Kiro – Vier Jahre warten, Lebensfreude ungebrochen!

Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt – so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind immer möglich.


Was ist mir passiert?

Kiro wurde gemeinsam mit seinen Brüdern Nio und Miro Bello am 01.04.2022 in das Canile Comunale Tortolì auf Sardinien gebracht. Die drei Rüden waren damals gerade einmal etwa zehn Monate alt. Über ihr Leben vor dem Tierheim wissen wir kaum etwas. Sicher ist jedoch, dass sie nie die Möglichkeit hatten, unbeschwert aufzuwachsen und die Welt kennenzulernen.

Stattdessen begann für sie ein Leben hinter Gittern.

Als wir Kiro im April 2026 besuchten, saß er noch immer dort. Ein wunderschöner junger Hund, der fast seine gesamte Jugend im Tierheim verbringen musste und sich dennoch seine Lebensfreude bewahrt hat.

Wo bin ich?

Kiro lebt in einem Canile Comunale auf Sardinien. Die Hunde verbringen dort ihr Leben in kleinen Zwingern und haben nur wenige Möglichkeiten, neue Eindrücke zu sammeln. Auch Kiro kennt bisher kaum etwas von dem, was für viele Hunde selbstverständlich ist. Seinen Zwinger teilt er sich mit seinem Bruder Nio, während der dritte Bruder inzwischen getrennt untergebracht ist. Trotz der eintönigen Tage hinter Gittern haben sich die beiden ihre freundliche und offene Art bewahrt.

Wie bin ich?

Kiro ist ein freundlicher, aufgeschlossener und lebensfroher Hund. Menschen begegnet er zunächst mit einer gewissen Vorsicht, aber immer neugierig und interessiert. Sobald er merkt, dass man es gut mit ihm meint, sucht er den Kontakt und genießt jede Aufmerksamkeit sichtlich.

Bei unserem Besuch im April 2026 zeigte er sich genauso fröhlich und neugierig wie schon zuvor. Besonders im Freilauf wurde deutlich, wie viel Lebensenergie in ihm steckt. Dann wird gerannt, gehüpft und gespielt, als wolle er all das nachholen, was ihm bislang verwehrt geblieben ist. Seine Begeisterung ist ansteckend und zaubert einem unweigerlich ein Lächeln ins Gesicht. Kiro liebt Leckerlis, ist aufmerksam und gut ansprechbar. Er zeigt sich sozial, freundlich und offen für neue Begegnungen.

Auch optisch ist er etwas ganz Besonderes. Mit seinem überwiegend weißen, seidigen Fell, den hellbraunen Abzeichen und seiner eleganten Erscheinung fällt er sofort ins Auge. Mit seinen etwa 52 Zentimetern Schulterhöhe bringt Kiro eine angenehme Größe mit und vereint Schönheit, Charme und Lebensfreude auf ganz besondere Weise.

Was suche ich?

Für Kiro wünschen wir uns Menschen mit Hundeerfahrung, Einfühlungsvermögen und Freude daran, einen Hund auf seinem Weg in ein neues Leben zu begleiten. Vermutlich hat er noch nie in einem Haushalt gelebt, sodass viele alltägliche Dinge zunächst neu für ihn sein werden. Mit seiner neugierigen und aufgeschlossenen Art bringt er jedoch beste Voraussetzungen mit, um Schritt für Schritt alles kennenzulernen.

In Kiro vermuten wir einen Bretonen-Mischling. Bretonen gelten als sensible, intelligente und menschenbezogene Hunde, die gerne mit ihrem Menschen zusammenarbeiten. Sie sind aktiv, lernfreudig und freuen sich über gemeinsame Unternehmungen ebenso wie über Aufgaben, bei denen sie ihre Nase und ihren klugen Kopf einsetzen dürfen. Ein gewisser Jagdtrieb kann nicht ausgeschlossen werden, weshalb Training, Sicherung und ein zuverlässiger Rückruf wichtige Themen sein werden.

Vier Jahre hinter Gittern kann ihm niemand zurückgeben. Vier Jahre, in denen Kiro auf vieles verzichten musste, was ein Hund zum Glücklichsein braucht. Und doch hat er sich etwas ganz Besonderes bewahrt – seine Lebensfreude. Wenn er voller Begeisterung durch den Freilauf flitzt, neugierig seine Umgebung erkundet und die Nähe der Menschen genießt, wird deutlich, dass er die Hoffnung auf ein besseres Leben nie verloren hat. Nun wünschen wir uns, dass sein Warten endlich ein Ende hat und er die Familie findet, die ihm zeigt, wie schön ein Hundeleben sein kann.

Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Kiro kann nach Deutschland ausreisen.

Geboren

ca. 01.06.2021

Alterskategorie

Erwachsene

Rasse

Bretonen-Mischling

Schulterhöhe

ca. 52 cm

Gewicht

Liegt nicht vor

Geschlecht

Männlich

Kastriert

Ja

Geimpft

Ja

Gechippt

Ja

Mittelmeerkrankheiten

Test folgt nach Einreise

Krankheiten

Keine bekannt

Handicap

Nein

Aufenthaltsort

Canile Comunale Tortoli, Sardinien

Gesucht wird

Pflegestelle, Zuhause

Hundeverträglichkeit

Ja

Katzenverträglichkeit

Unbekannt

Kinderlieb

Unbekannt

Jagdtrieb

Unbekannt

Garten

Ja

Zweithund

Gerne, kein Muss

Hundeschule

Ja

Ansprechpartner

Tanja Beer


Vermittlung Jagdhunde

Telefon: (0176) 45 67 84 38
E-Mail: tanja.beer@streunerherzen.com

Video

Rassebeschreibung

Wir stellen vor: Épagneul Breton (Bretone, Bretonischer Vorstehhund)

Reinrassige Bretonen

Geschichte bzw. Herkunft

Der Bretone stammt aus Frankreich, aus dem Herzen der Bretagne. Als relativ kleinen Vorsteher, sehr dem holländischen Kooikerhondje ähnelnd, würde man ihn von seinem Äußeren her eher zu den Stöberhunden zählen. Bereits der griechisch-römische Schriftsteller Oppian berichtete 200 n.Chr. von einem kleinen Jagdhund der Bretonen, der durch seinen außerordentlichen Geruchssinn allen anderen Jagdhunden überlegen war. Freunde der Rasse weisen auch immer wieder auf zahlreiche Darstellungen von Bretonen auf Gobelins und Gemälden des späten Mittelalters und der Renaissance hin. Jedoch meinen auch andere Nationalitäten, in diesen Abbildungen „ihre“ Rasse (Kooikerhondje, Zwergspaniel) zu erkennen. Es handelt sich einfach um einen kleinen, langhaarigen „Vogelhund“, der in Haltung, Farbe und Bewegung große Ähnlichkeit mit dem heutigen Bretonen hat und der damals beim Adel und den reichen Bürgern ein beliebter Jagdhund war. Anfang des 19. Jahrhunderts entstand durch Kreuzung mit Spaniels und Settern der Epagneul Breton, für den in seinem Ursprungsland Frankreich 1907 ein eigener Rassestandard erstellt wurde.

Rassebeschreibung
  • Gruppe: 7. Vorstehhunde
  • Sektion: 1.2 Kontinentale Vorstehhunde
  • Größe: Rüden 48 – 51cm, Hündinnen 47 – 50cm
Erscheinungsbild
  • Körper: Harmonischer Körperbau, kräftiges Knochengerüst, kompakt, stämmig aber nicht grob, eher im Quadrat stehend, recht elegant
  • Ohren: Hoch angesetzt, dreieckig, breit, eher kurz, teilweise von gewelltem Haar bedeckt, sehr beweglich
  • Augen: Leicht schräg, aufgeweckter, sanfter Ausdruck, leicht ovale Form, vollständig pigmentierte Augenlider, wobei die Farbe der Iris harmonisch zu der des Haarkleides passt
  • Nasenschwamm: Breit, feucht, gut geöffnete, weite Nasenlöcher, die Farbe soll zur Farbe des Haarkleides passen
  • Fang: Gerader Nasenrücken
  • Kiefer/Zähne: Komplettes Scherengebiss erwünscht
  • Rute: Hoch angesetzt, horizontal oder in leicht abfallender Linie getragen, oft-besonders bei der Arbeit- heftig wedelnd, auch Stummelrute oder fehlende Rute kommt vor
  • Haare: Auf dem Körper fein, nicht seidig, schlicht oder leicht gewellt, nie gekräuselt, am Kopf und an den Vorderseiten der Gliedmaßen kurz, die Hinterseiten der Gliedmaßen sind reich befedert
  • Farben: Weiß-orange, weiß-schwarz, weiß-braun, mit Scheckung in Form von unregelmäßigen Platten, bei dreifarbigen Hunden kommen lohfarbene Abzeichen hinzu (orange bis dunkel-falbfarben), eine schmale Blässe ist erwünscht, einfarbiges Haarkleid ist nicht zulässig
  • Gangwerk: Die verschiedenen Gangarten sind kraftvoll, regelmäßig und lebhaft, im Gelände ist der Galopp die bevorzugte Gangart
Rassespezifische Charakterzüge

Der Bretone ist ein vielseitig einsetzbarer Vorstehhund, der sich durch seine exzellente Nase, seine konzentrierte und weiträumige Feldsuche, sowie sein festes Vorstehen auszeichnet. Auch in der Arbeit nach dem Schuss hat er sich bewährt und er wird gelegentlich sogar zur Schweißarbeit eingesetzt.

Dank seines ausgeglichenen Wesens passt er sich unterschiedlichsten Situationen gut an. Er gilt als ausgeglichen und gesellig und hat sich überwiegend als leichtführig erwiesen. Außerdem ist er im Allgemeinen kinderfreundlich und kann bei entsprechender Auslastung auch als Familienhund gehalten werden.

Haltungsempfehlung

Wie jeder andere Hund auch, sollte der Bretone mit Geduld und Konsequenz erzogen werden, er eignet sich jedoch eher für erfahrene Hundehalter, die mit seinem Jagdtrieb umgehen können .Er muss ausreichend bewegt und auch geistig ausgelastet werden. Idealerweise sollte ihm eine Alternativbeschäftigung angeboten werden, bei der er seiner Passion nachgehen und seine exzellente Nase einsetzen kann, dazu eignet sich jede Art von Nasenarbeit.


Bretonen Mischlinge