Alle Angaben entsprechen den Angaben der Pflegestelle. Alle Hunde wurden einmalig einem Tierarzt vorgestellt zur Blutprobenabnahme für den Mittelmeercheck. Hier erhält der Hund einen Erstcheck (Ohren, Augen, Zähne, etc.). Alter und Größen- sowie Gewichtsangabe können abweichen. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich. Sie adoptieren Second-Hand-Hunde, die vorher kein Familienleben kannten und auf den Straßen ums Überleben gekämpft haben, dies hinterlässt oft psychische Spuren und körperliche Defizite.
Was ist mir passiert?
Am 11. Februar 2025 wurde Araldo mit seinen Geschwistern in der L.I.D.A., einem Tierheim auf Sardinien, geboren. Ihre Mama Arancina war kurz zuvor in Sicherheit gebracht worden. Der Vater ist nicht bekannt, Araldo und seine Geschwister hatten großes Glück, denn auf der Straße hätten die Kleinen kaum überlebt.
Wo bin ich?
Araldo lebt auf einer liebevollen Pflegestelle in einer Erdgeschosswohnung mit Garten in 45549 Sprockhövel. Hier teilt er sich sein Zuhause mit einer hundeerfahrenen Pflegefamilie: der Pflegestelle selbst, die als Hundetrainerin nicht nur viel Herz, sondern auch großes Wissen im Umgang mit Hunden mitbringt, ihrem Partner und einem weiteren vierbeinigen Freund.
Der Alltag von Araldo ist geprägt von Abwechslung und Freude. Er begleitet seine Pflegestelle zu verschiedenen Hundetrainings, bei denen er nicht nur lernt, sondern auch Vertrauen und Bindung wachsen. Ausgedehnte Spaziergänge durch die Natur bieten ihm jeden Tag neue Eindrücke, Bewegungsfreude und Gelegenheiten, seine Umgebung zu erkunden. Auch gemeinsame Ausflüge stehen an der Tagesordnung.
Wie bin ich?
Araldo ist nicht einfach nur ein Hund. Sein auffälliges schwarz-weißes Fell, der elegante weiße Kragen und die süßen weißen Pfötchen machen ihn zu einem echten Blickfang – aber es ist seine fröhliche, neugierige und verspielte Art, die jeden sofort berührt. Wenn man ihn sieht, wie er voller Lebensfreude durch den Tag flitzt, spürt man seine unerschöpfliche Energie und seinen unbändigen Entdeckergeist.
Dieser junge Racker steckt voller Tatendrang und hat noch viel bunte Knete im Kopf. Er testet Grenzen aus, fordert heraus und zeigt deutlich, dass er klare, liebevolle und konsequente Anleitung braucht. Jeder Spaziergang mit Araldo ist ein kleines Abenteuer: Eine Welt voller neuer Düfte und spannender Eindrücke, die darauf warten, von ihm entdeckt zu werden. Doch genau diese Lebenslust macht das Spazierengehen auch oft zur Herausforderung. An der Leine zieht er voller Tatendrang, als wolle er die ganze Welt auf einmal erkunden – ohne Rücksicht auf sein Gegenüber. Mittlerweile hat er gelernt, dass der Mensch leitet und die Spaziergänge werden zunehmend angenehmer.
Diese Momente sind intensiv und fordernd, aber sie sind auch Chancen zum gemeinsamen Wachsen. Sie verlangen Verständnis und Geduld und vor allem klare Kommunikation, damit Araldo weiß, wo seine Grenzen liegen. Denn auch wenn er schnell lernt, braucht er immer wieder Halt, um seine Impulse und seine Konzentration besser zu steuern. Es ist nicht so, dass er nicht versteht, was man von ihm möchte – oft zeigt er ganz bewusst, dass klare Regeln für ihn unverzichtbar sind.
Das Alleinbleiben fällt Araldo noch schwer. Er kennt diese Situation kaum und findet sie fremd und schwierig. Hier braucht er besonders viel Zeit und behutsame Gewöhnung, um Vertrauen zu fassen und Sicherheit zu gewinnen.
Doch wer sich auf dieses intensive Abenteuer mit Araldo einlässt, erlebt einen Hund, der dankbar jede Lernchance nutzt. Er ist klug, motiviert und zeigt bei liebevoller und konsequenter Führung sein ganzes Potenzial. Er sucht die Nähe seiner Menschen, freut sich über gemeinsame Beschäftigungen und entwickelt sich von Tag zu Tag weiter.
Araldo ist stubenrein, kennt verschiedene Kommandos und begegnet Menschen und Tieren mit einer unglaublichen Freundlichkeit. Auch im Umgang mit anderen Hunden testet er seine Grenzen, versteht aber die Hundesprache sehr gut.
Wer bereit ist, Araldo klare Strukturen und verlässliche Führung zu geben, gewinnt einen treuen Begleiter – einen Freund fürs Leben, dessen Liebe und Loyalität auf der Tagesordnung steht.
Was suche ich?
Araldo benötigt ein Zuhause mit hundeerfahrenen Menschen, die klar und konsequent mit ihm kommunizieren und auch mal Grenzen setzen. Seine zukünftige Familie sollte nicht nur Freude daran haben, Zeit und Herz in seine Erziehung zu investieren, sondern auch gemeinsam mit ihm Neues zu entdecken. Araldo ist ein kluger, neugieriger Hund voller Lebenslust und Tatendrang. Wer Spaß am Training hat, ihm klare Strukturen schenkt und ihn behutsam an neue Herausforderungen heranführt, wird schnell sehen, welch enormes Potenzial in diesem jungen Vierbeiner steckt. Es muss einem jedoch auch klar sein, dass es eine intensive und herausfordernde Zeit werden kann.
Am glücklichsten ist Araldo dort, wo Bewegung, Beschäftigung und Auslauf Hand in Hand gehen mit Geborgenheit und Sicherheit. Mit der richtigen Balance aus aktivem Miteinander und liebevollem Rückhalt wird er zu einem wunderbaren Gefährten heranwachsen, der seine Familie mit seinem freundlichen, offenen Wesen jeden Tag aufs Neue bereichert. Für Araldo beginnt mit dem richtigen Menschen endlich ein neues Kapitel voller Vertrauen, Freude und gemeinsamer Arbeit.
Ideal wären aktive Menschen, die einen Hund suchen, der Freude an Hundesport hat und dadurch gut ausgelastet wird.
Wir vermitteln bundesweit, wenn du dazu bereit bist, Araldo auf seiner Pflegestelle kennenzulernen und abzuholen.
Rassebeschreibung
Wir stellen vor: Segugio Italiano
Segugio Italiano a pelo raso (kurzhaariger Laufhund)
Segugio Italiano a pelo forte (drahthaariger Laufhund)
Reinrassige Segugi Italiani

Geschichte bzw. Herkunft
Der Segugio (Plural: Segugi) ist ein italienischer Laufhund, der speziell zur Jagd auf Hasen und Wildschweine gezüchtet wurde. Seine Herkunft reicht bis weit in die Antike zurück, es gilt als sicher, dass sie die Nachkommen von Jagdhunden sind, die bereits von phönizischen Kaufleuten nach Italien eingeführt wurden. Zahlreiche Zeichnungen belegen das Vorkommen von Hunden in Ägypten, die dem heutigen Segugio sehr ähnlich waren. Die typischen Hängeohren dieses Laufhundes sind ein Zeichen von fortgeschrittener Domestikation. Es ist also anzunehmen, dass dieser Hund nach Italien kam, aus ihm der heutige Segugio entstand und dort über die Jahrhunderte fast unverändert erhalten blieb. Hunde dieses Typs stehen neben den Statuen der „Jagenden Diana“ im Museum von Neapel und der „Bogenschießenden Diana“ im Vatikanmuseum.
Eine zweite Theorie ist, dass es sich beim heutigen Segugio um einen Nachfahren der alten Keltenbracke handelt.
Die Glanzzeit des italienischen Laufhundes fällt in die Renaissance, wo, wie auch in Frankreich, der Adel aufwändige Jagden veranstaltete, bei denen Jagdhunde in der Meute Hasen, Füchse und Kaninchen jagten. Der Niedergang der Segugi-Zucht begann in Italien mit der Französischen Revolution, mit der der Adel seine jagdlichen Privilegien verlor. Darüber hinaus war die Jagd mit Laufhunden durch den Einsatz von Feuerwaffen überflüssig geworden. In Folge dessen wurden Bastarde in die Rasse eingekreuzt, die reinrassige Zucht ging verloren.
Der Segugio Italiano verdankt sein Überleben einigen engagierten Jägern, die sich für den Wiederaufbau der Zucht einsetzten. 1948 wurde bei der ENCI (nationaler italienischer Verband für das Hundewesen, entspricht dem VDH in Deutschland) 120 Segugi registriert, bis 1990 war die Anzahl der eingetragenen Tiere auf etwa 5000 angewachsen. Die Hunde werden heute auch in Arbeitstests geprüft, um ihre Gebrauchseigenschaften zu erhalten, der Segugio Italiano wird heute fast ausschließlich zur Hasenjagd eingesetzt.
Rassebeschreibung
Die folgende Beschreibung gilt für den kurzhaarigen und drahthaarigen Segugio, Unterschiede beim Drahthaar werden extra hinzugefügt.
- FCI Gruppe 6: Lauf- und Schweißhunde
- Sektion 1.2: Mittelgroße Laufhunde
- Herkunft: Italien
- Körper: Kräftiger Körperbau, gute Muskulatur, ohne die geringste Spur von Fett
- Ohren: Herabhängend, so gedreht, dass es nach vorne zeigt, von dreieckiger Form
- Rute: Hoher Rutenansatz, dünn an der Wurzel und auf ihrer ganzen Länge, so lang, dass ihre Spitze den Fersenhöcker berührt, die Rute der drahthaarigen Variante ist im Ansatz kräftiger
- Haare: Kurzes Haar auf dem ganzen Körper, harsche Textur, dicht, engstehend, gleichmäßig glatt;
Das Haar der drahthaarigen Variante ist unverkennbar rau, ausgenommen auf Kopf, Behang, Rute und Fang, die Haarlänge soll 5cm nicht überschreiten, unter den Lefzen bildet das Haar einen sogenannten Bart
- Farben: Umfassen das ganze Spektrum von einfarbigem Falb und schwarz/lohfarben, die roten Abzeichen befinden sich am Fang, an den Augenbrauen an der Brust und an den Gliedmaßen, weiß darf an Fang und Schädel auftreten, auch erlaubt als „Stern“ auf der Brust, es ist jedoch nicht sehr erwünscht, je weniger vorhanden, desto besser; der der schwarz/lohfarbene Hund darf einen weißen Bruststern tragen (tricolor Segugio); braun (kaffee-, leberfarben ) ist nicht zulässig;
Beim Drahthaar umfassen die Farben das ganze Spektrum von einfarbigem Falb, von dunkelrotem und berußtem Falb bis hin zum hellen Falb, sowie Schwarz und Loh.
- Widerristhöhe: Rüden: 52 – 60cm, Hündin: 50 – 58cm
- Gewicht: Je nach Größe zwischen 18 und 28kg
Charakter
Wie die meisten Jagdhunde ist der Segugio Italiano im Haus eher ruhig, fast unauffällig, im Freien aber ein Vollblutjagdhund, der dazu tendiert, seine Nase ununterbrochen am Boden zu haben. Hat er einen interessanten Geruch entdeckt, so tut er das durch den ihm eigenen Jagdlaut kund. Bei der Jagd ist er ein harter und ausdauernder Hund, der sich an unterschiedliche Gelände anpasst, er besitzt extreme Widerstandsfähigkeit und Schnelligkeit.
Fremden gegenüber zeigt sich der Segugio Italiano manchmal etwas reserviert, besonders die rauhaarige Variante, die als eher zurückhaltend, weniger überschwänglich, folgsam, ruhig und nachdenklich bei der Arbeit gilt.
Mit Artgenossen hat er als typischer Meutehund im Allgemeinen kein Problem.
Haltung
Als Meutehund eignet sich der Segugio Italiano gut für die Mehrhundehaltung. Wie jeder andere Hund auch, muss er mit Geduld und Konsequenz erzogen werden. Er eignet sich jedoch eher für erfahrene Hundehalter, die mit seinem Jagdtrieb umgehen können. Da seine Jagdpassion ausgesprochen stark ausgeprägt ist, kann er u.U. überhaupt nicht abgeleint werden und muss daher ausreichend bewegt und auch geistig ausgelastet werden. Idealerweise sollte ihm eine Alternativbeschäftigung angeboten werden, bei der er seiner Passion nachgehen und seine exzellente Nase einsetzen kann. Aktivitäten wie Mantrailing oder Fährtenarbeit nimmt er mit Begeisterung an.
Er sollte unbedingt einen gut gesicherten Garten zur Verfügung haben, in dem er sich frei bewegen kann. Zu beachten ist hierbei, dass manche Vertreter dieser Rasse wahre Kletterkünstler sind.
Erziehung
Die Erziehung des Segugio Italiano ist mit der nötigen Erfahrung sichtlich einfach. Der ruhige Laufhund hat von Natur aus das Bedürfnis seinem Menschen zu folgen und zeigt einen hohen Grad an Gehorsam. Er lässt sich leicht für ein Training begeistern, wobei er nie hektisch oder unruhig wirkt, aber dennoch hochkonzentriert bei der Sache ist. Neue Dinge lernt er schnell und geht mit wachsamer Neugier gerne voran, wobei er immer ein Ohr offen hat für die Befehle seines Besitzers.
Dennoch ist der Segugio Italiano kein Anfängerhund und sollte mit einer klaren, aber dennoch liebevollen Hand geführt werden. Auf eine harte Hand reagiert der durchaus empfindliche Hund schnell mit Unsicherheit und Angst.
Sicherlich ist es ratsam mit dem Italiener eine Hundeschule oder einen Hundeverein zu besuchen, denn gerade sein Jagdtrieb sollte besonders im Auge behalten werden. Hier hilft es erfahrene Trainer um Rat fragen zu können.
Passt ein Segugio Italiano zu mir?
Ein Segugio Italiano passt perfekt zu dir, wenn:
- du einen ruhigen und sanften Hund suchst, der gleichzeitig einen hohen Arbeitswillen besitzt
- du gerne in der Natur bist und einen Hund mit großer Ausdauer suchst
- du Hundeerfahren bist und weißt, einen möglichen Jagdtrieb positiv umzulenken
- du einen Zweithund suchst, denn der Segugio lebt am liebsten im Rudel
- du einen im Haus eher ruhigeren Partner suchst
- du gerne mit positiver Bestärkung arbeitest, denn der Segugio ist ein recht sensibler Hund
- du ein Haus mit gut gesichertem Garten besitzt.
Segugio Italiano Mischlinge
