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Giovanni

Das lange Leiden des kleinen Giovanni

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Wann das persönliche Drama von Giovanni seinen Anfang nahm, wissen wir nicht. Wahrscheinlich lebte er bei einem Jäger, der in aus unbekannten Gründen „entsorgte“ und so kam er ins Tierheim. Ein fürchterlicher Ort für jeden Hund, aber erst recht für so ein kleines Sensibelchen wie Giovanni. Er wurde gemobbt und außerdem fiel den Tierheimmitarbeitern auf, dass er sehr stark hinkte. Eile war geboten, so kam Giovanni im Mai letzten Jahres nach Deutschland und wurde schnell einem Tierarzt vorgestellt.

Giovanni hatte eine Schiene im Bein, der Tierarzt ging davon aus, dass seine Schwierigkeiten hier ihre Ursache hatten. So wurde er im Herbst operiert und der Arzt traute seinen Augen nicht: Die Knochen waren nicht zusammengewachsen, die Kreuzbänder gerissen, die Menisken kaputt, Arthrose im Knie…. Die Schiene blieb also erst einmal zur Stabilisierung drin und das Knie wurde so gut es ging „geflickt“. Wir hofften, die Knochen würden jetzt zusammenwachsen und alles würde gut werden.

Leider war das eine große Fehleinschätzung, denn trotz der Operation besserte sich sein Humpeln nicht und wir hatten weiterhin das Gefühl, dass der kleine Kerl Schmerzen hat. Also wieder zum Arzt, röntgen, Untersuchungen und dann die niederschmetternde Diagnose: An der Schiene haben sich Keime gebildet, der Knochen ist dadurch immer noch nicht zusammengewachsen, es braucht dringend eine weitere OP. Die Knochen sollen nun angefräst werden, so dass der Keim sich verabschieden kann und eine Verbindung der Knochen wieder möglich ist. Wenn das nicht geschieht besteht die Gefahr, dass sich der Keim durchs Bein frisst. Auch mit Operation ist noch unklar, ob wir es schaffen, sein Bein zu erhalten. Sicher ist aber, die keimbelastete Schiene muss dringend raus. Und damit nicht genug, da der Süße schon ewig das Beinchen nicht benutzen kann, muss er danach mühsam lernen, es wieder einzusetzen. Es werden also jede Menge Physiotherapie, Wasserlaufband und andere Unterstützung nötig sein, bis Giovanni im besten Fall wieder auf seinen vier Beinen über die Wiesen springen kann.

Er ist schon so weit gekommen, der freundliche Kerl, und hat so viele Schmerzen erlitten, es muss jetzt ein Ende haben und sein Leben muss genau JETZT die entscheidende Wendung finden - mit Ihrer Hilfe kann er sein Leben auf (hoffentlich) vier Beinen und ohne Schmerzen erleben. Der Kostenvoranschlag für die Operation liegt bei ca. 1300€, dazu kommt noch die langwierige Physiotherapie, bei der wir im Moment noch gar nicht wissen, was an Kosten auf uns zukommt.

Bitte schenken Sie Giovanni eine Chance auf ein gutes Leben mit vier gesunden Beinchen und spenden Sie mit dem Vermerk "Giovannis Glück" auf unser Vereinskonto. Der kleine Unglücksrabe ist erst 6 Jahre, er hat noch soviele Jahre vor sich….

Vielen, vielen Dank für Ihr großes Geschenk an diesen hübschen Rüden!

Giovanni, deine Odyssee ist bald vorbei, wir tun alles, damit du noch viele Jahre schmerzfrei dein Leben genießen kannst, versprochen!


28.05.2020 - OP geglückt?

Vor einiger Zeit haben wir Sie gebeten, Giovanni zu helfen, wieder auf vier Beinen laufen zu können – vielen Dank für Ihre großzügige Unterstützung, an dieser Stelle wollen wir Ihnen nun ein kurzes update geben, wie es dem Charmeur bis jetzt ergangen ist.

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Ende April wurde er operiert, zum Glück, denn Schiene und Schrauben waren mehr als locker, der Knochen ist, wie vermutet, nicht zusammengewachsen und die OP war allerhöchste Eisenbahn. Stellen Sie sich vor, wie schrecklich und schmerzhaft es sich anfühlen muss, so lange mit lockerer Schiene am gebrochenen Bein herumzulaufen….. Danke, dass Sie seinem Leiden ein Ende bereitet haben!

Gewebsproben wurden von der Gelenkflüssigkeit, der Schiene, dem Knochen und allem umliegenden Gewebe genommen um zu schauen, wo – und welcher Keim - dort sein Unwesen treibt. Das Ergebnis kam gerade hereingeflattert: Der Knochen ist zum Glück tumorfrei, im Knie haben wir es allerdings, wie befürchtet, mit einem multiresistenten (MRSA)Keim zu tun und die Prognose, dass sein Bein heilt, ist leider wirklich schlecht.

Aber vielleicht gibt es doch noch Hoffnung, denn auch wenn er das Bein nach so kurzer Zeit nach der OP noch wenig belastet, Pipi- machen und Scharren geht schon prima, dass lässt uns hoffen…

Vielen Dank an Sie, liebe Spender, dass Sie Klarheit für Giovanni gebracht haben und dass es uns, Dank Ihrer Hilfe, möglich war, alles zu versuchen, um sein Bein zu retten. Wie erfolgreich das ist, wird nur die Zeit zeigen können – aber Giovanni geht es gut, er hat viel weniger Schmerzen als vorher und wir trösten uns mit dem Gedanken, dass drei schmerzfreie Beine besser sind als vier mit einem, das ihm unsägliches Leid bereitet.

Lassen Sie uns gemeinsam die Daumen drücken für den kleinen Kerl!


03.07.2020 - Wie ein Unglück Helden erschafft

Das Schicksal hat nun über Giovannis Zukunft entschieden. Der Keim war außer Rand und Band, der Fixateur gebrochen und so kam es zu einer notwendigen Notoperation. Das Bein musste nun doch amputiert werden. Es war seine einzige Chance, den Keim endlich zu besiegen. Obwohl erst einmal alles einen guten Eindruck machte und wir gerade beginnen wollten aufzuatmen, musste Giovanni zwei Tage später wieder in die Klinik - erneut eine Notoperation, der Keim war „explodiert“, die Wunde musste nochmal geöffnet, gespült und versorgt werden.

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Wenn Sie denken, dass war es jetzt und die Kuh ist vom Eis, müssen wir leider sagen - weit gefehlt. Momentan ist Giovanni nämlich auf einer Isolierstation in der Tierklinik. Die Haut über dem Stumpf ist etwa 2x8cm offen, es muss also von außen nach innen heilen, damit der Keim endlich Ruhe gibt. Das ist jetzt Endstation, denn den Ärzten, die sich rührend um Giovanni kümmern, gehen die Ideen aus. Er bekommt jetzt also eine intensivmedizinische Versorgung, hängt an einer Vakuumpumpe, dadurch fließt das Wundsekret ab und alle setzen auf eine hoffentlich einsetzende Dezimierung der Keimzahlen. Mehrere Antibiotikatherapien mussten bereits abgebrochen werden, aktuell wird wieder ein neues Mittel probiert - einen multiresistenten Keim in den Griff zu bekomme ist ein Riesenproblem und Giovanni erfährt das gerade am eigenen, jungen Körper.

Für uns Menschen ist es schwer auszuhalten, was der kleine Kerl alles erleiden muss, aber für Giovanni zählt das Heute! Er will leben.... unbedingt. Und er kämpft um sein Leben und lässt stoisch alles über sich ergehen, um seinem großen Traum näher zu kommen.
Gemeinsam mit ihm kämpft seine tolle Pflegestelle, die aus Angst und Sorge kaum noch einen klaren Gedanken fassen kann, und dennoch alles tut, was nötig ist und von Tierklinik zu Tierklinik saust, um Giovanni genau das zu ermöglichen: sein schmerzfreies Leben!

Sie können sich denken, was auf uns zukommt, nämlich eine fette Rechnung. Zwei Notoperationen, Isolierstation, intensivmedizinische Behandlungen.... wir haben Angst um Giovanni - und wir haben Angst vor den Rechnungen, denn sie werden gigantisch sein. Aber dass sein Leben jeden Cent wert ist, das steht für uns außer Frage. Die Kosten seit der zweiten OP mit dem Fixateur bis heute liegen bei 6.958,58 Euro, für die wir noch keinerlei Spenden erhalten haben. Dies ist aber noch nicht das Ende der Kosten, denn er wird noch weitere drei Tage in der Klinik verbringen und mehrere Nachuntersuchungen erhalten.

Zum Glück sind wir ein Verein mit unglaublich vielen Helden: da wäre Giovanni, der unbedingt leben will und niemals aufgibt, die Pflegestelle, die so viel (er)trägt und alles macht, um Giovanni dieses Leben zu ermöglichen und Sie, liebe Spender, die uns nie im Stich lassen und uns immer wieder zeigen; gemeinsam können wir es schaffen!

Giovanni, du kleiner großer Held, dein Leben wartet, halte durch!

Wir danken allen von Herzen.

Ihr STREUNERHerzen-Team


Spendeneingang ab Juli 2020

020,00 Euro Anja N.
250,00 Euro Astrid G.
050,00 Euro Anja D.
500,00 Euro Gabriele H. - Sch.
100,00 Euro Ute L. Dr.
020,00 Euro Irina M.
100,00 Euro Sandra G.
030,00 Euro Bianca K.
030,00 Euro Tristan T.
030,00 Euro Helga G. Dr.
060,00 Euro Jutta K.
050,00 Euro Detlef und Dagmar Sch.-F.
005,00 Euro Julia L.
050,00 Euro Silvia M.

Spendeneingang bis Ende Juni 2020

400,00 Euro Wilhelm Hambach GmbH & Co KG
030,00 Euro Elisabeth W.
200,00 Euro Margit T.
050,00 Euro Elisabeth W.
200,00 Euro Waltraud B.
100,00 Euro Natalie G.
100,00 Euro Ute L. Dr.
060,00 Euro Jutta K.
050,00 Euro Carin Emilie G.
100,00 Euro Carola I.W.
010,00 Euro Marlies K.
070,00 Euro Elisabeth W.
005,00 Euro Gabriela B.
030,00 Euro Bianca K.

Sollten mehr Spenden eingehen als benötigt, wird dieses Geld einem anderen SOS- oder Patenschaftstier helfen!


22.09.2020 - Ein neues Kapitel in Giovannis Lebensbuch

Schon oft haben Sie die Geschichte von Giovanni gelesen. Immer wenn wir dachten, jetzt hat er es geschafft, folgte das nächste Drama. Ende Juni, kurz nach unserem letzten Aufruf, kam er aus der Klinik, die Wunde war immer noch nicht geschlossen und die Ärzte hatten ihn fast aufgegeben. Der MRSA-Keim verhinderte den Wundverschuss und die Ärzte waren mit ihrem Latein am Ende

Die unglaublich tolle Pflegestelle ging Tag ein, Tag aus bis Mitte August mit unserem Superhelden zum Tierarzt und ließ die Wunde neu versorgen und verbinden. Nichts half, mal sah es aus, als würde es endlich einen Durchbruch Richtung Heilung geben, am nächsten Tag kam das große Erwachen, wieder nur ein Strohfeuer, dass zwar Hoffnung verhieß, aber nicht halten konnte. Alle waren mit den Nerven am Ende, die Pflegemama lag weinend mit Giovanni im Arm und dennoch glimmte immer wieder ein kleines Lichtlein auf und flüsterte ihr zu: „Er schafft es“.

Eine STREUNERHerzen-Kollegin brachte den Durchbruch: Sie schickte Silbergase und Schaumstoffverbände, der hiesige Drogeriemarkt wurde kurzerhand von allen Kompressen, Leukoplast und Co befreit und endlich, endlich erzielten wir einen Durchbruch.

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Nur mit Ihrer Hilfe konnten wir Giovannis Genesung finanzieren, all die Rückfälle finanziell tragen, die riesigen Rechnungen bezahlen und was ganz wichtig ist: Wir wussten, wir sind nicht alleine, denn Sie alle, liebe Spender, sind bei uns und dieses Wissen hilft, auch in Zeiten, in denen es scheint, als wäre alle Mühe umsonst.

Nun ist Giovanni seit einer Woche ohne Verband, er ist fieberfrei, die Wunde ist komplett geschlossen. Links und recht ist noch eine Schwellung und wir hoffen inständig, dass sie sich auflöst und nicht das nächste Drama beinhaltet - aber jetzt gehen wir erstmal davon aus, dass der Süße nun endlich ein schmerzfreies und fröhliches Leben führen kann.

Und fröhlich ist er, der Liebling aller Tierärzte und Sprechstundenhilfen, wo er auftauchte, zaubert er ein Lächeln ins Gesicht. Nie hat er geknurrt, nie gezappelt, stundenlang ruhig gelegen, alles hat er klaglos über sich ergehen lassen - und dabei mit dem Schwanz gewedelt. Was für ein Kämpfer, der kleine Giovanni.

Jeder kann sich vorstellen, wie so ein Lebenskampf Mensch und Tier zusammenschweißt. Als die wunderbare Pflegemama weinend mit Giovanni auf dem Boden lag, hat sie sich und ihm geschworen, ihn zu begleiten, egal was kommt, egal wie lange es dauert und egal, wie schmerzhaft es auch sein möge. Sie und Giovanni sind im Leid so sehr zusammen gewachsen, was liegt näher, als dort zu bleiben?

"Ich kann ihn nicht mehr abgeben, wir haben gemeinsam so sehr gekämpft, ihn ins Leben zurück bugsiert, ich habe nächtelang gewacht, wochenlang gebangt, soviel Tränen vergossen und immer wieder über soviel Mut, Lebenswillen und Fröhlichkeit gestaunt, dieser Hund ist ein Geschenk, dass das Leben mir macht und ich nehme es mit Freuden an."

So endet jetzt die Geschichte von Giovanni, dem Unglücksraben und ein neues Buch wird aufgeschlagen: Giovanni, der dreibeinige Held, der uns alle lehren kann, was Lebensfreude, Hingabe und Liebe an das Leben wirklich bedeuten

Wir entlassen dich jetzt von der SOS-Seite, Du Süßer, Du bist jetzt kein Streunerherz mehr, sondern ein geliebter, beschützter und lebensfroher Hund, der hoffentlich noch ein wunderbares Leben vor sich hat. Manchmal, wenn ich die SOS-Texte schreibe, werde ich ehrfürchtig vor der Größe dieser geschundenen Seelen, vor dem Lebenswillen und dem würdevollen Annehmen des Schicksals, dass uns diese Geschöpfe immer wieder lehren.

Danke für Ihre Hilfe und ihr bei-uns-sein, Danke an die unglaubliche Kraft der Pflegestelle und Danke, dass Giovanni bleiben darf. Machs gut, du großer Kämpfer im kleinen Körper.... Tschüß, Du kleiner großer Held.

Dein STREUNERHerzen -Team



Ansprechpartner

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an:

Spendenbetreuung

Ansprechpartner

Heidi Witt


Mitglied des Vorstands
Spendenbetreuung SOS Tiere

Telefon: (0162) 77 70 77 2
E-Mail: heidi.witt@streunerherzen.com



Bankverbindung

STREUNERHerzen e.V.
Kreissparkasse Köln
BLZ 370 502 99
Konto 157284821

IBAN DE93370502990157284821
BIC COKSDE33



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