Clara – Wenn Vertrauen erst wachsen muss

Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt – so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich.


Was ist mir passiert?

Was Clara erlebt hat, bevor sie ins Tierheim kam, weiß niemand. Erzählen kann sie es uns leider nicht. Vermutlich ähnelt ihr Schicksal jedoch dem vieler anderer Welpen auf Sardinien – unerwünscht geboren, vielleicht ausgesetzt oder irgendwo auf der Straße gefunden.

Wo bin ich?

Mit gerade mal zwei Monaten kam Clara ins Canile Comunale Tortolì. Dort ist sie zumindest in Sicherheit und bekommt regelmäßig Futter – doch viel mehr gibt es dort nicht.

Das Leben im Tierheim ist sehr einsam. Clara kennt nur ihr Gehege und den kleinen Auslauf, den sie kurz sieht, wenn der Zwinger gereinigt wird. Keine Decken, keine Spielsachen, keine streichelnden Hände, keine freundliche Stimme, die ihren Namen ruft. 24 Stunden am Tag ist alles grau und trostlos. Besucher kommen nur selten.

Wie bin ich?

Clara ist eine sehr vorsichtige und sensible Hündin. Und ja – sie ist ängstlich. Nicht, weil sie böse ist oder keinen Kontakt möchte, sondern weil sie nie lernen durfte, dass Menschen auch etwas Gutes bedeuten können.

Bei unserem Besuch im April 2026 zeigte sich jedoch eine kleine, vorsichtige Veränderung: Clara ließ sich im Zwinger streicheln, ohne komplett zu erstarren. Die Berührungen waren ihr noch immer ungewohnt, und man merkte deutlich, dass sie unsicher war – doch gleichzeitig entstand der Eindruck, dass ihr die Nähe vielleicht gar nicht mehr nur unangenehm war. Ein kleiner, leiser Schritt in die richtige Richtung.

Ihr Gehege teilt sie sich mit Camilla, die ebenfalls sehr unsicher ist. Auch wenn es beiden guttut, nicht allein zu sein, machen sie sich gegenseitig nicht mutiger. Sie verstehen sich, bestärken sich jedoch eher in ihrer Vorsicht. Umso wichtiger wäre es, dass Clara diesen Ort bald verlassen darf – bevor ihre Angst irgendwann alles überschattet.

Was suche ich?

Für Clara suchen wir Menschen, die nichts von ihr verlangen, sondern sie so annehmen, wie sie ist – anfangs vielleicht eher ein Schatten, der sich versteckt, aber mit der Hoffnung, irgendwann Vertrauen zu fassen.

Ihre Familie sollte bereits Erfahrung mit unsicheren Hunden haben – mit Hunden, die nicht schwanzwedelnd auf Fremde zulaufen, sondern vorsichtig und leise ihre Schritte machen. Gesucht wird jemand, der Clara ruhig und souverän begleitet, ihr zeigt, wie sich ein echtes Zuhause anfühlt. Dabei braucht Clara nicht nur Geduld, sondern auch die Unterstützung ihrer Menschen, damit sie sich Schritt für Schritt weiterentwickeln und lernen kann, dass das Leben außerhalb des Tierheims sicher und schön ist.

Ein souveräner, ruhiger Ersthund wäre für Clara sehr wichtig. Er könnte ihr Halt geben und ihr helfen, das neue Leben besser zu verstehen. Ideal wäre außerdem ein Haus oder eine Wohnung in ländlicher Umgebung mit sicher eingezäuntem Garten, damit sie langsam Vertrauen aufbauen kann.

Sollten tatsächlich Segugio-Gene in Clara stecken, könnte in ihr auch eine feine Spürnase schlummern. Mit der Zeit hätte sie vielleicht Freude an Nasenarbeit oder Dummyspielen. Sie würde vermutlich gern ihre Umgebung erkunden und ihre Fähigkeiten entdecken – vielleicht sogar beim Mantrailing oder Suchspielen. Aber erst dann, wenn sie bereit dafür ist und ihre Menschen sie geduldig auf diesem Weg begleiten.

Wenn du Clara die Chance geben möchtest, endlich anzukommen und in ihrem eigenen Tempo Vertrauen ins Leben zu finden, dann melde dich bei uns.

Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Clara kann nach Deutschland ausreisen.

Geboren

ca. 24.09.2021

Alterskategorie

Erwachsene

Rasse

Segugio-Mischling

Schulterhöhe

ca. 52 cm

Gewicht

Liegt nicht vor

Geschlecht

Weiblich

Kastriert

Ja

Geimpft

Ja

Gechippt

Ja

Mittelmeerkrankheiten

Test folgt nach Einreise

Krankheiten

Keine bekannt

Handicap

Nein

Aufenthaltsort

Canile Comunale Tortoli, Sardinien

Gesucht wird

Pflegestelle, Zuhause

Hundeverträglichkeit

Ja

Katzenverträglichkeit

Unbekannt

Kinderlieb

Unbekannt

Jagdtrieb

Unbekannt

Garten

Ja

Zweithund

Ja

Hundeschule

Ja

Ansprechpartner

Beate Roeder


Vermittlung Angsthunde

Telefon: (0152) 04 42 88 96
E-Mail: beate.roeder@streunerherzen.com

Video

Rassebeschreibung

Wir stellen vor: Segugio Maremmano

Reinrassige Segugi Maremmani


Geschichte bzw. Herkunft

Der Segugio Maremmano ist eine regionale Variante des Segugio Italiano und hat nichts mit dem in Italien weit verbreiteten schneeweißen Herdenschutzhund zu tun. Mit ihm teilt sich der Segugio Maremmano lediglich die Herkunft.

Wie auch der Maremmano, stammt der Segugio Maremmano von der nicht registrierten Hundepopulation in der Maremma Toscana (südlicher Teil der Toskana, Mittelitalien) ab.

Die Rasse ist seit den 1930er Jahren im ursprünglichenVerbreitungsgebiet präsent, und seit dieser Zeit versuchten die Liebhaber dieser Hunde und die Mitglieder der Spezialclubs die offizielle Anerkennung durchzusetzen. Die Rasse ist durch den Verband für das italienische Hundewesen (ENCI) 2009 offiziell anerkannt worden. Toskanische Wildschweinjäger haben diese Rasse für die Wildschweinjagd und angepasst an die Verwendung im Biotop der südlichen Toskana erschaffen.

Im Gegensatz zum Segugio Italiano, der vorwiegend für die Hasenjagd ausgebildet und verwendet wird, wurde der Segugio Maremmano auf spezifische Fähigkeiten selektiert, die bei der Saujagd von Bedeutung sind.

Rassebeschreibung
  • FCI Standard: Nr. 361
  • Gruppe: 6. Fährtenhunde und verwandte Rassen
  • Sektion: 1.2 Mittelgroße Hunde mit Arbeitsprüfung
  • Herkunft: Italien
  • Körper: Im Rechteck stehend
  • Ohren: Hoch angesetzte Hängeohren, dreieckig, leicht gerundete Spitzen
  • Rute: In Verlängerung der Kruppenlinie angesetzt, verjüngt sie sich leicht, nicht befedert, sie wird als Säbelrute getragen. Kupierte Rute: Länge geringfügig unter der halben Rutenlänge, nur in Ländern, in welchen es gesetzlich nicht verboten ist.
  • Haare: Zwei Haarvariationen:
    Kurzhaarig: Glattes Kurzhaar (Länge ca. 1 – 1,5cm), häufig mit Unterwolle und einigen rauen Strähnen an Fang und Läufen
    Rauhaarig: Raue Struktur bei Berührung, Länge ca. 3 – 4cm, gleichmäßige Verteilung an Körper und Gliedmaßen.
  • Farbe: Rotblond (intensiv bis blass), Schwarzmarken und getigert. Bei beiden Farben kann an folgenden Stellen Weiß auftreten: Pfoten und Mittelfuß, Hals, Brust, Stirn und Rutenspitze.
  • Widerristhöhe: Rüden: 46 – 54cm, Hündin: 46 – 52cm
  • Gewicht: Je nach Größe zwischen 13 und 23kg
Charakter

Wie die meisten Jagdhunde ist auch der Segugio Maremmano im Haus eher ruhig, schon fast unauffällig, im Freien aber ein Vollblutjagdhund, der dazu tendiert, seine Nase ununterbrochen am Boden zu haben. Hat er einen interessanten Geruch entdeckt, so tut er das durch den ihm eigenen Jagdlaut kund. Bei der Jagd ist er ein harter und ausdauernder Hund, der sich an unterschiedliche Gelände anpasst, er besitzt extreme Widerstandsfähigkeit und Schnelligkeit.

Fremden gegenüber zeigt sich der Segugio Maremmano manchmal etwas reserviert, besonders die rauhaarige Variante, die als eher zurückhaltend, weniger überschwänglich, folgsam, ruhig und nachdenklich bei der Arbeit gilt.

Mit Artgenossen hat er als typischer Meutehund im Allgemeinen kein Problem.

Haltung

Als Meutehund eignet sich der Segugio Maremmano gut für die Mehrhundehaltung. Wie jeder andere Hund auch muss er mit Geduld und Konsequenz erzogen werden, eignet sich jedoch eher für erfahrend Hundehalter, die mit seinem Jagdtrieb umgehen können. Da seine Jagdpassion ausgesprochen stark ausgeprägt ist, kann er u.U. überhaupt nicht abgeleint werden und muss daher ausreichend bewegt und auch geistig ausgelastet werden. Idealerweise sollte ihm eine Alternativbeschäftigung angeboten werden, bei der er seiner Passion nachgehen und seine exzellente Nase einsetzen kann. Aktivitäten wie Mantrailing oder Fährtenarbeit nimmt er mit Begeisterung an.

Er sollte unbedingt einen gut gesicherten Garten zur Verfügung haben, in dem er sich frei bewegen kann. Zu beachten ist hierbei, dass manche Vertreter dieser Rasse wahre Kletterkünstler sind.

Erziehung

Die Erziehung des Segugio Maremmano ist mit der nötigen Erfahrung sichtlich einfach. Der ruhige Laufhund hat von Natur aus das Bedürfnis seinem Menschen zu folgen und zeigt einen hohen Grad an Gehorsam. Er lässt sich leicht für ein Training begeistern, wobei er nie hektisch oder unruhig wirkt, aber dennoch hochkonzentriert bei der Sache ist. Neue Dinge lernt er schnell und geht mit wachsamer Neugier gern voran, wobei er immer ein Ohr offen für die Befehle seines Besitzers hat.

Dennoch ist der Segugio Maremmano kein Anfängerhund und sollte mit einer klaren, aber dennoch liebevollen Hand geführt werden. Auf eine harte Hand reagiert der durchaus empfindliche Hund schnell mit Unsicherheit und Angst. Sicherlich ist es ratsam mit dem Italiener eine Hundeschule oder einen Hundeverein zu besuchen, denn gerade sein Jagdtrieb sollte besonders im Auge behalten werden. Hier hilft es erfahrene Trainer um Rat fragen zu können.

Passt ein Segugio Maremmano zu mir?

Ein Segugio Maremmano passt perfekt zu dir, wenn:

  • du einen ruhigen und sanften Hund suchst, der gleichzeitig einen hohen Arbeitswillen besitzt
  • du gern in der Natur bist und einen Hund mit großer Ausdauer suchst
  • du hundeerfahren bist und weißt, einen möglichen Jagdtrieb positiv umzulenken
  • du einen Zweithund suchst, denn der Segugio lebt am liebsten im Rudel
  • du einen im Haus eher ruhigeren Partner suchst
  • du gern mit positiver Bestärkung arbeitest, denn der Segugio ist ein recht sensibler Hund
  • du ein Haus mit gut gesichertem Garten besitzt.

Segugio Maremmano Mischlinge