ein unglaublich lustiges Kerlchen, der sehr gut auf 2 Beinen stehen konnte, um ein leckeres Pflänzchen abknabbern zu können.
Er war so voller Lebensfreude, dass er oft wie ein Rehkitz durchs Haus oder den Garten gehüpft ist. Zampi liebte Höhlen und das Klettern. Er liebte es, zu kuscheln, zu spielen und die Welt zu entdecken.
Selbst auf unseren Reisen bis ins sonnige Frankreich war er voller Neugier und Freude dabei.
Wir hätten ihm auch noch einmal gerne seine Heimat Sardinien gezeigt, aber die Zeit war einfach gegen uns.
Wir sind der Pflegestelle unendlich dankbar, dass wir den kleinen Kerl adoptieren durften.
Er war ab dem Zeitpunkt quasi unser Lebensmittelpunkt und eine riesige Freude.
Als er krank wurde und der Tumor in seiner Nase ihm die Kraft nahm, blieb seine Seele trotzdem hell und voller Liebe.
Bis zuletzt hat er uns gezeigt, was es heißt, das Leben zu lieben – jeden Moment, jedes Streicheln, jeden Snack, jeden Sonnenstrahl. Er war ein unglaublicher Genießer, aus vollem Herzen.
Der Abschied von ihm hat uns ein wenig das Herz gebrochen.
Man denkt, man könne nie wieder ein Tier aufnehmen, nie wieder so lieben, nie wieder so leiden, wenn man es verliert.
Aber Zampino hat uns gezeigt, wie viel Glück, Wärme und Liebe in diesen kleinen Wesen steckt. Und dass jedes Tier, das eine Chance bekommt, die Welt ein Stück heller macht.
Danke, Zampino, für all die Liebe, die du uns geschenkt hast.
Wir sind so dankbar für die viel zu kurze Zeit, für jeden Tag, den wir mit dir teilen durften.
Du bleibst für immer in unseren Herzen – als kleiner Kämpfer, treuer Gefährte und wunderbarer Freund.
Mach’s gut, kleiner Zampino.
Du warst für uns ein Stern der doppelt so hell brennt, und diese Sterne brennen leider auch nur halb so lange.
Du wirst unendlich vermisst.

