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Elsa

– dieser Kampf ist aussichtslos

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Fakten

Geboren:
ca. 10.09.2020

Rasse:

Schulterhöhe:
im Wachstum – groß werdend

Gewicht:
im Wachstum

Geschlecht:
weiblich

Kastriert:
nein

Gesucht wird

Zuhause:

Pflegestelle:

Paten:
-


geimpft:

gechippt:

Mittelmeercheck:
nach Einreise

Krankheiten:
keine bekannt


Handicap:
-


Aufenthaltsort:
Pflegestelle, Sardinien



Verträglichkeit / Trieb

Katzen:

Hunde:

Kinder:
unbekannt

Jagd:
unbekannt

Haltungsbedingungen

Garten:

Zweithund:
gerne

Hundeschule:
bedingt



Alle Angaben sind Informationen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt, so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter und Größen- sowie Gewichtsangabe können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier "unbekannt" angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind natürlich immer möglich.


Vor fünf Wochen bekamen wir einen Anruf, dass eine Familie in Luras acht Maremmano- Welpen von zwei verschiedenen Hündinnen hat. Diese Familie ist nicht nur bitterarm, sondern auch absolut überfordert mit der artgerechten Haltung der Hunde. Als wir vor Ort eintrafen, mussten wir unsere Gefühle unterdrücken.

Die Welpen lebten inmitten von Müll, ohne Zugang zu frischem Wasser, ohne Futter. Die Mütter, von denen eine verängstigt in den Wald lief, waren verwahrlost und sich komplett selbst überlassen.

Es lagen verweste Knochen, Plastikbeutel und verschimmelte Pasta am Boden. Wovon sich die Hunde ernährten, war nicht ersichtlich, anscheinend- so behauptet das Ehepaar, werden sie täglich gefüttert.

Alle Welpen hatten dicke aufgequollene Bäuche, stumpfes Fell. Ihre kleinen Körper übersät mit Flöhen und Zecken, drückten sich in den Verschlag, in dem sich die Mütter ein Nest für ihre Welpen gebaut hatten. Die Mütter werden gehalten, um die Schafe zu hüten, allerdings war von Schafen weit und breit keine Spur. Die Frage, wo denn die Schafe wären, wurde damit beantwortet, dass man sie verkauft hätte, zusammen mit den beiden Müttern, daher müssten die Welpen schnell weg. Es begann eine Diskussion, die wie so oft aussichtslos war, denn wir wissen im Herzen, dass wir den Kampf gegen die Ignoranz vieler Sarden nicht gewinnen können. Was uns bleibt ist Aufklären, Bitten, mit freundlichen Worten verstehen zu geben, dass nur Kastration den Kreislauf der ungewollten Welpen durchbrechen kann.

Wir entwurmten vor Ort die Mütter, vor allem Kimba kümmerte sich aufopferungsvoll um alle Welpen. Eine wunderbar sanfte Hündin, von den Entbehrungen ihres Lebens gezeichnet. Wir versprachen, die Welpen zu übernehmen, wenn sie von der Mutter getrennt werden können und die Mütter zu kastrieren. Bis dahin war vereinbart, dass wir die Welpen samt Müttern füttern und besuchen dürfen.

So gingen wir an diesem Samstag mit einem weinenden und einem lachenden Auge, nicht ahnend, dass alles ganz anders werden sollte. Warum wissen wir bis heute nicht, wir vermuten, dass die Bereitschaft, die beiden Mütter zu kastrieren, nicht da war. Da wir die Kastration aber zur Bedingung gemacht hatten, alle acht Welpen zu übernehmen, lasen wir mit Erschrecken auf facebook am Sonntagvormittag einen post, dass acht Welpen zu verschenken sind. Sofort handelten wir, riefen an, fragten, warum die Vereinbarung vom Vortag nicht mehr steht. Die Frau erklärte uns, der neue Besitzer, der die Schafe gekauft hätte, will um keinen Preis der Welt, dass die Hündinnen kastriert werden, da sie sonst ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen – und noch schlimmer, alle Welpen seien bereits verschenkt. Wir wissen heute, dass dies eine Ausrede war, denn die Mütter sind immer noch auf dem verlassenen Grundstück und Elsa war der einzige Welpe,den wir vor Ort gefunden haben.

Wir zögerten nicht, Elsa wurde eingepackt, durfte auf eine private Pflegestelle ziehen. Dort kam die Kleine sofort zurecht, sie zeigt sich von Beginn an als Musterschüler. Zeigt an, wenn sie sich lösen muss, spielt mit den Hunden und Katzen der Familie, und ganz besonders die kleine Tochter hat es ihr angetan. Elsa darf nachts vor dem Bett im Körbchen liegen, die beiden gehen zusammen spazieren, gemeinsam auf den Spielplatz.

Elsa weiß nicht, dass nur sie alleine das Glück auf ihrer Seite hatte. Sie geht unbeschwert durchs Leben.

Für uns beginnt der nächste Kampf, wir versuchen immer noch, die Mütter zu kastrieren oder sie ganz bei uns aufzunehmen. Wir geben nicht auf.

Da es sich bei Elsa um eine Herdenschutzhündin handelt, suchen wir für sie folgende Voraussetzungen:

- Möglichst freistehendes Haus mit großzügigem Gartengrundstück, sicher und hoch eingezäunt.
- Klare Menschen, die in ihrer Kommunikation mit dem Hund konsequent und eindeutig sind.
- Hundeerfahrene Menschen
- Menschen, die keine Befehlsempfänger suchen, sondern einen Hund, der sehr selbstständig denkt und handelt
- Menschen, die Vertrauen gegen Vertrauen setzen, um eine intensive Bindung mit dem Herdenschutzhund einzugehen.

Informieren Sie sich auch auf unserer Homepage über den Maremmano. Hier geht es zur Rassebeschreibung.

Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Elsa kann nach Deutschland ausreisen.


Ansprechpartner

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an:

Ansprechpartner Stefanie Richter


Mitglied des Vorstands
Vermittlung Hunde

Telefon: (0177) 32 68 50 9
E-Mail: stefanie.richter@streunerherzen.com


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