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Spank

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Spank und die große weite Welt!

Hallo liebe Freunde,

ich bin der Max. Früher hieß ich ja mal Spank, aber der Name war komisch und gefiel mir irgendwie nicht. Nach einer sehr unschönen kurzen Zeit nach meiner Geburt, die ich zum Glück größtenteils vergessen habe, durfte ich einige Monate in einem schönen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern mit meinen Geschwistern wohnen. Diese Monate waren wirklich schön, und ich habe mit meinen Geschwistern und den anderen Hunden und Katzen sehr viel Spaß gehabt. Nach und nach sind diese zweibeinigen Tiere, man nennt sie glaube ich Menschen, gekommen und haben uns besucht. Immer wieder wurde es dann meist ganz traurig, denn diese Menschen waren überglücklich und sind dann irgendwann wieder weg gewesen, und plötzlich fehlte ein Spielfreund in unserer Gemeinschaft - und meine Geschwister waren auch nach und nach verschwunden. Keiner wusste so genau, was los war, denn auch unsere mit im Haus wohnenden Zweibeiner waren dann immer sehr traurig und wir trösteten uns gegenseitig. Aber zum Glück waren ja immer noch genug andere Spielgefährten da.

Am 1.&xnbsp;Februar hatte ich Geburtstag, da bin ich ein&xnbsp;Jahr alt geworden. Irgendwie spürte ich, dass sich etwas tat, denn die Zweibeiner in unserer Gemeinschaft beschäftigten sich mehr mit mir als sonst. Mein Name wurde öfter gerufen, und ich merkte am Verhalten der Zweibeiner, dass etwas Schönes passieren sollte. Ich habe aber nicht verstanden, was da los war. Plötzlich wurde dann auch Spank-Max gerufen, und ich dachte nur „Häh?“. Aber fand es ja auch lustig. Es ist ja auch schön, denn ich liebe es, im Mittelpunkt zu stehen!

Die Zweibeiner machten immer so komische Sachen mit einem kleinen Kasten in der Hand, ich glaube, man nennt es Foto, und das immer wieder von mir. Es ging also wohl tatsächlich um mich. Ich wurde sehr nervös und auch unsicher, denn ich verstand ja nicht, was da passieren sollte. Einige Tage vergingen, und ich merkte immer wieder am Verhalten der Zweibeiner, dass sie mal traurig, mal aufgeregt und mal erfreut waren, und irgendwie ging es immer um mich. Ich verstand die Welt nicht mehr und wurde natürlich nachdenklich.

Dann kam wieder so ein Tag. Ein lautes blaues Ding stand plötzlich am Tor und es stiegen zwei Zweibeiner aus dem Ding aus. Alle meine Kumpel liefen sofort zum Tor und begrüßten die Zweibeiner lautstark. Ich bin natürlich auch direkt hin und war neugierig. Unsere Zweibeiner sind dann auch zum Tor und begrüßten die fröhlichen Zweibeiner aus dem blauen Ding. Sie durften dann auch rein. Ich spürte sofort, dass es diesmal um mich ging und irgendwas passieren würde und bin sofort als Erster auf die Besucher zu und habe sie begrüßt. Sie waren so lieb zu mir und auch zu meinen anderen Mitbewohnern. Wir sind dann alle ins Haus, und ich durfte mich sofort an die beiden Zweibeiner kuscheln und fand es super, im Mittelpunkt zu stehen. Aber was würde weiter passieren? Ich wurde dann irgendwann in so ein Ding gezwängt, ich glaube Sicherheitsgeschirr nennt man das, das kannte ich ganz vom Anfang (zwischenzeitlich hatte ich schon längst ein normales Geschirr getragen!), denn jetzt war mir klar, mit mir passiert was und mit den anderen nicht, denn nur ich habe an diesem Tag so ein Ding bekommen und die Spielgefährten mussten im Haus bleiben. Ich kannte es ja schon von den anderen früheren Mitbewohnern, die dann plötzlich verschwunden waren und nicht wieder zurückgekommen sind. Also war mir klar, auch ich werde jetzt weggebracht! Ich hatte Angst und fing an zu zittern. Meine Zweibeiner sind dann mit mir raus und mir wurde von den Zweibeinern, die zu Besuch da waren, eine alte Dame, die auf den Namen Hexe hört, vorgestellt. „Hm“, dachte ich, „sie ist ja nett, aber was soll ich mit der alten Dame, warum wird sie mir vorgestellt?“

Dann sind wir zusammen spazieren gewesen. Mir war ganz mulmig, und irgendwie wollte ich auch nicht, aber der Weg war mir ja vertraut und bekannt, und ich dachte noch immer: „Es geht ja gleich wieder nach Hause“. Plötzlich standen wir an dem komischen blauen Ding. Erst wurde die alte Dame, Hexe, in dieses Ding getragen und eingesperrt, und dann wurde die Seite des blauen Dings aufgemacht. Ich wurde dort reingetragen&xnbsp;…&xnbsp;Oooh, ich hatte so eine Angst! Ich wollte wieder raus, aber ich konnte nicht, ich hing in dem blauen Ding fest und dann wurde das blaue Ding auch noch zugemacht. Dann sind die beiden Zweibeiner auch in das blaue Ding gestiegen, einer saß zum Glück neben mir. Dann bewegte sich das Ding und mein bisheriges Zuhause verschwand - und nun war klar, ich werde dieses Zuhause wohl nicht mehr wiedersehen. Es war doch so schön da, und was erwartete mich denn jetzt? Ich war aufgeregt und traurig zugleich.

Wir waren sehr, sehr lange unterwegs, und ich hörte dann irgendwann die Stimmen der Menschen: „Max, das ist dein neues Zuhause“. Häh? Max? Neues Zuhause? Was soll das? Bin ich gemeint? Wo war ich? Ich verstand die Welt nicht mehr. Dann durfte ich endlich aus dem blauen Ding aussteigen, natürlich erst mal mit Leine. Was war das? Alles so groß! So viel zu sehen! Dann ging es in das große Haus, und ich durfte dann auch alleine laufen und mir alles ansehen. Was war das aufregend! Dann ging es raus zum Spaziergang zusammen mit der alten Dame. So viel Neues zu sehen, so schön, so aufregend! Im Haus wurden mir dann Plätze gezeigt, an denen Decken und Spielsachen und leckere Dinge für mich lagen. Dann passierte es: eine Katze! Ich kenne ja Katzen und mag sie auch, aber die sah nicht sehr freundlich aus … Ich dachte nur „Mist, muss das sein?“. Sie knurrte und war offensichtlich nicht begeistert, dass ich in ihrer Nähe war. Die Menschen stellten sie mir dann als „Das ist Trixi, sie kann Karate“ vor. Uiuiui, ich glaube, die mag ich nicht.

Das alles, das ganze Neue hat mich ein bisschen überfordert und ich bin in das Schlafzimmer der Zweibeiner und habe mich dort auf das große Bett gelegt. Ich wusste zwar nicht, ob ich das durfte, aber niemand schimpfte, die Menschen fanden es sogar lustig. Das war ja auch sooo bequem, und ich bin dann auch schon recht schnell eingeschlafen; es war ein langer, aufregender Tag gewesen! Am nächsten Tag wurde mir nach dem Spaziergang dann mein sogenanntes neues Zuhause vorgestellt. Erst durfte ich mit in ein Haus, wo ein paar ganz große Hunde wohnten. Der Mensch nannte sie Ponys und Esel. Sie waren mir nicht ganz geheuer! Der Mensch zeigte mir dann alles, ich durfte überall mit hin und spielen und auch in die großen Zimmer der großen Hunde, ähm, der Mensch sagte dazu „Boxen für die Ponys und Esel“, und es war so lustig, denn dort lagen überall so kleine schwarze Bälle und die rochen so gut und schmeckten so gut. Der Mensch lachte und sagte „Bah, das schmeckt doch nicht“. Ich fand sie schon lecker! Dann durfte ich mir das große Wohnhaus ansehen. Es gab so viel zu sehen. Ich wusste irgendwann nicht mehr, wie ich alleine zurückfinden sollte. Das waren so viele Eindrücke. Immer wieder zwischendurch sind wir an diesen ersten Tagen schön lange spazieren gewesen und waren sogar auf dem Hügel, die Menschen nennen es „Deich“, und ich konnte ganz viel Wasser sehen. Da war ich so fasziniert, dass ich mich setzen musste! Dieser Weg gefällt mir am besten und der alten Dame Hexe auch. Sie ist zwar langsam, aber ich passe mich da ein bisschen an und passe auf sie auf! Manchmal hat sie sogar Lust, ein bisschen mit mir zu spielen. Wir waren vom ersten Tag an ein echtes Dreamteam und sind zwischenzeitlich unzertrennlich.

Ich merke immer mehr, hier möchte ich gerne bleiben. Die liebe Hexe hatte mir auch sofort gesagt, dass sie mich mag und mir sogar ein Küsschen auf die Nase gedrückt. Ich mag sie ja auch, auch wenn ich nicht so doll mit ihr spielen kann wie früher mit den anderen, aber das stört mich nicht. Im Moment fehlt mir das Spielen mit den früheren Spielkumpeln auch gar nicht. Es gibt so viel zu sehen und zu beschnuppern und kennenzulernen!

Zwischendurch habe ich aber schon mal mein so schönes altes Zuhause und meine Spielkumpel vermisst und war ganz traurig, aber die Menschen haben das verstanden und mich getröstet, und dann war wieder alles gut.

Mein neues Zuhause ist wirklich toll, und ich fühle mich hier richtig wohl! Die Menschen sind so lieb zu mir und kümmern sich um mich, und Hexe ist auch immer bei mir. Sie passt auf mich auf, und ich passe auf sie auf. Ich bin so stolz, dass die gute Hexe (sie ist ja schon 12 Jahre alt!) meinetwegen wieder so viel Spaß und Freude hat und im Rahmen ihrer Möglichkeiten sogar ab und zu mal mitspielen möchte.

Die Karate-Katze werde ich nie richtig mögen, aber sie ist halt da, und ich akzeptiere es. Inzwischen habe ich auch fast keine Angst mehr vor ihr, auch wenn ich nicht so gerne in ihre Nähe komme. Aber auch sie wird sich irgendwann an mich gewöhnen. Hexe ignoriert die Katze einfach, doch das kann ich irgendwie nicht.

Inzwischen sind schon zwei Wochen vergangen, und ich bin „zu Hause angekommen“ und möchte hier auch nicht mehr weg. Es macht mir so viel Spaß, und es ist so schön hier, und ich darf fast alles machen. Ich bin jetzt schon sehr gespannt, was ich noch alles sehen werde und was man mit mir noch alles macht. Das wird bestimmt ein ganz tolles Leben, das habe ich im Gefühl!

Liebe Grüße von Eurem Max  dem neuen „König der Nordsee“


Abschiedsworte der Pflegestelle von Max (Spank):

Mein lieber Max, du hattest lange, lange warten müssen, bis du dein Zuhause gefunden hast. Was niemand verstehen konnte, denn du bist ein toller Typ, ein witziger Hund, ein guter Freund und warst hier bei den anderen Hunden und uns sehr beliebt. Heute wissen wir, warum du warten musstest: Damit diese beiden besonderen Menschen dich besonderen Hund entdecken! Schon nach dem allerersten Telefonat wussten wir, dass das perfekt passt mit dir und den beiden „dort oben im Norden“. Genauso waren wir überzeugt davon, dass du nicht allzu lange brauchen würdest, um im neuen Zuhause „anzudocken“. Als wir deine alte Dame Hexe hier kennenlernen durften, wussten wir, dass sie dir alles beibringen und über die erste nicht ganz einfache Zeit hinweghelfen würde.

Und genauso kam es: Ihr beide wart von Anfang an das Dreamteam schlechthin; die liebe alte Hexe blüht richtig auf mit dir an ihrer Seite. Und es gibt so viel zu sehen und zu entdecken in eurem Königreich. Auch wenn wir dich vermissen, deine spaßige Art, dein Lachen, wenn dir wieder mal ein Streich geglückt war, deine Freude über jede noch so geringste Aufmerksamkeit &xnbsp;so können wir dich von Herzen loslassen und freuen uns und sind auch stolz, wie toll du das alles meisterst. In unseren Herzen bleibst du immer  wir werden dich, wie alle anderen Pflegehunde vor dir, nie vergessen. Oder vielleicht doch ein klein wenig mehr als bei den anderen, eben weil du so besonders bist. Wir wünschen dir, deinen „Zweibeinern“ und der lieben Hexe noch viele Monate oder gar Jahre zusammen; du hast dein Glück gemacht, von Sardinien über Meck-Pomm an die Nordsee, in dein Für-immer-Zuhause! Habe eine grandiose Zeit und ein tolles Leben, lieber Max! Und wer weiß, vielleicht kommen wir dich ja mal besuchen in deinem Königreich …


Dem Bericht der Adoptanten und der Pflegestelle können wir nichts hinzufügen. Es ist alles so schön beschrieben und es war wunderbar, wie viele Gedanken sich im Vorfeld über den richtigen Hund und die Abläufe gemacht wurde, dass ich es mir immer so wünschen würde. Wenn dann solche Zeilen ankommen, weiß man, wofür es sich gelohnt hat zu kämpfen. Wir sagen „Dankeschön“ an die Pflegestelle, die Spank so gut auf den Weg gebracht hat und freuen uns ganz besonders für den jungen Rüden, dass er sein Zuhause gefunden hat. Er wird hoffentlich ganz viele glückliche Jahre mit seinen neuen Begleitern verbringen und gut auf alle aufpassen!

Spank, jetzt Max, lebt seit dem 17.02. idyllisch und traumhaft in 25709 Kaiser-Wilhelm-Koog.


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