Alle Angaben entsprechen den Angaben der Pflegestelle. Alle Hunde wurden einmalig einem Tierarzt vorgestellt zur Blutprobenabnahme für den Mittelmeercheck. Hier erhält der Hund einen Erstcheck (Ohren, Augen, Zähne, etc.). Alter und Größen- sowie Gewichtsangabe können abweichen. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich. Sie adoptieren Second-Hand-Hunde, die vorher kein Familienleben kannten und auf den Straßen ums Überleben gekämpft haben, dies hinterlässt oft psychische Spuren und körperliche Defizite.
Was ist mir passiert?
Aprils Start ins Leben war alles andere als schön. Ursprünglich waren es sieben Geschwister. Vermutlich wurden die Welpen ihrer Mutter direkt nach der Geburt weggenommen und in einem Karton auf einem Feld ausgesetzt.
Zum Glück wurden sie gefunden und in unser Kooperationstierheim nach Tortolì gebracht. Für drei der kleinen Welpen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Sie waren einfach zu schwach und starben nur wenige Stunden später.
Die vier überlebenden Welpen mussten mit der Flasche aufgezogen werden. Dafür kamen sie zu zwei liebevollen Pflegefamilien auf Sardinien. Einer der Kleinen durfte sogar für immer dort bleiben. April musste dagegen zunächst ins Canile umziehen, bevor sie Anfang Oktober 2026 endlich nach Deutschland auf eine Pflegestelle reisen durfte.
Wo bin ich?
Endlich raus aus dem Canile und rein ins richtige Leben! April lebt nun bei ihrem Pflegefrauchen und einer weiteren Hündin und entdeckt jeden Tag ein bisschen mehr von der großen, aufregenden Welt.
Ob zu Hause, im Garten oder gelegentlich sogar mit im Büro – April ist mit dabei. Im Büro macht sie es sich ganz entspannt in ihrer Box gemütlich, und auch Autofahren findet sie in ihrer Box richtig gut. Zusammen mit der vorhandenen Hündin schafft sie es bereits, etwa eine Stunde allein zu bleiben.
Im Garten ist dagegen ordentlich was los, denn April spielt und tobt für ihr Leben gern! Stubenrein ist sie auch schon und meldet sich zuverlässig, wenn sie nach draußen muss. Die ersten Grundkommandos wie Sitz, Platz und Bleib stehen ebenfalls auf dem Stundenplan. April ist nämlich ziemlich clever und versteht schnell, was man von ihr möchte.
Wie bin ich?
April ist ein fröhliches, verspieltes und sehr verschmustes Hundemädchen, das die Nähe ihrer Menschen liebt. Fremde Menschen werden begeistert begrüßt, und wenn es nach ihr geht, dürfen ausgiebige Kuscheleinheiten im Tagesprogramm auf keinen Fall fehlen.
Wie es sich für einen Junghund gehört, hat April aber auch jede Menge Flausen im Kopf und muss noch lernen, dass nicht immer alles nach ihrer Nase geht. Grenzen zu akzeptieren und sich auch einmal zurückzunehmen, gehört deshalb noch zu ihren Hausaufgaben.
Manches ist ihr momentan noch nicht ganz geheuer, wie z. B. enge Türdurchgänge. Mit etwas Zuspruch und einem Leckerli lässt sie sich aber schnell helfen. Auch bei Begegnungen mit fremden Hunden ist sie anfangs manchmal unsicher und meldet sich dann bellend zu Wort. Jogger, Fahrradfahrer und fremde Menschen bringen sie dagegen nicht aus der Ruhe.
Welche Rassen in April stecken, wissen wir nicht genau. Wir vermuten, dass ein Segugio in ihr steckt. Diese Laufhunde sind häufig sehr menschenbezogen, bringen aber auch eine gute Portion Jagdleidenschaft und eine feine Nase mit. April möchte deshalb nicht nur körperlich ausgelastet werden, sondern auch ihren klugen Kopf und ihre Nase einsetzen dürfen.
Was suche ich?
Für April suchen wir aktive, hundeerfahrene Menschen, die Lust auf einen fröhlichen Junghund haben und sie mit Geduld, Humor und liebevoller Konsequenz durchs Erwachsenwerden begleiten. Sie bringt beste Voraussetzungen mit, möchte aber noch einiges lernen und braucht Menschen, die ihr Sicherheit geben, wenn sie einmal unsicher ist.
Der Besuch einer positiv arbeitenden Hundeschule ist Bedingung, damit April gemeinsam mit ihren Menschen das Hunde-1×1 lernen und weiter an Selbstvertrauen gewinnen kann.
Da in ihr vermutlich Jagdhundgene schlummern, wünschen wir uns ein eher ländliches Zuhause mit einem sicher eingezäunten Garten. Dort kann sie nach Herzenslust spielen und toben. Über spannende Suchspiele, Mantrailing oder andere Formen der Nasenarbeit würde sich die schlaue Maus bestimmt ebenfalls freuen.
April hat jede Menge Lebensfreude, ist neugierig auf ihre Menschen und bereit, noch ganz viel zu lernen. Jetzt fehlt ihr nur noch die eigene Familie, die mit ihr durchs Leben geht, gemeinsam lacht, übt, kuschelt und aus dem kleinen Wirbelwind eine tolle Begleiterin werden lässt.
Wir vermitteln bundesweit, wenn du dazu bereit bist, April auf der Pflegestelle kennenzulernen und abzuholen.
Rassebeschreibung
Wir stellen vor: Segugio Italiano
Segugio Italiano a pelo raso (kurzhaariger Laufhund)
Segugio Italiano a pelo forte (drahthaariger Laufhund)
Reinrassige Segugi Italiani

Geschichte bzw. Herkunft
Der Segugio (Plural: Segugi) ist ein italienischer Laufhund, der speziell zur Jagd auf Hasen und Wildschweine gezüchtet wurde. Seine Herkunft reicht bis weit in die Antike zurück, es gilt als sicher, dass sie die Nachkommen von Jagdhunden sind, die bereits von phönizischen Kaufleuten nach Italien eingeführt wurden. Zahlreiche Zeichnungen belegen das Vorkommen von Hunden in Ägypten, die dem heutigen Segugio sehr ähnlich waren. Die typischen Hängeohren dieses Laufhundes sind ein Zeichen von fortgeschrittener Domestikation. Es ist also anzunehmen, dass dieser Hund nach Italien kam, aus ihm der heutige Segugio entstand und dort über die Jahrhunderte fast unverändert erhalten blieb. Hunde dieses Typs stehen neben den Statuen der „Jagenden Diana“ im Museum von Neapel und der „Bogenschießenden Diana“ im Vatikanmuseum.
Eine zweite Theorie ist, dass es sich beim heutigen Segugio um einen Nachfahren der alten Keltenbracke handelt.
Die Glanzzeit des italienischen Laufhundes fällt in die Renaissance, wo, wie auch in Frankreich, der Adel aufwändige Jagden veranstaltete, bei denen Jagdhunde in der Meute Hasen, Füchse und Kaninchen jagten. Der Niedergang der Segugi-Zucht begann in Italien mit der Französischen Revolution, mit der der Adel seine jagdlichen Privilegien verlor. Darüber hinaus war die Jagd mit Laufhunden durch den Einsatz von Feuerwaffen überflüssig geworden. In Folge dessen wurden Bastarde in die Rasse eingekreuzt, die reinrassige Zucht ging verloren.
Der Segugio Italiano verdankt sein Überleben einigen engagierten Jägern, die sich für den Wiederaufbau der Zucht einsetzten. 1948 wurde bei der ENCI (nationaler italienischer Verband für das Hundewesen, entspricht dem VDH in Deutschland) 120 Segugi registriert, bis 1990 war die Anzahl der eingetragenen Tiere auf etwa 5000 angewachsen. Die Hunde werden heute auch in Arbeitstests geprüft, um ihre Gebrauchseigenschaften zu erhalten, der Segugio Italiano wird heute fast ausschließlich zur Hasenjagd eingesetzt.
Rassebeschreibung
Die folgende Beschreibung gilt für den kurzhaarigen und drahthaarigen Segugio, Unterschiede beim Drahthaar werden extra hinzugefügt.
- FCI Gruppe 6: Lauf- und Schweißhunde
- Sektion 1.2: Mittelgroße Laufhunde
- Herkunft: Italien
- Körper: Kräftiger Körperbau, gute Muskulatur, ohne die geringste Spur von Fett
- Ohren: Herabhängend, so gedreht, dass es nach vorne zeigt, von dreieckiger Form
- Rute: Hoher Rutenansatz, dünn an der Wurzel und auf ihrer ganzen Länge, so lang, dass ihre Spitze den Fersenhöcker berührt, die Rute der drahthaarigen Variante ist im Ansatz kräftiger
- Haare: Kurzes Haar auf dem ganzen Körper, harsche Textur, dicht, engstehend, gleichmäßig glatt;
Das Haar der drahthaarigen Variante ist unverkennbar rau, ausgenommen auf Kopf, Behang, Rute und Fang, die Haarlänge soll 5cm nicht überschreiten, unter den Lefzen bildet das Haar einen sogenannten Bart
- Farben: Umfassen das ganze Spektrum von einfarbigem Falb und schwarz/lohfarben, die roten Abzeichen befinden sich am Fang, an den Augenbrauen an der Brust und an den Gliedmaßen, weiß darf an Fang und Schädel auftreten, auch erlaubt als „Stern“ auf der Brust, es ist jedoch nicht sehr erwünscht, je weniger vorhanden, desto besser; der der schwarz/lohfarbene Hund darf einen weißen Bruststern tragen (tricolor Segugio); braun (kaffee-, leberfarben ) ist nicht zulässig;
Beim Drahthaar umfassen die Farben das ganze Spektrum von einfarbigem Falb, von dunkelrotem und berußtem Falb bis hin zum hellen Falb, sowie Schwarz und Loh.
- Widerristhöhe: Rüden: 52 – 60cm, Hündin: 50 – 58cm
- Gewicht: Je nach Größe zwischen 18 und 28kg
Charakter
Wie die meisten Jagdhunde ist der Segugio Italiano im Haus eher ruhig, fast unauffällig, im Freien aber ein Vollblutjagdhund, der dazu tendiert, seine Nase ununterbrochen am Boden zu haben. Hat er einen interessanten Geruch entdeckt, so tut er das durch den ihm eigenen Jagdlaut kund. Bei der Jagd ist er ein harter und ausdauernder Hund, der sich an unterschiedliche Gelände anpasst, er besitzt extreme Widerstandsfähigkeit und Schnelligkeit.
Fremden gegenüber zeigt sich der Segugio Italiano manchmal etwas reserviert, besonders die rauhaarige Variante, die als eher zurückhaltend, weniger überschwänglich, folgsam, ruhig und nachdenklich bei der Arbeit gilt.
Mit Artgenossen hat er als typischer Meutehund im Allgemeinen kein Problem.
Haltung
Als Meutehund eignet sich der Segugio Italiano gut für die Mehrhundehaltung. Wie jeder andere Hund auch, muss er mit Geduld und Konsequenz erzogen werden. Er eignet sich jedoch eher für erfahrene Hundehalter, die mit seinem Jagdtrieb umgehen können. Da seine Jagdpassion ausgesprochen stark ausgeprägt ist, kann er u.U. überhaupt nicht abgeleint werden und muss daher ausreichend bewegt und auch geistig ausgelastet werden. Idealerweise sollte ihm eine Alternativbeschäftigung angeboten werden, bei der er seiner Passion nachgehen und seine exzellente Nase einsetzen kann. Aktivitäten wie Mantrailing oder Fährtenarbeit nimmt er mit Begeisterung an.
Er sollte unbedingt einen gut gesicherten Garten zur Verfügung haben, in dem er sich frei bewegen kann. Zu beachten ist hierbei, dass manche Vertreter dieser Rasse wahre Kletterkünstler sind.
Erziehung
Die Erziehung des Segugio Italiano ist mit der nötigen Erfahrung sichtlich einfach. Der ruhige Laufhund hat von Natur aus das Bedürfnis seinem Menschen zu folgen und zeigt einen hohen Grad an Gehorsam. Er lässt sich leicht für ein Training begeistern, wobei er nie hektisch oder unruhig wirkt, aber dennoch hochkonzentriert bei der Sache ist. Neue Dinge lernt er schnell und geht mit wachsamer Neugier gerne voran, wobei er immer ein Ohr offen hat für die Befehle seines Besitzers.
Dennoch ist der Segugio Italiano kein Anfängerhund und sollte mit einer klaren, aber dennoch liebevollen Hand geführt werden. Auf eine harte Hand reagiert der durchaus empfindliche Hund schnell mit Unsicherheit und Angst.
Sicherlich ist es ratsam mit dem Italiener eine Hundeschule oder einen Hundeverein zu besuchen, denn gerade sein Jagdtrieb sollte besonders im Auge behalten werden. Hier hilft es erfahrene Trainer um Rat fragen zu können.
Passt ein Segugio Italiano zu mir?
Ein Segugio Italiano passt perfekt zu dir, wenn:
- du einen ruhigen und sanften Hund suchst, der gleichzeitig einen hohen Arbeitswillen besitzt
- du gerne in der Natur bist und einen Hund mit großer Ausdauer suchst
- du Hundeerfahren bist und weißt, einen möglichen Jagdtrieb positiv umzulenken
- du einen Zweithund suchst, denn der Segugio lebt am liebsten im Rudel
- du einen im Haus eher ruhigeren Partner suchst
- du gerne mit positiver Bestärkung arbeitest, denn der Segugio ist ein recht sensibler Hund
- du ein Haus mit gut gesichertem Garten besitzt.
Segugio Italiano Mischlinge
