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Marina

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Als Pflegehund gekommen, als Familienmitglied geblieben!

Marina war ein Straßenhund. Naja, eigentlich hatte sie einen Besitzer, der ließ sie aber streunen, so dass sie regelmäßig unsere Katzenkolonie besuchte. Auch trächtig wurde sie zweimal im Jahr und bekam die Welpen. Versuche die Hündin von dem Besitzer frei zu bekommen oder wenigstens sie kastrieren zu lassen, gelangen nie.

Eines Tages bekamen wir die Nachricht, dass Marina angefahren im Straßengraben lag. Die Kollegen von unserem Partnertierheim, der L.I.D.A. Olbia, kümmerten sich sofort. Sie war nicht angefahren, sondern im Straßengraben zusammengebrochen, trächtig und völlig unterernährt. So bekam sie ein Platz im Tierheim und bekam ihre Babys per Kaiserschnitt in einer Klinik. Drei junge Maremmanowelpen überlebten die Geburt und sie kam gemeinsam mit ihren Welpen ins Tierheim zurück. Zur gleichen Zeit wurde ein kleiner Welpe, gerade ein paar Tage alt, gefunden und ins Tierheim gebracht. Man versuchte, diesen kleinen Rüden Marina unter zu schmuggeln, es gelang und sie kümmerte sich genauso rührend um ihn, wie um ihre eigenen Jungen.

Die Wochen und Monate vergingen, die Welpen wurden groß und stark, wurden mit sechs Monaten kastriert und in größere Gehege gebracht. Marina blieb auf der Piazza und verkroch sich immer mehr in eine Hundehütte. Es setzte ihr sehr zu, in dieser Gefangenschaft zu bleiben. Keine einzige Anfrage bekam ich für die hübsche Mutter. Doch dann im Sommer 2015 meldete sich ein Ehepaar. Sie hatten ihren Hund verloren und waren für den örtlichen Tierschutzverein als Katzenpflegestelle tätig. Sie wollten einem armen Hund ins Leben helfen und die Wahl fiel dann auf Marina.

So durfte Marina nach Berlin fliegen und kam auf die Pflegestelle. Der Anfang war sehr schwer, Marina verkroch sich, nahm nicht am Leben teil und war lieber für sich. Mit liebevoller Kleinarbeit konnte das Ehepaar langsam, aber stetig, Marina ins Leben locken, aber lesen Sie selbst, was die Familie schreibt:

Marina, bei uns Ina, ist am 10.09.2015 eigentlich nur als Pflegekind zu uns gekommen. Sie war sehr verstört und verängstigt, vom Gate ins Auto haben wir sie getragen, sie lief keinen Schritt. Zuhause angekommen, blieb sie nur im Korridor liegen, um das Geschäft zu machen, zogen wir sie in den Garten, oder haben sie getragen. Erst nach drei Wochen war sie soweit, die Welt vor dem Haus zu entdecken, und damit war dann leider ihr Fluchtinstinkt geweckt, der hielt dann Monate an. Es war eine schwierige Zeit für uns alle und an eine Vermittlung war zu dieser Zeit überhaupt nicht zu denken. Somit haben wir uns dann zusammen mit STREUNERHerzen dazu entschlossen, sie bei uns zu behalten. Sie war auch nach den vielen Monaten immer noch sehr verstört, wenn sich etwas verändert hat. Eine neue Familie hätte sie wieder zurückgeworfen.

Sie hat auch heute noch Momente, mit denen sie nicht umgehen kann, aber mit viel Geduld, Liebe und Vertrauen sind wir jetzt manchmal schon ohne Leine unterwegs.

Wir sind froh und glücklich, uns zu diesem Schritt entschlossen zu haben. Unser Rudel (vier Katzen) hat sie von Anfang an gut aufgenommen und schmust ständig mit ihnen, unser Perserkater schläft mit ihr zusammen im Korridor, den sie leider immer noch nicht verlässt, außer zum Gassi gehen.

Bis hier hin war es ein langer Weg, aber wir bereuen nichts, denn wenn sie lächelt, wissen wir, wir haben alles richtig gemacht.

LG Fam. D. und ihr jetzt, komplettes Rudel

So freuen wir uns für Marina, dass sie endlich ankommen durfte und Menschen um sich hat, die sie lieben und mit ihr jeden Tag aufs Neue die große Herausforderung suchen. Marina wurde offiziell am 01.07.2016 adoptiert und lebt nun in 06184 Kabelsketal. Wir wünschen ihr und ihrer Familie alles, alles Gute für die Zukunft.


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