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Clara

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Von der Straße ins Leben gepurzelt

Clara - deine Geschichte hat mich sehr berührt, denn als du von dem Tierheimleiter der L.I.D.A. Olbia eingefangen wurdest, war ich gerade auf Sardinien. Er war aufgrund eines Anrufs von dänischen Touristen aufgebrochen, um eine Hündin mit ihren drei Welpen zu fangen. Die Touristen hatten sie während ihres Urlaubs angefüttert und wollten sie nicht einfach zurücklassen. Das Fangen gestaltete sich schwieriger als gedacht. Euch drei Welpen hatte er nach wenigen Stunden gefangen, aber eure Mutter Bianca hatte eine andere Idee, als Euch zu folgen. Bis in die Abendstunden versuchte Sergio in der Wildnis, eure Mutter zu fangen. Dann endlich, als er mich anrief und aufgeben wollte und euch drei Hübschen wieder zu eurer Mutter setzen wollte, da kam Bianca und ließ sich anfassen und mitnehmen. Warum er euch drei wieder zurückgesetzt hätte? Na, weil man Mutter und Welpen nicht einfach trennen darf. Nicht nur der große Verlust der Mutter oder anders herum der Welpen ist für Hunde schmerzhaft, auch der Milchstau der Mutter kann zu einem üblen Ende führen.

Nun denn, da saßt ihr im Auto und wusstet nicht, was kommen würde. Die Aussicht war auch nicht grade rosig, denn es ging direkt ins Tierheim nach Olbia. Dort warten schon über 700 Hunde und 180 Katzen auf ein Zuhause, mit euch waren es noch vier Fellnasen mehr. Ihr kamt in ein separates Gehege und wart sehr ängstlich. Eure Mutter hingegen ließ sich streicheln und nahm lieb die Zärtlichkeit entgegen. Auf einmal wurdet ihr sehr krank und musstet auf die Quarantänestation wechseln. In dieser Zeit gab es schon eine Anfrage für dich kleines Mädchen. Der Fragebogen wurde verschickt, der Vorbesuch organisiert und dann stand fest: Du hast eine Familie! Wer hätte das so schnell vermutet? Die Familie wartete, dass du geimpft und die Reise nach Deutschland antreten konntest. Das große Bangen begann. Tatsächlich gab es euren Bruder Tobia, der den Kampf verlor. Zu schwach war er, zu groß war der Stress für ihn. Doch ihr beide wurdet gesund, geimpft und konntet endlich reisen.

Für deinen Bruder Sebastiano fanden wir ebenfalls eine Familie und so konnten Ihr gemeinsam nach München reisen. Deine Familie hat im Vorfeld schon Bilder von deinem Schlafplatz und Spielzeug geschickt und sie waren voller Vorfreude. Schon kurz nach deiner Ankunft hast du kurz dein Heim untersucht, bist in den Garten gestiefelt und hast angefangen zu spielen. Ich konnte meinen Augen nicht trauen, als die Bilder mich erreichten. Ein Hund wild auf Sardinien geboren, aufgewachsen mit der Angst vor Menschen und seiner Umwelt - und nun? Du bist einfach Zuhause. Was hatte ich alles erzählt, wie ängstlich du vermutlich sein würdest, wie es am besten sein würde, dich einzuführen in das neue Abenteuer "Leben". Du hast mir einen Strich durch die Rechnung gemacht und dafür bin ich dir sehr dankbar. Du hast es deiner Familie leicht gemacht, dich in ihr Herz zu schließen und dich schnell als Geschenk des Himmels anzusehen.

Natürlich musst Du noch viel lernen, aber diese Mail sagt doch alles, oder?

Hallo Frau Richter,
also Clara heißt immer noch Clara, sie hört auch sehr gut auf ihren Namen.

Abgeben möchten wir die Maus nicht mehr. Sie ist schon voll in unsere Familie integriert.

Allen Familienmitgliedern geht es gut - auf jeden Fall besser als wir noch ohne Clara waren.

Clara hat nach ca. einer Woche, in der sie ziemlich aufgedreht war und allerlei Sachen angestellt hat, sich nun sehr gut angepasst.

Sie fordert um 6.30 Uhr, nachdem sie gefressen hat, die erste ausgiebige Runde (ca. 1 Std) Gassi gehen. Wir kommen an einem großen Gehege mit Dammwild vorbei, wo immer die Tiere mit großem Interesse verfolgt werden (dies geschieht mit großer Ruhe und Gelassenheit). Sie läuft für die zwei Wochen, die sie nun bei uns ist, sehr gut an der Leine. Mit anderen Hunden, die uns auf unserer Runde begegnen, ist sie anfangs etwas zurückhaltend aber nach kurzer Zeit wird herumgetollt, soweit dies an der Leine möglich ist.

Regelmäßig um 2.00 Uhr wird angezeigt, dass sie mal kurz in den Garten muss, um ihr Geschäft zu erledigen. Eine Runde im Garten laufen, alles kontrollieren und dann wieder ab ins Körbchen. Anfangs schlief sie an unterschiedlichen Stellen, aber seit vier Tagen ist sie sich nun für ihre Ruhezeiten immer in ihrem Körbchen. Ich denke mal, sie ist nun angekommen.

Wir wollen sie nicht mehr hergeben!

Nächste Woche haben wir nun einen Termin beim Tierarzt wegen des Mittelmeerchecks (Blut abnehmen). Mal sehen, wie sie das bewältigt.

Das Angebot gilt immer noch, falls Sie in der Nähe sind, kurz anrufen und vorbeikommen.

Wir danken Ihnen für die Vermittlung dieser wundervollen Maus - nochmals Danke!!!

Fam. K.


Ich bin sehr glücklich, dass ihr Zwei (dein Bruder und du) so schnell angekommen seid. Eure Familie wird Euch nun immer begleiten, es wird kein Hungern, keine Ängste und keine Unsicherheit mehr geben. Sie lieben euch von ganzem Herzen.

Clara hat am 03.08. ihr Körbchen in 90584 Allersberg bezogen und hat bestimmt ihr früheres Leben schon vergessen.


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