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Rosalinda

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Rosalinda - aller Anfang ist schwer

Rosalinda, als kleiner Welpe wurdest du mit deinen fünf Geschwistern unter einem Gebüsch gefunden und ins Tierheim gebracht- kein Einzelschicksal auf Sardinien. Einer süßer als der andere habe ich dich und deine Geschwister in die Vermittlung aufgenommen. Ihr wart mein erster Wurf, den ich in der Vermittlung hatte. Klein und niedlich wie ihr damals wart, dachte ich, dass ich schnell ein Zuhause für euch finden würde. Doch die Anfragen blieben unverständlicherweise aus. Lediglich deine Schwester hatte das Glück und durfte als Junghund nach Deutschland reisen.

Die Monate vergingen und ich besuchte euch in dieser Zeit mehrfach. In der Zwischenzeit seid ihr zu tollen, freundlichen und bildhübschen Hunden herangewachsen. Alle so unterschiedlich und echte Unikate. Immer wieder machte ich aktuelle Fotos und Videos von euch, denn das Tierheim sollte schließlich nicht eure Endstelle bleiben. Leider gab es trotzdem keine Anfragen für euch.

Dein Glückstag war dann der 25.08.2016, denn an diesem Tag bekam ich eine nette Anfrage von deinem jetzigen Besitzer. Eigentlich interessierte er sich gar nicht für dich, sondern für einen deiner Leidensgenossen. Dieser war aber bereits so gut wie vermittelt und deshalb schlug ich dich vor - das war dein Sprung ins Glück!

Nachdem die Formalitäten geklärt waren, durftest du am 25.09.2016 spätabends nach Düsseldorf fliegen. Ich war selbst am Flughafen, um dich an deinen neuen Besitzer zu übergeben. Am Flughafen holte ich dich aus deiner Box, um dir das Geschirr anzuziehen. Du schautest noch etwas skeptisch, ließt aber alles problemlos über dich ergehen. Zum Auto musstest du dann aber getragen werden. Die ganze Flughafenatmosphäre, das war alles noch ein bisschen viel für dich. Ich war mir aber sicher, dass in ein paar Tagen für dich die Welt schon ganz anders aussehen würde. Leider habe ich damit nicht recht behalten, denn anstatt dich auf dein neues Leben einzulassen, warst du erst einmal wie traumatisiert. Das Schlafzimmer deines Besitzers war dein Rückzugsort und es war sehr schwer, dich davon zu überzeugen, dass die Welt noch viel mehr zu bieten hat, als ein Zimmer mit einem gemütlichen Bett. Im Schlafzimmer warst du entspannt und hier konntest du auch die Kuschelstunden mit deinem Menschen genießen. Die Welt draußen hingegen war dir unheimlich. Als ich davon erfuhr, war ich zunächst ziemlich sprachlos, denn dass es dir so schwer fallen würde, deine neues Leben in Deutschland anzunehmen, damit hatte ich nicht gerechnet. Ich telefonierte einige Male mit deinem Besitzer und hoffte so sehr, dass es bald Klick macht und du dein neues Leben annehmen konntest. Es verging einige Zeit, aber du hast es geschafft!

Liebe Rosalinda, ich bin froh, dass ich heute dein Happy End schreiben darf. Du hast ein wunderbares Zuhause gefunden. Dein Herrchen hat dich aufgenommen und auch wenn die ersten Monate des Zusammenlebens nicht die einfachsten waren, hat er dich nicht aufgegeben. Ganz im Gegenteil - du hast die Zeit bekommen, die du brauchtest, um dein neues Leben anzunehmen und nun auch in vollen Zügen zu genießen. Du hast die Chance bekommen zu zeigen, was für eine tolle Hündin du bist. Dafür bin ich wirklich sehr dankbar.

Hier ein kleiner Auszug aus Rosalindas neuem Leben:

"Liebe Frau Engemann,

herzlichen Dank für die Nachfrage. Ich bin glücklich, dass ich Ihnen nur Positives von Rosalinda (jetzt Lina) berichten kann.

Nachdem ja die ersten Monate sehr schwierig waren und sie nicht zu bewegen war, Spaziergänge mitzumachen und sie einige Tage und Nächte im Garten verbrachte, da ich sie nicht dazu bewegen konnte ins Haus zu gehen und sie sich auch nicht einfangen ließ, war es dann am 24. Dezember endlich soweit, dass ich sie das erste Mal überreden konnte, an der Leine mit spazieren zu gehen. Das war mein schönstes Weihnachtsgeschenk! Ab da ließ sie sich dann bereitwillig anleinen und ging dann immer mit mir und meinen beiden anderen Hunden mit. Anfänglich noch sehr ängstlich und nur direkt neben mir her, aber von Woche zu Woche wurde sie immer gelöster. Nach und nach wagte sie sich immer mal ein paar Meter an der Ausziehleine vorzulaufen und fing nach ein paar Wochen dann auch an, sich schnüffelnd für die Umgebung zu interessieren. Es war so toll zu sehen, wie sie ihre Angst immer mehr vergaß und anfing, Freude und Interesse an ihrer Umgebung zu entwickeln.

Parallel zu dieser Entwicklung schaffte sie es dann auch immer mehr, sich an mich anzunähern, wenn wir nicht im Haus waren. Hier gab es ja von Anfang an eine totale Differenz zwischen ihrer Zutraulichkeit außerhalb (im Garten) und innerhalb des Hauses. Im Haus war sie so zutraulich wie ein ganz normaler Hund, aber sobald sie draußen war, ließ sie mich nicht an sich heran.

Aber auch das wurde dann immer besser und ich übte es viel mit ihr, sodass ich sie dann vor ca. sechs Wochen das erste Mal ohne Leine bei mir im Wald laufen ließ. Es klappte sehr gut und seitdem läuft sie ohne Leine zusammen mit meinem anderen Hund Diego (der dritte im Bunde, Toto, ist noch nicht so weit, da er starken Jagdtrieb hat). Es ist so herrlich zu sehen, wie sie durch den Wald rennt und hüpft und Freude daran hat, ihre Umgebung ohne Angst zu erkunden. Auch animiert sie inzwischen sogar die beiden anderen des Öfteren zum Spielen, Toben und Nachlaufen.

Vor ein paar Wochen habe ich auch das Ergebnis des Mittelmeer-Checks erhalten und sie ist komplett negativ. Das Ergebnis müsste STREUNERHerzen ja auch erhalten haben. Jetzt steht noch eine Impfung am 22. Juni an und mein Tierarzt war auch sehr zufrieden mit ihr. Sie hat schon ganz gut Muskulatur aufgebaut, ist schlank und kräftig und hat ein wunderschönes, weiches seidiges Fell.

Abschließend kann ich also sagen, dass sich alles bestens entwickelt mit der kleinen Lina/Rosalinda. Es macht mich jeden Tag glücklich zu sehen, wie die süße Maus immer mehr entdeckt was ein Hundeleben ausmacht und wie viel Spaß das alles machen kann und sie die Zwangsjacke der Angst abgelegt hat."

Rosalinda hat ihr Körbchen am 25.09.2016 in 42929 Wermelskirchen bezogen und genießt nun ihr wunderbares Hundeleben an der Seite von ihren beiden Hunde-Kumpel.


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