Kiro – Vier Jahre warten, Lebensfreude ungebrochen!

Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt – so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich.


Was ist mir passiert?

Kiro wurde gemeinsam mit seinen Brüdern Nio und Miro Bello am 01.04.2022 in das Canile Comunale Tortolì auf Sardinien eingeliefert. Geboren wurden die drei vermutlich im Juni 2021. Über ihre ersten Lebensmonate wissen wir nichts – wahrscheinlich wuchsen sie auf einem abgelegenen Grundstück oder im Umfeld eines Jägers auf, denn Erfahrungen mit einem normalen Familienalltag haben sie keine.

Was sicher ist: Kiro hatte Glück im Unglück. Unerwünschte Junghunde haben auf Sardinien oft kaum Überlebenschancen. Kiro und seine Brüder haben überlebt – doch der Preis dafür ist ein Leben hinter Gittern.

Seit fast vier Jahren wartet Kiro nun im Canile. In einer Lebensphase, in der Hunde lernen, entdecken und Bindungen aufbauen, blieb ihm nur ein kleiner Zwinger, Betonboden und Alltag ohne Abwechslung. Trotzdem hat sich Kiro etwas ganz Wichtiges bewahrt: seine Lebensfreude.

Wo bin ich?

Kiro lebt im Canile Comunale Tortolì im Osten Sardiniens. Das Tierheim liegt abgelegen und ist chronisch unterbesetzt. Über 100 Hunde werden dort von nur zwei Männern versorgt – Spaziergänge, Training oder intensive Zuwendung sind unter diesen Umständen nicht möglich.

Die Zwinger sind klein und liegen sich gegenüber, getrennt durch eine Piazza, die lediglich beim Reinigen kurz genutzt wird. Auslauf, Spiel oder Umweltreize gibt es kaum.

Kiro lebt gemeinsam mit seinem Bruder Nio in einem Zwinger. Lange Zeit teilten sie sich diesen auch mit Bruder Miro Bello, doch für drei Rüden ist der Platz schlicht zu begrenzt, sodass Miro umgesetzt wurde.

Wie bin ich?

Kiro ist ein vorsichtiger, aber zugleich zutraulicher Rüde, der sich Menschen gegenüber offen zeigt, sobald er merkt, dass man es gut mit ihm meint. Er nähert sich ruhig, beobachtend – und genießt Streicheleinheiten sichtlich. Besonders schön zu sehen ist, wie sehr er aufblüht, wenn er Aufmerksamkeit bekommt.

Er ist neugierig, verspielt und lebenslustig. Im Freilauf zeigt er seine „dollen fünf Minuten“ – dann wird gerannt, gehüpft und die angestaute Energie herausgelassen. Man spürt: In diesem Hund steckt Lebenshunger!

Kiro liebt Leckerlis, ist gut ansprechbar und zeigt eine spielerische, freundliche Art. Er wirkt ausgeglichen, sozial und kommunikativ.

Optisch ist Kiro ein echter Hingucker: kniehoch, elegant gebaut und mit mittellangem, seidigem Fell, das überwiegend weiß ist und von hellbraunen Abzeichen geziert wird. Seine helle Nase ist sehr empfindlich – selbst im Oktober zeigt sie noch Spuren von Sonnenbrand, weshalb er dringend vor dem nächsten Sommer ein Zuhause finden sollte.

Mit ca. 52 cm Schulterhöhe ist Kiro ein mittelgroßer, sportlicher Hund, der sowohl Freude an Bewegung als auch an Ruhephasen hat. Er wirkt insgesamt verspielt, freundlich und lernwillig – ein Hund, der noch vieles entdecken möchte.

Was suche ich?

Für Kiro suchen wir Menschen mit Hundeverstand, Geduld und einem guten Gespür für feine Signale. Menschen, die ihn nicht drängen, sondern ihm Sicherheit geben und ihn Schritt für Schritt an ein neues Leben heranführen.

Sehr wahrscheinlich hat Kiro noch nie in einem Haushalt gelebt. Alltägliche Dinge wie Leine, Geschirr, Türen, Haushaltsgeräusche oder feste Abläufe sind für ihn neu. Er wird Zeit brauchen, um anzukommen – bringt dafür aber beste Voraussetzungen mit: Neugier, Lernfreude und Bindungsbereitschaft.

Wir wünschen uns für Kiro:

  • ein ruhiges Zuhause, idealerweise im Grünen oder am Stadtrand
  • einen sicher eingezäunten Garten (kein Muss, aber sehr wünschenswert)
  • klare, strukturierte Abläufe, besonders in der Anfangszeit
  • Menschen, die ruhig führen, Orientierung geben und Körpersprache lesen können
  • sinnvolle Auslastung wie Nasenarbeit, Kopfarbeit oder Mantrailing
  • Spaziergänge in ruhiger Umgebung statt trubeliger Hundewiesen

Ein Ersthund ist kein Muss, sollte bereits ein Hund im Haushalt leben, sollte dieser sozial sicher sein. Kiro kann aber auch als Einzelhund glücklich werden, wenn er ausreichend Bindung, Beschäftigung und Nähe erfährt.

In Kiro vermuten wir einen Bretonen-Mischling. Bretonen gelten als sensibel, intelligent, menschenbezogen und aktiv. Sie arbeiten gerne mit der Nase, denken mit und brauchen sowohl körperliche als auch geistige Auslastung. Ein gewisser Jagdtrieb kann nicht ausgeschlossen werden, weshalb Training, Sicherung und Rückrufarbeit wichtig sind.

Kiro ist kein Hund für den schnellen Einstieg. Er ist ein Hund für Menschen, die bereit sind, Vertrauen wachsen zu lassen. Wer ihm diese Chance gibt, wird einen lebensfrohen, sanften und treuen Begleiter an seiner Seite haben.

Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Kiro kann nach Deutschland ausreisen.

Geboren

ca. 01.06.2021

Alterskategorie

Erwachsene

Rasse

Bretonen-Mischling

Schulterhöhe

ca. 52 cm

Gewicht

Liegt nicht vor

Geschlecht

Männlich

Kastriert

Nein

Geimpft

Ja

Gechippt

Ja

Mittelmeerkrankheiten

Test folgt nach Einreise

Krankheiten

Keine bekannt

Handicap

Nein

Aufenthaltsort

Canile Comunale Tortoli, Sardinien

Gesucht wird

Pflegestelle, Zuhause

Hundeverträglichkeit

Ja

Katzenverträglichkeit

Unbekannt

Kinderlieb

Unbekannt

Jagdtrieb

Unbekannt

Garten

Gerne

Zweithund

Gerne, kein Muss

Hundeschule

Ja

Ansprechpartner

Tanja Beer


Vermittlung Jagdhunde

Telefon: (0176) 45 67 84 38
E-Mail: tanja.beer@streunerherzen.com

Video

Rassebeschreibung

Wir stellen vor: Épagneul Breton (Bretone, Bretonischer Vorstehhund)

Reinrassige Bretonen

Geschichte bzw. Herkunft

Der Bretone stammt aus Frankreich, aus dem Herzen der Bretagne. Als relativ kleinen Vorsteher, sehr dem holländischen Kooikerhondje ähnelnd, würde man ihn von seinem Äußeren her eher zu den Stöberhunden zählen. Bereits der griechisch-römische Schriftsteller Oppian berichtete 200 n.Chr. von einem kleinen Jagdhund der Bretonen, der durch seinen außerordentlichen Geruchssinn allen anderen Jagdhunden überlegen war. Freunde der Rasse weisen auch immer wieder auf zahlreiche Darstellungen von Bretonen auf Gobelins und Gemälden des späten Mittelalters und der Renaissance hin. Jedoch meinen auch andere Nationalitäten, in diesen Abbildungen „ihre“ Rasse (Kooikerhondje, Zwergspaniel) zu erkennen. Es handelt sich einfach um einen kleinen, langhaarigen „Vogelhund“, der in Haltung, Farbe und Bewegung große Ähnlichkeit mit dem heutigen Bretonen hat und der damals beim Adel und den reichen Bürgern ein beliebter Jagdhund war. Anfang des 19. Jahrhunderts entstand durch Kreuzung mit Spaniels und Settern der Epagneul Breton, für den in seinem Ursprungsland Frankreich 1907 ein eigener Rassestandard erstellt wurde.

Rassebeschreibung
  • Gruppe: 7. Vorstehhunde
  • Sektion: 1.2 Kontinentale Vorstehhunde
  • Größe: Rüden 48 – 51cm, Hündinnen 47 – 50cm
Erscheinungsbild
  • Körper: Harmonischer Körperbau, kräftiges Knochengerüst, kompakt, stämmig aber nicht grob, eher im Quadrat stehend, recht elegant
  • Ohren: Hoch angesetzt, dreieckig, breit, eher kurz, teilweise von gewelltem Haar bedeckt, sehr beweglich
  • Augen: Leicht schräg, aufgeweckter, sanfter Ausdruck, leicht ovale Form, vollständig pigmentierte Augenlider, wobei die Farbe der Iris harmonisch zu der des Haarkleides passt
  • Nasenschwamm: Breit, feucht, gut geöffnete, weite Nasenlöcher, die Farbe soll zur Farbe des Haarkleides passen
  • Fang: Gerader Nasenrücken
  • Kiefer/Zähne: Komplettes Scherengebiss erwünscht
  • Rute: Hoch angesetzt, horizontal oder in leicht abfallender Linie getragen, oft-besonders bei der Arbeit- heftig wedelnd, auch Stummelrute oder fehlende Rute kommt vor
  • Haare: Auf dem Körper fein, nicht seidig, schlicht oder leicht gewellt, nie gekräuselt, am Kopf und an den Vorderseiten der Gliedmaßen kurz, die Hinterseiten der Gliedmaßen sind reich befedert
  • Farben: Weiß-orange, weiß-schwarz, weiß-braun, mit Scheckung in Form von unregelmäßigen Platten, bei dreifarbigen Hunden kommen lohfarbene Abzeichen hinzu (orange bis dunkel-falbfarben), eine schmale Blässe ist erwünscht, einfarbiges Haarkleid ist nicht zulässig
  • Gangwerk: Die verschiedenen Gangarten sind kraftvoll, regelmäßig und lebhaft, im Gelände ist der Galopp die bevorzugte Gangart
Rassespezifische Charakterzüge

Der Bretone ist ein vielseitig einsetzbarer Vorstehhund, der sich durch seine exzellente Nase, seine konzentrierte und weiträumige Feldsuche, sowie sein festes Vorstehen auszeichnet. Auch in der Arbeit nach dem Schuss hat er sich bewährt und er wird gelegentlich sogar zur Schweißarbeit eingesetzt.

Dank seines ausgeglichenen Wesens passt er sich unterschiedlichsten Situationen gut an. Er gilt als ausgeglichen und gesellig und hat sich überwiegend als leichtführig erwiesen. Außerdem ist er im Allgemeinen kinderfreundlich und kann bei entsprechender Auslastung auch als Familienhund gehalten werden.

Haltungsempfehlung

Wie jeder andere Hund auch, sollte der Bretone mit Geduld und Konsequenz erzogen werden, er eignet sich jedoch eher für erfahrene Hundehalter, die mit seinem Jagdtrieb umgehen können .Er muss ausreichend bewegt und auch geistig ausgelastet werden. Idealerweise sollte ihm eine Alternativbeschäftigung angeboten werden, bei der er seiner Passion nachgehen und seine exzellente Nase einsetzen kann, dazu eignet sich jede Art von Nasenarbeit.


Bretonen Mischlinge