Miro Bello – Davy-Jones-Bart, Charme und Kuschelpotenzial

Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt – so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich.


Was ist mir passiert?

Miro Bello kam gemeinsam mit seinen Brüdern im Frühjahr 2022 ins Canile Comunale Tortolì auf Sardinien. Über seine Zeit davor ist nichts bekannt – sicher ist nur, dass er noch sehr jung war, als er hinter Gittern landete. Seitdem verbringt er sein Leben im Tierheim: begrenzter Raum, kaum Abwechslung, wenig menschlicher Kontakt. Für einen Hund wie Miro Bello, der Nähe und Aufmerksamkeit so sehr liebt, ist das besonders schwer.

Wo bin ich?

Aktuell lebt Miro Bello im Canile Comunale Tortolì. Die Bedingungen dort sind trist: kleine Zwinger, viel Lärm, wenig Bewegung und kaum Zeit für individuelle Zuwendung. Zwar teilt er sich seinen Alltag inzwischen mit Deneris, doch echte Beschäftigung, Spaziergänge oder intensive Pflege sind im Tierheimalltag kaum möglich.

Wie bin ich?

Miro Bello ist ein ausgesprochen menschenbezogener, offener und fröhlicher Hund. Er zeigt keinerlei Scheu gegenüber Menschen, sucht aktiv Nähe und genießt jede Form von Aufmerksamkeit. Streicheleinheiten, Ansprache, gemeinsames Dasein – all das liebt er sehr. Dabei ist er neugierig, verspielt und hat einen wunderbar lustigen, charmanten Charakter, der schnell ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Optisch ist Miro Bello einfach nur niedlich: Mit seinem etwas pummeligen Körperbau, dem langen, dichten Fell und seinem verfilzten „Bart“ erinnert er ein wenig an Davy Jones aus Fluch der Karibik – nur deutlich freundlicher und mit wesentlich mehr Kuschelpotenzial. Gerade dieses Fell ist allerdings auch seine Baustelle: Im Tierheim verfilzt es stark, da regelmäßige Pflege nicht möglich ist. In einem Zuhause müsste Miro Bello unbedingt regelmäßig gebürstet und gepflegt werden.

Charakterlich zeigt sich Miro Bello eher unkompliziert: Er ist verschmust, aufmerksam, lernwillig und sehr nah am Menschen. Er liebt es, dabei zu sein, beobachtet viel und versteht schnell, was von ihm erwartet wird. Insgesamt ist er ein rundum freundlicher, lebensfroher Hund, der trotz der langen Zeit im Tierheim seine Offenheit nicht verloren hat.

Was suche ich?

Für Miro Bello suchen wir ein liebevolles, stabiles Zuhause bei Menschen, die Freude an Nähe, Kontakt und gemeinsamer Zeit haben. Er ist ein sehr menschenbezogener Hund, der die Gesellschaft seiner Bezugspersonen braucht und diese auch aktiv einfordert. Ein Platz, an dem er nicht „nebenherläuft“, sondern wirklich dazugehören darf, ist für ihn besonders wichtig.

Idealerweise lebt Miro Bello in einem ruhigen Umfeld – ländlich oder am grünen Stadtrand – mit ausreichend Möglichkeiten für Spaziergänge und Beschäftigung. Ein sicher eingezäunter Garten wäre schön, ist aber kein Muss, sofern genügend Bewegung und Auslastung geboten werden.

Da Miro Bello bisher nur das Leben im Tierheim kennt, braucht er Menschen, die ihm mit Geduld, klarer Führung und Ruhe den Alltag erklären. Er ist lernfähig, aufmerksam und möchte gefallen, benötigt aber trotzdem Zeit, um Strukturen, Regeln und Routinen zu verinnerlichen.

Im Zusammenleben mit anderen Hunden sehen wir Miro Bello am besten entweder als Einzelhund oder an der Seite einer freundlichen, souveränen Hündin.

Wir wünschen uns Menschen, die:

  • Erfahrung mit Hunden haben und bereit sind, sich intensiv mit seinen Bedürfnissen auseinanderzusetzen
  • ihm Zeit zum Ankommen geben und ihn nicht überfordern
  • Freude an einem anhänglichen, verschmusten Hund haben
  • Lust auf gemeinsame Spaziergänge, Beschäftigung und Bindungsarbeit mitbringen
  • ihm Sicherheit, Verlässlichkeit und klare Strukturen bieten.

Miro Bello ist kein Hund für Menschen, die Distanz suchen oder wenig Zeit haben. Er ist ein Hund, der Nähe lebt, Aufmerksamkeit genießt und mit seinen Menschen eine echte Beziehung eingehen möchte. Wer ihm diese Chance gibt, bekommt einen treuen, fröhlichen und außergewöhnlich charmanten Begleiter.

Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Miro Bello kann nach Deutschland ausreisen.

Geboren

ca. 01.06.2021

Alterskategorie

Erwachsene

Rasse

Bretonen-Mischling

Schulterhöhe

ca. 56 cm

Gewicht

Liegt nicht vor

Geschlecht

Männlich

Kastriert

Nein

Geimpft

Ja

Gechippt

Ja

Mittelmeerkrankheiten

Test folgt nach Einreise

Krankheiten

Keine bekannt

Handicap

Nein

Aufenthaltsort

Canile Comunale Tortoli, Sardinien

Gesucht wird

Pflegestelle, Zuhause

Hundeverträglichkeit

Ja

Katzenverträglichkeit

Unbekannt

Kinderlieb

Unbekannt

Jagdtrieb

Unbekannt

Garten

Gerne

Zweithund

Gerne, kein Muss

Hundeschule

Ja

Ansprechpartner

Tanja Beer


Vermittlung Jagdhunde

Telefon: (0176) 45 67 84 38
E-Mail: tanja.beer@streunerherzen.com

Video

Rassebeschreibung

Wir stellen vor: Épagneul Breton (Bretone, Bretonischer Vorstehhund)

Reinrassige Bretonen

Geschichte bzw. Herkunft

Der Bretone stammt aus Frankreich, aus dem Herzen der Bretagne. Als relativ kleinen Vorsteher, sehr dem holländischen Kooikerhondje ähnelnd, würde man ihn von seinem Äußeren her eher zu den Stöberhunden zählen. Bereits der griechisch-römische Schriftsteller Oppian berichtete 200 n.Chr. von einem kleinen Jagdhund der Bretonen, der durch seinen außerordentlichen Geruchssinn allen anderen Jagdhunden überlegen war. Freunde der Rasse weisen auch immer wieder auf zahlreiche Darstellungen von Bretonen auf Gobelins und Gemälden des späten Mittelalters und der Renaissance hin. Jedoch meinen auch andere Nationalitäten, in diesen Abbildungen „ihre“ Rasse (Kooikerhondje, Zwergspaniel) zu erkennen. Es handelt sich einfach um einen kleinen, langhaarigen „Vogelhund“, der in Haltung, Farbe und Bewegung große Ähnlichkeit mit dem heutigen Bretonen hat und der damals beim Adel und den reichen Bürgern ein beliebter Jagdhund war. Anfang des 19. Jahrhunderts entstand durch Kreuzung mit Spaniels und Settern der Epagneul Breton, für den in seinem Ursprungsland Frankreich 1907 ein eigener Rassestandard erstellt wurde.

Rassebeschreibung
  • Gruppe: 7. Vorstehhunde
  • Sektion: 1.2 Kontinentale Vorstehhunde
  • Größe: Rüden 48 – 51cm, Hündinnen 47 – 50cm
Erscheinungsbild
  • Körper: Harmonischer Körperbau, kräftiges Knochengerüst, kompakt, stämmig aber nicht grob, eher im Quadrat stehend, recht elegant
  • Ohren: Hoch angesetzt, dreieckig, breit, eher kurz, teilweise von gewelltem Haar bedeckt, sehr beweglich
  • Augen: Leicht schräg, aufgeweckter, sanfter Ausdruck, leicht ovale Form, vollständig pigmentierte Augenlider, wobei die Farbe der Iris harmonisch zu der des Haarkleides passt
  • Nasenschwamm: Breit, feucht, gut geöffnete, weite Nasenlöcher, die Farbe soll zur Farbe des Haarkleides passen
  • Fang: Gerader Nasenrücken
  • Kiefer/Zähne: Komplettes Scherengebiss erwünscht
  • Rute: Hoch angesetzt, horizontal oder in leicht abfallender Linie getragen, oft-besonders bei der Arbeit- heftig wedelnd, auch Stummelrute oder fehlende Rute kommt vor
  • Haare: Auf dem Körper fein, nicht seidig, schlicht oder leicht gewellt, nie gekräuselt, am Kopf und an den Vorderseiten der Gliedmaßen kurz, die Hinterseiten der Gliedmaßen sind reich befedert
  • Farben: Weiß-orange, weiß-schwarz, weiß-braun, mit Scheckung in Form von unregelmäßigen Platten, bei dreifarbigen Hunden kommen lohfarbene Abzeichen hinzu (orange bis dunkel-falbfarben), eine schmale Blässe ist erwünscht, einfarbiges Haarkleid ist nicht zulässig
  • Gangwerk: Die verschiedenen Gangarten sind kraftvoll, regelmäßig und lebhaft, im Gelände ist der Galopp die bevorzugte Gangart
Rassespezifische Charakterzüge

Der Bretone ist ein vielseitig einsetzbarer Vorstehhund, der sich durch seine exzellente Nase, seine konzentrierte und weiträumige Feldsuche, sowie sein festes Vorstehen auszeichnet. Auch in der Arbeit nach dem Schuss hat er sich bewährt und er wird gelegentlich sogar zur Schweißarbeit eingesetzt.

Dank seines ausgeglichenen Wesens passt er sich unterschiedlichsten Situationen gut an. Er gilt als ausgeglichen und gesellig und hat sich überwiegend als leichtführig erwiesen. Außerdem ist er im Allgemeinen kinderfreundlich und kann bei entsprechender Auslastung auch als Familienhund gehalten werden.

Haltungsempfehlung

Wie jeder andere Hund auch, sollte der Bretone mit Geduld und Konsequenz erzogen werden, er eignet sich jedoch eher für erfahrene Hundehalter, die mit seinem Jagdtrieb umgehen können .Er muss ausreichend bewegt und auch geistig ausgelastet werden. Idealerweise sollte ihm eine Alternativbeschäftigung angeboten werden, bei der er seiner Passion nachgehen und seine exzellente Nase einsetzen kann, dazu eignet sich jede Art von Nasenarbeit.


Bretonen Mischlinge