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Krizia

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Krizia - nach der Hölle kommt der Himmel

Diese kleine Hündin hat uns alle tief bewegt. Wir fanden sie im Juli 2013 in unserem Partnertierheim auf Sardinien nach Hilfe schreiend unter attackierenden Hunden liegend und beschlossen, sie so schnell wie möglich aus der Hölle zu erlösen. Aufgrund der Reisebestimmungen für Tiere und der Transportplanung dauerte es noch lange 28 Tage, bis wir sie endlich in Sicherheit wussten.

Als Du, kleine Krizia, Ende August mitten in der Nacht endlich in Köln landetest, waren wir überglücklich. Doch dann kam der erneute Schock. Du standest nur auf drei Beinen, Dein linkes Hinterbein war gebrochen. Wie wir später erfuhren, passierte dies drei Tage vor Deinem Abflug. Wir wollen uns gar nicht vorstellen, was diese drei Tage für Dich bedeutet haben müssen.

Schon am Tag nach Deiner Ankunft wurdest Du von einem Spezialisten operiert. Die Heilung verlief zum Glück problemlos, so dass die eingesetzten Platten Ende Oktober entfernt werden können. Mittlerweile belastest Du Dein Beinchen und tobst mit Deinem Kumpel Charly durch den Garten Deiner Pflegefamilie.

Und hier hattest Du leider erneut Pech. Eine streunende Katze verletzte Dich am Auge und zerfetzte die Nickhaut. Erneut wurdest Du operiert, aber auch diese Operation hast Du prima überstanden.

Du kleine Zaubermaus hast so viel Schlimmes erlebt und dabei Deinen wunderbaren, immer freundlichen Charakter nie verloren. Du strahlst von innen heraus so herzlich, dass es einem sofort ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Und genau dieses Strahlen und das Lächeln möchten Deine Pflegefamilie nie wieder missen. Sie haben sich unsterblich in Dich verliebt und können sich ein Leben ohne Dich nicht mehr vorstellen.

Wir alle sind überglücklich über diese Entscheidung. Krizia, Du hast alles richtig gemacht und darfst für immer bei Deinem Pflegefrauchen und Herrchen in 50321 Brühl bleiben. Du bist im Himmel und hast die Hölle für immer hinter Dir gelassen!

Wir wünschen Krizia, die jetzt Penny heißt, und ihrer Familie von Herzen nur das Beste und eine wundervolle gemeinsame Zeit!


Deine Schreie gaben Dir ein Gesicht!

Es war im Juli dieses Jahres. Wir waren in der L.I.D.A. in Olbia, unserem Kooperationstierheim. Es waren unsere letzten Minuten vor der Rückreise - Minuten, die uns tief erschütterten und die wir in Erinnerung behalten sollten.

Wir standen auf der Piazza, dem Bereich vor dem Eingang, und packten unsere Sachen. Viele Hunde bellten, was aber in einem Tierheim mit über 700 Hunden nichts Besonderes ist. Aber dieses Gebell, dieses Jaulen, das sich auf einmal dazwischen mischte, war anders. Es war lauter, es war markerschütternd, es verstummte nicht. Uns war sofort klar, es musste etwas passiert sein, so ein durchdringendes Fiepen und Gejaule war mit einem normalen Bellen nicht vergleichbar. Wir rannten zu dem Gehege und sahen sofort, was passiert war.

Wir sahen Dich, eine kleine Hündin, die wie ein Häufchen Elend auf dem Boden lag, zwei Hündinnen über Dir, die Dich massiv bedrängten und nach Deinem Hinterteil schnappten. Das Winseln wurde zu einem Schreien, die Hunde hörten einfach nicht auf, Dich anzugreifen und auf den Boden zu drücken. Wir stürzten in das Gehege, zerrten die Hündinnen weg, hielten sie fest und versuchten, die Situation zu beruhigen. Du aber rappeltest Dich auf und sprangst uns in die Arme. So schnell konnten wir nicht reagieren. Deine Pfoten krallten sich an meinen Schultern fest, mit Deinem ganzen Körper hingst Du zitternd an mir, Deinen Kopf drücktest Du auf meine Brust. Wir waren fassungslos. Die anderen Hunde verloren das Interesse, Du schmiegtest Dich an uns und wolltest auf keinen Fall mehr runter.

Was konnten wir tun?

Wir mussten das Rifugio verlassen und die Rückreise antreten - unser Flieger würde nicht warten. Uns war jedoch klar, dass du dringend dort raus musstest. Du bist eine zarte, sensible Hündin und jeden Tag aufs Neue die rangniedrigste Hündin und immer wieder ausreichend Anlass für andere Hunde, Dich anzugreifen, egal, in welchem Gehege man Dich unterbringen würde. Es gibt solche Hunde wie Dich, die immer zum Opfer von Beißereien und Dominanzverhalten werden.

Wir informierten Cosetta, die Tierheimleitung, und baten sie, auf Dich aufzupassen und Dich sofort ausreisefertig zu machen, um Dich schnellstmöglich nach Deutschland zu holen. Wir fuhren an diesem Tag ohne Dich zurück, was uns tief im Herzen schmerzte. Es wurde eine ruhige und nachdenkliche Rückreise, denn jeder von uns hatte die Bilder der Beißerei noch vor Augen und wusste nicht, ob Du bis zu Deiner Reise überleben würdest.

Vier Wochen später, Freitagmorgen um 1:00 Uhr, war es dann soweit. Du bist in Deutschland gelandet. Wir hatten eine liebevolle Pflegefamilie gefunden, die sich aufgrund unserer Berichte sofort bereit erklärte, Dich aufzunehmen. Wir alle haben diesen Tag so sehnsüchtig erwartet. Wir sahen Deine strahlenden Augen, waren sofort verzaubert von Deinem liebenswerten Wesen. Endlich wussten wir Dich in Sicherheit. Wir öffneten die Box, wollten Dich in unsere Arme nehmen und … - trauten unseren Augen nicht. Dein linkes Hinterbein hing in der Luft. Du belastetest es nicht, überhaupt nicht. Was war geschehen?

Deine Flugpatin erklärte, dass Du vor drei Tagen erneut Opfer einer Auseinandersetzung warst und dabei verletzt wurdest. Es blieb keine Zeit, Dich zu versorgen, Dein Bein zu richten. In diesen Tagen gab es im Rifugio einen Notfall nach dem anderen, ein Hund nach dem anderen wurde neu aufgenommen, eine Tierärztin war im Urlaub, alle waren überfordert! Wir waren tief betroffen. Drei Tage in einem Gehege mit Hunden, die Dich, fast bewegungsunfähig mit Deinem verletzten Bein, drangsalierten und immer wieder bedrängten. Wieso musstest Du wunderbare Hündin so viel Leid ertragen? Wieso musste dies so kurz vor Deiner Abreise noch geschehen? Du tapfere Hündin hast uns trotz der Schmerzen so freundlich begrüßt, dass es uns die Tränen in die Augen trieb.

Noch am Freitag vereinbarten wir einen Termin bei einem Veterinärchirurgen. Unsere Vermutung, dass das Bein gebrochen sein könnte, bestätigte sich leider. Ein glatter Oberschenkelbruch. Nach nur wenigen Stunden in Deutschland wurdest Du am Freitagabend operiert. Die Operation verlief gut. Der Bruch wurde mit einer Platte fixiert. Deine erste Nacht in Deutschland musstest Du wieder hinter Gittern in der Klinik verbringen. Am Samstagmorgen konnte Dich Dein Pflegefrauchen in der Klinik abholen und wieder warst Du so lieb und dankbar. Du hast Dich gefreut, sie zu sehen, und Dir keinen Schmerz anmerken lassen.

Krizia, Du bist etwas ganz Besonderes. So klein, so zerbrechlich, so zart und doch so tapfer! Wir sind überglücklich, dass du die schlimmen Zeiten nun hinter Dir lassen kannst und eine glückliche Zukunft vor Dir hast!

Jetzt jedoch gilt es, den Bruch in Ruhe heilen zu lassen, damit die Bruchstelle zusammenwachsen kann, und zu hoffen, dass Du keine Folgeschäden behalten wirst. Obwohl sich unser Verein gerade erst gegründet hat und obwohl uns noch kaum jemand kennt, haben wir die große Hoffnung, dass es Menschen gibt, die auf diese Seite gelangen und uns helfen, Deine Operationskosten und die Nachsorge zu finanzieren. Wir suchen Menschen, die Dir schon mit einem geringen Anteil helfen wollen, zurück ins Leben zu finden. Deine Aufnahme auf eine Pflegestelle, die Operation und Nachsorge waren weder im Budget geplant noch überlegt. Aber hätten wir deshalb Nein sagen können?? Niemals! Wir hätten Dir immer wieder geholfen.

Bitte helfen Sie uns, die Kosten zu tragen. Die Kosten für die Operation, die stationäre Aufnahme, die Nachbehandlung der Wunde belaufen sich jetzt schon auf 950 Euro. In ca. 2-3 Monaten muss Krizia zudem erneut operiert werden, wenn die Platte wieder entfernt wird.

Bitte helfen Sie Krizia mit Ihrer Spende unter dem Stichwort "Hilfe für Krizia".

Herzlichen Dank.


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