Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt – so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich.
Was ist mir passiert?
Miro und sein Bruder Barone wurden bei einer Tierschützerin zuhause geboren. Nach den ersten Impfungen kamen beide in ein privates Refugio. Was zunächst nach Sicherheit klingt, bedeutete für Miro jedoch vor allem eines: wenig Umweltreize, kaum Sozialkontakte und nur eingeschränkte Möglichkeiten, Erfahrungen zu sammeln.
Diese ruhige, aber sehr abgeschottete Anfangszeit prägte ihn – nicht negativ im Sinne von Traumata, sondern im Sinne eines Hundes, der vieles erst noch kennenlernen muss.
Wo bin ich?
Im Januar 2025 zog Miro auf die STREUNERHerzen-Station auf dem Weinberg ziehen. Für ihn war das ein großer Schritt: Zum ersten Mal lebt er in einer festen Hundegruppe, mit Raum, Struktur und der Möglichkeit, soziale Fähigkeiten zu entwickeln.
Beim letzten Besuch im Oktober 2025 war deutlich zu sehen, wie gut ihm dieser Ort tut. Miro bewegt sich sicher auf dem Gelände, hat seinen festen Platz in der Gruppe gefunden und beginnt sogar, vorsichtig zu spielen. Der Weinberg gibt ihm Ruhe, Übersicht und genau das Maß an Reizen, das er braucht, um sich weiterzuentwickeln.
Wie bin ich?
Miro ist ein wunderschöner Maremmano-Mischling mit langem, seidigem Fell. Optisch erinnert er an einen Hovawart oder einen Golden Retriever – eindrucksvoll, ruhig und mit einer natürlichen Eleganz.
Charakterlich zeigt er sich als neugieriger, aufmerksamer Beobachter. Auch wenn viele Menschen im Gehege sind, sich bewegen, sprechen oder „komische Dinge machen“, bleibt Miro präsent. Er verkriecht sich nicht, zieht sich nicht panisch zurück, sondern beobachtet genau, wägt ab und bleibt stehen.
Er fühlt sich sichtbar wohl in seiner Umgebung, wirkt ausgeglichen und interessiert. Nähe von Menschen lässt er aktuell noch nicht aktiv zu, doch die Richtung stimmt. Die Hoffnung ist groß, dass er beim nächsten Besuch vielleicht schon den Mut findet, sich streicheln zu lassen – oder dass es diesen nächsten Besuch gar nicht mehr braucht, weil Miro bis dahin das Herz seiner eigenen Menschen erobert hat.
Was suche ich?
Für Miro wird ein Zuhause gesucht, das Ruhe, Struktur und Verlässlichkeit bietet. Menschen, die nicht erwarten, dass ein Hund sofort Nähe einfordert oder sich überschwänglich zeigt, sondern Freude daran haben, Vertrauen wachsen zu sehen. Miro braucht Zeit – und Menschen, die diese Zeit nicht als Problem, sondern als gemeinsamen Weg verstehen.
Aufgrund seines vermuteten Anteils an Herdenschutzhund-Genen ist Erfahrung mit selbstständig denkenden, ruhigen Hunden sehr wichtig. Miro wird kein Hund sein, der ständig Anleitung braucht oder gefallen möchte. Er möchte verstehen, beobachten und sich dann anschließen. Klare Regeln, ein fester Alltag und eine souveräne Führung geben ihm Orientierung und Sicherheit. Wichtig ist, dass neue Bezugspersonen bereit sind, Nähe nicht einzufordern. Streicheleinheiten, Berührungen und körperlicher Kontakt müssen sich entwickeln dürfen.
Ein freundlicher, sozial sicherer Zweithund – idealerweise eine Hündin – wird ihm zusätzlich Orientierung geben und den Übergang erleichtern.
Mit Geduld, klaren Strukturen und einem respektvollen Umgang wird Miro Schritt für Schritt weiter auftauen. Er bringt beste Voraussetzungen mit, um ein treuer, ruhiger und tief verbundener Begleiter zu werden – einer, der nicht laut um Aufmerksamkeit bittet, sondern leise im Herzen ankommt.
Speziell für Miro suchen wir folgende Haltungsbedingungen:
– Haus mit Gartengrundstück, sicher und hoch eingezäunt.
– Klare Menschen, die in ihrer Kommunikation mit dem Hund konsequent und eindeutig sind
– Hundeerfahrene Menschen
– Menschen, die Vertrauen gegen Vertrauen setzen, um eine intensive Bindung mit dem Hund einzugehen
– Er sollte als Familienhund gehalten werden und nicht auf dem Grundstück bleiben müssen
– Tägliche Spaziergänge müssen auf der Tagesordnung stehen
– Ländliche Umgebung
Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Miro kann nach Deutschland ausreisen.
🍀 Bis Miro ein Zuhause gefunden hat, sucht er liebe Paten, die ihn an die Pfote nehmen. Hier findest du weitere Informationen zu den Patenschaften: https://streunerherzen.com/patenschaften/






























































