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Zara-Nera

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Liebe Zara Nera,
immer wenn wir deine Geschichte hörten, wünschten wir dir von Herzen, dass sich das Leben für dich bald zum Guten wenden würde. Und der erste Schritt wurde schon Anfang Dezember vollzogen - du kamst in Deutschland auf eine liebe Pflegestelle, die sich sehr auf dich freute. Doch obwohl du hier in Sicherheit warst, hat das Pech dich weiter verfolgt. Erst hast du während einer Spieleinheit deiner Hundefreundin Jule versehentlich den Hals mit einem Eckzahn aufgerissen und Jule musste genäht werden. Seitdem hatte sie große Angst vor dir, obwohl du überhaupt nicht verstehen konntest und wolltest, was auf einmal anders war. Das Leben mit euch Beiden war nun nicht mehr so einfach. Jule wollte Distanz und du wolltest schmusen und eine Freundin zum Toben und Spielen.

Dann, auf der Hundewiese, hast du dir eine Zehe gebrochen. Mensch, Nera, was waren wir alle traurig. Erst versuchte man es mit stillhalten und schauen, ob es gerade wieder verwächst, doch auch hier hattest du Pech: Die Zehe musste abgenommen werden. In deinem Mittelmeertest kam zusätzlich die Krankheit "dirofilaria immitis" heraus. Auch hier musste eine Behandlung beginnen.

Doch all das hat dein neues Frauchen nicht abgeschreckt. Sie hat mir dir einen wunderschönen Tag in Hamburg auf deiner Pflegestelle verbracht und es hat gefunkt. Wie sehr haben wir es uns gewünscht, damit in dein und Jules Leben wieder Ruhe einkehrt und dein Pflegefrauchen, die trotzdem an dir festgehalten hat, entlastet werden würde. Am 18.01. war der große Umzugstag. Ein wenig mit Bangen haben wir dem Datum entgegen gesehen, hoffentlich würde der Umzug dir nicht den Boden unter den Füßen wegziehen!

Aber schon die erste Rückmeldung war durchweg positiv. Du hast dich von Anfang an von deiner Schokoladenseite gezeigt, auch mit einer Zehe weniger! Frauchen war und ist ganz begeistert von dir und als wir die ersten lustigen Geschichten hörten und Fotos sahen, wussten wir, du bist angekommen. Angekommen in einem Leben, das auf dich abgestimmt ist. Du bist in Flensburg, direkt am Hundestrand, in einem Haus mit großem Garten gelandet und hast sofort den Strand für dich entdeckt. Du bist geflitzt, soweit die Leine reichte, brav und anständig aber mit deinem Frauchen umgegangen. Allen Hunden bist du freundlich begegnet und hast schnell tolle Hundefreundschaften geschlossen. Nur die Hundetagesstätte magst du nicht so gerne, aber auch da ist man im Hause flexibel. Dann wird dich eben ein Dogwalker besuchen, an den Tagen, an denen dein Frauchen dein Fresschen verdienen muss. Und so schnell durftest du ohne Leine laufen. Und wenn es dann Richtung Heimat ging und der Strand verlassen werden musste, hast du Frauchen am Mantel festgehalten und alle haben gelacht. Du bist ausdrucksstark, freundlich und selbstbewusst und gibst dich doch deinem Frauchen hin. Und weil du so brav bist, hast du auch schnell eine Begleithündin bekommen. Ganz unverhofft aber passend ist Fienchen eingezogen. Erst war sie nur ein paar Tage zu Gast, bevor du eingezogen bist, aber jetzt ist sie fester Bestandteil von deiner Familie geworden und du hast es zugelassen - sie ist eben auch ein Notfall.

Jetzt freuen wir uns über die Zeilen deines Frauchens und entlassen dich in eine glückliche Zukunft. Meine schwarze Nera, wenn es jemand verdient hat, dann sicherlich DU. Genieß es, freu dich jeden Tag über die Sicherheit, die Liebe und die Freiheit, die dein Frauchen dir verständnisvoll entgegenbringt.

Wir wünschen dir von Herzen alles Gute und lass mal zwischendurch hören, was für Blödsinn du wieder machst.

Hallo,
das mit den Fotos vom letzten Wochenende scheint sich schwieriger zu gestalten, als man denken würde, daher habe ich heute noch mal neue gemacht und Videos.
Nera ist mit ihren zwei Lieblingsspielzeugen zu sehen: dem Ball (eigentlich ein Futterball, aber sie findet ihn auch so interessant) sie spielt ganz gerne Fußball, und dem Ziehtau.
Heute hat sie sich das erste Mal aufs Sofa getraut, bisher hat sie nur immer mit dem Bauch drauf gelegen, aber die Hinterbeine standen noch auf dem Boden. Da sie sich sehr gerne stundenlang bürsten lässt, ist das viel bequemer für mich :)
Sie kann übrigens sehr gut abgeleint werden, sie scheint kaum Jagdtrieb zu haben und geht zwar manchmal etwas dreist vor, aber dann ändere ich halt die Richtung und sie kommt angerannt. Witzig ist auch, dass ich ihr zwar beigebracht habe, Sitz zu machen, sie setzt sich aber niemals direkt mit dem Gesicht zu mir hin, sondern dreht sich vorher immer um mindestens 90Grad, was ich da falsch gemacht habe, ist mir noch nicht aufgefallen. Nera hat im Hundefreilauf auch schon einige andere Hunde gefunden, die mit ihr spielen (Nera spielt gerne fangen), ich bin ihr nicht schnell genug. Eigentlich kann man kaum glauben, dass sie bisher auf der Straße gelebt hat, sie ist so unkompliziert, zum Beispiel hat sie sich nicht von meiner Nichte dazu bringen lassen, im Haus zu spielen, was draußen ja eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen ist. Sie lässt sich immer sehr lieb von der Nachbarin streicheln, in deren Garten sie manchmal springt und das ist für die nette ältere Dame auch mal eine Abwechslung (daher bin ich da nicht so streng und Nera kommt ja auch wieder zurückgesprungen, wenn ich sie rufe). Nera geht super an der Leine, selbst meine 5jährige Nichte hat sie einfach nehmen können. Sie bellt nur, wenn sie jemanden zum Spielen auffordert.
Das Fell ist ja etwas, was ich mir anfänglich für meinen neuen Hund nicht so gut vorstellen konnte, aber diese Art Fell ist überaus pflegeleicht, nach den Spaziergängen rubbel ich sie einfach mit dem Handtuch ab und sie ist trocken und sauber.
Die Hundestagesstätte ist noch nicht ihr liebster Platz (sie will nicht ohne mich da bleiben), wobei sie dort auch noch keinen anderen Hund zum Spielen gefunden hat (denen ist sie aber auch gleich mal über eine Absperrung gesprungen, man unterschätzt sie halt, weil sie gerade noch ein bisschen viel auf den Rippen hat). Dafür hat sie dort auch schon raus, einen auf armen Straßenhund zu machen, der ganz viele Streicheleinheiten braucht. Mal sehen, wie sich das weiterentwickelt.
Nächsten Donnerstag haben wir einen Termin mit einer Hundetrainerin und werden ab dann hoffentlich in eine Work and Fun Gruppe gelassen, wo ich lerne, was für Spiele sie vielleicht sonst noch mag, vielleicht kann man ihre Sprungkraft ja irgendwie ausnutzen.
Da Fienchen, die läufige Hündin, auf die ich aufgepasst hatte, für ihre Familie auch unläufig zu viel war (ein Setter ist halt ein Setter) und Nera so lieb ist, sind wir jetzt zu viert (mit meinem Mann, der aber ganz klar zum Leckerliverteilen ausgenutzt wird). Und wenn man genau hinsieht, kann man Fienchens Hintern auf dem Sofafoto sehen, wenn es einer vormacht, kann man es ja auch mal wagen. Auf dem Foto mit beiden Hunden kann man irgendwie sehen, wo mein Platz ist; auffällig ist, dass mein Mann auf dem anderen Sofa sitzen müsste, wenn er denn da ist :-).
Viele Grüße
Carmen und Nera

Nera ist am 18.01. in das wunderschöne Flensburg gezogen und wird diesen Platz so schnell nicht mehr hergeben!


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Lesen Sie Ihre Geschichte auf Sardinien:

Nera, wir lernten dich am Hafen von Cannigione, einem traumhaften kleinen Ort an der so berühmten Costa Smeralda, kennen - der Ort, der deine Heimat war. Du wurdest von den Einheimischen geduldet, weil du friedlich, zurückhaltend und lieb warst. Dein Weggefährte war ein Spinone-Rüde, wo du warst, war auch er. Man hatte dir sogar einen Namen gegeben - Nera, die schwarze Schönheit. Immer wenn wir dort waren, haben wir dich besucht, dir Futter gebracht und nach deinem Wohlbefinden geschaut.

Wir haben versuch, einen Tierschutzverein zu finden, der dich kastriert, da wir große Sorge hatten, dass du trächtig werden würdest. Und so geschah es auch.

Zu lange ließ man uns warten, die Auffangstationen waren voll, die Tierheime besetzt. Keiner hatte Zeit und Platz, dich zu kastrieren und danach bis zur Heilung der Narbe bei sich zu halten. Dann war es passiert. Wir sahen dich wieder vor ca. einem Jahr, da hattest du ein dickes Gesäuge. Aus Angst, dass man deine Nachkommen nicht dulden würden, krochen wir stundenlang durch verwaiste Appartementanlagen und suchten nach deinen Welpen. Es war Winter, es war still und ruhig in dem kleinen Örtchen. Wir fanden deine Welpen nicht. Auch am nächsten Tag suchten wir vergeblich.

Bei einem Gespräch mit einem ortsansässigen Sarden wurde uns gesagt, dass es keine Welpen mehr geben würde. Wie traurig. Nun setzen wir nochmal alles daran, dass sie endlich kastriert werden sollte. Da Nera ein bisschen scheu war, erklärte sich ein Anwohner dazu bereit, sie zum 4 km entfernten TA zu fahren.

Mehrere Telefonate folgten und alles war in die Wege geleitet. Aber leider, wie so oft, passierte einfach nichts.

Bei den nächsten Aufenthalten brachten wir immer Tierfutter vorbei, aber Nera war immer noch nicht sterilisiert. Nera wurde uns gegenüber sehr zutraulich, aber man war ja nur einen Tag vor Ort.

Jedes Mal versicherte der Mann, er würde Nera zum Tierarzt fahren. Aber nichts geschah. Die Menschen dort wollten Nera nicht abgeben, sagten, sie hingen an der Hündin und ich dürfte sie nicht mitnehmen. Sie versprachen erneut, sie zum Tierarzt zu bringen und auf unsere Rechnung kastrieren zu lassen.

Im Mai kamen wir nach Cannigione und sahen Nera mit dickem Bauch kurz vor der Niederkunft. Wir waren bestürzt und traurig. Die Menschen dort erzählten uns freudig, Nera bekäme Cuccioli - wir waren sprachlos. Sie versicherten, sie hätten ein Zuhause für die Welpen, sobald sie alt genug wären. Wir konnten einfach nichts ausrichten ohne Hilfe eines vor Ort tätigen Vereins.

Bestürzt, mit Tränen in den Augen und mit dem Gefühl unendlichen Versagens fuhren wir zu L.I.D.A. Olbia und schütteten der Tierheimleitung Cosetta und Sergio unser Herz aus. Sie versuchten zu helfen, konnten aber regionübergreifend nicht agieren.

Nera gebar in einem Gebäude sieben Welpen. Sie war stolz auf ihre Kinder. Mit Cosetta und Sergio waren wir übereingekommen, Nera nach dem Abstillen sterilisieren zu lassen und uns für die Welpen einzusetzen. Doch wieder kam alles anders als gewollt.

Einige wenige Tage später wollte eine Sardin Neras Welpen anfassen, die ihre Kinder natürlich verteidigte - welche Mutter macht das nicht? Sie schnappte nach der Hand der Einheimischen.

Dann nahm das Schicksal seinen Lauf und das, was um Himmels Willen nicht passieren sollte, traf ein.

Die Polizei und der Tierfänger wurden gerufen und obwohl Cosetta und Sergio sofort zur Stelle waren, um Nera zu übernehmen - wir danken ihnen so sehr für ihre Hilfe - musste Nera wegen der Überschreitung des Zuständigkeitsgebietes von 2 km ins Canile in Arzachena. Dort kam sie in eine Quarantänebox mit ihren Welpen. Ein neuer Name wurde vergeben: Zara! Wir besuchten sie dort, waren traurig, sie hinter den Gittern zu sehen. Nach einigen Wochen starben alle ihre Welpen an einem Darmvirus. Nun saß sie dort in der kleinen Box und war von allen verlassen - ihrer Freiheit, ihren Welpen, Menschen, die sie respektierten und ihrem Hundepartner.


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