Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt – so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich.
Was ist mir passiert?
Cioccolato kam im Frühjahr 2022 als winziger Welpe ins Canile Tortolì – zu diesem Zeitpunkt war er gerade einmal drei Monate alt. Niemand weiß, woher er kam, niemand hat ihn gesucht oder vermisst.
Vier lange Jahre ohne Spaziergänge, ohne ein Zuhause, ohne echte Zuwendung. Seine gesamte Kindheit und Jugend hat er hinter Gittern verbracht.
Und trotzdem: Cioccolato ist nicht gebrochen.
Er ist fröhlich, freundlich, offen und voller Hoffnung. Er wartet – noch immer – auf seine Chance.
Wo bin ich?
Das Canile Comunale Tortolì ist ein staatliches Tierheim auf Sardinien. Die Hunde leben dort in kleinen, kahlen Beton-Zwingern, Zwinger an Zwinger gereiht. Dazwischen ein schmaler Grasstreifen, den sie einmal täglich für wenige Minuten betreten dürfen, während sauber gemacht wird. Das ist ihr einziger „Auslauf“. Keine Spaziergänge.
Kein Spiel. Kaum menschliche Nähe. Nur der Tierheimleiter und ein Helfer kümmern sich um über 100 Hunde. Einer von ihnen ist Cioccolato. Aktuell teilt er sich seinen Zwinger mit unserem Vermittlungshund Olio.
Wie bin ich?
Schokolade zum Verlieben – so könnte man Cioccolato beschreiben, denn genauso süß und unwiderstehlich ist dieser besondere Hund. Cioccolato ist dunkelbraun wie edle Zartbitterschokolade, mit weißen Pfötchen, einer weißen Brust und der für Sardinien typischen Stummelrute.
Cioccolato ist ein sportlicher, bewegungsfreudiger Hund mit enormem Nachholbedarf. Sobald er den Zwinger verlassen darf, blüht er regelrecht auf, rennt voller Freude seine Runden, springt, ist sehr aufgeregt und begeistert – besonders, wenn Besucher kommen. Er genießt es sichtbar, endlich draußen zu sein und sich bewegen zu dürfen. Dabei ist er super-süß, verschmust und sucht immer wieder den Kontakt zum Menschen, auch wenn er seine begrenzte Zeit lieber mit Rennen verbringt. Mit seinem Zwingerpartner Olio lebt er grundsätzlich friedlich zusammen, zeigt jedoch klare Führungsansprüche, insbesondere bei Futter oder beim Menschenkontakt. Er grenzt deutlich – aber nicht aggressiv – ab. Sein Wesen und seine Bewegungen lassen auf eine Mischung aus Labrador Retriever, Pointer und Hütehund schließen, was seine Menschenbezogenheit, Intelligenz, Energie und seinen Wunsch nach Struktur erklärt. Cioccolato ist ein Hund, der geführt werden möchte und dabei sehr viel geben kann.
Was suche ich?
Cioccolato sucht ein hundeerfahrenes, aktives Zuhause bei Menschen, die Freude an Bewegung haben und ihm klare, liebevolle Führung geben können. Er braucht Struktur, Sicherheit und Menschen, die seine Begeisterung schätzen, sie aber auch lenken. Das Leben im Haus kennt er bisher nicht – Stubenreinheit, Alltagsgeräusche und Spaziergänge an der Leine sind ihm fremd. Doch er ist offen, lernwillig und wird mit ruhiger Anleitung schnell verstehen, was man von ihm erwartet. Ideal wäre ein ländliches Zuhause mit sicher eingezäuntem Garten, in dem er sich frei bewegen kann. Auch Kopfarbeit wie Nasenarbeit, Mantrailing oder Agility würden ihm guttun. Ein souveräner Ersthund darf vorhanden sein, ist aber kein Muss, wenn seine Menschen ihm Halt und Orientierung geben. Nach all den Jahren im Tierheim ist es endlich Zeit, dass Cioccolato den Beton hinter sich lässt und ins Leben starten darf.
Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Cioccolato kann nach Deutschland ausreisen.
Ansprechpartner
Johanna Kirschner

Vermittlung Schäferhunde, Hütehunde & schwarze Hunde
Telefon: (0173) 42 25 59 9
E-Mail: johanna.kirschner@streunerherzen.com

Rassebeschreibung 1
Wir stellen vor: Labrador Retriever
Reinrassige Labrador Retriever

Geschichte bzw. Herkunft
Der Süden Neufundlands ist die Heimat des Labrador Retrievers. Labrador, die gleichnamige Halbinsel Kanadas, hat nichts mit der Namensgebung zu tun. Die Vorfahren des Labrador Retrievers sind unter den so genannten St. John’s Hunden zu suchen. Die Rasse ist das Ergebnis einer mehrere Jahrhunderte währenden Selektion von Arbeitshunden, die den Menschen bei der Jagd und bei der Verrichtung der täglichen Arbeit zur Seite standen. Dem Labrador Retriever oblag traditionell der jagdliche Einsatz: Er brachte erlegte Wasservögel an Land. Die ersten Labrador Retriever gelangten zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach England und sie avancierten schnell zu einem beliebten Apportierhund. Daran hat sich bis heute nichts geändert.
Rassebeschreibung
- Gruppe: 8 Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde
- Sektion: 1 Apportierhunde
- Größe: Zwischen 54cm und 57cm
Erscheingungsbild
- Fellfarben: Das Haarkleid des Hundes ist stockhaarig, kurz, dicht, hart, nicht wellig und gut mit Unterwolle versehen. Die Rasse ist in drei attraktiven Farbvarianten vertreten: Schwarz, Gelb und Braun. In einem einzigen Wurf können drei Farben vorkommen.
- Größe: Labrador Retriever sind kräftig gebaute Hunde von mittlerer Größe. Die ideale Schulterhöhe beträgt 56 – 57cm bei Rüden und 54 – 56cm bei Hündinnen.
- Kopf: Ein breiter Kopf mit deutlichem Stopp.
- Rute: Otterrute; die mit kurzem, dichten Fell bedeckte Rute zeigt einen sehr dicken Ansatz und verjüngt sich allmählich zur Rutenspitze hin.
Rassespezifische Charakterzüge
Labrador Retriever sind gutmütige und freundliche Hunde. Jegliche Art von Schärfe, Aggressivität oder unangebrachte Scheu gegenüber Menschen sind dem rassetypischen Labrador fern. Der Labrador Retriever verhält sich sowohl seiner Umwelt als auch Menschen gegenüber freundlich, aufgeschlossen und neugierig. Er fühlt sich in der Gegenwart von Menschen wohl und zeigt auch keine Scheu, Angst oder Unsicherheit, wenn diese ihm zu nahekommen. Ausgeprägt ist sein Wille zu gefallen (engl. „will to please“).
Der Labrador Retriever ist ein sehr geduldiger und ausgeglichener Hund. Dies rührt wahrscheinlich von seiner langjährigen jagdlichen Nutzung her. Als Apportierhund hatte der Labrador Retriever während der Jagd neben seinem Herrchen oder Frauchen zu liegen, bis das Wild aufgestöbert und geschossen war, um dann das tote Wild zu apportieren. Ein Retriever sollte ein „weiches Maul“ haben, er sollte die Beute ohne Beschädigung zum Hundeführer bringen. Geblieben ist dem Labrador Retriever auch seine Liebe zum Wasser und zum Apportieren.
Trotz seiner eigentlich sehr ruhigen Art benötigt der Labrador Retriever viel geistige und körperliche Beschäftigung.
Haltungsempfehlung
Auch wenn Labrador Retriever über ein hohes Maß an Vielfältigkeit verfügen, so sind es doch ihre Apportierfreude und ihre jagdlichen Fähigkeiten, die weltweit Hundefreunde begeistern. Labrador Retriever brillieren auf Field Trials und erweisen sich als routinierter Partner des Jägers. Das Apportieren von erlegtem Feder- und Wasserwild zählt zu ihren Hauptaufgaben. Arbeitswille, Standruhe und Ausdauer gehören zu den markantesten Merkmalen der Rasse. Wer sich nicht dazu berufen fühlt, seinen Hund jagdlich zu führen, findet in der Dummy-Arbeit eine Alternative. In England wird der Labrador Retriever heutzutage überwiegend für Arbeiten nach dem Schuss eingesetzt. In Deutschland übernimmt er oft auch die Arbeit vor dem Schuss und erfreut sich als Familienhund großer Beliebtheit. Die Erziehung des Labrador Retrievers gilt als relativ unproblematisch. Auf eine konsequente Erziehung ohne übertriebene Härte sollte allerdings Wert gelegt werden. Familienanschluss und sehr viel Bewegung sind ein Muss, wenn sich der pflegeleichte Retriever wohlfühlen soll.
Labrador Retriever Mischlinge

Rassebeschreibung 2
Wir stellen vor: Border Collie
Reinrassige Border Collies

Geschichte bzw. Herkunft
Der Border Collie stammt ursprünglich aus der Grenzregion zwischen England und Schottland, wo er bereits im 18. Jahrhundert als Hütehund eingesetzt wurde. Die Rasse entwickelte sich durch gezielte Zucht auf Arbeitseigenschaften, um den Anforderungen der Schafhirten gerecht zu werden. Der Name „Border Collie“ leitet sich von der englisch-schottischen Grenze (“Border”) ab, wo diese Hunde traditionell arbeiteten. Ihre außergewöhnlichen Hütefähigkeiten wurden erstmals Ende des 19. Jahrhunderts auf landwirtschaftlichen Wettbewerben bekannt und geschätzt.
Rassebeschreibung
Der Border Collie ist ein mittelgroßer Hund, der vor allem für seine Intelligenz, Arbeitsfreude und hohe Trainierbarkeit bekannt ist. Diese Rasse zeichnet sich durch ihre enorme Energie und Ausdauer aus, was sie zu idealen Arbeitshunden macht. Border Collies sind bekannt dafür, schnell zu lernen und komplexe Aufgaben zu bewältigen. Sie sind äußerst vielseitig und werden nicht nur als Hütehunde, sondern auch in verschiedenen Hundesportarten und als Rettungshunde eingesetzt.
Erscheinungsbild
Border Collies haben ein harmonisches und athletisches Erscheinungsbild. Sie besitzen eine schlanke, aber muskulöse Statur mit einem wachen und intelligenten Ausdruck. Das Fell kann sowohl kurz als auch mittellang sein und ist wetterfest. Die häufigsten Farben sind schwarz-weiß, aber auch andere Farbkombinationen wie braun-weiß, blau-merle oder tricolor sind möglich. Die Augen sind oft mandelförmig und variieren in der Farbe. Die Ohren können aufrecht oder halbaufrecht getragen werden.
Rassespezifische Charakterzüge
Border Collies sind äußerst intelligent und lernwillig, was sie zu ausgezeichneten Arbeitshunden macht. Sie haben einen ausgeprägten Hütetrieb und eine hohe Sensibilität gegenüber den Anweisungen ihres Besitzers. Diese Hunde sind in der Regel sehr aktiv und benötigen viel geistige und körperliche Beschäftigung. Border Collies sind oft reserviert gegenüber Fremden, aber loyal und anhänglich gegenüber ihren Familienmitgliedern. Ihre hohe Energie und Arbeitsbereitschaft machen sie zu idealen Partnern für aktive Menschen und Familien.
Haltungsempfehlung
Die Haltung eines Border Collies erfordert viel Zeit und Engagement. Sie benötigen tägliche ausgedehnte Spaziergänge, intensive Spielzeiten und geistige Herausforderungen, um glücklich und ausgeglichen zu bleiben. Ein Leben in einer städtischen Wohnung ist für diese Rasse weniger geeignet, es sei denn, es werden ausreichend Bewegungsmöglichkeiten geboten. Ideal ist ein Zuhause mit einem großen Garten und der Möglichkeit, sich frei zu bewegen. Aufgrund ihres starken Hütetriebs sollten sie frühzeitig sozialisiert und trainiert werden. Hundesportarten wie Agility, Obedience oder Dog Dancing sind hervorragend geeignet, um ihre Energie und Intelligenz zu fördern.
Border Collie Mischlinge
