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Lorna

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Lorna

Immer trifft uns die Nachricht über den Tod eines unserer Schützlinge hart. Aber wenn ein Tier noch so jung und voller Lebensfreude war, ist es umso schlimmer. In diesem Fall ist es für mich persönlich noch tragischer, denn bevor die kleine Maus in ihre tolle, endgültige Familie zog, war sie bei mir in Pflege und zeigte sich als verspielte und lustige Maus, die man einfach liebhaben muss.

Lesen Sie hier den Abschied der Familie, die Lorna so unendlich geliebt hat:

"Es ist so schwer, von einem geliebten Wesen Abschied zu nehmen. Luise (wie wir Lorna nannten) ging am 04.06.2020 nach einem Unfall über die Regenbogenbrücke. Unsere lebenslustige Glückskatze hatte nur ein Jahr Zeit auf der Erde und musste viel zu früh gehen.

Luise kam zusammen mit ihrer Schwester Frieda (wie wir Brigida nennen) im Alter von erst einem halben Jahr im Dezember 2019 zu uns. Luise war von Anfang an neugierig und mutig und hatte sich sehr schnell an ihr neues Zuhause und ihre beiden Hundefreunde Leevke und Funny gewöhnt. Sie war immer vorne dabei und allen voraus und kannte keine Angst. Dabei war sie nie draufgängerisch, aber eben an allem interessiert und so charmant, dass sie in kürzester Zeit bei allen Nachbarn bekannt war und vor allem aber mit allen Nachbarkatzen gut zurecht kam. Jeder in der Nachbarschaft kannte Luise, sie hat systematisch alle Nachbarn täglich besucht und dabei durchaus auch die Futternäpfe der fremden Katzen geräubert.

Kein Baum war ihr zu hoch, ja – sie ließ sich noch nicht einmal von einem Katzenabwehrgürtel am Baum, den wir zum Schutz der Vögel angebracht hatten, abschrecken, sondern fand eine elegante Möglichkeit, diesen zu überklettern und dann als Absprunghilfe zu nutzen.

Jagen und Beute machen, erwies sich als ihre große Leidenschaft. Täglich kam sie mit Geschenken für uns und für ihre Schwester Frieda nach Hause, manchmal war es Müll, den sie irgendwo gesammelt hatte, manchmal fanden wir Regenwürmer im Haus, auch Mäuse und Vögel wurden gebracht – letztere hatten häufig das Glück, dass Luise uns ihre Beute immer als Geschenk abgetreten hat, das hat manchen Tieren das Leben gerettet.

Aus irgendeinem unerfindlichen Grund war sie auch völlig in Kindersocken oder -strümpfe vernarrt, gerne in pink. Wir wissen nicht, woher sie die Strümpfe hatte, aber sie hat uns eine beachtliche Sammlung in die Wohnung geschleppt. Auch Spielzeug (kleine Spielzeugfiguren - dieses mit Vorliebe in giftgrün) wurde mehrfach gebracht. Und in ewiger Erinnerung wird uns bleiben, als sie am Ostersonntag voller Stolz zu Hause ankam und uns einen Schokoladenosterhasen in Stanniolpapier vor die Füße legte, der völlig unversehrt war.

Unsere kleine zarte Luise hatte aber (leider) auch einen Freiheitsdrang, der nicht zu stoppen war. Sie war von Anfang an außergewöhnlich selbstbestimmt, sie kam gerne und regelmäßig zum Schmusen, wollte aber partout nicht hochgenommen oder festgehalten werden und – nachdem sie mal die Katzenklappe entdeckt hatte – durfte auch diese nicht verschlossen sein. Den ganzen Tag lang war sie mit kurzen Unterbrechungen unterwegs, und kam abends dann erschöpft und glücklich von ihren Streifzügen wieder. Erst durch die Nachbarschaft haben wir erfahren, dass und wo sie überall ihre Runden gedreht hat und ihre Kreise wurden wohl immer größer. Letztlich geriet sie auch an eine Straße und dort hat sie wohl auch ihren Unfall gehabt. Wir wissen nicht genau, was passiert ist, haben sie zwei Tage lang vermisst und gesucht, und haben sie erst nach einem Hinweis aus der Nachbarschaft im Gebüsch neben der Straße auffinden können.

Es ist so schwer, hinnehmen zu müssen, dass diese wunderschöne und liebevolle Katze nicht mehr zu uns zurückkehren wird. Sie war so einzigartig in ihrem Wesen, wir werden sie niemals vergessen. In dieser nur so kurzen Zeit hat sie sich so sehr in unsere Herzen geschlichen. Es ist so schade, dass Luise nur ein so kurzes Leben vergönnt war und ihre Schwester nun allein zurücklassen musste, die das alles gar nicht begreift und immer noch jeden Tag nach Luise sucht.

Wir haben Luise nun nach ihrer Kremierung im Garten an ihrem Lieblingsplatz am Teich beerdigt. Im Geiste sehen wir sie immer noch dort liegen und mit und am Wasser spielen.

Geliebtes kleines Luischen – pass auf Deine Schwester Frieda auf, wenn Du kannst. Sie hat Dich immer gebraucht und braucht Dich weiterhin. In unseren Herzen lebst Du weiter und bleibst für immer ein Teil von uns."

"Wenn Tränen eine Treppe bauen könnten und Erinnerungen eine Brücke dann kletterte ich hoch in den Himmel und holte dich zurück." Liebe Lorna, ich trauere mit deiner Familie!


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