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Lullino

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Wie aus Lullino, dem Vergessenen, Lollo-Bärchen und wenig später Buddy, einer des dynamischen Duos, wurde:

Gehen wir erst einmal zurück ins Jahr 2006, da wurdest du ca. im Mai geboren, das weiß man relativ genau, weil du noch als Welpe in der LIDA Olbia aufgenommen wurdest. Irgendwann noch in diesem Jahr erlebtest du den schwarzen Tag in deinem Leben, lieber Schatz. Es war der Tag, an dem man dich einsperrte. Dein Zuhause war von nun an die LIDA Olbia, ein Rifugio mit ungefähr 700 Hunden und du warst nun einer unter ihnen.

Zehn Jahre, 120 Monate, 520 Wochen, über 3600 Tage und zigtausend Stunden und noch viel mehr Minuten wurden für dich zum Härtetest, immer wieder auch zur Qual im Sommer bei sengender Hitze im freien Gehege, im Winter bei nasskalter Witterung. Es wurde für dich zur Herausforderung, sich immer wieder in wechselnden Rudeln zurecht zu finden. Entmutigung und Hoffnung, Kampf um die wenigen Ressourcen, vielleicht auch ein paar Glücksmomente, wenn du einen Augenblick mal Aufmerksamkeit von einem Besucher oder Helfer einfangen konntest oder einen netten Kumpel oder eine liebe Freundin im Gehege war. All das hat dein Leben geprägt...10 Jahre lang, nur Hunde, Hütten, Zäune, keine Abwechslung, keine Wiesen, kein Wald, kein gemütliches Körbchen, kein Frauchen, kein Herrchen, kein gar nichts.

Jetzt springen wir direkt ins Jahr 2016: Jemand, ein ganz besonderer Mensch, sieht deine Bilder und deinen Vermittlungstext auf unserer Homepage. Es ist Asmita, eine liebe Kollegin, deren Herz ganz besonders hoch schlägt, wenn sie eine arme, alte und noch dazu schwarze Seele entdeckt. Am 28.06.2016 darfst du zu ihr reisen, du bist ihr neuer Pflegehund und ab jetzt Lollo-Bärchen. Eigentlich stellen wir uns alle darauf ein, dass es verdammt schwer werden wird, für dich nochmal einen Menschen zu finden, dessen Herz du berührst, wo du es ja jetzt schon in einer Pflegefamilie gut hast, alter Knacker.

Aber diesmal haben wir uns mal gewaltig getäuscht. Noch kurz bevor du einfliegst, meldet sich eine liebe Familie, die schon zwei Hunde aus der LIDA Olbia aufgenommen hatte, und die erst vor Kurzem ihre liebe Hündin Maya gehen lassen musste. Nun ist nur noch Nennetto aus der LIDA bei ihr und ein Plätzchen an seiner Seite ist frei, da dachte sie an dich, Lullino. Du kommst also am Flughafen an, Pflegefrauchen und dein Immer-Frauchen stehen beide hoch erwartungsvoll im Terminal, um dich endlich zu sehen, zu knuddeln und dich aus dem Terminal in eine gute Welt zu führen. Dein Immer-Frauchen möchte nun abwarten, wie du dich entwickelst und wird dich mit Nennetto besuchen kommen, um zu sehen, wie gut ihr zwei Burschen miteinander könnt.

Die erste Woche bei deinem Pflegefrauchen verläuft noch etwas schleppend - zu neu, zu viel, zu ungewohnt ist alles in deiner neuen Welt. Aber dann platzt doch nach und nach der Knoten bei dir und du kapierst nun jeden Tag aufs Neue immer mehr, dass alles toll und wunderbar ist, du gewinnst Vertrauen, taust auf, genießt, erkundest, schließt dich an und bist interessiert. Ein paar Male noch besucht dich dein Immer-Frauchen bei deinem Pflegefrauchen mit Nennetto, du bist für sie Buddy, und es stellt sich schnell heraus, dass Nennetto und du ein Dreamteam werden können. Am 21.08. ist dann der große Tag gekommen, denn dein Immer-Frauchen hat nun endlich den lang ersehnten Urlaub von ihrem Chef bekommen, um dich in der ersten Zeit gut begleiten zu können, sie holen dich bei Pflegefrauchen ab.

Es fließen Tränen bei deinem Pflegefrauchen, denn du bist ihr schnell ans Herz gewachsen und sie hofft so sehr, dass du diesen erneuten Wechsel gut wegsteckst. Natürlich weiß sie, dass du es bei deinem Immer-Frauchen hervorragend angetroffen hast, aber dennoch, ihr Herz ist schwer.

Auf jeden Fall lebst du dich bei deinem Immer-Frauchen an der Seite Nennettos sehr schnell und gut ein und&xnbsp;ihr zwei seid ausgelassen, munter und überaus harmonisch unterwegs. Das dynamische Duo ist geboren.

Das Glück liegt dir jetzt zu Pfoten, Lullino, du ehemals Vergessener, Lollo-Bärchen oder Buddy, du geliebter Hund. Genieße jeden Tag, Goldschatz! Von Herzen wünschen wir Dir noch viele, erfüllte Jahre mit deiner Immer-Familie!

Lullino ist am 21.08. in sein neues Zuhause nach Ratingen gezogen.


Im Folgenden ein paar Anekdoten aus Lullinos Leben im Glück, geschrieben vom Pflegefrauchen:

01.07.2016

Heute hat der Lollo-Bär mehrfach den Garten erkundet, jede Ecke inspiziert, viel geschnüffelt, die Hühner argwöhnisch beäugt, zwischendurch ein Päuschen eingelegt, jetzt schläft er auf seinem Kissen in der Küche und schnarcht sogar ein bisschen. Auch letzte Nacht war er sehr ruhig und nicht zu hören, der gestrige Durchfall ist zum Glück wieder vorbei. Er hat jetzt eine längere Schleppleine dran, das geht deutlich besser, weil man ihm nicht so nah auf den Fersen ist. An unseren Hunden traut er sich noch immer nicht so recht vorbei, abgesehen von der kleinen Motte, an die er öfter interessiert die Nase hält, wenn sie in seine Nähe kommt. Der Blick ist wacher und interessierter geworden, ich glaube, so langsam bekommt er eine Ahnung davon, dass noch viele spannende Dinge auf ihn warten! Am stressfreien zurück ins Haus gehen arbeiten wir noch… ;-))

02.07.2016

Tag 5 in Lullinos neuem Lebenskapitel, der erste Kulturschock ist überwunden und so langsam platzt der Knoten! Heute hatte er seinen ersten richtigen Spaziergang, nachdem er die ersten Tage das Grundstück - am liebsten kreuz und quer durchs Gebüsch - erkundet hat, zwischendurch viel schlief und ansonsten mit allem noch recht überfordert war. Unsere beiden Hühner hat er mittlerweile kennengelernt, Kater Hermann natürlich auch, beides völlig unspektakulär und mit keinem Interesse auf intensivere Bekanntschaft seinerseits. Im Haus ist er auf sein Kissen fixiert, das er nicht verlässt, außer wenn er nach draußen möchte. Und auch sonst ist er sehr bemüht, möglichst wenig aufzufallen. Die Hunde und wir werden beobachtet, sein Blick ist nun aufmerksamer und wacher als zu Beginn und man merkt förmlich, wie es in ihm arbeitet, wenn er Eindrücke verarbeitet. Er sucht von sich aus keinen Kontakt zu uns Menschen, Berührung lässt er aber zu und mittlerweile ist hin und wieder ein ganz leiser Seufzer zu hören, wenn man sanft sein Gesicht streichelt oder den Popo krault. ;-) Angekommen ist er noch nicht, aber auf dem besten Weg!

04.07.2016

In der Tat, die etwas düstere Stimmung von letzter Woche ist verflogen und der Optimismus wird immer größer! Und der liebe Kerl hat seit Samstag auch noch weitere Fortschritte gemacht, vorhin tippelte er ganz selbstverständlich in allen Zimmern herum und gestern Abend ist er zum ersten Mal ganz alleine von draußen nach drinnen gegangen. Mit etlichen Anläufen, aber immerhin selbständig! Was mir aber auffällt, er sucht den Holzzaun nach Lücken ab und versucht, hier und da den Kopf unten drunter zu schieben. Glücklicherweise hat er noch nicht nach oben Maß genommen, denn mit etwas Anlauf und Mut würde er den knappen Meter sicher schaffen. Heute früh hat er den Nachbarsrüden beim Gassi kennengelernt und war total freundlich und interessiert. An Katzen- , Hühner- und Artgenossenverträglichkeit kann also ein Häkchen gemacht werden.

04.07.2016, nachmittags

heute gibt´s den Lollo in bewegten Bildern, wenn auch in miserabler Qualität:

Video von YouTube anschauen

Kurz darauf haben wir Nachbarsrüden Ben getroffen, die beiden sind sich heute Vormittag schon kurz begegnet und die Wiedersehensfreude war groß.

Video von YouTube anschauen

Ob er unsere 4 vielleicht einfach doof findet….?? ;-) Ihnen gegenüber ist er total zurückhaltend. Oder es ist Respekt vor dem Alter… ;-))

Danach trafen wir noch auf 2 Hündinnen und einen blinden Rüden, das hat Lullino auch super gemacht. Interessiert, nett und freundlich und als eine der Hündinnen leicht brummte, zockelte er gleich wieder ab. Beste Verträglichkeit würde ich hiermit bescheinigen.

06.07.2016

Lollobär gibt jetzt richtig Gas. Gestern Abend schaute er interessiert fern und wich immer zurück, wenn jemand vermeintlich auf ihn zuging, heute Morgen begleitete er mich ins Bad, dann probierte er reihum die anderen Hundebetten durch, natürlich das winzige von Motte zuerst. Geschirr ausziehen geht stressfrei, wieder anziehen auch halbwegs, gebürstet habe ich ihn schon und streicheln ist so schlecht nun auch nicht mehr. Beim Mittagsgassi galoppierte und hüpfte er durch eine hohe Wiese und hatte sichtlich Spaß. Eigentlich wäre es ein perfekter Zeitpunkt umzuziehen, bevor er sich hier zu sehr eingewöhnt.


Im Folgenden eine Anekdote von Lullinos Leben im Glück geschrieben vom Immer-Frauchen, 24.8.2016:

Hallo,

bei uns läuft es bisher richtig gut.

Buddy hat sich so schnell eingefügt, als wäre er schon immer hier. Aber bei der guten Vorarbeit seiner liebevollen Pflegefamilie ist das auch kein Wunder. Die Fahrt ins neue Zuhause hat er gut gemeistert, ließ sich ohne Murren in seine Box setzen und stieg bei uns alleine wieder aus. Die Treppen in unserem Haus fand er zunächst gruselig, treppab lernte er aber sehr schnell. Nach oben ließ er sich gern tragen. Mittlerweile läuft er in beide Richtungen problemlos, seine Neugier ist nämlich um einiges größer als seine Furcht. Die Umstellung vom ruhigen Waldrandgrundstück mitten in ein Reihenhaus am Stadtrand hat auch gut geklappt. Auch hier zeigt er sich neugierig, ist freundlich zu jedem Mensch und Tier. An Fahrräder, Jogger, Autos hat er sich schon gewöhnt; Nordic Walker findet er allerdings noch seltsam.

Am Dienstag waren wir auf dem Hundeplatz, dort sind wir gemeinsam ein wenig gerannt und haben gespielt, um an den Grundlagen für den Rückruf und der körpersprachlichen Führung zu arbeiten. Nino und Buddy hatten sehr viel Spaß, es gab auch jede Menge Leberwurst. ;-)

Fotos machen ist ein wenig schwierig, die zwei sind zusammen echte Wusels. :-) Sie ergänzen einander perfekt und Buddys ruhige Art wirkt sich positiv auf Nino aus. Ich versuche, in den nächsten Tagen noch ein paar Bilder zu machen.

Ganz liebe Grüße Jenny, Sebastian, Nino und Buddy


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