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Liz

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Liebe Liz,
winzig klein, mit ein paar Tagen, erreichtest du mit deinen Geschwistern unser Partnertierheim. Ihr ward entsorgt worden, ward nutzlos, scheinbar zählte weder eure Hilflosigkeit noch eure Niedlichkeit. So klein ward ihr und deswegen bestanden kaum Überlebenschancen in einem Tierheim, das mit Welpen überfüllt war. Und das, was wir befürchteten, passierte: Ihr alle bekamt kräftezehrenden Durchfall, einen Virus! Geschwächt kamt ihr auf die Notfallstation, gerade als eine Kollegin auf Sardinien war.
Wie niedlich saht ihr auf den Fotos aus: zarte Gesichter mit riesigen Schlappohren. Einzeln oder zu zweit lagt ihr in kleinen Käfigen auf Zeitungspapier am Tropf. Zwei von euch schwächelten extrem. Zwei Wochen später waren vier sicher über den Berg, ein Mädchen starb dann doch wenige Tage später, aber das zweite Mädchen überlebte.
Das warst du, Liz!

Und euer Kampf hat sich doppelt gelohnt, denn du Liz, konntest bald auf eine nette Pflegestelle mit Übernahmeoption ausreisen. Nach einem anfangs schwierigen Start - die neue Situation forderte dich sehr - hast du dich dann doch schnell gefangen und dann ging es fast jeden Tag einen großen Schritt voran:

In den gut sechs Wochen, in denen Siena bei uns ist, ist viel passiert. Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell sie sich entwickelt. Am Anfang hatten wir einen sehr, sehr ängstlichen Hund, der gezwungen werden musste, die Hundebox zu verlassen, um mit uns gemeinsam zu leben. Sie hatte eine so große Angst vor Menschen (ich denke, sie wird auf Sardinien ein paar Tritte bekommen haben - anders kann ich es mir nicht vorstellen); vor fremden Geräuschen oder Gegenständen oder vor fremden Hunden hatte sie von Anfang an absolut keine Angst.
Von Tag zu Tag wurde sie immer mutiger - auch Menschen gegenüber. Mittlerweile knurrt und bellt sie fremde Menschen kaum noch an. Angst hat sie immer noch, aber das ist nichts im Vergleich zu den ersten zwei Wochen bei uns. Auch das Spazierengehen ist mittlerweile ganz entspannt. Sie tobt mit unserer Lina (drinnen und draußen), spielt ausgelassen mit anderen Hunden und lernt sehr schnell. Sie ist so ein süßer, frecher Schatz! Das passt zu 100 % zu uns ;o)
Sie hat sich von einem sehr ängstlichen zu einem deutlich weniger ängstlichen und fröhlichen Hund entwickelt. Und diese Entwicklung geht noch weiter ...
Sienas erster Urlaub mit uns auf Fano war für uns alle soooo schön. Siena hat es richtig geliebt, ans Meer zu gehen und über den Sand zu flitzen. So ausgelassen war sie - echt toll! Ableinen konnten wir sie natürlich nicht aber es gibt ja Schleppleinen ;o)
Beim Training macht sie gute Fortschritte. Ich bin guter Dinge, dass sie irgendwann, trotz Jagdtrieb, auch ohne Leine draußen herumlaufen kann. Wie ich schon erwähnte: sie lernt sehr schnell. Eine neue Übung hat sie gestern so schnell (schon beim 2. Mal) begriffen, dass unsere Trainerin ganz schön gestaunt hat. Sie sagte, so schnell sei bisher noch keiner gewesen.
Was soll ich noch schreiben? Ich denke, wir vier passen sehr gut zusammen!
Viele Grüße aus Dülmen
Elke S.

Liebe Liz, du hörst nun auf den italienischen Namen Siena. Wir wünschen dir und deiner Familie weiterhin so viele Momente der Freude und freuen uns, wenn wir an deiner Entwicklung weiter teilhaben dürfen.

Siena wurde von ihrer Pflegefamilie am 08.11.2014 adoptiert und erfreut sich nun am Leben in 48249 Dülmen.

P.S.: Tritte haben die Kleinen nicht bekommen, aber bei Liz war genau das eingetreten, was uns antreibt, Welpen oder Junghunde schnell aus der LIDA zu vermitteln: Die fehlende Sozialisation lässt manche Hunde - sensible und ängstliche v.a. - eine Scheu vor Menschen entwickeln. Diese wird dann hier in Deutschland oft erstaunlich schnell dank der natürlichen Neugier eines jungen Hundes überwunden. Aber bleiben diese Hunde länger in der LIDA ohne große menschliche Ansprache, werden sie leicht zu sogenannten Angsthunden. Dies ist Liz erspart geblieben und wir hoffen für die beiden Brüder Leonard und Lord, die noch in der LIDA sind, dass auch sie ihren Geschwistern bald nach Deutschland folgen können!


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