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Piccola Sheila

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Sheila – das Glück liegt manchmal so nah!

Als Sheila am 07.08.2014 in Deutschland landete, wussten wir, dass sie ein Problem mit den Hinterläufen hatte. Doch was daraus wurde, ahnte zu diesem Zeitpunkt keiner. Für uns war klar, vermutlich muss ein Bein amputiert werden und dann kann die zuckersüße Sheila ein fast normales Leben führen. Doch die Diagnose war niederschmetternd, für uns, für die vielen Spender und vor allen Dingen für die Pflegestelle. Diese musste sich nun ganz neu sortieren und den Alltag umstellen. Sheila muss regelmäßig die Blase manuell entleert bekommen, damit sich keine Bakterien bilden. Zudem ging der Kotabgang auch nicht so einfach, dass auch hier ab und an nachgeholfen werden muss. All das lernte das Pflegestellenehepaar, da schnell klar war, dass es für Sheila nur wenige Interessenten geben würde, wenn überhaupt.

Doch sie rackerten sich da durch, lernten immer besser mit der Situation umzugehen, manchmal waren die Tage nervenaufreibend, auch immer die Sorge, dass Sheila vielleicht Schmerzen haben würde. Doch so ist es nicht. Sheila schmiegte sich immer wieder an ihre Pflegeeltern und bemühte sich alles richtig zu machen. Draußen hingegen war sie von Anfang an eine kleine Wildsau. Sie kläffte am Zaun andere Hunde an, machten sie ihre großen Hundefreunde der Pflegestelle scheinbar sehr mutig. Aber lesen Sie selbst was die Pflegestelle schreibt:

Als wir der kleinen Maus einen Pflegeplatz zu Verfügung gestellt haben, war uns klar " die süße Maus wird uns aus den Händen gerissen ", aber Pustekuchen! Hier in Deutschland wurde schnell klar, dass die Maus ein viel größeres Problem hat, als wir angenommen hatten. Es stellte sich heraus, dass sie nie Kot und Urin selbstständig absetzen wird. Die Blase muss dreimal täglich ausgedrückt werden und Kot verliert sie unkontrolliert. Tja, jetzt war sie einmal da und musste ja versorgt werden. Das war am Anfang gar nicht so einfach. Es hat schon Monate gedauert bis wir uns aufeinander eingespielt hatten.

Die Maus hat sich von Anfang an mit allen unseren Tieren verstanden. Okay, nur draußen benimmt Madame sich wie eine Furie wenn sie andere Hunde trifft. Aber das ist ja mit ihrer Größe leicht zu Händeln :-). Leider kam nie eine passende Anfrage für Sheila :-( Niemand wollte sich diese Last antun. Dabei hat die kleine Maus auch sooo viele positive Seiten. Sie lernt sehr schnell, kann alleine bleiben, versteht sich mit Hund und Katze, geht bei jedem Wetter gerne spazieren, schmust für ihr Leben gerne, usw.

Und irgendwann, ist mir bewusst geworden, dass ich sie nicht mehr hergeben kann. Schon der Gedanke daran wurde immer unerträglicher. Ich hatte sofort einen dicken Kloss im Hals, bei der Vorstellung, es könnte doch noch jemand meine Maus adoptieren. Lange Rede, kurzer Sinn, wir mussten Sheila einfach behalten!

Tja, wie kann man so einer Pflegestelle danken, die sich auf so eine Herausforderung eingelassen hat, ohne vorher nur die geringste Ahnung gehabt zu haben, was genau passiert. Das Leben wurde umgestellt, den Anforderungen von Sheila passend zusammengesetzt. Ich glaube, dass können keine Worte wiedergeben. Wir sind unendlich dankbar, diese Menschen an unserer Seite zu wissen und genauso dankbar, dass sie bei der Diagnose nicht uns oder Sheila im Stich gelassen haben. Denn eine andere Pflegestelle oder eine Familie zu finden wäre unmöglich gewesen.

Am Ende des Tages hat Sheila das größte Glück auf Erden gefunden, sie muss nicht mehr umziehen, es ist alles nach ihren Bedürfnissen angepasst. Nur ein wenig freundlicher und umgänglicher könnte sie sich mit anderen Hunden auf den Spaziergängen zeigen. Gut, dass sie ein Pinscher und kein Rottweiler ist.

Wir danken allen Spendern für die finanzielle Unterstützung und verabschieden Sheila von der SOS Seite, da auch die Folgekosten von der Familie ab sofort und auch schon teilweise in der Vergangenheit gestemmt werden / wurden.

Lass es Dir gut gehen Sheila, traurig müssen wir alle nicht mehr sein, denn dein Schicksal hat dich in diese Familie geführt und sie wird dich begleiten bis zum letzten Atemzug, da sind wir uns absolut sicher.

Sheila wurde am 17.02.2016 fest adoptiert und lebt nun in 50259 Bergheim-Fliesteden.


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Lesen Sie hier die ganze Geschichte von unserem SOS Hund Piccola Sheila

Das Herz hat entschieden

Ich sitze vor dem Computer, als mich eine Nachricht von Cosetta, der Tierheimleiterin aus unserem Kooperationstierheim, erreicht:

Sheila wurde in Olbia an der Abzweigung nach Porto Rotondo gefunden, es ist ein kleines Chihuahua Mädchen, sein rechter Hinterlauf ist steif, sicherlich eine alte Verletzung, seine Pfote ist vom Hinterherschleifen ganz offen. Es ist so klein und hilflos und trotzdem wurde es auf der Straße ausgesetzt. Sheila tut sich schwer mit dem Laufen und hat auch sicherlich Probleme an der Wirbelsäule. Heute werden alle nötigen Kontrollen durchgeführt, aber sicherlich wird eine Amputation des Hinterlaufs nötig sein, denn für sie ist es nur eine Belastung. Sie ist ca. vier Jahre alt, voller Zecken und Flöhe, und sie ist nicht gechippt. Jetzt frage ich mich, wie könnt ihr so grausam sein!!! Sie ist nicht verloren gegangen, sie wurde ausgesetzt, da sie sehr dünn ist und ihr Fell zeigt eine lange Unterernährung. Danke allen, die uns auch bei diesem erneuten Notfall helfen. Die Kleine ist so zerbrechlich, dass es weh tut.

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Die Augen gehen mir durch und durch, denn wir haben schon vier Notfälle in der Betreuung, die uns so viel Geld kosten werden, dass ich nicht weiß, ob wir es schaffen, nur diese vier zu versorgen! Ich schließe die Mail, mache den Computer aus, doch Sheila, die kleine Hündin, verfolgt mich. Ich gehe mit meinen Hunden, sehe auf meine kleine Hündin und denke an Sheila. Abends liegen wir auf der Couch, ich habe meine Hunde um mich, jeder schläft tief und fest in den weichen Kissen, im Körbchen, bei Herrchen an den Beinen, meine Katze schnurrt auf meinem Schoß. Meine Gedanken gehen wieder zu Sheila und ich muss mich zusammenreißen und nein sagen, wir können nicht mehr ausgeben und finanzieren, als wir Mittel zur Verfügung haben!

Am nächsten Tag erreicht mich eine Mail von einer unserer Katzenvermittlerinnen mit der Bitte, Sheila zu helfen. Sie hat sie auf der LIDA-Facebook Seite gesehen und möchte sich als Pflegestelle anbieten, wenn wir helfen können. Ich atme tief durch, frage, wie lautet unser Motto?

Tierschutz mit Herz und Verstand!


Mein Herz schreit: Hol die kleine Maus und hilf ihr! Der Grundstein ist gelegt, eine fantastische Pflegestelle wartet auf sie und wird sie in den Operationen, in der Nachsorge wunderbar pflegen und auf den Weg bringen.

Mein Verstand - er sollte mich hindern, mich warnen. Er schaltet sich aus!

JA! Wir besprechen uns kurz im Vorstand! JA. Einstimmig.

SHEILA soll kommen! Am 07.08. geht ihr Flug nach Köln und sie kommt direkt in die Klinik, wo vermutlich das Bein amputiert wird.

Es war eine Herzensentscheidung. Helfen Sie uns? Helfen Sie Sheila und den anderen Notfällen? Es sind so viele momentan.


Update 14.10.2014

Sheila - der Start in Deutschland war voller Stolpersteine!

Bereits eine Woche nach ihrer Ankunft wurde sie in unserer Kooperationsklinik untersucht. Die Diagnose war niederschmetternd und deprimierend. Neben dem steifen Hinterlauf hat Sheila eine Wirbelfraktur und Luxation von L5. Es ist ein Wunder, dass sie überhaupt laufen kann. Nach einigen Diskussionen, Abwägen und den Berichten der Pflegestelle -Sheila ist eine fröhliche Hündin, die ihr Leben liebt und genießen will. Sie flitzt mit den anderen Hunden der Pflegestelle durch den Garten, verbellt fremde Menschen am Zaun und besteht auf ihre Spaziergänge- haben wir uns dazu entschieden, sie leben zu lassen.

Das rechte Hinterbein wurde amputiert und sie wurde einer Neurologin vorgestellt. Leider ist auch die Diagnose der Neurologin nicht gut, aber auch nicht hoffnungslos. Sheila zeigt uns jeden Tag, dass es die einzig richtige Entscheidung war. Sie liebt ihr Leben, begrüßt ihr Pflegefrauchen jeden Morgen mit einem Freudentanz, flitzt durch den Garten, fordert ihre Spaziergänge und Streicheleinheiten - sie ist ein richtiger Hund - aber mit besonderen Anforderungen.

Die Diagnose der Neurologin lautet:

  • Aufgrund der Lokalisation der Wirbelfraktur/-luxation von L5, der Blasengröße und des Sachverhalts, dass die Blase sich relativ leicht ausdrücken lässt, liegt ein unteres, motorisches Neuron der Blasenlähmung vor. D.h. es ist eine Inkontinenz und keine Überlaufblase.
  • Ein Wiedererlangen der Blasenfunktion ist bei der massiven Wirbelsäulenverletzung unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich, immerhin scheint die linke Seite (auf wundersame Weise) relativ wenig betroffen zu sein.
  • Manuelle Blasenentleerung 3xtgl.
  • Eine Blasenlähmung birgt immer die Gefahr einer Blasenentzündung. Zurzeit liegt glücklicherweise keine Entzündung vor. Der Urin sollte regelmäßig kontrolliert werden

Für unsere zarte Sheila suchen wir liebevolle und fürsorgliche Menschen, die sie lieben, so wie sie ist. Sie ist eine Zaubermaus mit besonderen Anforderungen an ihr Zuhause und ihre Menschen. Sheila wird eventuell niemals selbstständig Urin absetzen können. Um das Risiko einer Blasenentzündung zu minimieren, muss die Blase drei Mal täglich manuell ausgedrückt werden. Für Sheila ist das mittlerweile eine Selbstverständlichkeit und die Pflegefamilie hat es auch schnell gelernt. Dabei entstehen überhaupt keine Schmerzen für die Hündin!

Ansonsten ist Sheila ein Hund, der gerne immer dabei ist. Egal, ob in der Stadt, im Restaurant, im Büro - sie fühlt sich überall wohl, Hauptsache, ihre Bezugsperson ist an ihrer Seite. Sie will ihren Menschen gefallen. Auch wenn die kleine Chihuahuadame nur drei Beine hat, lässt sie sich davon überhaupt nicht beeindrucken und fordert ihre Spaziergänge und den Garten zum Flitzen. Mit anderen Hunden und Katzen versteht sie sich gut, setzt aber klar ihre Grenzen, was sie auch darf und muss.

Dank der lieben Spender konnten wir für Sheila 575 Euro Spenden sammeln. Die Kosten bisher belaufen sich auf 705,28 Euro.

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