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Peretto

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Peretto

Heute ist Mittwoch, der 18.07.2018, heute auf den Tag genau ist es ein Jahr her, dass Peretto zu uns kam. Obwohl Peretto gerade noch neben mir im Bett liegt und sich an meine Seite gekuschelt hat, schreibe ich sein Happy End. Ich kenne das Ende dieser Love-Story bereits, daher kann ich heute schon mit einem tiefen und guten Bauchgefühl seine Geschichte erzählen.

Am 18.07.2017 kam ein Häufchen Hund bei uns an, völlig verstört und ziemlich dünn war dieses kleine, schnappende Etwas. Sein stumpfes, struppiges Fell und seine traurigen Augen zeugten nicht unbedingt von einem großartigen Leben. Nun werdet Ihr wohl meinen, dass dieser Hund direkt von unserem Tierheim zu uns kam. Aber weit gefehlt. Peretto hatte schon reichlich Erfahrung als Wanderpokal gemacht, bis er dann bei uns landete.

Wir wussten ja bereits, dass Peretto nicht unbedingt ein einfacher Hund sein würde und dies bestätigte sich auch von Anfang an. Jede Berührung und jede Unsicherheit wurde mit Schnappen oder erbärmlichen Schreien honoriert. Das meiste davon hat sich nach einigen Monaten gegeben und aus dem schnappenden Etwas wurde ein supertoller, familienfreundlicher Hund, der mit allem und jedem zurechtkam.

Alle Besucher und auch wir selbst wurden zwar erstmal mit lauten Getöse ausgebellt, wenn wir das Haus betraten, aber kurz darauf wurden wir mit all seiner Liebe überschüttet und ein breites Grinsen breitete sich über sein hübsches Gesicht aus. Peretto war eigentlich schon der Mittelpunkt in unserer Familie, bekannt wie ein bunter Hund in unserer Siedlung und er genoss es, endlich mal geliebt zu werden und nicht gleich wieder abgegeben zu werden, wenn etwas nicht funktioniert. Wenn uns am Anfang einer erzählt hätte, dass Peretto diesen Bekanntheitsgrad im positiven Sinne erfährt, dann hätte ich das selbst so nicht geglaubt.

Wir waren uns aber trotzdem, wenn auch mit einem dicken Kloß im Hals, einig, dass wenn er eine nette Familie finden würde, dass wir ihn auch gehen lassen könnten. Ein letzter Versuch sollte es wert sein und wir würden mögliche Interessenten schwer auf die Probe stellen. Er sollte nur noch ein letztes Mal gehen müssen, und das mit Vorfreude auf das, was kommt.

Es gab mehrere Anfragen für ihn, doch meine Ausführungen mit all den Horrorszenarien, die da am Anfang einer „Peretto-Mensch-Beziehung“ auftreten könnten, schreckte die meisten Interessenten ab. Dann waren es eben noch nicht die „richtigen Menschen“ , denn die würden sich nicht abschrecken lassen, sagte ich mir.

Ende Mai sollte Perettos Leben eine Wendung nehmen. Pino, Chef unserer HUTA, rief mich an, ob Peretto noch zu vermitteln sei. Er hätte jemanden. Spätestens nach meinen Ausführungen sind die weg, dachte ich so für mich :-)

Wie sehr ich mich heute freue, dass ich mit meiner Annahme vollkommen daneben lag. Denn hinter meinen Rücken hatte mein kleiner Stinker schon die Fäden gezogen, Freundschaften geschlossen und sich auf direktem Weg in die Herzen seiner Familie geschlichen. Janine, die Tochter der Familie, arbeitet stundenweise in meiner HUTA, in der auch Peretto zweimal die Woche war und kannte seine Gepflogenheiten bestens. Aber auch Silke, die Mama, war immer wieder zu Besuch in der HUTA, um die Gassigänge zu begleiten und hatte sich auch bereits in Perettos Freundesbuch eintragen dürfen.

Ich konnte erzählen, was ich wollte. Es war alles kein Problem… Janine und Silke wussten bereits, wie Peretto tickt, das hatte Pino schon in aller Ausführlichkeit geschildert, sie waren völlig verliebt in mein Hunde-Pflegekind und nach unserem Telefonat war ich völlig angetan von dieser kleinen Familie und war mir sicher, dass da nix mehr schiefgehen kann und Pino lieferte gleich noch Beweismaterial in Bildform nach.

Nun wollte ich Peretto nicht einfach abgeben, nichts wollte ich hier dem Zufall überlassen. Und ein ganz kleines Unterbauchgrummeln hatte ich, da ich Peretto eigentlich nur mit einem Zweithund zusammen sah, den Silke und Janine aber nicht haben.

Peretto sollte zu Beginn der Sommerferien umziehen. Bis dahin vereinbarten wir wöchentliche Treffen, wo er über die kommenden Wochen Zeit hatte, sich an die neuen Umstände zu gewöhnen. Peretto war wie ausgewechselt. Wenn er im Auto Janine schon herlaufen sah, flippte er vor Freude aus und konnte sich kaum halten.

Es war ganz klar, dass ich hier nichts mehr tun muss, dass Peretto das gefunden hatte, was ich ihm von Herzen gewünscht habe. Und er spürte, dass seine Zeit, sein großer Tag bald gekommen war.

Am 27.07.2018 war es dann soweit. Peretto durfte umziehen und er wusste genau, was da gerade passiert. Mein kleiner Kuschler verabschiedete sich regelrecht von uns und während ich das hier schreibe, laufen die Tränen unaufhörlich. Er hat das allertollste Zuhause gefunden, was man sich nur wünschen kann und doch hinterlässt er eine große Lücke bei uns und in unseren Herzen.

Peretto hat es geschafft, er hat SEIN Zuhause gefunden, er wird über alles geliebt, geherzt, gefordert, gefördert, gekuschelt und alles, was zu einem megatollen Hundeleben dazu gehört und Peretto gibt es tausendfach zurück. Zum Einstand gab es ein Hundegeschenk. Seine Freude darüber war so toll und sein Blick sagte mir mehr als tausend Worte. Auf einmal wird alles ganz einfach, was vorher unmöglich war. Noch nie in seinem Leben hat er so viel Liebe erfahren, noch nie so viele Fans gehabt und Herzen, die nur für ihn geschlagen haben. DU HAST ES DIR SO VERDIENT, KLEINER GINO!

Meine Rechnung ist aufgegangen und ich hoffe, dass DIE Personen, die ihn aufgegeben haben, das hier lesen und sich in den Allerwertesten beißen.

„Geduld ist das Vertrauen, dass alles kommt, wenn die Zeit reif ist“

Peretto heißt jetzt Gino und lebt seit dem 27.07.2018 in 71640 Ludwigsburg. Er hat bereits viele neue Hundekumpels gefunden, den von mir gewünschten Zweithund vermisst er nicht die Bohne, er hat neue Fans hinzugewonnen und die alten Fans sind ihm ebenfalls geblieben. Und das Allerwichtigste: er hat seine Familie gefunden, die ihn nie wieder hergeben wird. Was kann ich mir mehr für dich wünschen, Gino?!

Wir sehen uns, kleiner Mann, du bleibst auf ewig in meinem Herzen und bist immer bei uns willkommen. Janine und Silke, ich kann Euch gar nicht genug danken. Ihr hattet von Anfang an an den kleinen Burschen geglaubt und Euch nicht vom Weg abbringen lassen. Es hätte Gino nichts Besseres passieren können, als Euch zu treffen. DANKE


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