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Angela

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Angela - sechs Wochen die dein Leben komplett veränderten

Als eine liebe Sardin dich Anfang Juli auf einem Grundstück fand, warst du erst wenige Wochen alt. Hilflos, allein und schwer verletzt an den Pfoten irrtest du umher. Sie brachte dich sofort zur Erstversorgung in unser Kooperationstierheim, der LIDA in Olbia. Dort schaute man sich deine Verletzungen an, salbte deine Pfötchen und setzte dich sofort auf Antibiotika. Sie baten uns um Hilfe, da die Chance auf Heilung in einem vollkommen überfüllten Tierheim, in der heißesten Zeit des Jahres, sehr schlecht war. Alles wurde blitzschnell arrangiert.

Einen Tag vor deiner Abreise nach Deutschland erhielten wir die schockierende Nachricht, dass die Therapie vor Ort nicht anschlug und du schon eine komplette Pfote verloren hattest und die andere Pfote auch nicht besser aussieht. Wir waren am Boden zerstört.

Sofort nach deiner Anreise wurdest du in die Klinik nach Brauweiler gebracht. Die erste Prognose der Ärzte war sehr vorsichtig. Es stand in den Sternen, ob sie deine noch vorhandene linke Pfote retten können und eine Hauttransplantation schien unumgänglich. Es wurde sich rührend um dich gekümmert! Deine Wunden täglich mehrfach begutachtet und mit feuchten Umschlägen und Verbänden versorgt. Das gesamte Praxisteam hat mit dir und für dich gekämpft. Nicht eine einzige Nacht musstest du in der Klinik verbringen. Es stand für das Team außer Frage, einen kleinen Welpen nachts auf Station zu lassen. Es wurde sich kurzfristig abgesprochen und schon saßest du an jedem Abend bei einer der sechs Frauen im Auto. Nach fast 14 Tagen des Bangens und Hoffens stand fest, die wirklich perfekte Versorgung des gesamten Teams hat dir deine linke Pfote gerettet und dich auch vor der schmerzhaften und unangenehmen Hauttransplantation bewahrt. Und was machst du? Ärgerst deine Helfer, beißt ihnen in Füße und die Nase, flitzt über die Station und bringst alle trotzdem zum Lachen.

Einer Frau hast du ganz besonders den Kopf verdreht - Hannah, der Auszubildenden der Klinik. Nach den ersten Absprachen hat sie dich abends und am Wochenende mit nach Hause genommen und dich versorgt. Tagsüber hast du aus Prinzip keine noch so winzige Hürde genommen. Da wurde das Köpfchen gehoben, schief gelegt und der "ich bin der ärmste Hund der Welt Blick" aufgelegt. Nachts war es aber kein Problem für dich, ins Bett zu klettern. Du kleine Maus hast es faustdick hinter den Ohren.

Nichtsdestotrotz hast du Hannah und ihre Familie um deine kaputten Pfötchen gewickelt und sie können und wollen sich ein Leben ohne dich kleines Teufelchen nicht mehr vorstellen. So bist du direkt von der Klinik in dein eigenes Zuhause gezogen. Mit viel Liebe und Herz wurde alles auf deine Bedürfnisse zugeschnitten. Babysöckchen gekauft, Körbchen, Spielzeug und ein großer Bollerwagen für dich hergerichtet. In dem darfst du Prinzessin thronen, wenn der Spaziergang zu lang für dich wird. Ich kann mir kein besseres, liebevolleres und perfekteres Zuhause für dich vorstellen und freue mich von Herzen.

Deine linke Pfote konnte Dank der hervorragenden Pflege bis auf die Zehen gerettet werden und du darfst nun auch schon auf dem Ballen laufen. Die rechte, fehlende Pfote wird, wenn du ausgewachsen bist, durch eine Prothese ersetzt. Dich stört das alles überhaupt nicht. Du flitzt, springst, rennst, jagst durch dein Leben und findest für alles eine Lösung. Der neueste Clou - du lässt deinen großen Bruder Bruce für dich ein Mauseloch ausbuddeln, damit du die interessanten Gerüche genau inspizieren kannst. Cleveres Mädchen :-)

Machs gut, kleine Zaubermaus und benimm dich zwischendurch auch mal!


Angela ist am 09.08.2014 in ihr Zuhause nach 50374 Erftstadt gezogen.


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Lesen Sie hier die ganze Geschichte von unserem SOS Hund Angela

So wird es sein, kleines Mädchen.

Kleine Angela, wie viel Leid hast du schon ertragen und wie viele Engel haben dich begleitet, um das Schlimmste zu verhindern? Deine Geschichte schnürt uns die Kehle zu, und dass du nur einen Tag später vermutlich hättest eingeschläfert werden müssen, bricht uns das Herz und nun versuchen alle Menschen dir zu helfen, doch noch deinen Platz in diesem Leben zu finden. Die Ärzte haben dich längst in ihr Herz geschlossen, die Tierarzthelferinnen umwerben dich, spielen mit dir und kuscheln dich liebevoll und deine Finderin betet jeden Abend, dass du es schaffen wirst. Nun müssen wir deine Geschichte vielen Menschen erzählen, denn nur sie können uns helfen, die Tierarztkosten für dich aufzubringen. Behandlung, Operation und Nachsorge werden richtig teuer. Noch wollen die Ärzte sich nicht festlegen, wir denken aber, dass sich die Gesamtsumme im vierstelligen Bereich bewegen wird. Wie sollen wir das bei diesen vielen Notfällen verkraften?

Aber nun erst einmal deine Geschichte:

Das Welpenmädchen wurde gefunden, als sie im Dreck lag. Sie jammerte und quietschte, zahlreiche Menschen gingen an ihr vorbei.

Schaut man in diese Knopfaugen, greift in das plüschige Fell und hört ihr klägliches Stimmchen - man kann es einfach nicht verstehen!

Aber Angela, eine Touristin, hat zugegriffen, sie auf den Arm genommen, ihr geholfen. Zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand, dass wir um das Leben des Welpen würden kämpfen müssen. Unsere Hundefreundin nahm die kleine Hündin mit nach Deutschland, ihre Pfoten und Beinchen waren ohne Fell und dunkel gerötet bis aufs Fleisch. An manchen Stellen war das Fleisch verfault und stark vereitert. Angela bat uns um Hilfe und schickte Bilder. Uns war sofort klar, wir würden helfen. Mit dem Bewusstsein, dass die einzige Lösung am Ende der Untersuchung vielleicht die Erlösung sein würde, nahmen wir den Welpen in unserer Kooperationspraxis auf. Sie wurde dort sofort behandelt. Eine Vorderpfote war nicht mehr zu retten, das ganze tote Gewebe wurde entfernt. Nun versuchen die Ärzte, das Bein knieabwärts zu retten. Es wird mit feuchten Umschlägen und Salben behandelt. Heute wird das Bein unter die Haut in der Flanke genäht, damit sich wieder Haut bilden kann. Dann kann an diesem Bein eine Prothese fixiert werden.

Wenn der Heilungsverlauf so konstant bleibt, ist das Hundemädchen noch einmal dem Tod von der Schippe gesprungen. Hätte sich die Sepsis ausgebreitet, wäre sie nicht zu retten gewesen. Sie hat wirklich wunderbare Schutzengel.

Die gerade mal ein paar Monate alte Hündin wurde nach ihrer Retterin benannt: Angela. Wie passend, denn Beide - Mensch und Hund - sind Engel im wahrsten Sinn des Wortes!

Angela wird vermutlich später gut laufen können, wenn wir es schaffen, den Stumpf zu erhalten. Wenn Stumpf und Knie nicht mehr gefährdet sondern verheilt sind, wird sie ein Leben lang eine Prothese brauchen, aber die wird ihr nicht wehtun.

Die andere Pfote ist zur Hälfte erhalten geblieben, auch hier wurden tote Hautlappen entfernt, und Angela kann sie schon leicht belasten. Das Bein sieht fast normal aus und die wunden Stellen heilen durch die feuchten Umschläge. Die Prognose ist erst einmal gut.

Trotz der Schmerzen und aller Leiden ist Angela eine solche Frohnatur, dass wir manchmal mit Tränen in den Augen in der Praxis stehen und es nicht fassen können. Sie ist wie ein Stehaufmännchen - kaum aus der Narkose erwacht, möchte sie spielen, laufen und mit einer Familie glücklich werden. Wir werden alles dafür tun, irgendwann ihr Happy End zu schreiben, irgendwann Bilder zu bekommen, auf denen man sie über grüne Wiesen laufen sieht, wie sie mit anderen Hunden spielt und glücklich in die Arme ihrer Besitzer fällt. So wird es sein, kleines Mädchen.


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