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Lutz

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Ein Weihnachtswunder für Lutz!

Lutz kam damals 2014 über eine andere Organisation von Griechenland nach Deutschland. Als er seinem ersten deutschen Frauchen Sorgen machte, wurde von dieser Organisation empfohlen, ihn ins Tierheim zu geben oder ihn einschläfern zu lassen. Der damit beauftragte Tierarzt verständigte uns und so kam Lutz in eine sehr nette Pflegestelle, wo er zwei Jahre mit anderen Hunden lebte und sehr geliebt wurde.

Lutz war rundum glücklich und zufrieden und sein Pflegefrauchen kam gut mit ihm zurecht. Nach diesen wunderschönen zwei Jahren schlug das Schicksal für den hübschen Rüden jedoch erneut zu. Lutz, der zum ersten Mal Liebe und Geborgenheit kennengelernt hatte, musste seinen Sofaplatz verlassen und sich von seinem Pflegefrauchen trennen, weil sie berufsbedingt ins Ausland versetzt wurde.

Lutz hat die Welt nicht mehr verstanden, als er sich eines Tages in einer Hundepension wiederfand – denn leider meldete sich keine geeignete Familie, die den liebenswerten Chauvi aufnehmen wollte.

So hat Lutz vier lange Jahre in der Hundepension verbracht und es gab nie eine passende Anfrage für ihn. Die Jahre zogen ins Land und oft waren wir kurz davor, die Hoffnung zu verlieren.

Anfang Mai meldete sich dann Beatrice bei mir. Sie bot zwei kleinen Welpen, die auf Sardinien in Not geraten waren, einen Pflegeplatz an. Beatrice erzählte mir, dass sie ihren geliebten Hund, der einen recht eigensinnigen Charakter hatte, kürzlich über die Regenbogenbrücke gehen lassen musste und sie ihn schmerzlich vermisst. Ihr Herz war noch schwer, aber sie wollte einer armen Seele den Weg in ein schönes Leben ebnen. Als sie mir von ihrem Hund erzählte, musste ich sofort an Lutz denken, auch wenn ich nicht zu hoffen wagte, dass sie ihm eine Chance geben würde.

Ich erzählte von Lutz, von seinem Leben und seinen Eigenarten, von seiner Unverträglichkeit gegenüber anderen Hunden, von seiner Leinenaggression, von der Leishmaniose und dem fehlenden Teil seiner Lefze. Außerdem lagen 700 km zwischen ihrem Wohnort und der Pension, in der Lutz sich befand. Beatrice überlegte nicht lange und schlug vor, Lutz zu besuchen, um ihn kennenzulernen. Mein Herz machte einen Hüpfer, denn endlich gab es nach all den Jahren zumindest einen Hoffnungsschimmer!

Ende Mai war es dann soweit. Gemeinsam mit ihrer Tochter machte Beatrice sich auf den langen Weg, um den Senioren zu besuchen. Drei Tage Aufenthalt waren geplant, so dass genügend Zeit war, Lutz in verschiedenen Situationen zu erleben und herauszufinden, ob die Chemie zwischen Hund und Mensch stimmt und ob Beatrice sich zutraut, mit seinen „Macken“ im Alltag umzugehen. Immerhin ist Lutz ein kräftiger, großer Rüde. An Tag 1 schickte sie Fotos und Videos, auf denen zu sehen war, dass sie ihn gut führte und Lutz lief freudig neben ihr her und genoss es sehr, im Mittelpunkt zu stehen.

Am zweiten Tag dann die Nachricht, ob wir mal dringend telefonieren könnten. „Bitte nicht“ schoss es mir durch den Kopf, denn diese Nachricht hatte sicher nichts Gutes zu bedeuten und ich war beinahe sicher, Beatrice würde für Lutz absagen. Ich rief sie an und als sie mir erzählte, dass Lutz sie bei einer Hundebegegnung zu Boden gerissen und sie sich dabei einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, zerplatze mein Traum für Lutz gedanklich wie eine Seifenblase. Der Besuch wurde abgebrochen und die 700 km zurück nach Hause gefahren. Ich war unendlich traurig, denn das Glück schien zum Greifen nahe gewesen zu sein. Das Knie wurde operiert und kaum konnte Beatrice wieder laufen, rief sie mich an. Sie entschuldigte sich dafür, dass Lutz nun noch zwei weitere Monate warten musste und wollte ihn nun endlich abholen! Ich war sprachlos, denn damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet!

Ende Juli fuhr sie dann erneut die lange Strecke und nahm Lutz mit nach Hause. Jeden Tag trainieren die beiden seitdem fleißig und genießen die gemeinsame Zeit sehr. Anfang Dezember erhielt ich dann folgende Nachricht von Beatrice:

Hallo Beate, heute komme ich mit einem ganz anderen Anliegen. Wie Du Dir vielleicht vorstellen kannst, war Lutz, als wir uns als Pflegestelle angeboten haben, nicht unsere erste Wahl. Lutz war sicherlich kein Hund, den wir favorisiert hätten, aber als Du ihn mir vorgeschlagen hattest, wollte ich ihm einfach mal eine Chance geben. Als wir ihn vor Ort dann auch besuchten und ich meinen (Knie-)Unfall hatte, wurde mir bewusst, dass er eine harte Nummer ist, heute weiß ich, dass er eine ganz harte Nummer ist. Daher möchte ich Dir heute sagen, dass wir nicht mehr als Pflegestelle für ihn in Frage kommen!

Ich möchte Dir heute sagen, dass wir nur noch ein Zuhause für immer für ihn sein möchten, denn wir haben gemerkt, dass diese ganz harte Nummer eine ganz wunderbare Fellnase ist, die wir nicht mehr gehen lassen möchten.

Ich weiß, dass ich nun als Pflegestellenversager gelte, aber in diesem Fall bin ich es gerne.

Ich hoffe, dem steht nichts im Wege und wir können bald alle weiteren Schritte einleiten.

Viele liebe Grüße, Bea"

Lutz ist ganz bestimmt der glücklichste Hund der Welt! Endlich ist er angekommen! Weil es einen Menschen gegeben hat, der ihn ohne Wenn und Aber aufgenommen hat! Ein Mensch, der sich der Herausforderung gestellt hat und auch all die positiven Eigenschaften in Lutz gesehen hat und an ihn glaubt!

Diese Geschichte hat mich zutiefst gerührt und zeigt wieder einmal, dass man die Hoffnung nie verlieren darf. Lutz´ Traum ist in diesem Jahr endlich in Erfüllung gegangen. Wir freuen uns unglaublich für Lutz und danken Beatrice von ganzem Herzen, dass sie sich - trotz allem - für ihn entschieden hat!


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