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Nettuno

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Nettuno - du hast dich in unsere Herzen geschmust!

Samstag, 22.2., den ganzen Tag über kribbelt es in unseren Bäuchen und wir können es kaum abwarten, bis es endlich Zeit ist, zum Flughafen zu fahren.

Unsere älteste Tochter Lina begleitet mich zum Flughafen und sie ist auch diejenige, die dich zuerst in deiner Box entdeckt. Während Frau Richter und ihre Kollegin noch den Papierkram erledigen, kümmern wir uns um dich und begrüßen dich in deiner neuen Zukunft.

Mit großen, ängstlichen Augen schaust du uns an, aber trotz deiner Vorsicht wagst du dich nach vorne an die geöffnete Boxentür, lässt dich streicheln und schnüffelst in die fremde Welt.

Zu Hause angekommen sind wir erst mal allein, dein neuer Freund Bruno verbringt die Nacht mit meinem Mann im Nachtdienst. Auch hier in deinem neuen Heim bist du neugierig und interessiert und nach einer großen Portion Futter und 2x Nachschlag kommst du wieder ins Wohnzimmer gehüpft; und während ich die erste Nachricht an Frau Richter schreibe, merke ich plötzlich etwas Warmes an meinem Bein und als ich aufsehe, hast du dich neben mich auf den Teppich gekuschelt und schläfst.

Gegen alle Vernunft und reiflicher Überlegung im Vorfeld, war es da schon um mich geschehen und du warst Teil unserer Familie und ich hatte Tränen in den Augen. Du kleiner Kerl hast so viel durchgemacht und leidest unter Schmerzen, aber dennoch hast du dein Vertrauen und dein verschmustes Wesen nicht verloren. Die Nacht haben wir dann zusammen auf der Couch verbracht.

Am nächsten Morgen wurde es dann nochmal spannend, neben Lina gehören ja noch Nimue (5) und Hanna (3) zur Familie, etwas ängstlich und immer noch mit eingezogener Rute hast du die Treppe angestarrt und abgewartet, nur um dann im Wohnzimmer auf der Decke zu sitzen, um dich von allen drei Mädels schmusen zu lassen. Bestärkt durch diese Erfahrung solltest du dann auch endlich Bruno kennenlernen und so ging es nach draußen, wo mein Mann schon auf uns gewartet hat. Tja, was soll ich sagen? Das ist eine Männerfreundschaft auf den ersten Blick, ihr habt euch beschnüffelt, euch zum Spielen aufgefordert und ab da an ging alles zu zweit viel einfacher.

Leider mussten wir uns nach diesem tollen Sonntag schon wieder von dir trennen, aber weil wir ja wussten, dass du Schmerzen hast, haben wir dich gerne nach Pulheim gebracht. In der Klinik wurdest du freundlich willkommen geheißen und trotz großem Kloß im Hals habe ich dich voller Hoffnung dort gelassen. Dienstagabend kam dann endlich der Anruf, dein Bein sei nicht mehr zu retten, es wird amputiert. Mitleid wegen der Amputation hatten wir nicht, wir waren nur glücklich, dass dein Leiden endlich ein Ende hat und du einer schmerzfreien Zukunft entgegen blickst.

Donnerstag ging es wieder nach Hause und auch wenn deine OP-Wunde doch recht wild aussah, haben die Kinder dich so akzeptiert. Du selber hast die Tage in der Klinik super überstanden und jeden im Praxisteam um den Finger gewickelt! Nach der Amputation ging es dir stetig besser, die Medikamente haben angeschlagen und du warst endlich schmerzfrei und als dann endlich das Geschirr für dich geliefert wurde, ging der Spaß im Wald erst richtig los und mehr als einmal haben wir festgestellt, dass man dir dein Handicap absolut nicht anmerkt und du beim Spielen genauso wild tobst wie Bruno. Zu Hause hast du einfach dazugehört, du liegst mit auf der Couch, kommst mir in die Küche hinterher und bist einfach da, du wedelst ununterbrochen mir deiner Rute und deine großen Augen schauen mich frech an, immer bereit, die nächste Scheibe Wurst vom Tisch zu klauen. Sind wir im Garten, klebst du wie eine Klette an uns oder sonnst dich auf der Wiese. Im Gelände - da natürlich nur mit Schleppleine und Geschirr - hörst du aufs Wort und kommst, wenn wir dich rufen, als hättest du das schon immer so gemacht.

Deine Sanftheit und dein großes Kämpferherz haben uns berührt und du hast dir einen festen Platz in unsere Herzen erkuschelt, so dass wir dich nicht mehr hergeben wollen!

Wer über die STREUNERHerzen hinaus noch miterleben möchte, wie Nettuno sich entwickelt, welche Abenteuer wir mit unserer Hundetrainerin erleben und wie sich das Zusammenleben mit uns als großem Rudel gestaltet, der kann uns auf Facebook folgen:

"Bruno Bär und sein kleiner Freund Nettuno".

Was sollen wir Streunerherzen noch schreiben - nach so einem wundervollen Bericht der Pflege- und nun auch Adoptionsfamilie von Nettuno? Wir sind dankbar, dass wir immer wieder Menschen finden, die unseren Notfällen helfen und sie auf den Weg bringen. Schön, wenn eine der Notnasen dann dort auch sein Zuhause findet. Wir sind uns sicher, dass Nettuno genau das Zuhause gefunden hat, nach dem er sich immer gesehnt hat. Sein Leben vor dem Unfall war sicherlich kein gutes Jagdhundleben und es ist ganz wunderbar, in die großen, aufmerksamen und strahlenden Augen von Nettuno zu schauen. Nettuno bedeutet "Niemand", das hat nun ein Ende, denn Nettuno ist JEMAND und liegt vielen Menschen am Herzen, besonders aber seiner Familie. Für ihn wird es nie wieder Schattenseiten geben, sondern die Sonne strahlt das ganze Jahr, wenn vielleicht auch nur in seinem Herzen.

Lieben Dank an alle Spender, dass wir Nettuno operativ helfen konnten!

Nettuno hat am 16.03. sein neues Leben in 42651 Solingen angetreten.

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Lesen Sie hier die ganze Geschichte von unserem SOS Hund Nettuno

Nettuno lernen wir bei einem Besuch in der L.I.D.A. kennen. Durch Zufall finden wir ihn in einem Container. Er hat eine Decke und sitzt an der Wand und schaut uns ängstlich an. Er ist dünn, so dünn. Seine Augen sind traurig, so traurig. Es erschüttert uns bis ins Mark, was ist diesem Hund widerfahren? Er trägt einen Verband an seinem rechten Vorderbein und Schulter. Wir nähern uns vorsichtig und freundlich. Wir beschwichtigen ihn, helfen mit Körpersprache, dass er keine Angst haben muss. Er hat so große angsterfüllte Augen! Wir setzen uns zu ihm, streicheln ihn vorsichtig, er entspannt sich. Wir machen Bilder und gehen nach einiger Zeit damit zu Gaia, der Tierärztin vor Ort. Sie erzählt uns seine Geschichte und verweist auf die ausführliche Geschichte auf Facebook, die wir hier übersetzen:

01.12.2013

Er wurde am Stadtrand von Olbia aufgefunden, im Gebiet Taica, eines der am meisten vom Unwetter der letzten Tage betroffenen Gebiete. Er ist ein junger Welpe, sein Körper geschunden durch tiefen Wunden, Löcher, die von einer zu anderen Seite reichen, in denen bereits Larven waren. Der Hund ist stark geschwächt, sehr dünn in Folge der Unterernährung.

Es wurden sofort die nötigen Untersuchungen eingeleitet, durch die starke Entzündung waren die Ergebnisse komplett durcheinander, verursacht durch die schweren Verletzungen, die sich bereits entzündet hatten. Er befindet sich in der Klinik und es wird alles getan, damit er gerettet werden kann. Versuchen Sie sich sein Leiden vorzustellen, seine verzweifelte Suche nach Hilfe. Wir haben ihn Nettuno genannt und selbstverständlich hat er keinen Chip.


02.12.2013

Heute können wir Ihnen ein detailliertes Krankheitsbild des Kleinen geben. Nettuno hat eine Luxation der Schulter, die Bizeps Sehne ist vollkommen zerfressen, die Situation ist sehr ernst. Wir kennen die traumatische Art seiner Verletzungen nicht, wir vermuten, dass er irgendwo eingeklemmt war und bei der Flucht verletzt wurde, vielleicht wegen der Wucht des Wassers. Aber seine Unterernährung kommt sicherlich nicht vom Unwetter!!!

Sobald er stabil ist, muss seine Schulter in Ordnung gebracht werden, was im Moment überhaupt nicht möglich ist, der Hund würde die Narkose nicht überleben, da sein Zustand sehr, sehr ernst ist und er seine ganze Kraft zum Überleben braucht.

Wie viel Leid ist in seinem Blick, ich frage mich, wie der Mensch so boshaft sein kann. Auch er ist ein Lebewesen!!!!!


04.12.2013

Hier unser Gladiator, seht, wie er sich erholt, es wird ein langer Weg, aber sobald er sich erholt hat, werden wir uns dran setzen, seine verrenkte Schulter in Ordnung zu bringen. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie sanft dieser Engel ist, wenn er einen anschaut, lässt er einen fühlen, als wäre man der König der Welt.


11.12.2013

Der Kleine kommt langsam zu Kräften. Seht her, wie er steht. Sobald wie möglich wird er operiert, um zu sehen, ob wir seine Artikulation beheben können.

26.12.2013

Hier unser Nettuno, dem es sichtlich besser geht, er hat sogar ein paar hundert Gramm zugenommen!!!

Sobald seine Werte in Ordnung sind, wird der kleine Nettuno operiert. Dieser Hund ist von einer einzigartigen Sanftheit. Es ist schwierig, ihn zu fotografieren, denn sobald er einen sieht, ist er ganz aufgeregt und freut sich unbändig. Das Leiden dieser Kreatur war sehr groß.


20.01.2014

Langsam erholt sich Nettuno, aber er ist immer traurig. Er ist ein ganz besonders sanfter Hund, ich hab noch nie so traurige Augen gesehen…. Er ist der Hund, den ich noch nie habe bellen hören.


Aktuell erfahren wir von der Tierärztin:

Es ist eine Luxation am Vorderbein mit infizierter Wunde. Er war in einem schlechten Allgemeinzustand, daher zunächst medikamentöse Therapie ohne operative Versorgung. Letzte Woche war er beim Orthopäden, der hat festgestellt, dass er zusätzlich zur Luxation eine Nervenläsion des Radialis-Nerv hat und zwar genau an der Stelle, an der der Trizeps-Muskel ansetzt.

Daher hat sich der Muskel zurückgebildet und im Bein hat Nettuno daher jetzt kein Tastgefühl.

Vermutlich kann er sein Bein nicht behalten…

Wir wissen, dass die Voruntersuchung und die Operation nicht einfach werden. Vielleicht muss das Bein amputiert werden, vielleicht können wir es auch durch eine Operation retten. Klarheit werden wir erst in Deutschland haben. Was wir aber wissen ist, dass wir Nettuno helfen möchten, er muss nach Deutschland kommen. Er soll hier gründlich untersucht werden und dann wird die Entscheidung getroffen, die für Nettuno das Beste ist und wie er seine Zukunft ohne Schmerzen und Handicap glücklich verbringen kann.

Wir haben viele Notfälle zurzeit. Wir möchten die Kollegen mit diesen schweren Notfällen nicht in dem überladenen Tierheim alleine lassen. Wir können nur einige schwere Fälle holen und die Betreuung übernehmen. Hier, wo eine Pflegefamilie Zeit hat, sich zu kümmern und Nettuno endlich aufzubauen. Er braucht Selbstbewusstsein, wir wünschen uns so sehr, seine Augen lachen zu sehen.

Wir haben eine Notfallbox für ihn gebucht am 22.02. Wir gehen ein großes Risiko ein, wissen aber, dass wir Hilfe bekommen werden. Hilfe von Menschen, die Nettuno eine Chance geben - ob als Pflegestelle, Endzuhause oder als Spender. Wir sind nicht alleine und daran glauben wir.

Update 05.02.2014

Wir haben ein tolles Angebot für Nettuno erhalten. Eine Pflegestelle mit Option auf Übernahme, wenn Nettuno sich mit dem vorhandenen Rüden versteht und seine neue Umgebung annimmt. Ganz schnell haben wir uns nach Solingen aufgemacht, um die Menschen zu besuchen, die Nettuno eine Hand reichen möchten. Angetroffen haben wir eine liebevolle, sehr interessierte Familie, die sich sehr auf Nettuno freut. Auch Setter Bruno, ein lieber, hübscher Rüde aus Korfu, wird Nettuno wohl freundlich begegnen. Die Kinder wissen, dass das neue Familienmitglied eventuell ein Bein verlieren wird, sie wollen ihn umsorgen und für ihn da sein.

Am 22.02. wird Nettuno von seiner Familie am Flughafen abgeholt und am Montag, den 24.02., in die Tierklinik nach Pulheim-Freimersdorf gebracht. Hier haben sich die Ärzte anhand von Vorberichten und Bildern schon ein erstes Bild gemacht. Sie werden Nettuno gründlich untersuchen, denn ein Operationstermin ist schon für den Nachmittag geblockt. Wir möchten Nettuno schnell operieren lassen, da er starke Schmerzen hat und wir nicht unnötig Zeit verlieren möchten. Ihn endlich schmerzfrei und gut behandelt zu sehen, ist uns das größte Anliegen.

Unsere Kollegin berichtet aktuell aus Sardinien, dass es Nettuno ein wenig besser geht. Er ist nicht mehr das ganz verängstigte Häufchen Elend und freut sich schon über Besuch. Sein Schwänzchen wedelt und er genießt die Zuneigung der Besucher. Nettuno, so scheint es, ist ein überaus freundlicher Hund.

Wir danken jetzt schon den vielen Spendern für ihre Unterstützung. Und der Familie für ihr großes Herz, das sich im richtigen Augenblick für Nettuno geöffnet hat.

Update 27.02.2014

Nettuno ist am 22.02. in Düsseldorf gelandet und wurde von seiner Pflegefamilie in Empfang genommen. Auf seiner Pflegestelle zeigte er sich sofort freundlich und aufgeschlossen. Am ersten Abend lernte er die Kinder der Familie kennen und verliebte sich sofort in sie. Das beruhte offensichtlich auf Gegenseitigkeit. Nettuno ließ sich von Anfang an gerne streicheln und schmuste mit den Kindern.

Am nächsten Morgen stieß Bruno, der Rüde der Familie, hinzu, die beiden Hunde begrüßten sich durchaus freundlich. Nettuno schloss sich dem neuen Kollegen sofort an und zusammen ging es in den Garten. Dort versuchte er sogar, Bruno zum Spiel aufzufordern. Ab dem Moment war das Eis gebrochen. Doch schon am nächsten Tag musste Nettuno die Familie wieder verlassen. Er wurde in der Klinik vorgestellt.

Dort wurde diagnostiziert, dass das Bein nicht mehr zu retten ist. Zu lange hatte man mit der Operation gewartet, weil man ihn in seinem geschwächten und unterernährten Zustand nicht in Narkose legen wollte. Das Gewebe am Bein war nekrotisch, hatte sich aufgelöst und zurückgebildet. So wurde am 26.02. Nettunos Bein amputiert und er wurde gleichzeitig kastriert. Diese große Operation hat er wunderbar überstanden, er ist bereits wieder auf seiner Pflegestelle.

Dort hat man den Eindruck, dass es ihm viel besser geht. Da Nettuno schon die ganze Zeit auf drei Beinen unterwegs war, waren wir zuversichtlich, dass ihm die Amputation nichts ausmachen würde. Zudem muss Nettuno starke Schmerzen gehabt haben, das Gewebe hatte sich entzündet und die Eiterherde gingen bis auf den Knochen! Er roch stark nach "verrottendem" Gewebe. Deshalb bekommt Nettuno zurzeit noch Antibiotika und Schmerzmittel. Von Schmerzen befreit läuft er jetzt auch leichter und unbeschwerter. Und er ist viel umgänglicher, noch offener und riecht nur noch nach Hund!

Insgesamt sind wir sehr glücklich und dankbar über diese Entwicklung! Wir haben Nettuno nun noch ein Geschirr für "Dreibeiner" bestellt, mit dem er dann bald schon längere Spaziergänge unternehmen kann. Die Pflegestelle berichtet, dass er draußen sofort die Rute hochnimmt und freudig und interessiert schnüffelt und sich umsieht. Nettuno liebt es dort und endlich glänzen seine Augen wieder!

Wir sagen nun Dankeschön für die finanzielle Unterstützung!

Danke schön, dass Nettuno nun ohne Schmerzen sein Leben in einer liebevollen Umgebung verbringen darf!

Wenn er sich weiter so gut entwickelt, besteht die Chance, dass seine Pflegefamilie ihn nie wieder hergibt. Drücken wir also fest die Daumen für den kleinen Strahlemann.


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