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Pippo

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- es sollte nicht sein

Pippo, du warst quasi noch ein Kind, als du diese Erde verlassen hast. Gerade mal anderthalb Jahre alt!

Leider gab es viel zu wenig gute Zeiten in unseren gemeinsamen drei Monaten: Du kamst schon als Rippchen an, mit mageren 22 Kilo: Schlechte Voraussetzung für die anstehende Chemo. Dazu hattest du höllischen, nicht enden wollenden Durchfall, auch die Nacht durch… dazu die Nebenwirkungen der Chemotherapie. Nach 5 Wochen waren wir beide echt am Ende.

Ein Zufall bescherte uns eine kleine Chemopause. Die haben wir genutzt: Du dazu, mit der extra zubereiteten Krebsdiät beeindruckende 6 Kilo in 3 Wochen anzufuttern und aufzublühen … und ich, um so schöne Fotos und Filme von einem fröhlichen, hüpfenden Tollpatsch aufzunehmen.

Auch wenn du ein kleines Dreckschweinchen warst: Du hattest so viel Charme und in deinen guten Zeiten blitzte dieser echte, kleine Schelm lustig durch! Du hast dich hier in aller Herzen breitgemacht. Und du hattest solche Freude am Erkunden der neuen Umgebung, an den Nachbarn, am persönlichen Einkauf vom leckeren Futter in „deinem“ Lieblingsgeschäft in der City. Da war dir die Jobbeschreibung eines Maremano als etwas mißtrauisch und der Einsamkeit zugetan, offensichtlich völlig schnuppe! Du wolltest immer mit!

Und dann war alles innert 2 Wochen vorbei… Der Start der zweiten Chemo-Reihe hat dich von den Pfötchen geholt. Ganz schwach, hast du noch versucht dich mitzuschleppen, warst -zack- wieder auf 20 Kilo runter. Zwei weitere Wochen musste ich dich wegen der abgestürzten Organwerte jeden Tag morgens zur Infusion in der Klinik abgeben und konnte dich erst abends wieder abholen. Du hattest Wunden vom langen Liegen, dein Blick sagte „Nein, nicht schon wieder…“.

Für die Ärzte warst du austherapiert. Unklar, wie es weitergehen sollte… In deiner letzten Woche konntest du nicht mehr alleine schlucken, du hattest keine Kontrolle mehr über Zunge und Lippen. Verzweifelt habe ich versucht, dich mit Spritze und hochkalorischem Spezialfutter zu päppeln. Zu spät, es hat nicht mehr gereicht!

Das Einzige was blieb, war dich in vertrauter Umgebung zu erlösen. Es ging ganz schnell, in wenigen Minuten bist du in meinen Armen eingeschlafen. Ein letztes Mal fahren wir zwei nochmal los: Zu deinem Lieblings-Aussichtspunkt im Wald, da wo dein Kumpel auch so gerne Wanderpause macht, wirst du dich ablegen dürfen und dein nächstes, glücklicheres Abenteuer planen … Teddybärchen- nostro orsacchiotto biancho.

Pippo ist am 19.08.2021 über die Regenbogenbrücke gegangen.




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