Alle Angaben zu Katzen, die sich noch auf Sardinien befinden, sind Informationen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Teilweise werden die Katzen von den Vermittlern besucht und auch beurteilt, so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter und Größenangabe können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern, Hunden und manchmal Artgenossen machen, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind natürlich immer möglich. Es handelt sich hier zumeist um Tiere, die von der Straße kommen, ausgesetzt wurden und bis zur Auffindung keine tierärztliche oder menschliche Fürsorge erhalten haben. Bei einigen dieser Tiere hinterlässt ein Trauma oder ein Unfall psychische Spuren und/oder körperliche Defizite.
Was ist mir passiert?
Ich wurde gemeinsam mit meinen beiden Brüdern, Krabat und Lobosch auf Sardinien am Straßenrand in einem Karton zurückgelassen.
Mitten in einer Welt, die für uns viel zu groß und viel zu kalt war, kuschelten wir uns ganz eng aneinander. Ich war nur ein kleines Katzenmädchen, hungrig, verängstigt und zitternd vor Kälte. Niemand wusste, wie lange wir schon dort lagen. Niemand wusste, ob jemals jemand zu uns zurückkommen würde.
Wir hatten nichts. Kein warmes Körbchen, keine schützende Mama, keine liebevolle Hand, die uns streichelte.
Wo bin ich?
Zurzeit lebe ich im Canile Comunale Tortolì. Es ist eigentlich ein Ort für Hunde – und genau deshalb ist die Welt für uns Katzen hier so klein geworden.
In einem früher leeren Raum stehen nun mehrere Käfige, eng nebeneinander aufgereiht. Hier verbringe ich meine Tage. Ich sehe die gleichen Gitterstäbe, höre die gleichen Geräusche, rieche die gleiche Luft. Der Platz zum Rennen, zum Spielen, zum einfach unbeschwerten Jungsein ist so begrenzt, dass sich die Zeit manchmal endlos anfühlt.
Wie bin ich?
Ich bin Kantorka, ein junges Kätzchen, das durch seinen Mut, seine Treue und seine Klugheit auffällt. Obwohl ich noch klein bin, scheue ich mich nicht vor neuen Abenteuern und erkunde neugierig meine Umgebung. Ich bin liebevoll und anhänglich und baue schnell eine enge Bindung zu den Menschen und Tieren auf, die mir wichtig sind. Gleichzeitig habe ich einen starken Willen und gebe nicht so leicht auf, wenn ich etwas erreichen möchte.
Meine Vermittlerinnen sind sich sicher, dass ich aufgrund meines jungen Alters und meines freundlichen Wesens gut mit anderen Katzen und vermutlich auch mit Hunden zurechtkommen werde.
Was suche ich?
Ich wünsche mir ein Zuhause voller Wärme, Geborgenheit und Zeit – einen Ort, an dem ich endlich Kind sein darf. Am schönsten wäre es, gemeinsam mit einem oder beiden meiner Geschwister aufzuwachsen, zusammen die Welt zu entdecken, ausgelassen zu spielen und nach einem langen Tag eng aneinandergeschmiegt zu schlafen.
Nach einer behutsamen Eingewöhnung und meiner Kastration möchte ich gern die Welt draußen erkunden, frische Luft schnuppern und die Sonne auf meinem Fell spüren. Deshalb träume ich von einem Zuhause in ruhiger Lage, fernab stark befahrener Straßen oder Bahngleise, damit ich sicher und unbeschwert Freigang genießen kann.
Da Nähe und Gesellschaft für mich besonders wichtig sind, werde ich nicht als Einzelkatze vermittelt. In meinem neuen Zuhause sollte bereits ein etwa gleichaltriges Kitten leben – oder ich bringe einfach eines meiner Geschwisterchen mit. Denn gemeinsam ist das Leben so viel schöner.
Ich bin gechippt, gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche und Tollwut geimpft und werde vor meiner Ausreise noch auf Katzenaids (FIV) und Leukose (FeLV) getestet sowie vollständig gegen Parasiten behandelt. Für die Kastration bin ich aktuell noch zu jung.
Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Kantorka kann nach Deutschland ausreisen.























