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Sebastiano

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Von der Straße ins Leben gepurzelt

Sebastiano - deine Geschichte hat mich sehr berührt, denn als du von dem Tierheimleiter der L.I.D.A. Olbia gefangen wurdest, war ich gerade auf Sardinien. Sergio war aufgrund eines Anrufs von dänischen Touristen aufgebrochen, um eine Hündin mit ihren drei Welpen zu fangen. Die Touristen hatten sie während ihres Urlaubs angefüttert und wollten sie nicht einfach zurücklassen. Das Fangen gestaltete sich schwieriger als gedacht. Euch drei Welpen hatte er nach wenigen Stunden gefangen, aber eure Mutter Bianca hatte eine andere Idee, als Euch zu folgen. Bis in die Abendstunden versuchte Sergio in der Wildnis, eure Mutter zu fangen. Dann endlich, als er schon anrief und aufgeben wollte, euch drei Hübschen wieder zu eurer Mutter setzen wollte, da kam Bianca und ließ sich anfassen und einfangen. Warum er euch drei wieder zurückgesetzt hätte? Na, weil man Mutter und Welpen nicht einfach trennen darf. Nicht nur der große Verlust der Mutter oder anders herum der Welpen ist für Hunde schmerzhaft, auch der Milchstau der Mutter kann zu einem üblen Ende führen.

Nun denn, da saßt ihr im Auto und wusstet nicht, was kommen würde. Es war auch erst einmal keine rosige Aussicht, denn es ging direkt ins Tierheim nach Olbia. Dort warten schon über 700 Hunde und 180 Katzen auf ein Zuhause, mit euch waren es noch vier Fellnasen mehr. Ihr kamt in ein separates Gehege und wart sehr ängstlich. Eure Mutter hingegen ließ sich streicheln und nahm lieb die Zärtlichkeit entgegen. Auf einmal wurdet ihr sehr krank und musstet auf die Quarantänestation wechseln. In dieser Zeit gab es schon eine Anfrage für das einzige Mädchen im Trio. Diese Familie wartete, dass ihr geimpft und die Reise nach Deutschland antreten konntet. Das große Bangen begann. Tatsächlich gab es euren Bruder Tobia, der den Kampf verlor. Zu schwach war er, zu groß war der Stress für ihn. Doch ihr beide wurdet gesund, geimpft und konntet endlich reisen.

Für Clara, deine Schwester, stand ein Zuhause bereit, eine Familie, die kaum noch warten konnte, aber für dich? Solltest Du alleine zurückbleiben ohne deine Schwester, ohne eine Möglichkeit endlich das Leben kennenzulernen? Wir fanden kurz vor Claras Ausreise eine Pflegestelle für dich, genau die richtige Familie, die dir in ein neues Leben helfen wollte. So durftest du mit deiner Schwester reisen. 7 Tage vor deiner Ausreise nach München kam dann eine Anfrage von einer Familie, die dir ein Endzuhause anbot. WAHNSINN. Jetzt galt es, schnell zu handeln.

Alle Formalitäten wurden erledigt. Eine Helferin zog den Vorbesuch bei deiner neuen Familie vor und berichtete nur Gutes. Aber es gab einen Knackpunkt. Während du mit deiner Schwester nach München fliegen solltest, lag dein neues Zuhause im Norden Deutschlands. Und nun? Aber der Flugtermin lag günstig, denn deine Familie hatte die drei Wochen danach Urlaub und konnte dich so einführen.

Es gab keine Diskussion, dann musste man eben nach München fahren, um dich zu holen. Und so kam unser kleiner Sebastiano, heute Balou genannt, mit seiner geliebten Schwester nach München, von dort fuhr eine Helferin der Familie entgegen und in Höhe der Stadt Hof wurdest du endlich übergeben und die Fahrt ging weiter Richtung Norden. Was für eine Reise!

Schon auf der Fahrt hast du kräftig geschmust, dankbar die Nähe der Menschen angenommen. Wer hätte das gedacht. Vorbereitet waren alle auf zwei Welpen, die mehr Angst als Neugier im Gepäck haben, die nichts kennen und unsicher in ihr neues Leben purzeln würden. Pustekuchen! Als hättet ihr drauf gewartet, seid ihr in das neue Leben gestapft, mit Vorsicht aber großer Neugier und Spaß!

Dein neues Leben hast Du angenommen, saugst alles auf und nimmst mit Freude teil an den vielen neuen Abenteuern. Du vertraust und lernst schnell. Die Begeisterung der Familie ist groß und somit stehen keine Fragezeichen mehr im Raum, ob du bleiben kannst oder nicht. Alle Herzen hast du erobert und bist nun Teil einer wunderbaren Familie.

Sebastiano, heute Balou, hat am 03.08. seine Familie in 22941 Jersbek adoptiert und kann sich kein anderes Leben mehr vorstellen!

Mach's gut mein kleiner Engel. Ich werde dich und deine Schwester niemals vergessen. Nun habe ich ein anderes großes Ziel: Deine Mutter Bianca soll auch eine so freundliche Familie finden, damit sie schnell das große Tierheim verlassen kann.


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