Sora – Sanfte Mutterhündin, die alles gab, und ein Welpe, der blieb

Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt – so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich.


Was ist mir passiert?

Soras Leben begann nicht leicht. Sie stammt aus einem jagdlichen Umfeld, in dem sie über Jahre hinweg als unkastrierte Hündin immer wieder Welpen zur Welt brachte – ohne Schutz, ohne Sicherheit, ohne jemanden, der Verantwortung für sie übernahm. Kälte, Entbehrung und Einsamkeit prägten ihren Alltag. Den winterlichen Temperaturen waren die Welpen schutzlos ausgeliefert. Trotz all dieser Umstände tat Sora alles, um ihre Welpen zu schützen. Am Ende hat nur Sole überlebt.

Als Sora schließlich in Sicherheit gebracht wurde, zeigte sich deutlich, wie sehr diese Zeit sie gezeichnet hatte. Die erste Phase war geprägt von Erschöpfung und vorsichtigem Ankommen. Wärme, Ruhe und verlässliche Zuwendung ermöglichten ihr zum ersten Mal, loszulassen. In der sicheren Umgebung durfte sie endlich einfach Hundemama sein, ohne Angst, ohne Leistungsdruck. Sie schlief viel, regenerierte sich sichtbar und begann Schritt für Schritt, wieder Vertrauen zu fassen.

Wo bin ich?

Heute leben Sora und ihr Welpe Sole auf der Welpenstation. Sole ist inzwischen über das Gröbste hinweg und wird zunehmend selbstständig. Für Sora beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt.
Sie darf nun regelmäßig in den Freilauf der Welpenstation und verbringt Zeit mit den anderen Hunden Hercules und Hulda.

Wie bin ich?

Sora ist eine außergewöhnlich liebe und fürsorgliche Hündin. Ihr Wesen ist sanft, sensibel und verspielt – eher zart als robust oder streng. Sie zeigt keinerlei Härte, sondern begegnet ihrer Umwelt mit feiner Wahrnehmung und vorsichtiger Offenheit. Man spürt ihre wachsende Lebensfreude und ihre Neugier auf das, was noch vor ihr liegt. Dabei bindet sie sich eng an ihre Bezugspersonen, sucht Nähe, Sicherheit und gemeinsame Zeit. Mit den Junghunden Hercules und Hulda zeigt sie ihre verspielte Seite und genießt die Unbeschwertheit eines sicheren Hundelebens. Gleichzeitig sammelt sie neue Erfahrungen: Autofahrten, Tierarztbesuche und Begegnungen mit fremden Menschen meistert sie ruhig und souverän. Sie orientiert sich schnell am Menschen und zeigt deutlich, dass sie lernen, dazugehören und gefallen möchte.

Ihre Rasse ist nicht bekannt. Kopf- und Körperform sowie ihr ausgeprägter Will to please könnten auf einen Labrador-Mix hindeuten, während Farbe und Fellstruktur eher an einen Vizsla erinnern.

  • Labradore gelten als freundlich, kooperativ, sehr menschenbezogen und lernfreudig. Sie benötigen geistige Auslastung, klare und faire Führung sowie engen Familienanschluss.
  • Vizslas sind besonders sensibel, feinfühlig und stark auf ihren Menschen fixiert. Sie vertragen keine grobe Behandlung, sondern brauchen Geduld, Ruhe und emotionale Stabilität. Ihr Bedürfnis nach Nähe und Körperkontakt ist ausgeprägt.

Viele dieser Eigenschaften spiegeln sich in Sora wider: ihre Sensibilität, ihre Bindungsfreude, ihre Lernbereitschaft – und ihr großes Herz.

Was suche ich?

Sora sucht ein liebevolles Zuhause bei Menschen, die Zeit, Geduld und echtes Interesse an einem gemeinsamen Leben mit ihr mitbringen.

  • Eine Familie mit Kindern ist gut vorstellbar.
  • Katzen sind denkbar.
  • Ein Erst- oder Zweithund wäre möglich, aber keine Voraussetzung.

Viel wichtiger als äußere Rahmenbedingungen ist, dass Sora zu 100 % am Leben ihrer Menschen teilhaben darf. Spaziergänge, gemeinsame Aktivitäten, geistige Beschäftigung und vor allem Nähe sind für sie essenziell – genauso, wie es Hunde mit Labrador- oder Vizsla-Anteilen brauchen, um seelisch ausgeglichen und glücklich zu sein.

Sora hat trotz schwerer Verluste ihre Sanftheit bewahrt. Jetzt wartet sie auf Menschen, die ihr zeigen, dass nach Schmerz und Entbehrung ein Leben voller Sicherheit, Liebe und Geborgenheit beginnen kann.

Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Sora kann nach Deutschland ausreisen.


🍀 Bis Sora ein Zuhause gefunden hat, sucht sie liebe Paten, die sie an die Pfote nehmen. Hier findest du weitere Informationen zu den Patenschaften: https://streunerherzen.com/patenschaften/

Geboren

ca. 10.08.2020

Alterskategorie

Erwachsene

Rasse

Jagdhund-Mischling (Labrador-Vizsla)

Schulterhöhe

ca. 49 cm

Gewicht

ca. 25 kg

Geschlecht

Weiblich

Kastriert

Ja

Geimpft

Ja

Gechippt

Ja

Mittelmeerkrankheiten

Anaplasmose positiv, Ehrlichiose positiv

Krankheiten

Ja, siehe Mittelmeerkrankheiten

Handicap

Nein

Aufenthaltsort

Welpenstation, Sardinien

Gesucht wird

Pflegestelle, Zuhause

Hundeverträglichkeit

Ja

Katzenverträglichkeit

Unbekannt

Kinderlieb

Unbekannt

Jagdtrieb

Unbekannt

Garten

Ja

Zweithund

Gerne, kein Muss

Hundeschule

Ja

Ansprechpartner

Tanja Beer


Vermittlung Jagdhunde

Telefon: (0176) 45 67 84 38
E-Mail: tanja.beer@streunerherzen.com

Video

Rassebeschreibung

Wir stellen vor: Labrador Retriever

Reinrassige Labrador Retriever


Geschichte bzw. Herkunft

Der Süden Neufundlands ist die Heimat des Labrador Retrievers. Labrador, die gleichnamige Halbinsel Kanadas, hat nichts mit der Namensgebung zu tun. Die Vorfahren des Labrador Retrievers sind unter den so genannten St. John’s Hunden zu suchen. Die Rasse ist das Ergebnis einer mehrere Jahrhunderte währenden Selektion von Arbeitshunden, die den Menschen bei der Jagd und bei der Verrichtung der täglichen Arbeit zur Seite standen. Dem Labrador Retriever oblag traditionell der jagdliche Einsatz: Er brachte erlegte Wasservögel an Land. Die ersten Labrador Retriever gelangten zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach England und sie avancierten schnell zu einem beliebten Apportierhund. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Rassebeschreibung
  • Gruppe: 8 Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde
  • Sektion: 1 Apportierhunde
  • Größe: Zwischen 54cm und 57cm
Erscheingungsbild
  • Fellfarben: Das Haarkleid des Hundes ist stockhaarig, kurz, dicht, hart, nicht wellig und gut mit Unterwolle versehen. Die Rasse ist in drei attraktiven Farbvarianten vertreten: Schwarz, Gelb und Braun. In einem einzigen Wurf können drei Farben vorkommen.
  • Größe: Labrador Retriever sind kräftig gebaute Hunde von mittlerer Größe. Die ideale Schulterhöhe beträgt 56 – 57cm bei Rüden und 54 – 56cm bei Hündinnen.
  • Kopf: Ein breiter Kopf mit deutlichem Stopp.
  • Rute: Otterrute; die mit kurzem, dichten Fell bedeckte Rute zeigt einen sehr dicken Ansatz und verjüngt sich allmählich zur Rutenspitze hin.
Rassespezifische Charakterzüge

Labrador Retriever sind gutmütige und freundliche Hunde. Jegliche Art von Schärfe, Aggressivität oder unangebrachte Scheu gegenüber Menschen sind dem rassetypischen Labrador fern. Der Labrador Retriever verhält sich sowohl seiner Umwelt als auch Menschen gegenüber freundlich, aufgeschlossen und neugierig. Er fühlt sich in der Gegenwart von Menschen wohl und zeigt auch keine Scheu, Angst oder Unsicherheit, wenn diese ihm zu nahekommen. Ausgeprägt ist sein Wille zu gefallen (engl. „will to please“).

Der Labrador Retriever ist ein sehr geduldiger und ausgeglichener Hund. Dies rührt wahrscheinlich von seiner langjährigen jagdlichen Nutzung her. Als Apportierhund hatte der Labrador Retriever während der Jagd neben seinem Herrchen oder Frauchen zu liegen, bis das Wild aufgestöbert und geschossen war, um dann das tote Wild zu apportieren. Ein Retriever sollte ein „weiches Maul“ haben, er sollte die Beute ohne Beschädigung zum Hundeführer bringen. Geblieben ist dem Labrador Retriever auch seine Liebe zum Wasser und zum Apportieren.

Trotz seiner eigentlich sehr ruhigen Art benötigt der Labrador Retriever viel geistige und körperliche Beschäftigung.

Haltungsempfehlung

Auch wenn Labrador Retriever über ein hohes Maß an Vielfältigkeit verfügen, so sind es doch ihre Apportierfreude und ihre jagdlichen Fähigkeiten, die weltweit Hundefreunde begeistern. Labrador Retriever brillieren auf Field Trials und erweisen sich als routinierter Partner des Jägers. Das Apportieren von erlegtem Feder- und Wasserwild zählt zu ihren Hauptaufgaben. Arbeitswille, Standruhe und Ausdauer gehören zu den markantesten Merkmalen der Rasse. Wer sich nicht dazu berufen fühlt, seinen Hund jagdlich zu führen, findet in der Dummy-Arbeit eine Alternative. In England wird der Labrador Retriever heutzutage überwiegend für Arbeiten nach dem Schuss eingesetzt. In Deutschland übernimmt er oft auch die Arbeit vor dem Schuss und erfreut sich als Familienhund großer Beliebtheit. Die Erziehung des Labrador Retrievers gilt als relativ unproblematisch. Auf eine konsequente Erziehung ohne übertriebene Härte sollte allerdings Wert gelegt werden. Familienanschluss und sehr viel Bewegung sind ein Muss, wenn sich der pflegeleichte Retriever wohlfühlen soll.


Labrador Retriever Mischlinge