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Isa

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Jetzt darf ich endlich leben!

Sechs lange Jahre war das Canile in Tortoli mein Zuhause. Einen kleinen Zwinger musste ich mir dort mit weiteren Artgenossen teilen und mir war langweilig, Tag für Tag - mein ganzes Leben lang Tristesse und Monotonie. Wenn es Futter gab, bekam ich immer nur ein bisschen davon ab, nämlich das, was die anderen übrig ließen.

Vor einigen Monaten bekam ich dann Besuch von ein paar netten Frauen, die meine Mitbewohner und mich aus dem Zwinger holten, so dass wir ein paar Runden durch das Innengehege flitzen konnten. War DAS eine Freude! Wir konnten richtig schnell rennen und irgendwie hatte ich den starken Wunsch, den Frauen mal „Hallo“ zu sagen, aber mir fehlte zunächst der Mut. Ich beobachtete die beiden anderen Hündinnen, die sich von den Menschen anfassen ließen und dabei wedelten, dann nahm ich all meinen Mut zusammen und ging auch vorsichtig hin. Es fühlte sich unglaublich gut an, gestreichelt zu werden und es gab sogar ein paar Leckerlis – herrlich! Das war der schönste Tag meines Lebens, denn zu diesem Zeitpunkt ahnte ich noch nichts von dem, was kurze Zeit später geschehen würde.

Im Januar 2016 durfte ich nämlich zu einer netten Frau nach Deutschland umziehen, ihr Name war Pflegefrauchen und ich lebte mir ihr gemeinsam in einer Menschenwohnung. Sie hatte sehr viel Verständnis für mich, denn alles machte mir Angst und ich hätte mich zunächst am liebsten in die hinterste Ecke verkrochen und mich unsichtbar gemacht. Aber durch ihre Ruhe und Geduld wurde ich immer mutiger, liebte schon bald unsere Spaziergänge im Wald und ich hatte jeden Tag einen vollen Futternapf für mich alleine.

Eines Tages bekamen mein Pflegefrauchen und ich dann Besuch von zwei netten Menschen, die sich offenbar sehr für mich interessierten. Ich war wie immer erst mal vorsichtig – man weiss ja nie… und ich bin halt ein kleiner Angsthase, das wird wohl auch noch eine Weile so bleiben. Die beiden Menschen mochten mich trotzdem sehr und sie sprachen von meinem Zuhause und eigenem Körbchen. Ich wusste nicht, was sie damit meinten, aber mir wurde ganz warm ums Herz.

Am nächsten Tag besuchten sie mich wieder, setzten mich dann behutsam in ihr Auto und fuhren los, obwohl mein Pflegefrauchen noch nicht eingestiegen war. Das gefiel mir natürlich erst einmal überhaupt nicht, denn ich hatte ja keine Ahnung, was nun als nächstes geschehen würde. Zuhause angekommen suchte ich mir erst einmal ein sicheres Plätzchen und nahm mir fest vor, nicht mehr aufzustehen. Aber meine Menschen waren so lieb und geduldig mit mir, dass ich mein Vorhaben schon nach kurzer Zeit freiwillig aufgab.

Ich bin noch immer ein Angsthase, aber inzwischen liebe ich den Garten sehr, habe einen kecken kleinen Hundekumpel namens Rüppel an meiner Seite, der mich beschützt und mir Sicherheit gibt und ich mache weiterhin täglich Fortschritte. Frauchen und Herrchen sind sehr stolz auf mich und haben mich in ihre Herzen geschlossen. Sie geben mir die nötige Zeit, die ich brauche, um etwas mutiger zu werden und wir haben viel Freude miteinander. Ich werde jeden Tag gekuschelt und verwöhnt – ich lebe nun bei den besten Menschen der Welt und bin glücklich, sie jeden Tag begleiten zu dürfen.

Isa, die nun auf den Namen Diva hört, ist am 01.04.2016 in ihr Traumzuhause nach Berlin umgezogen und wird nun alles nachholen, was sie in den ersten sechs Jahren ihres Lebens versäumen musste.

Ich danke ihrer Familie von Herzen.


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