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Achille

Vom Schicksal der Entscheidung - Freiheit oder Zukunft?

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Fakten

Geboren:
ca. 01.01.2020

Rasse:

Schulterhöhe:
ca. 61 cm

Gewicht:
ca. 26 kg

Geschlecht:
männlich

Kastriert:
nein

Gesucht wird

Zuhause:

Pflegestelle:

Paten:
-


geimpft:

gechippt:

Mittelmeercheck:
nach Einreise

Krankheiten:
Verletzung an der Pfote


Handicap:
lahmt aufgrund einer Verletzung an der Pfote


Aufenthaltsort:
private Pflegestelle, Sardinien



Verträglichkeit / Trieb

Katzen:
unbekannt

Hunde:

Kinder:
unbekannt

Jagd:
unbekannt

Haltungsbedingungen

Garten:

Zweithund:
gerne, ein sozialer, aufgeschlossener Ersthund

Hundeschule:
bedingt



Alle Angaben sind Informationen von unseren sardischen Kollegen und Tierärzten vor Ort. Alle Hunde wurden meistens mehrfach von den Vermittlern besucht und auch beurteilt, so gut dies in den jetzigen Lebensumständen möglich ist. Alter und Größen- sowie Gewichtsangabe können abweichen. Wir können keine weiteren Auskünfte im Umgang mit Kindern und Katzen geben, wenn hier "unbekannt" angegeben ist. Krankheiten sind nicht bekannt, sofern keine Krankheit angegeben ist. Schlummernde Krankheiten sind natürlich immer möglich.


Bis heute ist die Landwirtschaft der bedeutsamste Wirtschaftsfaktor, der mehr Arbeitsplätze stellt als der Tourismus. Es weiden mehr als drei Millionen Schafe auf Sardinien, dazu kommen zwei Millionen Kühe und hunderttausende Ziegen. Viele Familien besitzen große Ländereien, die Käseproduktion bringt neben den Schlachttieren ein wenig Nebeneinkünfte.

Achille und Ophelia stammen aus der Nähe von Murta Maria, dort sind sie in einer Käserei aufgewachsen. Die Familie hatte bereits drei Herdenschutzhunde für ihre Herde, das Weibchen wurde mangels Kastration zweimal trächtig. Achille und Ophelia sind aus dem ersten Wurf. Der zweite Wurf wurde komplett von uns übernommen, die Mutterhündin kastriert.

Die Hunde werden in absoluter Freiheit gehalten, das bedeutet, sie sind sich selbst überlassen. Sie werden zwar gefüttert, doch ein Herdenschutzhund ist ein Nutztier. Diese Rasse ist da, um die Herde zu beschützen. In diesem Fall haben die beiden Junghunde ihre Aufgabe sehr ernst genommen. Da das Familienhaus mit der Produktion von den Weiden durch eine Straße getrennt ist, sind die Hunde auch auf der Straße aktiv ihrer Bestimmung nachgegangen. Autos, Radler, Jogger, Spaziergänger- nichts und niemand wurde geduldet, was in die Nähe der Schafe kam und wurde gestellt oder verjagt. Dabei wurden nie jemand verletzt.

Achille war der erste, den es erwischt hat, bei einer Autojagd wurde er erfasst. Die Vorderpfote offen, blutig und gebrochen. Zu dieser Zeit wollte ihn niemand zum Tierarzt bringen, die Pfote musste von selbst heilen. Ein Schicksal, dass viele Herdenschutzhunde teilen, denn sie sind Nutztiere für die Schäfer. Immer wieder gab es den Sommer über Ärger, Menschen beschwerten sich über die Meute. Man hatte Angst, am Haus vorbeizugehen, es gab einige Anzeigen. Die Familie bat uns im Herbst daher erneut um Hilfe. Der Familienrat tagte, man einigte sich darauf, dass die Junghunde besser ein anderes Zuhause finden. So soll wieder Ruhe einkehren, es bleiben zurück die drei ältesten Hunde.

Und dann sind es diese Entscheidungen im Tierschutz – Freiheit oder Zukunft? Man weiß, dass diese Hunde in einem Zwinger, eingeschlossen, von ihrem Rudel getrennt, ihrer Freiheit und Eigenständigkeit beraubt, leiden werden. Wann sie eine Familie finden, steht in den Sternen.

Achille und Ophelia verstanden die Welt nicht mehr. Was war geschehen? Eingesperrt und getrennt voneinander, viele fremde Menschen, lautes Gebell der anderen fremden Hunde, fremde Gerüche. Für die beiden Hunde „Stress pur“.

Nun sind beide schon seit April 2021 bei uns, sie haben sich an ihre neuen Bezugspersonen gewöhnt. Tag für Tag geht es in kleinen Schritten voran und sie sind nun so weit, in die Vermittlung übernommen zu werden.

Achille ist ein unglaublich schöner Herdenschutzhund, ein Topmodel mit grünen Augen- die Volontäre nennen ihn auch Brad Pitt- weil er so schön ist.

Zudem bezaubert er auch mit seinem Wesen. War er zuerst zurückhaltend und ängstlich, ist er ein fröhlicher Junghund geworden. Er freut sich, sobald man die Box betritt. Lässt sich bereits an der Leine führen und mag es, im Auto mitzufahren. Seine Pfote ist leider nicht gut zusammengewachsen. Aber er nutzt sie. Dies sollte man in Deutschland einmal durch ein Röntgenbild überprüfen, um zu verstehen, wie genau die Fraktur zusammengewachsen ist.

Da Achille ein Maremmano-Mischling ist, wünschen wir uns folgende Voraussetzungen für sein neues Zuhause:

- Möglichst freistehendes Haus mit großzügigem Gartengrundstück, sicher und hoch eingezäunt.
- Klare Menschen, die in ihrer Kommunikation mit dem Hund konsequent und eindeutig sind.
- Hundeerfahrene Menschen
- Menschen, die keine Befehlsempfänger suchen, sondern einen Hund, der sehr selbstständig denkt und handelt
- Menschen, die Vertrauen gegen Vertrauen setzen, um eine intensive Bindung mit dem Herdenschutzhund einzugehen.

Informieren Sie sich auch auf unserer Homepage über den Maremmano. Hier geht es zur Rassebeschreibung. Gerne berate ich Sie auch hierzu.

Wenn Sie Achille die Chance auf ein neues Leben schenken möchten und ihm einen Pflegestellenplatz oder ein Zuhause anbieten können, melden Sie sich gerne bei mir.

Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Achille kann nach Deutschland ausreisen.


Ansprechpartner

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an:

Ansprechpartner Stefanie Richter


Mitglied des Vorstands
Vermittlung Hunde

Telefon: (0177) 32 68 50 9
E-Mail: stefanie.richter@streunerherzen.com


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