Alma – Sie möchte einfach nur dabei sein

Alle Angaben entsprechen den Angaben der Pflegestelle. Alle Hunde wurden einmalig einem Tierarzt vorgestellt zur Blutprobenabnahme für den Mittelmeercheck. Hier erhält der Hund einen Erstcheck (Ohren, Augen, Zähne, etc.). Alter und Größen- sowie Gewichtsangabe können abweichen. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich. Sie adoptieren Second-Hand-Hunde, die vorher kein Familienleben kannten und auf den Straßen ums Überleben gekämpft haben, dies hinterlässt oft psychische Spuren und körperliche Defizite.


Was ist mir passiert?

Alma, eine wunderschöne Deutsche Schäferhündin, wuchs behütet in einer Familie auf und war dort ein festes Familienmitglied. Als sich die Lebensumstände änderten, konnte sie leider nicht bleiben und wurde in die Obhut der STREUNERHerzen gegeben – so blieb ihr das Canile erspart. Doch leider konnte sie auf unseren Projekten auf Sardinien nicht optimal betreut werden, sie gilt als unverträglich mit anderen Hunden, was zur Einzelhaltung und dadurch auch mangelnden Sozialkontakten führte.

Wo bin ich?

Alma ist inzwischen in Deutschland angekommen und lebt auf unserem Projekt DogsFit4Future in Salzkotten. Hier arbeiten sie intensiv an ihrer Re-Sozialisierung und begleiten sie Schritt für Schritt in ihrem neuen Alltag.

Wie bin ich?

Alma ist eine 7-jährige Deutsche Schäferhündin, wie sie im Buche steht: intelligent, aufmerksam, sensibel, menschenbezogen und mit einem großen Bedürfnis nach Nähe und Zugehörigkeit. Lange war von dieser Alma kaum etwas zu sehen. Sie schien wie in einem Tunnel gefangen: raus, rennen, schnüffeln, immer weiter – Hauptsache, nicht wieder eingesperrt sein. Menschen? Nebensächlich!

Doch auf ihrer neuen Pflegestelle wurde jetzt deutlich, was wirklich dahintersteckt: Alma möchte dabei sein. Sie möchte dazugehören. Zwei Jahre ohne feste Bezugsperson und angemessene Beschäftigung haben Spuren hinterlassen. Alma hatte regelrecht „dichtgemacht“. Umso berührender ist es zu sehen, wie schnell sie beginnt, sich wieder zu öffnen.

Im Haus und in Gesellschaft kommt Alma zur Ruhe. Die Rastlosigkeit weicht einer aufmerksamen und zufriedenen Hündin. Sie sucht die Nähe zu ihren Menschen und möchte am gemeinsamen Leben teilhaben. Das Leben in einer Familie ist ihr nicht fremd: Alma ist stubenrein, fährt problemlos Auto und verfügt über Grundgehorsam. Auch einen Tierarztbesuch meisterte sie völlig unkompliziert.

Derzeit wird intensiv an ihrer Re-Sozialisierung gearbeitet, damit Alma in das bestehende Hunderudel integriert werden und wieder selbstverständlich am Alltag teilhaben kann. An der Leine läuft sie grundsätzlich gut. Hundebegegnungen machen ihr allerdings noch zu schaffen – hier zeigt sie sich derzeit als typische Leinenpöblerin.

Sorge bereitete zunächst ihr auffälliges Gangbild. Eine tierärztliche Abklärung ergab jedoch keine auffälligen Befunde; Alma hat weder Arthrose noch Schmerzen. Vermutlich ist ihr Gangbild vor allem auf den deutlichen Muskelabbau durch mangelnde Bewegung zurückzuführen. Mit gezieltem Muskelaufbau soll sie nun wieder fitter werden. Auch der Besuch einer Hundeschule ist geplant, um sie zusätzlich geistig zu fordern.

Alma hat einmal gewusst, wie es sich anfühlt, eine Familie zu haben. Vielleicht ist gerade deshalb so deutlich zu spüren, wie sehr ihr dieses Leben fehlt.

Hinter der rastlosen Fassade steckt eine wunderbare Schäferhündin, die viel zu lange ohne feste Bezugspersonen auskommen musste. Eine Hündin, die gefordert und gefördert werden möchte, Nähe und Bindung braucht – und vor allem eines will: endlich wieder dazugehören.

Was suche ich?

Für Alma suchen wir Menschen, die den Deutschen Schäferhund mit all seinen wunderbaren Eigenschaften lieben und verstehen: seine Intelligenz und Sensibilität, seine Loyalität und Arbeitsfreude – vor allem aber seinen tiefen Wunsch, eng mit seinen Menschen verbunden zu sein.

Alma möchte dazugehören. Deshalb suchen wir ein Zuhause, in dem sie ein echtes Familienmitglied sein darf, Nähe und Ansprache bekommt und möglichst viel am gemeinsamen Alltag teilnehmen kann. Nach der langen Zeit ohne feste Bezugspersonen soll sie nicht wieder viele Stunden allein verbringen müssen.

Ihre Menschen sollten Freude daran haben, Alma körperlich und geistig zu fördern und ihr gleichzeitig Ruhe und Sicherheit zu vermitteln. Eine klare, liebevolle Führung und der weitere Besuch einer Hundeschule oder eines Hundevereins wären ideal. Später könnte auch eine Beschäftigung wie Mantrailing, Obedience oder eine andere Form gemeinsamer Arbeit viel Freude machen.

Aktuell wünschen wir uns für Alma bevorzugt ein Zuhause als Einzelhund. Mit einer behutsamen Eingewöhnung über mehrere Wochen und entsprechend erfahrenem Management wäre jedoch auch eine Vermittlung zu einem souveränen Zweithund denkbar. Hier entscheidet die Sympathie – ob Rüde oder Hündin, ist dabei zweitrangig.

Ein Haus mit Garten und ein eher ruhiges oder ländliches Umfeld wären für Alma optimal. Noch wichtiger sind jedoch Menschen, die ihr Verlässlichkeit, Struktur und Geborgenheit schenken und verstehen, dass hinter ihrer Aufgeregtheit eine Hündin steckt, die sehr lange auf all das verzichten musste.

Wer Alma diese Chance gibt, bekommt eine intelligente, loyale und zutiefst menschenbezogene Schäferhündin – und die Möglichkeit, ihr das zurückzugeben, was sie so lange vermisst hat: eine eigene Familie.

Wir vermitteln Alma bundesweit, wenn du bereit bist, sie auf ihrer Pflegestelle kennenzulernen und dort auch abzuholen.


🍀 Bis Alma ein Zuhause gefunden hat, sucht sie liebe Paten, die sie an die Pfote nehmen. Hier findest du weitere Informationen zu den Patenschaften: https://streunerherzen.com/patenschaften/

Geboren

ca. 25.01.2019

Alterskategorie

Erwachsene

Rasse

Schäferhund

Schulterhöhe

ca. 59 cm

Gewicht

ca. 26 kg

Geschlecht

Weiblich

Kastriert

Ja

Geimpft

Ja

Gechippt

Ja

Mittelmeerkrankheiten

1. Test komplett negativ

Krankheiten

Keine bekannt

Handicap

Nein

Aufenthaltsort

33154 Salzkotten

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Gesucht wird

Zuhause

Hundeverträglichkeit

Nach Sympathie

Katzenverträglichkeit

Nein

Kinderlieb

Ja, ab ca. 12 Jahren

Jagdtrieb

Ja

Garten

Ja

Zweithund

Nein

Hundeschule

Ja

Ansprechpartner

Stefanie Richter


Mitglied des Vorstands
Vermittlung Herdenschutzhunde & Angsthunde

Telefon: (0177) 32 68 50 9
E-Mail: stefanie.richter@streunerherzen.com

Video

Rassebeschreibung

Wir stellen vor: Schäferhund

Reinrassige Schäferhunde


Geschichte bzw. Herkunft

Die Vorfahren des Deutschen Schäferhundes gehen auf kurz- und stockhaarige Schläge von Hütehunden aus Deutschland zurück, wie sie Ende des 19. Jahrhunderts auch in vielen Gegenden Europas vorkamen und sich auch dort zu eigenen Rassen entwickelt haben. Sie alle waren keine reinen Hütehunde, hatten zwar die Aufgabe, die Herden zu treiben, sollten aber auch das Hab und Gut der Hirten bewachen und beschützen. Der Deutsche Schäferhund geht vor allem auf die süddeutschen Schläge aus Thüringen und Württemberg zurück.

Als Begründer dieser Rasse gilt Max von Stephanitz, der von diesem Hundetyp schlichtweg begeistert war. So kaufte er am 15. Januar 1898 von einem Züchter aus Frankfurt den dreijährigen “Hektor von Linksrhein”, den er in “Horand von Grafrath” umbenannte, der erste im Zuchtbuch des Vereins für deutsche Schäferhunde (SV) eingetragene Deutsche Schäferhund. Dieser und sein Bruder “Luchs von Sparwasser” sind die Stammväter der Rasse, von denen die meisten Deutschen Schäferhunde abstammen. Als Stammmutter gilt die Hündin “Mari von Grafrath”.

Ein erster Hunderassestandard entstand 1891, in dem Max von Stephanitz die Hunderasse in drei Klassen dividierte: lang-, rau- und glatthaarige Schäferhunde.

Rassebeschreibung
  • FCI Standard: Nr. 201
  • Gruppe: 1. Hütehunde und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde)
  • Sektion: 1. Schäferhunde
  • Farbe: Schwarz, schwarz mit braun, grau (weiß ist vom SV nicht anerkannt)
  • Fell: Stockhaar oder Langstockhaar
  • Widerristhöhe: Rüden: 60 – 65 cm, Hündin: 55 – 60cm
Körperform

Der Deutsche Schäferhund ist mittelgroß, kräftig und stark bemuskelt, sollte jedoch niemals schwerfällig dabei wirken. Er ist eher länger als hoch, wobei der Widerrist den höchsten Punkt des Rückens bildet.

Der Körperbau sollte trocken sein, ohne Fett oder loses Bindegewebe, mit sich klar abzeichnenden Muskeln. Der Brustkorb ist tief und gut gewölbt. Die Winkelung der Gliedmaßen bietet den größtmöglichen Schritt. Die Hinterhand greift dabei bis über die Körpermitte vor und gibt so größtmöglichen Schub von hinten. Der Deutsche Schäferhund ist ein ausdauernder Traber.

Die Kopfform ist keilförmig, die Kopfgröße steht in gutem Verhältnis zum restlichen Körper. Die Stirn ist nur wenig gewölbt, der Nasenrücken gerade. Zugelassen ist ausschließlich eine schwarze Nase. Die Lippen sind straff, trocken, dunkel gefärbt und schließen gut.

Der Deutsche Schäferhund hat Stehohren, deren Größe im guten Verhältnis zum Kopf stehen sollte. Sie werden aufrecht und nach vorne gerichtet getragen. Die Augen sind in jedem Falle dunkel und etwas schrägliegend. Es sollte stets der Eindruck von Aufmerksamkeit erweckt werden.

Die Rute wird sichelförmig und herabhängend getragen. Die Pfoten sind rundlich und kurz, auch die Krallen sind kurz und kräftig. Sowohl Krallen als auch Ballen sind von dunkler Farbe.

Arbeitseinsatz

Der Schäferhund ist aufgrund seiner Intelligenz und seines ruhigen, aber sehr aufmerksamen Wesens ein absoluter Allrounder im Alltag und im Dienst. Er eignet sich bei entsprechender Auslastung hervorragend als Sport- und Familienhund, er ist aber auch ein beliebter Dienst- und Schutzhund, Rettungs- und Therapiehund, Blindenführhund, Hütehund.

Fitness-Ansprüche

Der Schäferhund ist ein Ausdauerkünstler und bedarf ausreichender Bewegung. Zudem muss seine Intelligenz gefordert und gefördert werden durch Hundesport und kopfmäßige Auslastung. Hier stehen ihm alle Sparten des Sports offen.

Rassespezifische Charakterzüge

Der Schäferhund ist bei entsprechender Sozialisierung ein absolut sozialer Hund, der sich mit anderen Tieren sehr gut versteht.

Er verfügt über ein festes Wesen, Angst sollte er nicht zeigen. Vielmehr sollte er aufmerksam und neugierig an neue Sachen herangehen.

Der Schäferhund neigt aufgrund seiner Hütehund- und Beschützervergangenheit zu Kontrollverhalten. Er möchte gerne alles überblicken und zu allem sein Einverständnis geben. Dies muss durch konsequente, aber keinesfalls grobe Hand im Rahmen gehalten werden. Die Rasse ist im Gegenteil sehr leichtführig und mit leisen Worten zu erziehen, wenn man Zugang zu ihr gefunden hat. Denn Schäferhunde verfügen über einen unglaublichen will to please, also dem Willen, seinem Menschen zu gefallen.

Haltungsempfehlung

Der Schäferhund sollte im Haus mit Garten gehalten werden und ist auch gut für Familien geeignet. Leider sieht man nach wie vor häufig Zwingerhaltung, die jedoch abzulehnen ist. Wie jeder andere Hund möchte der Schäferhund bei seiner Familie sein.

Insgesamt ist er eher für erfahrene Hundehalter empfehlenswert, da er über einen starken Charakter verfügt und teilweise zu Kontrollverhalten neigt. Bei richtiger Haltung und Erziehung ist er jedoch ein sehr sozialer und leichtführiger Begleiter.


Schäferhund Mischlinge