Miko – Auf in ein neues Leben

Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt – so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich.


Was ist mir passiert?

Die Geschichte von Miko und seinen Geschwistern Mambo, Mirtillo, Meringa und Mango wird für immer ein Geheimnis bleiben. Wo sie geboren wurden und wie die ersten Tage ihres Lebens aussahen wissen wir nicht.
Was haben sie wohl erlebt? Hunger, Kälte, Angst, oder vielleicht auch kleine Momente voller Hoffnung? Keiner kennt die Geschichte dieser kleinen Racker, die zusammenhielten, um zu überleben und trotz allem ihre unbändige Lebensfreude bewahrten. Ihre ersten Schritte ins Ungewisse, die ihr Schicksal in unser Partnertierheim führten, bleiben im Dunkeln.

Doch hier, bei uns, beginnt nun ein neues Kapitel – auch wenn wir die Geschichte von Miko und seinen Geschwistern nie erfahren werden, sind wir dankbar, dass sie mit uns gemeinsam ihre Zukunft schreiben können.

Wo bin ich?

Aktuell lebt Miko mit seinen Geschwistern in der L.I.D.A. in Olbia in einem kleinen Gehege, weil der Platz in unserem großen Tierheim einfach viel zu knapp ist. Das Gute daran ist, dass sie endlich in Sicherheit sind, fern von den Gefahren draußen. Doch die Realität im Tierheim ist hart: Über 700 Hunde teilen sich diesen Ort, und es herrscht ein unglaublicher Lärm. Die Gehege sind winzig, zu klein für so viele Tiere und unter ihren Pfoten liegt kein weiches Gras, sondern nur kalter Beton. Kuschelige Körbchen oder liebevolle Streicheleinheiten? Fehlanzeige. Jeder Tag in diesem trostlosen Betonkäfig ist ein verlorener Tag voller Sehnsucht nach Geborgenheit und Wärme.

Wie bin ich?

Miko ist ein aufgeweckter, fröhlicher Welpe, der voller Lebensfreude durchs Gehege tapst und mit seiner unbekümmerten Art alle Herzen berührt. Spielen, Toben und ausgelassenes Raufen mit den anderen Hunden gehören zu seinen liebsten Beschäftigungen und es ist wunderschön zu sehen, wie viel Freude dieser kleine Kerl in sich trägt.

Doch hinter all der Unbeschwertheit steckt auch ein Welpe, dem noch so vieles fehlt, denn ein Tierheim kann kein echtes Zuhause ersetzen. Miko kennt bisher weder die Geborgenheit einer eigenen Familie noch die vielen kleinen Momente voller Nähe, Liebe und Sicherheit. Es fehlen die streichelnden Hände, die gemeinsamen Spaziergänge und Menschen, die ihm zeigen, wie schön das Leben außerhalb der Gitter sein kann.

Dabei hat Miko so großes Potenzial, ein wunderbarer Begleiter fürs Leben zu werden. Er möchte lernen, entdecken und gemeinsam mit seinen Menschen die Welt erobern. Mit Geduld, Liebe und einer guten Portion Abenteuerlust wird aus dem kleinen Welpen ein treuer Freund, der seine Familie jeden Tag aufs Neue zum Lächeln bringt.

Was suche ich?

Miko hat noch nie in einem Haus gelebt und ist noch nie an einer Leine gelaufen; alles wird für ihn neu und spannend sein, vielleicht zu Beginn auch etwas überfordernd. Mit deiner Hilfe wird er aber Vertrauen fassen und alles schnell lernen. Für seine Familie wird es im Gegenzug eine wahre Freude sein, den Kleinen aufwachsen zu sehen und die kleinen und großen Fortschritte zu erleben.

Dennoch muss man sich bewusst sein, dass ein Welpe viel Erziehung und liebevolle Konsequenz braucht, um den Grundstein für ein angenehmes Miteinander zu legen. Wir würden uns wünschen, dass Miko eine positiv arbeitenden Hundeschule besuchen kann in der er gemeinsam mit dem Menschen das Hunde 1×1 trainieren kann.  Daneben bietet die Welpenschule auch eine willkommene Gelegenheit für den Kleinen, unter Aufsicht mit gleichaltrigen Fellfreunden zu spielen und soziale Kontakte zu knüpfen.

Da in ihm vermutlich Jagdhund-Gene schlummern, sollten seine Menschen Freude daran haben, ihn nach einer angemessenen Eingewöhnungszeit nicht nur körperlich, sondern auch geistig auszulasten. Miko würde sich sicherlich freuen, wenn er die Möglichkeit erhält, seine Nase bei Aktivitäten wie Mantrailing, Suchspielen oder anderen Formen der Nasenarbeit einzusetzen und so eine abwechslungsreiche Aufgabe zu haben. Für unsere Jagdhunde wünschen wir uns generell ein liebevolles Zuhause in ländlicher Gegend mit einem sicher eingezäunten Garten, sodass auch die Möglichkeit besteht, sich frei in gesichertem Terrain zu bewegen.

Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Miko kann nach Deutschland ausreisen.

Geboren

ca. 01.03.2026

Alterskategorie

Welpen/Junghunde

Rasse

Jagdhund-Mischling

Schulterhöhe

ca. 30 cm (im Wachstum – Stand 05/2026)

Gewicht

Liegt nicht vor

Geschlecht

Männlich

Kastriert

Nein

Geimpft

Ja

Gechippt

Ja

Mittelmeerkrankheiten

Test folgt nach Einreise

Krankheiten

Keine bekannt

Handicap

Nein

Aufenthaltsort

L.I.D.A. Olbia, Sardinien

Gesucht wird

Pflegestelle, Zuhause

Hundeverträglichkeit

Ja

Katzenverträglichkeit

Unbekannt

Kinderlieb

Unbekannt

Jagdtrieb

Unbekannt

Garten

Ja

Zweithund

Gerne, kein Muss

Hundeschule

Ja

Ansprechpartner

Susanne Möllenhoff


Vermittlung Welpen

Telefon: (0173) 52 76 27 5
E-Mail: susanne.moellenhoff@streunerherzen.com

Video

Rassebeschreibung

Wir stellen vor: Segugio Italiano

Segugio Italiano a pelo raso (kurzhaariger Laufhund)
Segugio Italiano a pelo forte (drahthaariger Laufhund)

Reinrassige Segugi Italiani


Geschichte bzw. Herkunft

Der Segugio (Plural: Segugi) ist ein italienischer Laufhund, der speziell zur Jagd auf Hasen und Wildschweine gezüchtet wurde. Seine Herkunft reicht bis weit in die Antike zurück, es gilt als sicher, dass sie die Nachkommen von Jagdhunden sind, die bereits von phönizischen Kaufleuten nach Italien eingeführt wurden. Zahlreiche Zeichnungen belegen das Vorkommen von Hunden in Ägypten, die dem heutigen Segugio sehr ähnlich waren. Die typischen Hängeohren dieses Laufhundes sind ein Zeichen von fortgeschrittener Domestikation. Es ist also anzunehmen, dass dieser Hund nach Italien kam, aus ihm der heutige Segugio entstand und dort über die Jahrhunderte fast unverändert erhalten blieb. Hunde dieses Typs stehen neben den Statuen der „Jagenden Diana“ im Museum von Neapel und der „Bogenschießenden Diana“ im Vatikanmuseum.

Eine zweite Theorie ist, dass es sich beim heutigen Segugio um einen Nachfahren der alten Keltenbracke handelt.

Die Glanzzeit des italienischen Laufhundes fällt in die Renaissance, wo, wie auch in Frankreich, der Adel aufwändige Jagden veranstaltete, bei denen Jagdhunde in der Meute Hasen, Füchse und Kaninchen jagten. Der Niedergang der Segugi-Zucht begann in Italien mit der Französischen Revolution, mit der der Adel seine jagdlichen Privilegien verlor. Darüber hinaus war die Jagd mit Laufhunden durch den Einsatz von Feuerwaffen überflüssig geworden. In Folge dessen wurden Bastarde in die Rasse eingekreuzt, die reinrassige Zucht ging verloren.

Der Segugio Italiano verdankt sein Überleben einigen engagierten Jägern, die sich für den Wiederaufbau der Zucht einsetzten. 1948 wurde bei der ENCI (nationaler italienischer Verband für das Hundewesen, entspricht dem VDH in Deutschland) 120 Segugi registriert, bis 1990 war die Anzahl der eingetragenen Tiere auf etwa 5000 angewachsen. Die Hunde werden heute auch in Arbeitstests geprüft, um ihre Gebrauchseigenschaften zu erhalten, der Segugio Italiano wird heute fast ausschließlich zur Hasenjagd eingesetzt.

Rassebeschreibung

Die folgende Beschreibung gilt für den kurzhaarigen und drahthaarigen Segugio, Unterschiede beim Drahthaar werden extra hinzugefügt.

  • FCI Gruppe 6: Lauf- und Schweißhunde
  • Sektion 1.2: Mittelgroße Laufhunde
  • Herkunft: Italien
  • Körper: Kräftiger Körperbau, gute Muskulatur, ohne die geringste Spur von Fett
  • Ohren: Herabhängend, so gedreht, dass es nach vorne zeigt, von dreieckiger Form
  • Rute: Hoher Rutenansatz, dünn an der Wurzel und auf ihrer ganzen Länge, so lang, dass ihre Spitze den Fersenhöcker berührt, die Rute der drahthaarigen Variante ist im Ansatz kräftiger
  • Haare: Kurzes Haar auf dem ganzen Körper, harsche Textur, dicht, engstehend, gleichmäßig glatt;
    Das Haar der drahthaarigen Variante ist unverkennbar rau, ausgenommen auf Kopf, Behang, Rute und Fang, die Haarlänge soll 5cm nicht überschreiten, unter den Lefzen bildet das Haar einen sogenannten Bart
  • Farben: Umfassen das ganze Spektrum von einfarbigem Falb und schwarz/lohfarben, die roten Abzeichen befinden sich am Fang, an den Augenbrauen an der Brust und an den Gliedmaßen, weiß darf an Fang und Schädel auftreten, auch erlaubt als „Stern“ auf der Brust, es ist jedoch nicht sehr erwünscht, je weniger vorhanden, desto besser; der der schwarz/lohfarbene Hund darf einen weißen Bruststern tragen (tricolor Segugio); braun (kaffee-, leberfarben ) ist nicht zulässig;
    Beim Drahthaar umfassen die Farben das ganze Spektrum von einfarbigem Falb, von dunkelrotem und berußtem Falb bis hin zum hellen Falb, sowie Schwarz und Loh.
  • Widerristhöhe: Rüden: 52 – 60cm, Hündin: 50 – 58cm
  • Gewicht: Je nach Größe zwischen 18 und 28kg
Charakter

Wie die meisten Jagdhunde ist der Segugio Italiano im Haus eher ruhig, fast unauffällig, im Freien aber ein Vollblutjagdhund, der dazu tendiert, seine Nase ununterbrochen am Boden zu haben. Hat er einen interessanten Geruch entdeckt, so tut er das durch den ihm eigenen Jagdlaut kund. Bei der Jagd ist er ein harter und ausdauernder Hund, der sich an unterschiedliche Gelände anpasst, er besitzt extreme Widerstandsfähigkeit und Schnelligkeit.

Fremden gegenüber zeigt sich der Segugio Italiano manchmal etwas reserviert, besonders die rauhaarige Variante, die als eher zurückhaltend, weniger überschwänglich, folgsam, ruhig und nachdenklich bei der Arbeit gilt.

Mit Artgenossen hat er als typischer Meutehund im Allgemeinen kein Problem.

Haltung

Als Meutehund eignet sich der Segugio Italiano gut für die Mehrhundehaltung. Wie jeder andere Hund auch, muss er mit Geduld und Konsequenz erzogen werden. Er eignet sich jedoch eher für erfahrene Hundehalter, die mit seinem Jagdtrieb umgehen können. Da seine Jagdpassion ausgesprochen stark ausgeprägt ist, kann er u.U. überhaupt nicht abgeleint werden und muss daher ausreichend bewegt und auch geistig ausgelastet werden. Idealerweise sollte ihm eine Alternativbeschäftigung angeboten werden, bei der er seiner Passion nachgehen und seine exzellente Nase einsetzen kann. Aktivitäten wie Mantrailing oder Fährtenarbeit nimmt er mit Begeisterung an.

Er sollte unbedingt einen gut gesicherten Garten zur Verfügung haben, in dem er sich frei bewegen kann. Zu beachten ist hierbei, dass manche Vertreter dieser Rasse wahre Kletterkünstler sind.

Erziehung

Die Erziehung des Segugio Italiano ist mit der nötigen Erfahrung sichtlich einfach. Der ruhige Laufhund hat von Natur aus das Bedürfnis seinem Menschen zu folgen und zeigt einen hohen Grad an Gehorsam. Er lässt sich leicht für ein Training begeistern, wobei er nie hektisch oder unruhig wirkt, aber dennoch hochkonzentriert bei der Sache ist. Neue Dinge lernt er schnell und geht mit wachsamer Neugier gerne voran, wobei er immer ein Ohr offen hat für die Befehle seines Besitzers.

Dennoch ist der Segugio Italiano kein Anfängerhund und sollte mit einer klaren, aber dennoch liebevollen Hand geführt werden. Auf eine harte Hand reagiert der durchaus empfindliche Hund schnell mit Unsicherheit und Angst.

Sicherlich ist es ratsam mit dem Italiener eine Hundeschule oder einen Hundeverein zu besuchen, denn gerade sein Jagdtrieb sollte besonders im Auge behalten werden. Hier hilft es erfahrene Trainer um Rat fragen zu können.

Passt ein Segugio Italiano zu mir?

Ein Segugio Italiano passt perfekt zu dir, wenn:

  • du einen ruhigen und sanften Hund suchst, der gleichzeitig einen hohen Arbeitswillen besitzt
  • du gerne in der Natur bist und einen Hund mit großer Ausdauer suchst
  • du Hundeerfahren bist und weißt, einen möglichen Jagdtrieb positiv umzulenken
  • du einen Zweithund suchst, denn der Segugio lebt am liebsten im Rudel
  • du einen im Haus eher ruhigeren Partner suchst
  • du gerne mit positiver Bestärkung arbeitest, denn der Segugio ist ein recht sensibler Hund
  • du ein Haus mit gut gesichertem Garten besitzt.

Segugio Italiano Mischlinge