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Mia

Mia – vom Glück den Himmel zu sehen, das Gras zu riechen und von der Hoffnung auf ein besseres Hundeleben

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Fakten

Geboren:
ca. 01.01.2018

Rasse:

Schulterhöhe:
ca. 58 cm

Gewicht:
-

Geschlecht:
weiblich

Kastriert:

Gesucht wird

Zuhause:

Pflegestelle:

Paten:
-


geimpft:

gechippt:

Mittelmeercheck:
erfolgt nach Einreise

Krankheiten:
keine bekannt


Handicap:
-


Aufenthaltsort:
Pflegestelle, Sardinien



Verträglichkeit / Trieb

Katzen:
unbekannt

Hunde:

Kinder:
unbekannt

Jagd:
unbekannt

Haltungsbedingungen

Garten:

Zweithund:
gerne, kein Muss

Hundeschule:



Alle Angaben sind Informationen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt, so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter und Größen- sowie Gewichtsangabe können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier "unbekannt" angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind natürlich immer möglich.


Mia war lebendig eingekerkert. Sie saß jahrelang in einem Zwinger, der für sie gebaut wurde, damit sie nicht abhauen kann. Graue Betonsteine, einen grauen Betonboden und eine nicht einsehbare dunkle Holztür. Lediglich ein kleines Stück offene Decke zur Luftzirkulation bot ihr die Möglichkeit, ein kleines Stück vom Himmel zu sehen. Vielleicht war es dieses kleine Stück Freiheit, das sie am Leben gehalten hat. Ihr die Hoffnung gab, dass es doch ein Leben nach dem Kerker geben könnte?

Über zwei Jahre versuchten Laura und wir die Besitzerin des Grundstücks, auf dem Mia im Betonbunker lebte, davon zu überzeugen, uns Mia zu übergeben. Aber da Mia eine Besitzerin hatte, die das Leben für Mia genauso vorgesehen hat, waren Laura die Hände gebunden. Immer wieder waren wir in Diskussionen, denn die Haltung von Mia war Tierquälerei. Selbst nachdem sich ein paar Gehege bei Laura leerten, war die Besitzerin nicht einverstanden, dass Mia umgesetzt wurde. Als Mias Beschlagnahmung vor der Tür stand, hat die ehemalige Besitzerin sie einfach abgeholt und vermutlich bei sich wieder irgendwo eingesperrt.

Aber Mias Traum auf ein artgerechtes Hundeleben sollte in Erfüllung gehen: Die Frau wurde krank, konnte Mia nicht mehr halten und so kam sie endlich nach langen Jahren der "Einzelhaft" in eine private Pension. Zum ersten Mal seit langer Zeit sah sie wieder die Sonne scheinen. Sie kann das Gras, die Macchia riechen. Noch viel wichtiger: Sie kann rennen, springen, laufen.

Update September 2022:

Nun lebt Mia schon einige Zeit außerhalb des Betonbunkers. Ihr neues Leben tut ihr sehr gut, denn sie blüht von Tag zu Tag mehr auf. Ihr neues Leben genießt sie in vollen Zügen, aber die private Pension soll nicht ihre Endstation sein. Auch Mia soll endlich eine eigene Familie bekommen und ein normales Hundeleben an der Seite ihrer Menschen führen dürfen. Diese tolle Hündin hätte es mehr als verdient.

Was Mia auszeichnet, ist, dass sie nie das Vertrauen in den Menschen verloren hat. Auch wenn man ihr jahrelang lediglich einmal täglich Futter in ihr Gefängnis gestellt hat, sie liebt Menschen. Sie ist aufgeschlossen, freundlich, liebenswert.

Noch ist vieles neu für sie, weshalb man auch ganz sicher langsam vorgehen muss. Sie ist ein Hund ohne Eindrücke, jede neue Situation muss erst mal verarbeitet werden. Ganz wichtig ist, dass sie in ihrer neuen Familie Zeit bekommt, alles neu zu lernen. Sie sollte wie ein Welpe behandelt werden: Neue Erlebnisse und Eindrücke müssen erfolgen, aber mit ausreichend Ruhephasen dazwischen.

Mia hat vielen von uns schlaflose Nächte verursacht. Wer einmal diese Hündin in dem Betonbunker gesehen hat, konnte bei dem Gedanken an sie die Tränen nicht verkneifen. So eine freundliche und lebenslustige Hündin war jahrelang tagein, tagaus, ohne Eindrücke, ohne menschliche Ansprache oder Artgenossen auf wenigen Quadratmetern eingesperrt und hockte in ihrem Kot und dem Urin von Tagen. Das Dosenfutter, das ihr verabreicht wurde, stand in der prallen Sonne, die Dosen kurz vorm Platzen. Wie glücklich wir sind, dass wir Mia nun am Ende doch übergeben bekommen haben, kann ich nicht in Worte fassen. Wir hoffen, dass wir schnell Mias Menschen finden, die ihr ein tolles Leben ermöglichen möchten und einen Schäferhund und seinen Charakter schätzen und führen können.

Wir suchen für Mia hundeerfahrene Menschen. Menschen, die wissen oder sich darauf einlassen, dass Schäferhunde tolle, aber auch spezielle Hunde sind. Die mit der Kraft und dem starken Willen dieser Rasse zurechtkommen und im Gegenzug dafür die Treue auf vier Beinen erhalten. Diese Menschen sollten aktiv sein, sich gerne bewegen und bereit sein, mit Mia zu arbeiten. Denn neben Bewegung braucht ein Schäferhund auch Beschäftigung für den Kopf, er möchte und muss lernen, um wirklich glücklich und ausgelastet zu sein. Und nur dann ist ein harmonisches Miteinander auch im Alltag möglich. Natürlich wird Mia NICHT in Zwingerhaltung abgegeben, sondern soll ein normales Leben in und mit einer Familie führen. Kinder im Haushalt sollten schon ein wenig größer sein.

Informieren Sie sich auch auf unserer Homepage über den Schäferhund. Hier geht es zur Rassebeschreibung.

Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Mia kann nach Deutschland ausreisen.


Ansprechpartner

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an:

Ansprechpartner Johanna Kirschner


Vermittlung Hunde

Telefon: (0173) 42 25 59 9
E-Mail: johanna.kirschner@streunerherzen.com


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