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Brando

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Nun schreibe ich ein zweites Mal dein Happy End

Ach lieber Brando, ein zweites Mal sitze ich nun hier an meinem Schreibtisch und schreibe das Happy End für dich. Ich hoffe inständig, dass es ein wirkliches Happy End für dich sein wird. Voller Zuversicht blicke ich diesmal in deine Zukunft und weiß, du hast dazu gelernt. Aber fangen wir deine Geschichte doch von vorne an.

Als du das erste Mal adoptiert wurdest, bist du direkt von deinem Tierheim auf Sardinien zu deinem lieben Herrchen gekommen. Er hat wirklich alles für dich getan, doch du hast dich ihm verschlossen. Warum? Das wird uns allen ein Rätsel bleiben. Immer stand ich mit deinem Herrchen in Kontakt, aber die Meldungen waren sehr bescheiden. Du hast dich nicht geöffnet, richtige Angst hast du ihm gegenüber gezeigt. Es war so schwierig euer gemeinsames Leben. Nach vielen Monaten dann die Entscheidung von deinem Herrchen und mir, dich auf eine Pflegestelle zu geben, die bereits einen Herdenschutzhundrüden hat und sich auch mit Angsthunden auskennt.

Als du dort ankamst, warst du schon nicht mehr derselbe. Deinem Herrchen ist es so schwer gefallen, dich ziehen zu lassen und hat es aus Liebe zu dir getan. Auch er wird dich immer begleiten, auch wenn es nicht mehr in deiner realen Welt sein wird. Dort in der Familie bist du sofort ins Leben geworfen worden. Kinder, Katzen, Pferde, Hunde, Feriengäste – was für ein turbulentes Leben. Du hast dich durchgekämpft, hast deine Entscheidungen getroffen, wann du dabei sein wolltest und wann du lieber für dich warst. Es gab nur wenige Zwänge in den ersten Wochen. Du hast dich so prima entwickelt, dass wir dich mit in die Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ nahmen. Dort hast du dich vorbildlich verhalten und einigen meiner Kollegen den Kopf verdreht.

Doch auch hier blieb die Resonanz aus. Keine Interessenten, kein Zuhause.

Aber scheinbar hast du diese Zeit benötigt, denn dann kam deine Familie und siegte im Sturm. Sie waren so begeistert von dir, du hast dich brav gezeigt und bist sogar auf sie zugegangen. Ich glaube ja, dass die Adoption von dir schon vor dem ersten Besuch besiegelt war, denn diese Familie war schon von deinen Bildern und deiner Beschreibung begeistert.

Sie haben dir viel Zeit geschenkt, sind behutsam mit dir umgegangen, haben dich einige Male besucht, um dir Vertrauen zu schenken und deins zu gewinnen. Es hat funktioniert und so bist du dann in dein Zuhause gezogen.

Die Rückmeldungen sind immer positiv und diese Nachricht möchte ich deinen Fans mit auf den Weg geben:

"Liebe Frau Richter,

es sind nun schon vier Wochen vergangen, seitdem Brando zu unserer Familie gehört. Während ich hier diese Zeilen schreibe, liegt unser kleiner Eisbär in seinem Körbchen und genießt die Ruhe :)

Als wir Brando vor einiger Zeit auf Eurer Website gesehen habe, war es schon irgendwie um uns geschehen. Wir warteten nicht lange und meldeten uns auch gleich bei Ihnen, um mehr über diese süße Fellnase mit seinen Knopfaugen zu erfahren. Es dauerte gar nicht lang und wir konnten ihn auf seiner Pflegestelle besuchen. Wir waren ganz schön aufgeregt. Sandra hat uns mit Ihrer Familie sehr herzlich empfangen und wir hatten sehr viel Zeit, Brando kennenzulernen.

Von seiner Zurückhaltung gegenüber Männern war zu unserem Erstaunen gar nichts zu spüren. Brando kam bereits nach ein paar Minuten zu meinem Lebensgefährten und schnupperte zaghaft. Das war so schön anzusehen. Der Nachmittag verlief einfach toll. Brando kam immer wieder zu uns und ließ sich auch von uns streicheln und zwar schon in der typischen "Brandomanier" - Er lehnt sich so fest gegen einen, dass man fast umfällt.

Irgendwie hatten wir uns bereits an diesem Nachmittag entschieden, Brando zu adoptieren und auch die Pflegemama war sichtlich über dieses Zusammentreffen begeistert. Von diesem Tag an besuchten wir Brando regelmäßig und es wurde von Mal zu Mal vertrauter. Er ist natürlich noch immer vorsichtig gewesen, aber das ist vollkommen verständlich.

Am 23.07. war es dann soweit. Brando zog bei uns ein. Alle freuten sich schon auf das neue Familienmitglied, aber auch auf die Möglichkeit, Brando ein schönes Familienleben zu geben.

Wir kamen nach Hause und er erkundete zunächst einmal sein neues Zuhause. Es dauerte auch nicht lang und er entdeckte sein Körbchen bei uns im Schlafzimmer. Auch die Treppen, die nach oben führen, waren für ihn gar&xnbsp;kein Problem. Er verbrachte auch die ersten Nächte immer in unserer Nähe.

Seit seinem Einzug hat Brando Tag für Tag viele kleine Schritte nach vorn gemacht. Er nahm nach einiger Zeit auch sein Körbchen im Wohnzimmer an, obwohl ihm der Fernseher noch immer völlig suspekt ist und er sich dann lieber klammheimlich vom Acker macht. An unseren Garten musste er sich auch erst gewöhnen. Ihm hat es gar nicht gepasst, dass da ein Zaun war und er einfach nicht zum Nachbarn springen konnte. Aber auch das ist schon viel besser geworden, er hat verstanden, dass man auch in unserem Garten toben kann :D Auch das Alleinbleiben ist für ihn überhaupt kein Problem. Er verzieht sich in sein Körbchen und schläft ganz einfach. Seine anfängliche Unruhe im Haus wird auch von Tag zu Tag besser. Spazieren gehen ist für ihn das tollste. Sobald einer von uns das Geschirr in die Hand nimmt, ist er nicht mehr zu bremsen. Seine anfängliche Lethargie beim Laufen wird mittlerweile auch immer besser. Er läuft fröhlich vorneweg und guckt uns dann auch schon mal enttäuscht an, wenn die Leine zu Ende ist. Aber sobald er merkt, dass wir auf dem Rückweg sind, wird er immer langsamer und versucht alles, um bloß nicht wieder ins Haus zu kommen. Wenn es nach ihm ginge, wäre er wohl den ganzen Tag draußen.

In der letzten Woche gab es für ihn eine Riesenherausforderung. Wir fuhren für eine Woche in den Harz und waren ziemlich viel zu Fuß unterwegs. Bergauf, bergab und er meisterte dies wirklich toll. Wir sind mit ihm sogar auf den Brocken gelaufen, was ja sogar für uns Menschen anstrengend ist. Er war kaum zu bremsen, lief und lief, kletterte sogar die Steine hoch. Es war eine wahre Freude, dies zu sehen. Als wir abends essen gingen und unserer Fellnase langweilig wurde, entwickelte er sich wirklich zu einem richten Kasper. Er machte nur Blödsinn, da ihm scheinbar langweilig war. Dies scheint allerdings zur Gewohnheit zu werden. Wir müssen uns echt zusammenreißen, um nicht in eine Riesengelächter auszubrechen, da dies ja eigentlich gar nicht witzig ist.

Brando ist einfach ein ganz toller Kerl. Wir haben ihn bereits ganz fest in unsere Herzen geschlossen. Wir werden aber auch sicher noch viel Spaß daran haben, wenn unsere Dickköpfe aufeinanderprallen. Er ist schon sehr speziell und versucht, wo es nur geht, seinen Kopf durchzusetzen. Aber er fängt langsam an zu lernen, dass er da leider auch mal den Kürzeren zieht.

Ach, das hätte ich fast vergessen. Er hat gestern das erste Mal gebellt, als ein Nachbar bei uns vor der Tür stand. Ich denke, er fängt langsam an zu verstehen, dass dies nun sein Zuhause ist. Dies ist ein so schönes Gefühl.

Zum Schluss bleibt zu sagen, dass wir sehr glücklich sind, dass Brando jetzt zu unserer Familie gehört. Und ein Stück weit glauben wir auch, dass nicht nur wir ihn ausgesucht haben, sondern auch er uns.

Ganz liebe Grüße Jens, Yvonne, Bennet und Brando

Tja, was bleibt zu sagen? Es schaut nach einem richtigen Happy End aus, was ein wenig Zeit brauchte und nicht zuletzt gilt der Dank auch der Pflegestelle, die Brando aufgenommen hat und ihn das Leben gezeigt hat. Dort konnte er entspannen, dort lernte er, so viele Dinge gelassener hinzunehmen.

Ich wünsche, und da bin ich sicher nicht alleine, Brando und seiner Familie eine tolle gemeinsame Zeit. Brando ist am 23.07. nach 41849 Wassenberg gezogen und hat dort sein Leben ein zweites Mal begonnen.


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