Hallo, ich bin Sabino – grau um die Schnauze, Knickohr links, aber voller Lebensfreude. Heute erzähle ich euch meine ganz persönliche Weihnachtsgeschichte.
Zwölf Jahre lang lebte ich nur in einer Wohnung, draußen war ich nie. Mein Herrchen wurde irgendwann sehr krank und konnte sich nicht mehr um mich kümmern, so kam ich in ein großes Tierheim auf Sardinien. Ich war traurig und wusste nicht, was mit mir passieren würde.
Aber dann geschah etwas Wunderbares: liebe Menschen im Tierheim sahen mich, machten Fotos von mir und sagten mir, dass ich ein neues Zuhause finden würde. Ich traute mich kaum, daran zu glauben. Wer will schon einen alten Hund wie mich?
Doch dann… hat mich jemand entdeckt. Eine Frau in Deutschland sah mein Bild und sagte:
„Genau dieser Hund gehört zu mir.“ Mein Knickohr hat ihr besonders gefallen.
Am 29. August packte ich also mein Köfferchen und machte mich auf die Reise in mein neues Leben. Oh, war das aufregend! Nach einer langen Fahrt holte mich mein Frauchen ab – sie hat gelacht und geweint gleichzeitig. Das habe ich sofort gemocht.
Auf ihrem Schoß durfte ich mir unterwegs endlich die große Welt draußen ansehen. So viele Dinge, die ich noch nie gesehen hatte! Irgendwann fielen mir vor lauter Aufregung die Augen zu und dann standen wir plötzlich vor einem Haus. „Zuhause“ sagte mein Frauchen. Ich konnte es kaum fassen.
Das Beste: ein Garten! Ein riesiges grünes Paradies! Ich bin gerannt, habe geschnuppert, mich im Gras gewälzt – ich glaube, ich habe da zum ersten Mal so richtig verstanden, was Freiheit bedeutet.
Abends setzte ich mich vorsichtig zu ihr aufs Sofa. Sie lächelte so lieb, dass ich mich an sie kuschelte und sie streichelte mich ganz sanft. In dieser Nacht durfte ich in ihrem Bett schlafen. Sie sagte „Hopp“ und ich wusste sofort: Das ist mein Platz.
Es war die schönste Nacht meines Lebens.
Seitdem erleben wir jeden Tag neue Abenteuer. Ich flitze auf Spaziergängen so schnell, dass Frauchen sagt, ich hätte nicht vier, sondern acht Beine. Ich habe viele Hundefreunde kennengelernt, manche ein bisschen verrückt, andere richtig nett. Besonders spannend ist das Autofahren! Ich habe meinen eigenen Sitzplatz! Einmal ist plötzlich das Dach vom Auto verschwunden – Cabrio nennt Frauchen das. Da konnte ich den Himmel riechen. Unglaublich!
Jetzt bin ich schon drei Monate hier. Frauchen sagt, wir feiern bald Weihnachten.
Aber eigentlich weiß ich: Mein großes Geschenk habe ich längst bekommen. Vielen Dank an die STREUNERHerzen und ganz besonders Claudia Heckl-Heeg.
Ein Zuhause. Ein Herz, das mich liebt. Ein Leben, das endlich mir gehört.
Ich wünsche allen Hunden, die noch auf ihr Glück warten, dass auch für euch ganz bald ein Türchen aufgeht, vielleicht sogar noch vor Weihnachten.
Euer
Sabino

