Alle Angaben entsprechen den Angaben der Pflegestelle. Alle Hunde wurden einmalig einem Tierarzt vorgestellt zur Blutprobenabnahme für den Mittelmeercheck. Hier erhält der Hund einen Erstcheck (Ohren, Augen, Zähne, etc.). Alter und Größen- sowie Gewichtsangabe können abweichen. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich. Sie adoptieren Second-Hand-Hunde, die vorher kein Familienleben kannten und auf den Straßen ums Überleben gekämpft haben, dies hinterlässt oft psychische Spuren und körperliche Defizite.
Was ist mir passiert?
Über Roccias Vergangenheit wissen wir leider nicht viel. Vermutlich war er, wie viele Hunde seiner Rasse, als Jagdhund auf Sardinien im Einsatz und wurde irgendwann nicht mehr gebraucht. Warum er schließlich im Canile gelandet ist, wissen wir nicht.
Was wir aber wissen ist, Roccia ist ein Hund, der die Nähe zum Menschen sucht und sich trotz seiner langen Zeit im Canile sein Vertrauen bewahrt hat.
Wo bin ich?
Ende Juli 2026 durfte Roccia endlich auf eine Pflegestelle nach Deutschland ausreisen. Dort zeigt sich wieder, was für ein toller Hund in ihm steckt.
Wie bin ich?
Roccia ist ein kleiner Sonnenschein im Bretonen-Gewand. Mit seinen rund 39 cm Schulterhöhe hat er eine angenehme Größe und ist ein aktiver, menschenbezogener Hund mit ganz viel Charme. Er ist unglaublich menschenbezogen. Er geht offen auf jeden zu, freut sich über Aufmerksamkeit und lässt sich für sein Leben gerne streicheln. Ein richtiger Kuschelbär, der die Nähe zu seinen Menschen einfach genießt. Auch mit anderen Hunden kommt er sehr gut zurecht. Auf seiner Pflegestelle lebt er problemlos mit einer Hündin und einem Rüden zusammen und kann mit ihnen bereits mehrere Stunden alleine bleiben.
Draußen ist Roccia gerne unterwegs. Typisch Bretone liebt er es, seine Nase einzusetzen, im Garten zu schnüffeln, zu spielen und herumzutollen. An der Leine ist er momentan noch etwas stürmisch und möchte gerne selbst bestimmen, wohin es geht. Sein Jagdtrieb ist bereits erkennbar, deshalb muss auch die Leinenführigkeit noch weiter geübt werden. Im Haus dagegen ist Roccia angenehm ruhig und entspannt. Auch Autofahren findet er prima und bleibt dabei ganz gelassen. Für Roccia ist vieles noch neu. Vermutlich hat er bisher noch nie in einem Haus gelebt, trotzdem hat er sich erstaunlich schnell an sein neues Leben gewöhnt. Er ist nicht ängstlich und geht offen auf neue Situationen zu. Roccia ist einfach ein sehr liebenswerter Hund, der die Nähe zu seinen Menschen sucht und gerne dabei ist. Er möchte dazugehören, geliebt werden und sein Leben mit seinen Menschen teilen.
Was suche ich?
Für Roccia suchen wir Menschen, die sich einen anhänglichen, menschenbezogenen und aktiven Begleiter wünschen und ihm mit Geduld zeigen, was zu einem schönen Hundeleben gehört.
Nach Einschätzung seiner Pflegefamilie könnte Roccia durchaus auch für Hundeanfänger geeignet sein. Voraussetzung ist, dass seine zukünftigen Menschen bereit sind, sich auf seine Eigenschaften als Jagdhund einzulassen und sich damit auseinanderzusetzen. Der Besuch einer Hundeschule ist für Roccia Voraussetzung. Dort kann er gemeinsam mit seinen Menschen alles lernen, was für ein entspanntes Zusammenleben wichtig ist.
Bei Roccia wurde Leishmaniose festgestellt. Die Erkrankung ist gut behandelbar und schränkt ihn aktuell nicht ein. Mit den notwendigen Kontrollen und einer entsprechenden Behandlung kann er ein glückliches Hundeleben führen.
Roccia sucht nun seine eigene Familie, bei der er für immer bleiben darf. Denn dieser liebevolle Kuschelbär möchte vor allem eines: seinen Menschen ganz nah sein.
Wir vermitteln bundesweit, wenn Du dazu bereit bist, Roccia auf der Pflegstelle kennenzulernen und abzuholen.
Ansprechpartner
Tanja Beer

Vermittlung Jagdhunde
Telefon: (0176) 45 67 84 38
E-Mail: tanja.beer@streunerherzen.com

Rassebeschreibung
Wir stellen vor: Épagneul Breton (Bretone, Bretonischer Vorstehhund)
Reinrassige Bretonen

Geschichte bzw. Herkunft
Der Bretone stammt aus Frankreich, aus dem Herzen der Bretagne. Als relativ kleinen Vorsteher, sehr dem holländischen Kooikerhondje ähnelnd, würde man ihn von seinem Äußeren her eher zu den Stöberhunden zählen. Bereits der griechisch-römische Schriftsteller Oppian berichtete 200 n.Chr. von einem kleinen Jagdhund der Bretonen, der durch seinen außerordentlichen Geruchssinn allen anderen Jagdhunden überlegen war. Freunde der Rasse weisen auch immer wieder auf zahlreiche Darstellungen von Bretonen auf Gobelins und Gemälden des späten Mittelalters und der Renaissance hin. Jedoch meinen auch andere Nationalitäten, in diesen Abbildungen „ihre“ Rasse (Kooikerhondje, Zwergspaniel) zu erkennen. Es handelt sich einfach um einen kleinen, langhaarigen „Vogelhund“, der in Haltung, Farbe und Bewegung große Ähnlichkeit mit dem heutigen Bretonen hat und der damals beim Adel und den reichen Bürgern ein beliebter Jagdhund war. Anfang des 19. Jahrhunderts entstand durch Kreuzung mit Spaniels und Settern der Epagneul Breton, für den in seinem Ursprungsland Frankreich 1907 ein eigener Rassestandard erstellt wurde.
Rassebeschreibung
- Gruppe: 7. Vorstehhunde
- Sektion: 1.2 Kontinentale Vorstehhunde
- Größe: Rüden 48 – 51cm, Hündinnen 47 – 50cm
Erscheinungsbild
- Körper: Harmonischer Körperbau, kräftiges Knochengerüst, kompakt, stämmig aber nicht grob, eher im Quadrat stehend, recht elegant
- Ohren: Hoch angesetzt, dreieckig, breit, eher kurz, teilweise von gewelltem Haar bedeckt, sehr beweglich
- Augen: Leicht schräg, aufgeweckter, sanfter Ausdruck, leicht ovale Form, vollständig pigmentierte Augenlider, wobei die Farbe der Iris harmonisch zu der des Haarkleides passt
- Nasenschwamm: Breit, feucht, gut geöffnete, weite Nasenlöcher, die Farbe soll zur Farbe des Haarkleides passen
- Fang: Gerader Nasenrücken
- Kiefer/Zähne: Komplettes Scherengebiss erwünscht
- Rute: Hoch angesetzt, horizontal oder in leicht abfallender Linie getragen, oft-besonders bei der Arbeit- heftig wedelnd, auch Stummelrute oder fehlende Rute kommt vor
- Haare: Auf dem Körper fein, nicht seidig, schlicht oder leicht gewellt, nie gekräuselt, am Kopf und an den Vorderseiten der Gliedmaßen kurz, die Hinterseiten der Gliedmaßen sind reich befedert
- Farben: Weiß-orange, weiß-schwarz, weiß-braun, mit Scheckung in Form von unregelmäßigen Platten, bei dreifarbigen Hunden kommen lohfarbene Abzeichen hinzu (orange bis dunkel-falbfarben), eine schmale Blässe ist erwünscht, einfarbiges Haarkleid ist nicht zulässig
- Gangwerk: Die verschiedenen Gangarten sind kraftvoll, regelmäßig und lebhaft, im Gelände ist der Galopp die bevorzugte Gangart
Rassespezifische Charakterzüge
Der Bretone ist ein vielseitig einsetzbarer Vorstehhund, der sich durch seine exzellente Nase, seine konzentrierte und weiträumige Feldsuche, sowie sein festes Vorstehen auszeichnet. Auch in der Arbeit nach dem Schuss hat er sich bewährt und er wird gelegentlich sogar zur Schweißarbeit eingesetzt.
Dank seines ausgeglichenen Wesens passt er sich unterschiedlichsten Situationen gut an. Er gilt als ausgeglichen und gesellig und hat sich überwiegend als leichtführig erwiesen. Außerdem ist er im Allgemeinen kinderfreundlich und kann bei entsprechender Auslastung auch als Familienhund gehalten werden.
Haltungsempfehlung
Wie jeder andere Hund auch, sollte der Bretone mit Geduld und Konsequenz erzogen werden, er eignet sich jedoch eher für erfahrene Hundehalter, die mit seinem Jagdtrieb umgehen können .Er muss ausreichend bewegt und auch geistig ausgelastet werden. Idealerweise sollte ihm eine Alternativbeschäftigung angeboten werden, bei der er seiner Passion nachgehen und seine exzellente Nase einsetzen kann, dazu eignet sich jede Art von Nasenarbeit.
Bretonen Mischlinge
