Jula – Die Suche nach Geborgenheit

Die Informationen stammen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde werden/wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt – so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter, Größen- und Gewichtsangaben können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier „unbekannt“ angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind natürlich immer möglich.


Was ist mir passiert?

Jula und ihre zwei Töchter, Jasmin und Jonna (ebenfalls auf den Fotos zu sehen), stammen aus einem Touristennotruf. Eine Familie machte in einem Ferienhaus auf der Insel Urlaub, an dem sich die Mutterhündin Juna mit ihren drei Welpen ansiedelte. Die Familie bat uns um Unterstützung, dem Wurf und der Mutter zu helfen. Ein Leben, bei dem jeden Tag ungewiss ist, ob es etwas zu fressen und zu trinken gibt und ob Jula es schafft, ihre Welpen weiterhin zu versorgen, ist riskant. So handelten wir sofort, um der kleinen Hundefamilie zu helfen.

Erfreulicherweise wurde der Rüde des Wurfes von den Vermietern des Ferienhauses adoptiert. Die Mutter Jula durfte in eine private Pension umziehen. Jasmin und Jonna haben ihr Plätzchen auf der Welpenstation gefunden.

Was Jula in ihrem jungen Leben auf den Straßen Sardiniens bisher erlebt hat, wissen wir nicht. Jedoch kann man ihr die Strapazen und die Sorgen zur Aufzucht ihrer Welpen noch deutlich ansehen, sodass wir froh sind ihr und ihren Babys helfen zu können.

Wo bin ich?

Jula hatte das große Glück nicht in einem der großen Canile auf der Insel zu leben, sondern auf eine private Pension bei Patricia einzuziehen. Hier wächst sie nicht ganz so reizarm auf und sie darf eine individuellere Betreuung genießen.

Wie bin ich?

Jula ist eine sehr menschenbezogene Hündin und überaus freundlich. Sie genießt die Aufmerksamkeit des Menschen und liebt Streicheleinheiten. Patricia beschreibt sie als Gute-Laune-Hund.

Jula liebt alles – Hunde und Menschen gleichermaßen. Wenn man sie ruft kommt sie immer schwanzwedelnd angelaufen. Kleine Unsicherheiten zeigten sich beim Kennenlernen des Hauses, aber auch hier taute sie schnell auf und lief anschließend sorglos und neugierig umher.

Auch, wenn wir nicht wissen, was Jula bisher erlebt hat und welche harten Zeiten sie hinter sich hat, ist sie sehr aufgeschlossen und wünscht sich nichts mehr, als endlich anzukommen und die Geborgenheit eines Zuhauses zu genießen.

Jula wurde auf Sardinien auf Herzwürmer positiv getestet. Sie hat keinerlei Symptome, daher wurde die Therapie bereits begonnen. Hierbei wird 30 Tage Antibiotikum verabreicht und 12 Monate alle 4 Wochen ein Spot On in den Nacken gegeben. Danach ist die Therapie in den meisten Fällen erfolgreich beendet und die adulten Herzwürmer und Filarien abgetötet.

Bei Fragen zu Jula‘s Therapie geben wir gerne die entsprechenden Auskünfte und klären euch auf.

Was suche ich?

Für Jula suchen wir aufgrund ihrer Rassenzuordnung ein hundeerfahrenes Zuhause, welches mit dem Jagdtrieb vertraut ist. Wer sich für die Rassenzuordnung entscheidet, muss sich darüber im Klaren sein, dass man einen aktiven Arbeitshund zu sich nimmt, der entsprechend ausgelastet werden muss. Außerdem sollte für Jula ein eingezäunter Garten zur Verfügung stehen, in dem sie sich austoben kann. Da Jula Menschen liebt, glauben wir, dass die Hund-Mensch-Beziehung durch das Besuchen einer Hundeschule noch fester werden kann und auch hier der ggf. ausgeprägte Jagdtrieb in eine – sowohl für den Hund als auch für den Menschen – stressfreie Richtung gelenkt werden kann. Wir sind überzeugt, dass Jula unglaublich dankbar und für den Menschen eine treue Begleiterin sein wird.

Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Jula kann nach Deutschland ausreisen.

Geboren

ca. 01.02.2023

Alterskategorie

Erwachsene

Rasse

Chow-Chow Mischling, Flat Coated Retriever Mischling

Schulterhöhe

ca. 59 cm

Gewicht

ca. 23,5 kg

Geschlecht

Weiblich

Kastriert

Ja

Geimpft

Ja

Gechippt

Ja

Mittelmeerkrankheiten

Filarien positiv, Rest folgt nach Einreise

Krankheiten

Ja, siehe Mittelmeerkrankheiten

Handicap

Nein

Aufenthaltsort

Private Pflegestelle, Sardinien

Gesucht wird

Pflegestelle, Zuhause

Hundeverträglichkeit

Ja

Katzenverträglichkeit

Unbekannt

Kinderlieb

Unbekannt

Jagdtrieb

Unbekannt

Garten

Ja

Zweithund

Gerne, kein Muss

Hundeschule

Ja

Ansprechpartner

Ines Paschmanns


Vermittlung Herdenschutzhund-Welpen

Telefon: (0152) 34 22 19 40
E-Mail: ines.paschmanns@streunerherzen.com

Video

Rassebeschreibung 1

Wir stellen vor: Flat Coated Retriever​

Reinrassige Flat Coated Retriever​


Geschichte bzw. Herkunft

Der Flat Coated Retriever, auch als “Flattie” bekannt, stammt ursprünglich aus Großbritannien. Seine Entwicklung begann im 19. Jahrhundert, als er aus Kreuzungen zwischen verschiedenen Jagdhunderassen entstand, darunter Setter, Spaniels und dem Newfoundland Hund. Ziel war es, einen vielseitigen Jagdhund zu züchten, der sowohl im Wasser als auch an Land hervorragend arbeitet. Der Flat Coated Retriever wurde schnell als apportierfreudiger und belastbarer Hund geschätzt, der besonders bei der Jagd auf Wasservögel verwendet wurde.

Rassebeschreibung

Der Flat Coated Retriever wird von der FCI in der Gruppe 8 (Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde) und in der Sektion 1 (Apportierhunde) geführt. Er trägt die Standardnummer 121. Die FCI beschreibt den Flat Coated Retriever als aktiven, fröhlichen und eleganten Hund mit einem freundlichen Ausdruck und einem intelligenten, eifrigen Wesen.

Erscheinungsbild

Der Flat Coated Retriever ist ein mittelgroßer Hund mit einer Schulterhöhe von etwa 56 bis 61 cm und einem Gewicht von 25 bis 36 kg. Sein Fell ist glatt, dicht und von mittlerer Länge, das sich eng an den Körper anschmiegt und eine natürliche Wasserfestigkeit besitzt. Charakteristisch für die Rasse ist das glänzende, schwarze oder leberfarbene Fell. Der Kopf ist lang und elegant mit einem markanten Stop und sanft abfallenden Ohren. Die Augen sind dunkelbraun oder haselnussbraun und strahlen Intelligenz und Freundlichkeit aus. Der Schwanz ist gerade und wird fröhlich getragen.

Rassespezifische Charakterzüge

Flat Coated Retriever sind bekannt für ihr freundliches und offenes Wesen. Sie sind extrem menschenbezogen und gelten als sehr anhänglich und liebevoll. Ihre Intelligenz und Lernfreude machen sie leicht erziehbar, allerdings benötigen sie auch ausreichend geistige und körperliche Auslastung. Diese Hunde sind verspielt und behalten oft bis ins hohe Alter ihren jugendlichen Charme. Ihre Toleranz und Freundlichkeit gegenüber Kindern und anderen Haustieren machen sie zu ausgezeichneten Familienhunden. Flat Coated Retriever sind zudem sehr ausdauernd und haben einen starken Willen zu gefallen, was sie zu hervorragenden Arbeitshunden macht. Nicht zu vergessen ist, dass die Rasse ursprünglich zum Jagen gezüchtet wurde, so dass man bei den meisten Vertretern von einem relativ hohen Jagdtrieb ausgehen kann.

Haltungsempfehlung

Ein Flat Coated Retriever benötigt viel Bewegung und geistige Beschäftigung, um glücklich und ausgeglichen zu bleiben. Schwimmen, lange Spaziergänge, Apportierspiele und Hundesportarten wie Agility oder Obedience sind ideal für diese aktive Rasse. Ein Haus mit Garten ist vorteilhaft. Diese Rasse liebt es, Zeit mit ihrer Familie zu verbringen und sollte nicht zu lange allein gelassen werden. Eine liebevolle, aber konsequente Erziehung ist wichtig, um die freundliche und kooperative Natur des Flat Coated Retrievers zu fördern. Auch die Fellpflege sollte nicht vernachlässigt werden; regelmäßiges Bürsten hilft, das glänzende Fell in gutem Zustand zu halten und Verfilzungen zu vermeiden.


Flat Coated Retriever​ Mischlinge

 

Rassebeschreibung 2

Wir stellen vor: Chow Chow

Reinrassige Chow Chows


Geschichte bzw. Herkunft

Ursprünglich in Asien beheimatet, gehört der Chow-Chow einer sehr alten Hunderasse an. Vor ca. 100 Jahren kam er über Kanton nach England und später auf den Kontinent. Seit den 20er Jahren ist er in Deutschland beheimatet.

Rassebeschreibung
  • Gruppe: 5 Spitze und Hunde vom Urtyp
  • Sektion: 5 Asiatische Spitze und verwandte Rassen
  • Größe: Zwischen 46cm und 56cm
Erscheingungsbild
  • Fellfarben: Einfarbig schwarz, rot, blau, rehfarben (zimt), creme oder weiß, häufig schattiert, jedoch nicht gefleckt oder gescheckt. Unterseite der Rute und Behosung der Schenkel häufig von hellerer Farbe.
  • Wichtige Proportionen: Der Abstand vom Widerrist bis zum Ellenbogen ist gleich wie der Abstand vom Ellenbogen bis zum Boden.
  • Kopf: Oberkopf: Schädel flach und breit, Stop nicht ausgeprägt.
  • Nasenschwamm: Immer groß und breit, schwarz (ausgenommen sind cremefarbene und fast weiße Chows, bei denen die Nase heller gefärbt sein kann, aber in allen Farben ist schwarz bevorzugt).
  • Fang: Mäßig lang, von den Augen bis zum Ende des Fanges breit (nicht zulaufend, wie bei einem Fuchs). Unter den Augen gut ausgefüllt.
  • Lefzen: Eine ununterbrochene schwarze Schnauze inkl. der Gaumen und Lefzen mit einer bläulich schwarzen Zunge ist ideal. Bei den blauen und bei den rehfarbenen Chows kann eine mehr abgeschwächte Farbe vorkommen und die Abschwächung kann noch deutlicher bei den cremefarbenen und den weißen Chows sein.
  • Augen: Dunkel, von ovaler Form, mittelgroß und rein. Bei blauen und rehfarbenen Chows sind passend gefärbte Augen zulässig. Ein ebenmäßiges Entropium freies Auge darf nie nur aufgrund seiner Größe geringer bewertet werden.
  • Ohren: Klein, dick, an den Spitzen leicht gerundet, steif aufrecht getragen, weit auseinander stehend, jedoch leicht zueinander geneigt, gut vorwärts über die Augen gerichtet, ergibt den für die Rasse so charakteristischen, mürrischen Ausdruck (Scowl). Dieser Ausdruck darf niemals durch lose, Falten bildende Kopfhaut erzielt werden.
  • Rücken: Kurz, gerade, kräftig.
  • Brust: Breit und tief, Rippen gut gewölbt, jedoch nicht tonnenförmig.
  • Rute: Hoch angesetzt, gut über dem Rücken getragen.
  • Haarkleid: Langhaar: Üppig, dicht, gerade und abstehend, aber nicht übermäßig lang. Das Deckhaar ist eher von grober Textur mit weicher, dichter Unterwolle. Besonders dicht um den Hals bildet es eine Mähne oder einen Kragen. Gut ausgeprägte Behosung an den Rückseiten der Schenkel.
    Kurzhaar: Kurz, üppig, dicht, gerade, abstehend und nicht flach anliegend, plüschartige Textur.
Rassespezifische Charakterzüge

Der Chow Chow ist wachsam, ohne ein Kläffer zu sein und ist sehr reinlich. Er verfügt über ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein, ist eigenwillig und freiheitsliebend, Dritten gegenüber reserviert bis ablehnend. Seinem Menschen ist er zugetan ohne sklavische Ergebenheit. Der, der das “Sagen” im Familienverband hat, wird auch sein “Leithund” sein.

Der Chow braucht eine liebevolle, aber konsequente Erziehung. Abrichten im landläufigen Sinne lässt er sich nicht und für Zwingerhaltung ist er völlig ungeeignet. Er würde verkümmern, da er die Nähe seiner Menschen braucht. Aus dem verspielten Welpen wird sehr schnell ein ernsthafter Hund, der Späßen abhold ist und für Neckereien kein Verständnis hat. Aus diesem Grund ist der Chow als “Kinderhund” nur bedingt geeignet. Er wird die Kinder als Welpen seines Rudels lieben und beschützen, sich aber kaum von ihnen tyrannisieren lassen. Das Umplatzieren eines Chows ist äußerst schwierig, darum sollte man sich vorher überlegen, ob die Liebe und die Voraussetzungen für die Haltung eines Chows ein Hundeleben lang anhalten.

Der Chow ist mit seinem üppigen Fell kein pflegeleichter Hund. Er muss mindestens einmal wöchentlich (während des Fellwechsels öfter) gründlich gekämmt werden, dann reicht tägliches Bürsten aus, um sein Fell gesund und attraktiv zu halten. Baden ist nur angesagt, wenn es unbedingt notwendig ist.

Der Chow ist kein Hund für jedermann. Für ungeduldige, hektische, inkonsequente oder despotische Menschen ist er nicht die richtige Wahl. Wenn du aber ein Mensch bist, der Freude hat an einem ruhigen, selbstbewussten, intelligenten vierbeinigen Familienmitglied, dem du Rechte und Pflichten zugestehst, wird der Chow dich nicht enttäuschen. Er ist halt ein bisschen anders als andere, gerade das macht ihn aber so attraktiv.

Haltungsempfehlung

Der Chow Chow ist nicht als Anfängerhund geeignet, da er einiges an Hundeverstand voraussetzt. Verbunden mit einer konsequenten und liebevollen Erziehung, die nicht auf Dominanz oder Unterwürfigkeit setzt, machst du aus deinem Chow Chow Welpen einen gut sozialisierten Hund. Die Sozialisierung ist bei dieser Rasse besonders wichtig, denn durch seinen hohen Wach- und Schutzinstinkt solltest du ein Augenmerk darauf legen, dass er möglichst gelassen auf Umwelteinflüsse und Situationen reagiert.

Hundesport und klassisches Training auf dem Hundeplatz liegen dem Chow Chow nicht so sehr. Dafür braucht er viel Auslauf und mag ausgedehnte Spaziergänge oder lange Wanderungen. Aufgrund seines ausgeprägten Jagdtriebs ist das jedoch nur mit viel Übung im Freilauf möglich.

Am wohlsten fühlt er sich, wenn du ihm eine klare Aufgabe überträgst, z.B. das Bewachen deines Grundstücks. Apportieren oder andere Spiele sind dem ernsten “Einmannhund” suspekt und werden einfach ignoriert. Hundetricks und Trainingseinheiten, wie sie in der Hundeschule geübt werden, beeindrucken den Chow Chow nur wenig. Wenn du sein Herz erobern willst, gehst du einfach nur mit ihm spazieren und respektierst sein Wesen. Eine enge, vertrauensvolle Bindung zu seinem Halter macht ihn glücklich.


Chow Chow Mischlinge