Lilla – Gute Laune vorprogrammiert

Alle Angaben entsprechen den Angaben der Pflegestelle. Alle Hunde wurden einmalig einem Tierarzt vorgestellt zur Blutprobenabnahme für den Mittelmeercheck. Hier erhält der Hund einen Erstcheck (Ohren, Augen, Zähne, etc.). Alter und Größen- sowie Gewichtsangabe können abweichen. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich. Sie adoptieren Second-Hand-Hunde, die vorher kein Familienleben kannten und auf den Straßen ums Überleben gekämpft haben, dies hinterlässt oft psychische Spuren und körperliche Defizite.


Was ist mir passiert?

Lillas Start ins Leben hätte kaum trauriger sein können. Gemeinsam mit ihren sechs Geschwistern wurde sie vermutlich direkt nach der Geburt von ihrer Mutter getrennt, in einen Karton gesteckt und auf einem Feld ausgesetzt.

Zum Glück wurden die hilflosen Welpen gefunden – doch für drei von ihnen kam jede Hilfe zu spät. Sie waren bereits viel zu schwach und starben nur wenige Stunden später.

Lilla und ihre drei überlebenden Geschwister mussten noch mit der Flasche großgezogen werden. Da dies im Canile neben der Versorgung der vielen anderen Hunde nicht möglich ist, fanden sie bei zwei liebevollen Pflegefamilien auf Sardinien ein vorübergehendes Zuhause. Dort wurden sie mit viel Fürsorge und Hingabe aufgepäppelt.

Einer der vier Welpen hatte schließlich das große Glück, für immer bei seiner Pflegefamilie bleiben zu dürfen. Da die jungen Hunde zunehmend mehr Aufmerksamkeit benötigten und die Pflegefamilien dies nicht leisten konnten, zog Lilla mit ihrer Schwester April und ihrem Bruder Joshi ins Canile Comunale Tortoli. Ein ganz anderer Ort, mit kaltem Betonboden und Gitterstäben, als die behüteten Umstände in den Familien.

Wo bin ich?

Die von uns getauften „Flaschenkinder“ hatten das große Glück, gesehen zu werden. So durften zumindest Lilla und April im Oktober nach Deutschland ausreisen und damit in ein neues, behütetes Leben starten.

Lilla lebt heute auf einer erfahrenen Pflegestelle bei Bonn. In einem Haus mit Garten und gemeinsam mit drei liebevollen Hundekumpels entdeckt sie nun all die schönen Seiten des Lebens und einen normalen Alltag.

Wie bin ich?

Lilla ist ein kleiner Hansdampf in allen Gassen – ein typisch verspielter, neugieriger und fröhlicher Junghund. Mit ihr wird es garantiert nie langweilig! Begeistert entdeckt sie ihre Umgebung und möchte alles ganz genau erkunden.

In ihrem vertrauten Umfeld zeigt sich Lilla verspielt, lustig und wunderbar verschmust. Besonders gerne lässt sie sich mit Suchspielen beschäftigen – dabei ist sie mit Feuereifer bei der Sache und zeigt, wie viel Freude sie am gemeinsamen Lernen und Entdecken hat.

Lilla ist bereits fast stubenrein. Auch das Autofahren und das Alleinbleiben mit ihren Hundekumpels meistert sie mit Bravour. Die ersten Kommandos, wie der Rückruf oder das „Auf den Platz gehen“, klappen ebenfalls schon richtig gut.

Einige Geräusche, vor allem draußen beim Spaziergang, findet Lilla momentan noch etwas gruselig. Ihre Pflegestelle arbeitet deshalb fleißig und geduldig daran, ihr mehr Sicherheit zu geben. Doch Lillas große Neugier wird siegen – und schon bald wird sie hoffentlich ganz unbeschwert und fröhlich die Welt erkunden.

Im Kontakt mit fremden Hunden ist Lilla derzeit noch eher devot und beobachtet zunächst vorsichtig. Mit ihren vertrauten Hundekumpels hingegen gibt sie beim Spielen schon ordentlich Gas und zeigt, was in ihr steckt.

Lilla ist ein fröhliches, liebevolles Hundemädchen mit viel Potenzial und einem großen Herzen. Wer ihr mit Geduld, Sicherheit und liebevoller Konsequenz zur Seite steht, wird in ihr eine treue, lustige und ganz besondere Begleiterin finden.

Was suche ich?

Für Lilla wünschen wir uns aktive Menschen, die ihr zeigen, wie bunt und schön das Leben sein kann. Die fröhliche Hündin hat noch viel zu lernen – deshalb sind liebevolle Konsequenz, Geduld und eine klare, gute Kommunikation mit ihr besonders wichtig.

Der Besuch einer Junghundegruppe und einer Hundeschule würde Lilla nicht nur beim Lernen unterstützen, sondern auch die Bindung zu ihren Menschen stärken. Gemeinsam kann sie Schritt für Schritt die Welt entdecken und zu einer tollen Begleiterin heranwachsen.

Ein gut gesicherter Garten wäre für Lilla ein wunderbarer Ort, an dem sie nach Herzenslust spielen, toben und ihre Energie ausleben darf. Für sie wünschen wir uns ein liebevolles Zuhause, das Freude an gemeinsamen Abenteuern hat und Lilla mit Herz, Zeit und Verständnis durchs Leben begleitet.

Wir vermitteln bundesweit, wenn du dazu bereit bist, Lilla auf der Pflegestelle kennenzulernen und abzuholen.

Geboren

ca. 01.05.2026

Alterskategorie

Welpen/Junghunde

Rasse

Segugio-Mischling

Schulterhöhe

ca. 40 cm, im Wachstum, Stand 12.10.2026

Gewicht

ca. 9 kg, im Wachstum, Stand 12.10.2026

Geschlecht

Weiblich

Kastriert

Nein

Geimpft

Ja

Gechippt

Ja

Mittelmeerkrankheiten

Ergebnis folgt

Krankheiten

Keine bekannt

Handicap

Nein

Aufenthaltsort

53119 Bonn

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Gesucht wird

Zuhause

Hundeverträglichkeit

Ja

Katzenverträglichkeit

Unbekannt

Kinderlieb

Ja, ab ca. 6 Jahren

Jagdtrieb

Unbekannt

Garten

Ja

Zweithund

Gerne, kein Muss

Hundeschule

Ja

Ansprechpartner

Ines Paschmanns


Vermittlung Herdenschutzhunde

Telefon: (0152) 34 22 19 40
E-Mail: ines.paschmanns@streunerherzen.com

Video

Rassebeschreibung

Wir stellen vor: Segugio Italiano

Segugio Italiano a pelo raso (kurzhaariger Laufhund)
Segugio Italiano a pelo forte (drahthaariger Laufhund)

Reinrassige Segugi Italiani


Geschichte bzw. Herkunft

Der Segugio (Plural: Segugi) ist ein italienischer Laufhund, der speziell zur Jagd auf Hasen und Wildschweine gezüchtet wurde. Seine Herkunft reicht bis weit in die Antike zurück, es gilt als sicher, dass sie die Nachkommen von Jagdhunden sind, die bereits von phönizischen Kaufleuten nach Italien eingeführt wurden. Zahlreiche Zeichnungen belegen das Vorkommen von Hunden in Ägypten, die dem heutigen Segugio sehr ähnlich waren. Die typischen Hängeohren dieses Laufhundes sind ein Zeichen von fortgeschrittener Domestikation. Es ist also anzunehmen, dass dieser Hund nach Italien kam, aus ihm der heutige Segugio entstand und dort über die Jahrhunderte fast unverändert erhalten blieb. Hunde dieses Typs stehen neben den Statuen der „Jagenden Diana“ im Museum von Neapel und der „Bogenschießenden Diana“ im Vatikanmuseum.

Eine zweite Theorie ist, dass es sich beim heutigen Segugio um einen Nachfahren der alten Keltenbracke handelt.

Die Glanzzeit des italienischen Laufhundes fällt in die Renaissance, wo, wie auch in Frankreich, der Adel aufwändige Jagden veranstaltete, bei denen Jagdhunde in der Meute Hasen, Füchse und Kaninchen jagten. Der Niedergang der Segugi-Zucht begann in Italien mit der Französischen Revolution, mit der der Adel seine jagdlichen Privilegien verlor. Darüber hinaus war die Jagd mit Laufhunden durch den Einsatz von Feuerwaffen überflüssig geworden. In Folge dessen wurden Bastarde in die Rasse eingekreuzt, die reinrassige Zucht ging verloren.

Der Segugio Italiano verdankt sein Überleben einigen engagierten Jägern, die sich für den Wiederaufbau der Zucht einsetzten. 1948 wurde bei der ENCI (nationaler italienischer Verband für das Hundewesen, entspricht dem VDH in Deutschland) 120 Segugi registriert, bis 1990 war die Anzahl der eingetragenen Tiere auf etwa 5000 angewachsen. Die Hunde werden heute auch in Arbeitstests geprüft, um ihre Gebrauchseigenschaften zu erhalten, der Segugio Italiano wird heute fast ausschließlich zur Hasenjagd eingesetzt.

Rassebeschreibung

Die folgende Beschreibung gilt für den kurzhaarigen und drahthaarigen Segugio, Unterschiede beim Drahthaar werden extra hinzugefügt.

  • FCI Gruppe 6: Lauf- und Schweißhunde
  • Sektion 1.2: Mittelgroße Laufhunde
  • Herkunft: Italien
  • Körper: Kräftiger Körperbau, gute Muskulatur, ohne die geringste Spur von Fett
  • Ohren: Herabhängend, so gedreht, dass es nach vorne zeigt, von dreieckiger Form
  • Rute: Hoher Rutenansatz, dünn an der Wurzel und auf ihrer ganzen Länge, so lang, dass ihre Spitze den Fersenhöcker berührt, die Rute der drahthaarigen Variante ist im Ansatz kräftiger
  • Haare: Kurzes Haar auf dem ganzen Körper, harsche Textur, dicht, engstehend, gleichmäßig glatt;
    Das Haar der drahthaarigen Variante ist unverkennbar rau, ausgenommen auf Kopf, Behang, Rute und Fang, die Haarlänge soll 5cm nicht überschreiten, unter den Lefzen bildet das Haar einen sogenannten Bart
  • Farben: Umfassen das ganze Spektrum von einfarbigem Falb und schwarz/lohfarben, die roten Abzeichen befinden sich am Fang, an den Augenbrauen an der Brust und an den Gliedmaßen, weiß darf an Fang und Schädel auftreten, auch erlaubt als „Stern“ auf der Brust, es ist jedoch nicht sehr erwünscht, je weniger vorhanden, desto besser; der der schwarz/lohfarbene Hund darf einen weißen Bruststern tragen (tricolor Segugio); braun (kaffee-, leberfarben ) ist nicht zulässig;
    Beim Drahthaar umfassen die Farben das ganze Spektrum von einfarbigem Falb, von dunkelrotem und berußtem Falb bis hin zum hellen Falb, sowie Schwarz und Loh.
  • Widerristhöhe: Rüden: 52 – 60cm, Hündin: 50 – 58cm
  • Gewicht: Je nach Größe zwischen 18 und 28kg
Charakter

Wie die meisten Jagdhunde ist der Segugio Italiano im Haus eher ruhig, fast unauffällig, im Freien aber ein Vollblutjagdhund, der dazu tendiert, seine Nase ununterbrochen am Boden zu haben. Hat er einen interessanten Geruch entdeckt, so tut er das durch den ihm eigenen Jagdlaut kund. Bei der Jagd ist er ein harter und ausdauernder Hund, der sich an unterschiedliche Gelände anpasst, er besitzt extreme Widerstandsfähigkeit und Schnelligkeit.

Fremden gegenüber zeigt sich der Segugio Italiano manchmal etwas reserviert, besonders die rauhaarige Variante, die als eher zurückhaltend, weniger überschwänglich, folgsam, ruhig und nachdenklich bei der Arbeit gilt.

Mit Artgenossen hat er als typischer Meutehund im Allgemeinen kein Problem.

Haltung

Als Meutehund eignet sich der Segugio Italiano gut für die Mehrhundehaltung. Wie jeder andere Hund auch, muss er mit Geduld und Konsequenz erzogen werden. Er eignet sich jedoch eher für erfahrene Hundehalter, die mit seinem Jagdtrieb umgehen können. Da seine Jagdpassion ausgesprochen stark ausgeprägt ist, kann er u.U. überhaupt nicht abgeleint werden und muss daher ausreichend bewegt und auch geistig ausgelastet werden. Idealerweise sollte ihm eine Alternativbeschäftigung angeboten werden, bei der er seiner Passion nachgehen und seine exzellente Nase einsetzen kann. Aktivitäten wie Mantrailing oder Fährtenarbeit nimmt er mit Begeisterung an.

Er sollte unbedingt einen gut gesicherten Garten zur Verfügung haben, in dem er sich frei bewegen kann. Zu beachten ist hierbei, dass manche Vertreter dieser Rasse wahre Kletterkünstler sind.

Erziehung

Die Erziehung des Segugio Italiano ist mit der nötigen Erfahrung sichtlich einfach. Der ruhige Laufhund hat von Natur aus das Bedürfnis seinem Menschen zu folgen und zeigt einen hohen Grad an Gehorsam. Er lässt sich leicht für ein Training begeistern, wobei er nie hektisch oder unruhig wirkt, aber dennoch hochkonzentriert bei der Sache ist. Neue Dinge lernt er schnell und geht mit wachsamer Neugier gerne voran, wobei er immer ein Ohr offen hat für die Befehle seines Besitzers.

Dennoch ist der Segugio Italiano kein Anfängerhund und sollte mit einer klaren, aber dennoch liebevollen Hand geführt werden. Auf eine harte Hand reagiert der durchaus empfindliche Hund schnell mit Unsicherheit und Angst.

Sicherlich ist es ratsam mit dem Italiener eine Hundeschule oder einen Hundeverein zu besuchen, denn gerade sein Jagdtrieb sollte besonders im Auge behalten werden. Hier hilft es erfahrene Trainer um Rat fragen zu können.

Passt ein Segugio Italiano zu mir?

Ein Segugio Italiano passt perfekt zu dir, wenn:

  • du einen ruhigen und sanften Hund suchst, der gleichzeitig einen hohen Arbeitswillen besitzt
  • du gerne in der Natur bist und einen Hund mit großer Ausdauer suchst
  • du Hundeerfahren bist und weißt, einen möglichen Jagdtrieb positiv umzulenken
  • du einen Zweithund suchst, denn der Segugio lebt am liebsten im Rudel
  • du einen im Haus eher ruhigeren Partner suchst
  • du gerne mit positiver Bestärkung arbeitest, denn der Segugio ist ein recht sensibler Hund
  • du ein Haus mit gut gesichertem Garten besitzt.

Segugio Italiano Mischlinge