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Bellina

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Bellina – der absolute Spaßfaktor auf vier kurzen Beinen!

Als ich Bellina das erste Mal in der L.I.D.A., unserem Partnertierheim auf Sardinien, bewusst sah, war es kein guter Moment. Sie war in einem Gehege mit ihrer Schwester und drei weiteren Hunden. Wir hörten Hundeschreie und eilten zu dem Gehege. Bellina und ihre Schwester hatten sich hinter dem großen Wassereimer verschanzt und wehrten die Angriffe der anderen Hunde ab. Dabei schrien sie entsetzlich. Marco, ein Helfer der L.I.D.A. und ich gingen in das Gehege und jeder nahm eine Hündin auf den Arm und wir brachten sie erst einmal auf den Gang.

Dort standen wir, mit den völlig verstummten und erstarrten Herdenschutzhündinnen. Wir überlegten kurz, wohin wir sie setzen konnten und entschieden uns, sie zu drei Rüden zu setzen, nur ein Gehege weiter. Die drei Rüden waren alles Angsthunde, die sich vom Menschen gar nicht anfassen ließen. Unsere beiden Hündinnen waren eigentlich tolle Junghündinnen, verspielt, offen und zutraulich.

So machten wir es und nahmen die Hündinnen mit in das Gehege. Die Rüden waren total verblüfft und liefen erstmal an das Gehegeende. Von dort beobachteten sie, wie wir die Hündinnen runterließen, die sich direkt an uns kuschelten und sich Streicheleinheiten abholten. Bellina, unsere Maremmano-Hündin auf kurzen Beinen, war die Erste, die sich umblickte und losrannte. Sie rannte zu den völlig verdatterten Rüden, stupste sie an und schleckte noch schnell über ihr Maul. Dann begann auch Bellinas Schwester die neu errungene Freiheit zu genießen und die beiden rockten das Gehege. Sie bespielten die Rüden, die völlig verklemmt und staunend immer noch am Zaun standen, und sprangen umher.

Wir konnten uns das Lachen nicht verkneifen. Schon wenige Tage später hatten Bellina und ihre Schwester die drei Rüden geknackt und nicht nur dass, zwei der drei Rüden lassen sich heute vom Menschen anfassen, zwar zurückhaltend, aber sie genießen sogar die Berührungen.

So kann man sagen, dass Bellina und ihre Schwester mindestens zwei Leben retteten , denn diese Rüden befinden sich heute in unserer Vermittlung und suchen nach ihrer Familie. Ich frage nach, ob die beiden Hündinnen schon einem Verein versprochen seien und Marco teilte mir mit, dass die große Schwester bereits über einen Verein reserviert sei, aber Bellina nicht. Warum nicht, konnte er mir nicht beantworten.

So war ganz schnell klar, dass wir Bellinas Leben auch „retten“ wollten. Wir nahmen sie in die Vermittlung auf und fanden schon bald eine Pflegestelle. Als sie in Deutschland ankam, verzauberte die kleinwüchsige Maremmano-Hündin die Pflegestelle sofort. Sie war wirklich das absolute Spaßpaket.

Wir stellten uns darauf ein, dass es nicht schnell eine Familie für die kleinwüchsige Hündin geben würde, da jemand, der einen Herdenschutzhund sucht, sicherlich sich einen großen stattlichen Hund vorstellt.

Doch da hatten wir uns gewaltig geirrt. Denn schon bald kam die erste Anfrage. Die sollte es noch nicht werden, denn die Interessentin schockierte es so dermaßen, dass die Hündin bereits mit sechs Monaten kastriert war, dass sie davon Abstand nahm. Natürlich erklärten wir ihr den Sachverhalt in einem Tierheim mit 700 Hunden, doch für sie war es eine Misshandlung am Tier.

So erledigte sich also die Vermittlung. Natürlich waren wir traurig, denn der Platz hörte sich wirklich toll an. Aber wie das immer im Leben so ist, schließt sich eine Tür und es öffnet sich woanders eine neue. Und so kam es, dass uns eine Familie anrief, die Bellina im Internet entdeckt hatte und sich gar nicht vorstellen konnte, dass diese bezaubernde Hündin noch kein Zuhause gefunden hatte.

Sie fuhr mit ihrer Tochter in die Nähe der Pflegestelle in den Urlaub und so besuchten sie auch zeitgleich die hübsche und verspielte Hündin. Der Funke war sofort übergesprungen. Nun hieß es, den Vater auch noch zu überzeugen und als sie wieder Zuhause waren, ging alles ganz schnell. Bellina sollte das neue Familienmitglied werden.

So durfte die hübsche Bellina am 09.09.2016 in ihr neues Zuhause in 12524 Berlin ziehen.

Die Rückmeldung war durchaus positiv. Natürlich war es für Bellina eine Umstellung, da sie ab sofort eine Einzelhündin im Haushalt war. Für die Familie auch, weil Bellina einfach ein Kraftpaket ist, die in ihrer jugendlichen Art natürlich manchmal über das Ziel hinausschießt.

Die Familie schrieb uns eine Mail:

Liebe Stefanie, liebe Martina,

hier nun ein paar überfällige neue Fotos von Bellina.

Wir haben uns nun schon prima aneinander gewöhnt und möchten Bellina nicht mehr missen.

Dass wir "zufrieden bis glücklich" sind, schien etwas skeptisch in deiner letzten Mail... Glücklich waren wir von Anfang an mit Bellina - weil sie ja eine wirklich Liebe ist. Wir haben aber gemerkt, dass wir Unterstützung im Umgang mit ihr brauchen und haben diese Unterstützung beim Hundetraining gefunden, wir kommunizieren nun viel besser miteinander, lernen jede Woche neu dazu und werden es so sicher schaffen, mit unserer lieben, manchmal übermütigen Jugendlichen gut zusammenzuleben.

Auf der Straße bleibt sie noch im sicheren Geschirr, aber sobald wir die Gartentür zumachen, macht sie Sitz, dann leine ich sie ab, dann flitzt sie aber los. Ich kann gut mit ihr üben und sie hört schon sehr gut.

Das letzte Foto zeigt sie im Übermut auf dem Gartentisch, das Plätzchen würde ihr sicher gut gefallen... aber...

Also, bei uns ist alles gut und Bellina ist definitiv Teil unserer Familie.

Vielen Dank und viele Grüße von meiner Tochter Nina, die sich voll an allem beteiligt, und Heike Splettstößer

Der Anfang war vielleicht etwas holprig, da sich der Mensch an den Hund und der Hund an den Mensch gewöhnen muss. Wir finden es klasse, dass die Familie sich Hilfe geholt hat und nun die Kommunikation mit dem Hund besser führen kann. Bellina ist ein Powerpaket, eine Spaßnudel , aber auch sie wird älter und ruhiger werden.

Wir wünschen unserer Lebensretterin alles Gute für die Zukunft und danken ihr für die Starthilfe, die sie den beiden Rüden gegeben hat. Mach’s gut kleine Bellina!


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