Pio – Eine Box voller bunter Hoffnung

Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt – so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich.


Was ist mir passiert?

Sieben kleine Hundejungs, eine Transportbox und jede Menge Fragezeichen – so beginnt die Geschichte.
Touristen entdeckten die kleinen Rüden, zusammengepfercht in einer Transportbox, und brachten sie ins Canile Tortolì. Woher sie kommen, was aus ihrer Mutter wurde und wer ihre Väter sind, weiß niemand. Nicht einmal, ob sie tatsächlich alle Wurfgeschwister sind, lässt sich mit Sicherheit sagen.

Dass sieben kleine Rüden gemeinsam in einer Transportbox gefunden wurden, lässt allerdings vermuten, dass man sie ganz bewusst loswerden wollte. Vielleicht waren sie unerwünschter Nachwuchs, vielleicht einfach zu viele kleine Mäuler, die gefüttert werden mussten. Die Wahrheit werden wir wohl nie erfahren.

Wo bin ich?

Aktuell leben die kleinen Kerle im Canile Tortolì auf Sardinien.
Die Menschen dort geben jeden Tag ihr Bestes, doch die Realität ist ernüchternd: Zwei bis drei Menschen kümmern sich um mehr als 100 Hunde. Da bleibt kaum Zeit für individuelle Zuwendung, geschweige denn für die liebevolle Begleitung, die gerade Welpen so dringend brauchen.

Natürlich werden die Kleinen versorgt, bekommen Futter und das Nötigste zum Leben. Doch ein Tierheim ist kein Ort, an dem Hundekinder unbeschwert aufwachsen sollten. Es ist laut, hektisch und voller Stress. Die Welt außerhalb der Zwinger bleibt ihnen weitgehend verborgen.

Jeder Tag, den die Kleinen im Canile verbringen, ist ein Tag, an dem ihnen wertvolle Erfahrungen fehlen. Deshalb wünschen wir uns von Herzen, dass sie möglichst bald ihre Köfferchen packen und in ein richtiges Zuhause reisen dürfen.

Wie bin ich?

Sieben kleine Jungs, sieben unterschiedliche Persönlichkeiten und jede Menge Flausen im Kopf!

Unsere sieben Welpen sind eine kunterbunte Rasselbande, die trotz ihres schwierigen Starts ins Leben vor allem eines mitbringt: Neugier auf die große, weite Welt!
Mal wird getobt, mal gerangelt, mal ganz genau beobachtet, was die anderen gerade anstellen. Jeder der kleinen Kerle hat dabei schon jetzt seine ganz eigene Art. Während die einen mutig und frech vorangehen, schauen die anderen lieber erst einmal aus sicherer Entfernung zu, bevor sie sich ins nächste Abenteuer stürzen.

Auch optisch ist die Truppe eine bunte Mischung. Von kurzhaarig bis wuschelig, von hellbeige bis dunkel gezeichnet ist alles vertreten. Was genau an Rassen in den sieben Jungs steckt, bleibt ein Geheimnis. Da wir ihre Eltern nicht kennen und bei Straßenhunden durchaus mehrere Väter an einem Wurf beteiligt sein können, ist selbst bei möglichen Wurfgeschwistern eine unterschiedliche Mischung denkbar.

Ihr schlanker, langbeiniger Körperbau und ihr lebhaftes Wesen lassen eher Schäferhund-Anteile als die typischen Maremmano-Gene vermuten. Während Maremmano-Welpen häufig schon früh etwas gelassener wirken, haben unsere sieben Jungs ordentlich Leben in der Bude!

Voraussichtlich werden sie zu mittelgroßen, bewegungsfreudigen Hunden heranwachsen, die nicht nur körperlich, sondern auch geistig beschäftigt werden möchten. Natürlich lässt sich ohne Kenntnis der Elterntiere weder ihre endgültige Größe noch ihr späterer Charakter sicher vorhersagen.

Noch sind sie kleine Hundekinder, die ihre Persönlichkeit gerade erst entwickeln. Was aus ihnen einmal wird, hängt auch davon ab, welche Erfahrungen sie künftig machen dürfen.
Eines steht aber fest: Jeder dieser sieben kleinen Kerle ist ein Unikat und verdient die Chance, endlich die Welt außerhalb der Tierheimmauern kennenzulernen!

Pio – der kleine Frechdachs

Pio ist ein aufgeweckter kleiner Kerl, der am liebsten überall seine neugierige Nase hineinstecken möchte! Mit seinen aktuell etwa 35 cm Schulterhöhe, seinem dunkelbeigen Fell mit den dezenten braunen Abzeichen und seinen charmanten Knick-Schlappohren sieht der hübsche Schäferhund-Mix nicht nur zum Verlieben aus – er hat auch ordentlich Schalk im Nacken. Aufgeschlossen, neugierig und mit einer gesunden Portion Welpenfrechheit ausgestattet, scheint Pio bereit, die Welt zu erobern. Jetzt fehlen ihm nur noch die passenden Menschen, die dieses Abenteuer mit ihm wagen!

Was suche ich?

So niedlich unsere Hundejungs auch sind – ein Welpe ist kein fertiger Familienhund, sondern ein kleines Abenteuer auf vier Pfoten, das Zeit, Geduld und manchmal starke Nerven erfordert!

Wir suchen hundeerfahrene, aktive Menschen, die Freude daran haben, einen jungen Hund liebevoll und konsequent zu erziehen. Vermutlich werden unsere Jungs einmal bewegungsfreudige, sportliche Begleiter, die körperlich und geistig beschäftigt werden möchten.

Auch frühe schlechte Erfahrungen können Spuren hinterlassen haben. Deshalb brauchen die Kleinen Menschen, die ihnen mit Geduld, Verständnis und klaren Regeln Sicherheit geben.

Noch kennt unsere Rasselbande vom Leben so gut wie nichts! Stubenreinheit, Leinenführigkeit, Autofahren, Straßenverkehr und all die alltäglichen Dinge müssen sie erst lernen. Auch das Alleinbleiben muss langsam aufgebaut werden. Und natürlich gehören angeknabberte Schuhe, kleine Missgeschicke und jede Menge Welpenflausen erst einmal dazu!

Wir wünschen uns Menschen mit Zeit, Humor und Freude daran, gemeinsam mit ihrem neuen Familienmitglied die Welt zu entdecken. Menschen, die nicht nur den niedlichen Welpen lieben, sondern auch den pubertierenden Junghund und später den erwachsenen Begleiter.

Denn unsere kleinen Kerle suchen kein Zuhause auf Zeit, sondern Menschen, bei denen sie für immer ankommen dürfen!

Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Pio kann nach Deutschland ausreisen.

Geboren

ca. 01.07.2026

Alterskategorie

Welpen/Junghunde

Rasse

Schäferhund-Mischling

Schulterhöhe

ca. 35 cm (im Wachstum Stand 09.10.2026)

Gewicht

Liegt nicht vor

Geschlecht

Männlich

Kastriert

Nein

Geimpft

Ja

Gechippt

Ja

Mittelmeerkrankheiten

Test folgt nach Einreise

Krankheiten

Keine bekannt

Handicap

Nein

Aufenthaltsort

Canile Communale Tortolì, Sardinien

Gesucht wird

Pflegestelle, Zuhause

Hundeverträglichkeit

Ja

Katzenverträglichkeit

Unbekannt

Kinderlieb

Unbekannt

Jagdtrieb

Unbekannt

Garten

Ja

Zweithund

Gerne, kein Muss

Hundeschule

Ja

Ansprechpartner

Ines Paschmanns


Vermittlung Herdenschutzhunde

Telefon: (0152) 34 22 19 40
E-Mail: ines.paschmanns@streunerherzen.com

Video

Rassebeschreibung

Wir stellen vor: Schäferhund

Reinrassige Schäferhunde


Geschichte bzw. Herkunft

Die Vorfahren des Deutschen Schäferhundes gehen auf kurz- und stockhaarige Schläge von Hütehunden aus Deutschland zurück, wie sie Ende des 19. Jahrhunderts auch in vielen Gegenden Europas vorkamen und sich auch dort zu eigenen Rassen entwickelt haben. Sie alle waren keine reinen Hütehunde, hatten zwar die Aufgabe, die Herden zu treiben, sollten aber auch das Hab und Gut der Hirten bewachen und beschützen. Der Deutsche Schäferhund geht vor allem auf die süddeutschen Schläge aus Thüringen und Württemberg zurück.

Als Begründer dieser Rasse gilt Max von Stephanitz, der von diesem Hundetyp schlichtweg begeistert war. So kaufte er am 15. Januar 1898 von einem Züchter aus Frankfurt den dreijährigen „Hektor von Linksrhein“, den er in „Horand von Grafrath“ umbenannte, der erste im Zuchtbuch des Vereins für deutsche Schäferhunde (SV) eingetragene Deutsche Schäferhund. Dieser und sein Bruder „Luchs von Sparwasser“ sind die Stammväter der Rasse, von denen die meisten Deutschen Schäferhunde abstammen. Als Stammmutter gilt die Hündin „Mari von Grafrath“.

Ein erster Hunderassestandard entstand 1891, in dem Max von Stephanitz die Hunderasse in drei Klassen dividierte: lang-, rau- und glatthaarige Schäferhunde.

Rassebeschreibung
  • FCI Standard: Nr. 201
  • Gruppe: 1. Hütehunde und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde)
  • Sektion: 1. Schäferhunde
  • Farbe: Schwarz, schwarz mit braun, grau (weiß ist vom SV nicht anerkannt)
  • Fell: Stockhaar oder Langstockhaar
  • Widerristhöhe: Rüden: 60 – 65 cm, Hündin: 55 – 60cm
Körperform

Der Deutsche Schäferhund ist mittelgroß, kräftig und stark bemuskelt, sollte jedoch niemals schwerfällig dabei wirken. Er ist eher länger als hoch, wobei der Widerrist den höchsten Punkt des Rückens bildet.

Der Körperbau sollte trocken sein, ohne Fett oder loses Bindegewebe, mit sich klar abzeichnenden Muskeln. Der Brustkorb ist tief und gut gewölbt. Die Winkelung der Gliedmaßen bietet den größtmöglichen Schritt. Die Hinterhand greift dabei bis über die Körpermitte vor und gibt so größtmöglichen Schub von hinten. Der Deutsche Schäferhund ist ein ausdauernder Traber.

Die Kopfform ist keilförmig, die Kopfgröße steht in gutem Verhältnis zum restlichen Körper. Die Stirn ist nur wenig gewölbt, der Nasenrücken gerade. Zugelassen ist ausschließlich eine schwarze Nase. Die Lippen sind straff, trocken, dunkel gefärbt und schließen gut.

Der Deutsche Schäferhund hat Stehohren, deren Größe im guten Verhältnis zum Kopf stehen sollte. Sie werden aufrecht und nach vorne gerichtet getragen. Die Augen sind in jedem Falle dunkel und etwas schrägliegend. Es sollte stets der Eindruck von Aufmerksamkeit erweckt werden.

Die Rute wird sichelförmig und herabhängend getragen. Die Pfoten sind rundlich und kurz, auch die Krallen sind kurz und kräftig. Sowohl Krallen als auch Ballen sind von dunkler Farbe.

Arbeitseinsatz

Der Schäferhund ist aufgrund seiner Intelligenz und seines ruhigen, aber sehr aufmerksamen Wesens ein absoluter Allrounder im Alltag und im Dienst. Er eignet sich bei entsprechender Auslastung hervorragend als Sport- und Familienhund, er ist aber auch ein beliebter Dienst- und Schutzhund, Rettungs- und Therapiehund, Blindenführhund, Hütehund.

Fitness-Ansprüche

Der Schäferhund ist ein Ausdauerkünstler und bedarf ausreichender Bewegung. Zudem muss seine Intelligenz gefordert und gefördert werden durch Hundesport und kopfmäßige Auslastung. Hier stehen ihm alle Sparten des Sports offen.

Rassespezifische Charakterzüge

Der Schäferhund ist bei entsprechender Sozialisierung ein absolut sozialer Hund, der sich mit anderen Tieren sehr gut versteht.

Er verfügt über ein festes Wesen, Angst sollte er nicht zeigen. Vielmehr sollte er aufmerksam und neugierig an neue Sachen herangehen.

Der Schäferhund neigt aufgrund seiner Hütehund- und Beschützervergangenheit zu Kontrollverhalten. Er möchte gerne alles überblicken und zu allem sein Einverständnis geben. Dies muss durch konsequente, aber keinesfalls grobe Hand im Rahmen gehalten werden. Die Rasse ist im Gegenteil sehr leichtführig und mit leisen Worten zu erziehen, wenn man Zugang zu ihr gefunden hat. Denn Schäferhunde verfügen über einen unglaublichen will to please, also dem Willen, seinem Menschen zu gefallen.

Haltungsempfehlung

Der Schäferhund sollte im Haus mit Garten gehalten werden und ist auch gut für Familien geeignet. Leider sieht man nach wie vor häufig Zwingerhaltung, die jedoch abzulehnen ist. Wie jeder andere Hund möchte der Schäferhund bei seiner Familie sein.

Insgesamt ist er eher für erfahrene Hundehalter empfehlenswert, da er über einen starken Charakter verfügt und teilweise zu Kontrollverhalten neigt. Bei richtiger Haltung und Erziehung ist er jedoch ein sehr sozialer und leichtführiger Begleiter.


Schäferhund Mischlinge