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Ramiro

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Ein Sechser im Lotto

Ramiro, der am 14.09.2016 nach einem Unfall in unser Partnertierheim nach Tortoli gebracht worden ist, konnte – nachdem so viele Menschen für ihn gespendet hatten – am 10.12. nach Deutschland ausreisen. Wir holten ihn am Düsseldorfer Flughafen ab und waren erstaunt, welch toller Hund da ankam. So lieb und so anhänglich - für jede Streicheleinheit dankbar. Eine Nacht durfte er noch bei uns bleiben und am nächsten Tag fuhren wir ihn dann in sein Glück.

Zuerst hatte die Pflegestelle, die sich extra für Ramiro bei uns als Pflegestelle beworben hatte, weil sie eine Schwester hat, die in der Tierklinik Rosenheim als Tierärztin arbeitet und man dort auf solche OPs eingestellt ist, nicht vor, Ramiro zu adoptieren, aber sie wollten ihm die Pflege nach der OP angedeihen lassen, die er gebraucht hat bzw. hätte.

Ramiro kam dann bereits einige Tage nach seiner Ankunft „unters Messer“. Sein Beinchen wurde gerichtet und er wurde auch gleichzeitig kastriert, was er alles gut überstanden hat.

Schon nach wenigen Tagen ging sein Pflegefrauchen mit ihm zur Physiotherapie und bereits nach einigen Anwendungen war von einem „kaputten“ Beinchen nicht mehr viel zu sehen. Alles verlief besser als gedacht.

Jetzt erreichten mich die Zeilen von Ramiro, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

Ihr Lieben,

jetzt lebe ich schon über zwei Monate in Deutschland. Der Anfang war nicht so schön: Flugzeug, Auto fahren und gleich viele Tierarztbesuche und sogar meine große OP. Aber von Anfang an waren das viele gute Fressen, die Wärme vor dem tollen Ofen und mein schönes eigenes Hunter Bett perfekt, um mich vom rauen Tierheimalltag gut zu erholen.

Nach der OP war es etwas komisch: Mein Popo, Bauch und Hüfte nackt und so komisch zwickende Nähte. Aber plötzlich war mein kaputtes Beinchen wieder da, wo es hingehört. Anfangs habe ich mich gar nicht getraut, darauf zu laufen. Alle meinten, mein Unfall war wirklich schlimm und es ist ein Wunder, dass ich überhaupt noch laufen und mit dem Schwanz wedeln kann.

Bald ist mein neues Frauchen mit mir zu Ingrid zur Physiotherapie gefahren. Die hat mich gedehnt, massiert und erste vorsichtige Übungen gemacht. Das war irgendwie noch unheimlich, besonders beim zweiten Mal, wo ich ins Wasser musste und dann hat sich da auch noch der Boden bewegt auf dem Unterwasserlaufband!&xnbsp;

Mein Bein konnte ich Gott sei Dank schnell wieder aufsetzen und mittlerweile laufe ich wirklich wieder gut. Manchmal merkt man gar nicht mehr, dass ich so schwer verletzt war.&xnbsp;

Vielen Dank an die Tierklinik Dr. Butenandt in Rosenheim, die mich so toll operiert haben und die Ingrid Heindl aus Steinhöring, die mir so toll geholfen hat, wieder laufen zu lernen!

Jetzt aber mal zu meinem Zuhause. Ja, ich darf tatsächlich da bleiben und finde es richtig toll. Ich habe endlich Herrchen und Frauchen und ein süßes kleines Baby, auf das ich immer gut aufpasse. Mit Benni habe ich einen tollen Hundekumpel gefunden, der ganz wild mit mir tobt und auf den Feldern umhersaust. Bald soll ich auch mit in die Hundeschule. Mal sehen, Sitz, Platz, Fuß und Kommen kann ich ja eh schon so gut.

Die zwei Katzen sind sehr lustig. Der rote Langhaarkater schaut auf den ersten Blick genauso aus wie ich. Mit Findus spiele ich immer im Garten. Dann gibt es noch drei Hühner. Mit denen darf ich aber nicht spielen, obwohl ich das so gerne möchte.

Ich fahre jeden Tag mit zur Arbeit. Das ist toll, denn wir haben im Büro jeder ein eigenes Bett und Wasser und auch Platz zum Spielen. Nur ein paar Minuten vom Büro weg kann ich ganz viel sausen auf den vielen Spaziergängen, die wir machen. Meine Herrchen und Frauchen haben ein kleines Sportgeschäft und wollen bald auch mit mir in die Berge gehen! Das ist das Lieblingshobby von meinem Kumpel Benni. Beim Gassi gehen kann ich sie schon immer sehen!

Ich schreibe Euch dann mal, wie es dort ist!

Euer Ramiro

Bleibt mir jetzt noch viel zu sagen? Außer, dass ich überglücklich bin und mich wahnsinnig freue für den kleinen Mann, dass er so schnell ein tolles Zuhause gefunden hat. Ein großes Dankeschön auch an seine Familie und an seine Spender, die ihm das alles ermöglicht haben.

Mein lieber Ramiro, genieße die Zeit mit deiner neuen Familie, deinem Hundekumpel, deinen Katzentieren und ich weiß, wir bleiben immer in Verbindung. Schließlich möchte ich ja wissen, ob es Euch allen immer gut geht.

Mach’s gut, mein Kleiner.

Ramiro, der jetzt Miro heißt, hat sein Körbchen am 01.02.2017 in 85625 Baiern bezogen.


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Lesen Sie hier die ganze Geschichte von unserem SOS Hund Ramiro

Wie viel Schmerzen musstest du ertragen!

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Ramiro ist etwa zwei Jahre alt - wahrscheinlich hat er sein ganzes Leben als Straßenhund verbracht. Möglich ist auch, dass er ein Zuhause hatte und er seinen Menschen irgendwann zur Last wurde. Auf sich allein gestellt streunte er auf den Straßen Sardiniens umher. Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit wird es gewesen sein, als er von einem Auto erfasst wurde.

Ramiro hat überlebt, jedoch ist sein Hinterbein gebrochen und muss dringend behandelt werden. Wir wissen nicht, wie lange er - geplagt von Schmerzen und völlig auf sich allein gestellt - umherirrte, bevor er endlich gefunden wurde und ins Canile Tortoli gebracht wurde.

Wir möchten den jungen Rüden schnellstmöglich nach Deutschland holen, um ihn in unserer Kooperationsklinik vorzustellen und die nötigen Röntgenbilder erstellen zu lassen, damit wir Gewissheit über den Zustand seines Beinchen bekommen. Wir hoffen sehr, dass das Bein nicht amputiert werden muss, sondern durch eine Operation gerettet werden kann.

Wir können zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts über die notwendige Behandlungstherapie sagen, benötigen für die ersten Untersuchungen und den Aufenthalt in der Klinik sicherlich etwa 500,00 Euro.


Update 21.12.2016

Ramiro durfte am 10.12.2016 nach Deutschland auf seine Pflegestelle reisen. Bereits am Flughafen in Olbia wickelte er alle Menschen um seine Pfote. Er ist wirklich ein dankbarer und toller Hund. Aber lesen Sie selbst, was seit Ankunft passiert ist:

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Liebe Streunerherzen,
gerne möchten wir von Ramiro berichten, der gerade bei uns in Pflege ist.

Am dritten Advent kam der kleine Mann nach langer Reise über Düsseldorf zu uns und wir sind nach ein paar Metern Gassi zum Geschäfte erledigen mit ihm rein, damit er unsere anderen Tiere kennen lernen konnte. Unser Kater Findus, der gerade mit Winterbauch mehr wiegt als Ramiro, machte kurz einen dicken Buckel, dann war es das auch schon. Auch mit unserem Nova Scotia Retriever Benni verstand er sich gleich bestens. Wir wagten uns an einen Spaziergang und waren gespannt, wie er mit seinem bösen Bein klar kommt. Er hatte sich aber schon so an das Handycap gewöhnt, dass jede Sorge unbegründet war. Er flitzte fröhlich an der Leine mit und pinkelte zur Not im Handstand, wenn gerade das falsche Bein am Baum war… Abends lag er selig in seinem eigenen tollen Hunter Bett.

Am Montag ist er gleich mit zur Arbeit und geht sehr gerne mit ins Büro. Nachmittags ging es dann in die Tierklinik zur allgemeinen Untersuchung, Blutabnahme und groben Einschätzung seiner Verletzung. Er war ganz tapfer und lieb. Wir haben mit meiner Schwester, der Tierärztin, für Freitag den OP Termin geplant. Nach Rücksprache mit den STREUNERHerzen konnte am Freitag auch alles über die Bühne gehen! Femurkopfresektion und Kastration standen auf dem Programm. Bei einem genauen Röntgen in Narkose wurde klar, dass diese Form der Behandlung leider unverzichtbar war. Für kleine Hunde stehen die Chancen aber sehr gut, mit diesem Eingriff wieder zu voller Mobilität zu kommen.

Dabei wird uns sicherlich auch die Physiotherapie helfen. Von der Hundeschule Ebersberg, in der ich als angehende Trainerin tätig bin, hat Miro 150€ dafür zu Weihnachten bekommen. Da haben wir diesen Donnerstag den ersten Termin.

Einen Tag später konnten wir ihn schon bei meiner Schwester in der Klinik abholen. Es sieht natürlich schlimm aus mit den abrasierten Stellen, den Wunden und dem schlimmen Trichter am Hals, aber ihm scheint es mit der Versorgung mit den Schmerzmitteln und noch etwas für die Gelenke echt gut zu gehen. Manchmal belastet er schon vorsichtig das Beinchen.

Insgesamt ist der Kleine wahnsinnig gut zu haben. Er ist sehr kuschelig und liebt lange Streicheleinheiten. Er orientiert sich total an unserem Benni.

Anfangs war ihm beim Autofahren etwas schlecht und jetzt bekommt er das Frühstück erst im Büro, dann muss er nicht mit vollem Bauch Auto fahren…

Mit unserem Baby ist er ganz lieb und mit Artgenossen hat er sich wunderbar vertragen, egal wie klein oder groß. Aus der Ferne muss er manchmal kurz erzählen, dass da jemand kommt.

Ramiro war auch schon mit in Restaurant und Café, da lag er ganz entspannt auf einer Decke dabei.

Wir freuen uns sehr, dass mit den Spenden die OP ermöglicht werden konnte und der bezaubernde Kuschelbär endlich ein warmes Körbchen hat und er Hilfe mit seiner Verletzung gefunden hat.
Meike und Patrick

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Bisher konnten wir an Spendeneingängen 798,50 Euro verzeichnen. Die große Operation mit der Kastration hat 650 Euro gekostet und war ein Sonderpreis der Klinik, wofür wir sehr dankbar sind! Die ersten Physiotherapieeinheiten werden von der Hundeschule bezahlt, die zu Weihnachten für Ramiro 150 Euro gesammelt hat. Wir denken also, dass wir mit den Spenden auskommen und die Nachsorge und weitere Physioeinheiten davon bezahlen können.

Auch wir STREUNERHerzen danken allen Spendern für die finanzielle Hilfe, so dass Ramiro noch vor Weihnachten sein neues Leben beginnen konnte. Nun fehlt ihm nur noch eine Familie, aber sicherlich wird das nicht schwer, bei so einem absoluten Traumhund!



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