Ende November werden wir unseren Weinberg schließen und das Grundstück an die Eigentümer zurückgeben. Diese Entscheidung ist uns alles andere als leichtgefallen.
Denn der Weinberg war ursprünglich überhaupt nicht als dauerhafte Station geplant. Er entstand aus einer Notlage heraus: Eine Tierschützerin verlor ihr Grundstück, auf dem ihre letzten Hunde lebten. Viele dieser Hunde konnten wir nach Deutschland holen. Einige wenige konnten wir jedoch nicht mehr vermitteln und wollten sie nicht dem Leben in einem italienischen Canile aussetzen. Deshalb suchten wir nach einer anderen Lösung – und fanden den Weinberg.
Was zunächst als Provisorium für einige wenige Hunde gedacht war, wurde über die Jahre zu einem ganz besonderen Ort für viele Tiere.
Wir haben dort mit viel Arbeit, Zeit und der großartigen Unterstützung unserer Spender einen Platz geschaffen, an dem Hunde leben konnten, die einfach mehr Zeit brauchten. Hunde, die lange in Zwingern gelebt hatten. Hunde, die erst wieder lernen mussten, mit Artgenossen zu kommunizieren, Menschen zu vertrauen oder ganz alltägliche Dinge wie Halsband, Geschirr, Leine, Autofahren oder einen Tierarztbesuch kennenzulernen.
Auf dem Weinberg konnten sie sich frei bewegen, in stabilen Hundegruppen leben, beobachten, lernen und Vertrauen entwickeln. Für viele Hunde war dieser Ort ein wichtiger Schritt auf dem Weg in ein neues Leben.
Umso schwerer fällt uns nun die Entscheidung, ihn aufzugeben.
In den vergangenen Jahren wurde immer wieder gebaut, repariert, erneuert und verbessert. Vieles davon war nur durch die Spenden möglich, die uns Menschen für unsere Tierschutzarbeit anvertraut haben. Dafür sind wir unendlich dankbar.
Gerade aus Verantwortung gegenüber unseren Spendern können wir diesen Weg aber nicht einfach fortsetzen. Der Standort würde erneut größere Investitionen benötigen. Dafür bräuchten wir vor allem einen langfristig gesicherten Nutzungsvertrag. Diesen bekommen wir leider nicht.
Weitere größere Summen in einen Standort zu investieren, dessen Zukunft nicht abgesichert ist, wäre gegenüber unseren Unterstützern nicht verantwortungsvoll.
Hinzu kommen die schwierigen Bedingungen vor Ort. Der Weg zum Weinberg ist beschwerlich und gerade im Winter immer wieder problematisch. Bei Starkregen kann die Zufahrt durch den Fluss gefährlich werden.
Deshalb werden wir den Weinberg Ende November schließen.
Was wir selbst angeschafft und aufgebaut haben und transportabel ist, werden wir – soweit möglich – abbauen und mitnehmen. Zäune, Gehegeelemente, Hundehütten und andere Ausstattung sollen nicht verloren gehen. Wir möchten sie weiter für unsere Tierschutzarbeit nutzen und, sobald sich eine geeignete Möglichkeit findet, an einem anderen Standort wieder einsetzen.
Die Spenden, mit denen dieser Ort aufgebaut wurde, waren also nicht umsonst. Sie haben über viele Jahre Hunden Freiheit, Sicherheit und die Chance auf ein anderes Leben gegeben. Und vieles von dem, was dort entstanden ist, wird auch in Zukunft Hunden zugutekommen.
Doch jetzt stehen wir vor einem ganz unmittelbaren Problem:
Vier Hunde leben noch auf dem Weinberg.
Für zwei der ursprünglich sechs Hunde konnten wir inzwischen Lösungen finden – eine Endstelle und eine Pflegestelle. Für Ciro, Dani, Dorian und Ferdi brauchen wir nun dringend eine Perspektive.
Und die Zeit läuft.
Wenn wir bis Ende November keine Lösung finden, müssten die vier vorübergehend in eine Pension auf Sardinien umziehen. Dort wären sie selbstverständlich sicher und gut versorgt. Aber sie würden in Einzelzwingern leben.
Und genau das möchten wir ihnen nach all dem, was sie gelernt und erreicht haben, unbedingt ersparen.
Diese vier Hunde leben heute mit viel Freiheit und Raum in einer stabilen Hundegruppe. Sie haben sich entwickelt, Vertrauen gefasst und gelernt, mit ihrer Umwelt umzugehen. Ein Umzug in Einzelzwinger wäre für sie nicht einfach nur ein Ortswechsel – für einige von ihnen wäre es ein deutlicher Rückschritt.
Deshalb suchen wir jetzt dringend Pflegestellen – und natürlich noch viel lieber ihre endgültigen Familien.
🐾 Ciro
Ciro hat sich von einem vorsichtigen Hund zu einem entspannten, freundlichen und unglaublich sozialen Begleiter entwickelt. Er versteht sich mit Rüden und Hündinnen, genießt die Nähe zu Menschen und meistert inzwischen Spaziergänge, Autofahrten und Tierarztbesuche souverän.
🐾 Dani
Dani ist fröhlich, intelligent und voller Persönlichkeit. Sie ist aufmerksam und menschenbezogen, braucht aber Menschen, die ihr ruhig und klar Orientierung geben.
🐾 Dorian
Dorian ist ein echter Ruhepol. Schon als junger Hund ist er erstaunlich ausgeglichen, kommuniziert souverän mit anderen Hunden und bleibt auch bei neuen Eindrücken gelassen.
🐾 Ferdi
Und dann ist da Ferdi – klein, aufmerksam, klug und mit einem durchaus eigenen Kopf. Mit anderen Hunden ist er sozial und unkompliziert. Er sucht Menschen, die ihm Orientierung geben und gemeinsam mit ihm durchs Leben gehen.
Vier Hunde. Nur noch bis Ende November.
Wir wünschen uns von Herzen, dass die Schließung des Weinbergs für keinen von ihnen bedeutet, wieder lange warten zu müssen.
Eine Pflegestelle kann jetzt den entscheidenden Unterschied machen. Eine Endstelle würde ihnen den größten Wunsch erfüllen: endlich anzukommen.
Wenn Sie sich vorstellen können, einem dieser Hunde eine Pflegestelle zu geben, finden Sie hier Informationen darüber, was eine Pflegestelle bedeutet.
Bitte schauen Sie sich Ciro, Dani, Dorian und Ferdi an. Lesen Sie ihre Geschichten. Teilen Sie diesen Aufruf.
Vielleicht erreicht dieser Aufruf genau den Menschen, bei dem einer dieser vier Hunde seinen nächsten – und hoffentlich letzten – großen Schritt ins Leben machen darf.
Die zwei letzten Transporte dieses Jahr, vor Schließung sind am:
Samstag, 03. Oktober
Samstag, 28. November
Ansprechpartner
Ferdi:
Susanne Möllenhoff
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Vermittlung Welpen
Telefon: (0173) 52 76 27 5
E-Mail: susanne.moellenhoff@streunerherzen.com
Dani, Dorian & Ciro:
Ines Paschmanns
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Vermittlung Herdenschutzhunde
Telefon: (0152) 34 22 19 40
E-Mail: ines.paschmanns@streunerherzen.com

